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 Trainingsplatz Nr. 13

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Shin
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BeitragThema: Trainingsplatz Nr. 13   Mo 21 Feb 2011, 21:42

Ein ehemals beliebtes Trainingsgelände, welches jetzt aber meist nur noch von spielenden Kinder oder aber Personen genutzt wird, die in Ruhe und für sich trainieren wollen.
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Shin
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   Mo 21 Feb 2011, 21:43

Als die ersten Sonnenstrahlen sein Gesicht berührten, ahnte Shin noch nicht was ihn an diesem Tag alles erwarten würde. Das Wichtigste jedoch, war das er endlich einmal frei hatte, keine Mission wartete auf ihn und auch sein Onkel, gönnte seinem Neffen einen trainingsfreien Tag. Wahrscheinlich genau deshalb, hatten ihn die Bediensteten des Anwesens noch nicht aus den Federn geholt, hatten ihn schlafen und träumen lassen. Obwohl der Chuunin auf letzteres gern verzichtet hätte, ein Traum von einem Mädchen zu haben was man einst liebte und die einen verlassen hatte, war nicht gerade etwas wovon man unbedingt träumen wollte. Kaum zu glauben jedoch war es, dass dies schon fast drei Jahre her war und Shin immer noch an seine erste Liebe dachte. Aber wahrscheinlich war dies etwas vollkommen normales, schließlich vergisst man seine erste Liebe nie. Mittlerweile jedoch hatte sich vieles verändert, das Dorf, Shin aber auch das Ansehen welches der Uchiha genoss. Vieles machte es natürlich leichter, dass er vor gut einem Jahr zum Chuunin ernannt wurde und seine Mission, fast immer mit Bravur meisterte. Vielleicht ist auch das der Grund, warum der Chuunin innerhalb seines Clans mittlerweile schon fast einen ebenso großen Stellenwert hatte wie sein Cousin Tenshi, der immerhin der Sohn des ehemaligen Clanoberhauptes war. Natürlich freute es Shin, doch auf der anderen Seite war es auch manchmal echt belastend, wenn die Leute einen ständig ansprachen und Fragen stellten. Andererseits wiederum, hatte der Chuunin ja auch immer von einem solchen Leben geträumt, doch jetzt wo er es hatte, war es ihm auf einer Seite zu mindestens ziemlich unangenehm. Wie dem auch sei, der Tag hatte gerade erst begonnen, doch dieser Traum von Aya, der Gedanke daran was alles in den letzten drei Jahren passiert war und ein unbestimmtes Gefühl in seiner Magengegend, ließen Shin vermuten, dass irgendetwas großes passieren würde.

Nach einer kurzen Dusche, einen ausgiebigen Frühstück mit seinem Cousin Tenshi und seinem Onkel verabschiedete sich Shin. Den Bediensteten wurde schnell gesagt, dass sie mit dem Essen nicht warten müssten und, dass es spät werden würde und sie deshalb nicht extra auf ihn warten müssten. Noch während Shin durch das Clanviertel der Uchiha lief, wurde überlegt was man eigentlich so mit dem freien Tag anfangen könnte. So recht wollte Shin jedoch nichts einfallen, diese Tage waren zu so einer Seltenheit geworden, dass man schon gar nicht mehr wusste, was man eigentlich mit seiner freien Zeit anstellen sollte. Schlimm eigentlich, wenn es schon so weit gekommen war, doch Mission und Training kosteten nun einmal sehr viel Zeit. Und im Endeffekt waren sie ja auch wichtig, wie auch sonst sollte man Erfahrungen sammeln, sich weiterentwickeln oder stärker werden. Den Nachteil allerdings konnte man nun Live miterleben, man wusste einfach nicht mehr, was soll man zuerst machen bzw. was soll man überhaupt machen. Während Shin fast schon geistesabwesend darüber nachdachte, was er mit dem Tag anfangen konnte, merkte er nicht einmal wohin ihn seine Füße trugen. Erst als er die Stimmen von Kindern hörte, die sich lautstark unterhielten bemerkte der Chuunin wo er gelandet war, auf dem Trainingsplatz Nr. 13. Sich leicht am Kopfkratzend und innerlich feststellend, dass man Tugenden wohl doch nicht so einfach ablegen konnte, betrachtete er die Kinder und ihr treiben. Training konnte man das was sie dort machen nicht wirklich nennen, es war er so eine Art von, welchen Ninja willst du heut spielen. Belustigend und es weckte auch irgendwie Erinnerungen an seine eigene Kindheit, als er es noch war, der dort stand und Ninja spielte. Aber nicht nur diese Erinnerungen weckte diese Szene in ihm, es waren auch Erinnerungen an Ayama dabei, die sich fast schon wie von selbst unter die schönen Erinnerungen seiner Kindheit mischten. Erinnerungen an Spaziergänge oder Trainingskämpfe der beiden. Und genau hier wurde es Shin schlagartig bewusst, dass sie auf jenem Trainingsplatz ihren aller letzten Kampf ausgetragen hatten. Das Ende, ein klarer Sieg für den heutigen Chuunin und eine niedergeschlagene Ayama, die von ihrem damals, wohl jetzt eher weniger, süßen Wollknäul getröstet wurde. Während diese Erinnerungen sich langsam, aber sicher in dem Uchiha breit machten, führten ihn sein Füße weiter auf die Kinder zu. Hinter ihnen waren drei Holzpfeiler aufgestellt, gerade hoch genug das man sich auf sie setzen konnte. Beim Anblick des Uchihas erschraken die spielenden Kinder, er grüßte sie und deutete ihnen an, dass er sich nur setzen wolle und sie ruhig weiter machen durften. Die Kinder hatten wohl nicht damit gerechnet, dass sie heute hier jemand treffen würden. Schließlich war es noch relativ früh und auch sonst, kam wohl eher selten jemand auf diesen Trainingsplatz, wenn überhaupt dann wohl nur, so wie die Kinder um zu spielen oder so wie Shin, Erinnerungen oder leichtem Training nachzugehen. Allerdings fand der Uchiha es im Moment jedenfalls viel interessanter, den Kindern bei ihrem Spiel zu zuschauen, was auch dafür sorgte, dass die Gedanken an vergangene Tage in ihm abflauten. Was der Chuunin allerdings nicht wusste, war das sich noch jemand auf dem Weg zum Trainingsplatz Nr. 13 befand. Eine Person, die er nur zu gut kannte, aber von der er wohl nicht erwartete, sie jemals wieder zu sehen.
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   Mi 23 Feb 2011, 01:06

Der Morgen hatte wie immer viel zu früh begonnen. Die Sonne hatte noch nicht einmal ihre ersten Strahlen ganz über den Rand des Horizontes gestreckt, als sich eine zierliche Gestalt durch das Geäst der Bäume bewegte. Beinahe lautlos konnte man meinen, denn außer dem allmorgendlichen Chor der Vögel war sonst kein anderer Laut zu hören. Tief in Gedanken versunken reagierten bei ihr nur noch die Instinkte. Gedanken an das was hinter ihr lag. Drei Jahre war es nun schon her, dass sie sich in diesem Teil der Erde aufgehalten hatte. Viel zu lange, wenngleich sich scheinbar nicht viel verändert hatte. Die Bäume waren immer noch zu hoch um ihre Kronen zu sehen und das Dickicht unten durchwachsen mit Dornenbüschen und anderem Gestrüpp, das einem gern mal am durchkommen hinderte. Diese Dinge waren jedoch nebensächlich. Denn eigentlich waren ihre Gedanken mit einigen Menschen beschäftigt. Einem Mann, der sie vor so langer Zeit von hier weg geholt hatte, manch einer wagte zu behaupten er hatte sie entführt. Die Wahrheit, die jedoch war in ihr selbst begraben, so tief, dass sie nie wieder an das Licht kommen sollte, das sich nun langsam durch diese grüne Welt brach. Rauschend ähnlich den Wellen des Meeres bewegten sich die Blätter. War er einst ihr Sensei gewesen, oder doch immer nur ein Fremder? Die Wahrheit schmerzte zu sehr, um sie sich eingestehen zu wollen. Mit jedem neuen Schritt auf den nächsten Ast änderten sich die Gedanken. Sie gingen noch weiter in die Vergangenheit. Sie beschäftigten sich mit denjenigen, die sie hinter sich gelassen hatte. Ihre Familie, ihre Freunde, ihr Team, das Dorf. Was würde man sagen, wenn sie plötzlich wieder da wäre. Wie sollte man schon einen Ausreißer empfangen, der sich so eine lange Zeit nicht gemeldet hatte, von der man nur in der Zeitung ab und an lesen konnte! Zwei Personen galten ganz besondere Gedanken. Shin und Ashido. Ihre erste große und bisher einzige Liebe und natürlich ihr Bruder, ihr ein und alles. Er würde sie mit tödlicher Sicherheit umbringen. Die zwei ledernen Armbänder verbargen, sie sehr sie an beiden hing. Und das obwohl man glauben sollte, dass nach allem was sie erlebt hatte, nach allem was geschehen war sie über ihre Gefühle hinweg sein sollte.
Plötzlich hielt sie in ihrer Bewegung inne, schreckte aus ihren Tagträumen auf. Hinter einem Stamm auf einem breiten Ast duckte sie sich. Ein Geräusch hatte sie aufgeschreckt. Unter ihr schlich sich ein weißer Wolf an. Seine Schultern dürften ihr weit über die Hüften hinaus ragen, auch wenn die junge Frau nicht besonders groß war, so konnte man deutlich sehen, dass es sich hier um kein gewöhnliches Tier handelte. Ihre goldfarbenen Augen trafen die seinen. Ein kurzer Austausch von Bildern, die zeigten, dass hier keine Gefahr im Verzug war. Es war nur ein anderes Tier das von den beiden Reisenden aufgeschreckt worden war und sich schnell zur Flucht entschieden hatte. Nun nicht mehr mit ihren Gedanken beschäftigt, sondern mit jeder Faser ihres Körpers lauernd machte sich das Gespann auf die letzt Etappe deren Ziel ein Dorf war, dass in den weiten des Waldes der beinahe das gesamte Feuerreich bedeckte, versteckt war. Ohne wissen wo man suchen musste war es unauffindbar. Das Shinobi-Dorf Konoha, ihre einstige Heimat.

Die Unbekannte die sich tief in ihren grünen Reisemantel hüllte wartete auf ein Zeichen von ihrem Gefährten. Der Wolf war bereits etwas vorausgeeilt, um sich in der Nähe des Dorfes umzusehen, wo man am besten ungesehen hinein kam. Er lies auch nicht lange auf sich warten und mit heraushängender Zunge suchte er erneut ihren Blick. Die Verständigung der beiden ging über eine Ebene, die weit über das hinaus reichte, was man sehen konnte. Es verband sie so viel, ein so starkes Band, das nicht einmal der zermürbenden Mühlen der Zeit hätten durchtrennen können. Ein leises Nicken war das Zeichen, dass sie verstanden hatte und ihm die Leitung übergeben würde.
Nicht lange nachdem man das Mädchen noch vor dem gewaltigen Wall der Konoha umgab gesehen haben mochte, stand sie bereits mitten im Dorf. Wie der Zufall oder das Schicksal es so gewollt hatte, hatte es sie an die Stelle verschlagen, wo einst die Tragödie ihren Anfang genommen hatte. Etwas verloren stand sie auf dem Trainingplatz. Kinder, sie bekam es nur am Rande mit, das sie spielten. Doch sie waren noch zu weit weg, um das diese die Fremde wirklich bemerken konnten. Mit dem Wolf an ihrer Seite schritt sie weiter auf den Platz zu. Wieder kamen Erinnerungen hoch. Wieder waren zwei der vorher genannten Personen in diese vergangen Tage geknüpft. Zum einen der Junge, dem sie damals ihr Herz geschenkt hatte und es bei ihrem Abschied bei ihm lies, da sie sonst dafür keine Verwendung gesehen hatte. Dazu kam eine vernichtende Niederlage in einem Trainingskampf. Koinu, ihr Begleiter, damals noch ein kleines wollkneul von Welpe, hatte sie getröstet und Shin konnte nicht wissen, das dieser Kampf für sie so viel mehr bedeutet hatte, als eine kleine Messung von Kräften unter Freunden. Es war das Zeichen für sie gewesen, wie weit sie doch in allem zurück lag. Es war der Grund gewesen, warum sie sich für die Flucht nach vorn entschieden hatte. Der Grund, warum sie das Dorf ohne ein Wort verlassen und sich einem Nuke-nin dem sie genau an dieser Stelle wo sie gerade stand begegnet war. Das Lachen und Kreischen der Kinder hatte abgenommen. Die junge Frau drehte sich um, sah, dass sie angestarrt wurde. Sie war hier eine Fremde und so nahmen die Kinder reiß aus, als der Wolf mit der Mondsichel auf der Strin das knurren anfing. Was wiederum auch die Aufmerksamkeit eines anderen auf sie lenkte. Es war ein junger Mann und kurz blitzte in ihrem verträumten Kopf ein Bild auf, das sie in dem Moment in dem es sich seinen Weg zu ihr suchte wieder verdrängte. Ihr Blick festigte sich, jeder einzelne Muskel war gespannt und zum Angriff bereit. Auch ihr Begleiter rüstete sich zum Kampf. Er stellte die Nackenhaare so weit auf, wie es nur ging. Ein böses knurren hallte über den Trainingsplatz. Unter dieses Knurren mischten sich Worte. „Omae …“ Doch nicht einmal Ayama registrierte die Worte unter der Drohung. Wie war das noch einmal mit Angriff war die beste Verteidigung? Das es vielleicht der denkbar schlechteste Weg war einen Kampf anzuzetteln wenn man sich in seinem Dorf zurück zu melden, versuchen zu wollen, alles wieder aufzuklären, daran dachte sie nicht wirklich. So oft hatte sie einfach Kämpfen müssen, ob sie wollte oder nicht, einfach um am Leben zu bleiben, dass es jetzt nicht sehr viel mehr als ein Reflex war, gegen den sie sich nicht wehren konnte. Ihr Reiseumhang knatterte widerwillig im Wind als sie sich ihm entledigte. Ihre weißen langen Haare flatterten und gaben erst zu spät den Blick frei auf das Schwert, das sich auf ihrem Rücken befand. Ein Raubtierblick aus goldfarbenen Augen heftete sich auf ihren vermeintlichen Gegner, als bereits zwei Kunais auf ihn zuflogen, gefolgt von einer jungen Frau mit gezücktem Katana die zum gekonnten Schlag ausholte. Es würde sich zeigen, ob das Überraschungsmoment auf ihrer Seite war, oder ob er sich doch nicht so leicht überrumpeln lassen würde.
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Shin
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   Sa 26 Feb 2011, 10:16

Wie schön war es doch ein Kind zu sein, unbeschwert durch den Tag zu ziehen ohne sich Gedanken darüber zu machen, was der nächste Tag für einen bereit hielt. Eben diese Gedanken durch streiften den Kopf des Chuunins, wie gerne würde er selbst noch einmal die Kinderschuhe schnüren und abenteuerlustig durch den Tag ziehen. Genauso, wie die spielenden Kinder vor seiner Nase, ausgelassen toben und sich darüber freuen Ninja zu spielen. Allerdings war dies nur reines Wunsch denken, längst hatte der Chuunin seine Kindheit hinter sich gelassen und war zu einem jungen Mann herangereift. Heutzutage, bestand sein Alltag aus Training und Mission und solche freie Tage, wie der heutige einer war, gehörten der Seltenheit an. Vielleicht genau deshalb, war es beruhigend und auch belustigend, den Kindern bei ihrem Treiben zu zuschauen, während der Wind leise über den Trainingsplatz fegte und dabei, die heruntergefallen Blätter der Bäume aufwirbelte. Das schwarze längliche Haar des jungen Mannes, wippte von einer Seite zur anderen, während sein Blick sich auf den mit leichten Quellwolken bedeckten Himmel richtete. Gedanken von vergangenen Zeiten kamen ans Tageslicht, fröhliche aber auch solche, die einen schon einmal die Tränen in die Augen treiben konnten. Allerdings fragte sich der Uchiha-Chuunin auch, warum er ausgerechnet heute an all die vergangene Zeit denken musste, an Aya und den Schmerz, den sie in ihm verursacht hatte. Es war schon merkwürdig, doch füllte es sich auch gut an, das kleine Mädchen vor seinem geistigen Auge zu sehen, ihr liebliches Gesicht und ihre wunderschönen Augen. Aber es schmerzte auch ungeheuer an sie zu denken, nicht zu wissen was sie gerade machte und, wahrscheinlich das noch mehr als andere, nicht zu wissen, wo sie gerade war. Liebend gerne, hätte Shin sie die letzten drei Jahre um sich gehabt mit ihr gelacht und geweint, doch dem war nicht so gewesen und sein Leben war auch ohne sie weiter gegangen. Heute, in diesen Augenblicken, in denen Shin an Ayama dachte, schmerzte es zwar und es tat weh, doch führte sich den Chuunin dann immer wieder vor Auge, dass sie ihn und auch alle anderen, die sie liebten allein gelassen hatte. Einen Grund hatten die Verlassenen nie erfahren und zu mindestens was den Uchiha anging, wollte er auch keinen Grund mehr von ihr wissen. Was er allerdings machen würde, wenn sie jemals wieder vor ihm stehen würde, wusste Shin nicht und Gedanken daran verschwendete er auch nicht.

Es waren sicherlich schon Minuten vergangen, in denen sich Shin gedankenverloren dem Himmel widmete und nicht einmal mehr ansatzweise auf die spielenden Kinder achtete. Plötzlich jedoch, erregten gerade eben erwähnte Kinder die Aufmerksamkeit des Chuunins, als eines von ihnen zu schreien begann. Die dunklen Augen Shins lösten sich von den Wolken und den vergangenen Erinnerungen und hefteten sich nun auf eine Person, die auf der Bildfläche aufgetaucht war. Allerdings galt der erste Blick des Uchihas nicht jener Person im langen Reisemantel, sondern ihrem doch recht eigenwilligen Begleiter und ihm wurde klar, warum die Kinder kreischten und sich dann auch schnell aus dem Staub machten. Ein Wolf oder vielleicht auch ein etwas zu großgeratener Hund waren nicht gerade gängige Begleiter, die man sich während einer Reise aussuchte. Aber gut, man sollte ja auch nicht vorschnell urteilen, das Knurren des Tieres war allerdings doch etwas beunruhigend und man konnte durchaus verstehen, warum die Kids geflüchtet waren und man nun nichts mehr von ihnen sah. Noch beunruhigender allerdings, war die Haltung die die fremde Person eingenommen hatte, wollte sie etwa kämpfen oder dergleichen? Wollte Shin kämpfen an seinem freien Tag, eher weniger und noch dazu nicht gleich gegen zwei Gegner, da dieser Wolf oder zu großgeratene Hund ebenfalls eine Haltung einnahm, die dem Chuunin nicht gefiel. Doch lassen wir mal die Gedanken eines bevorstehenden Kampfes für einen Moment beiseite, die Person entledigte sich ihres Mantels, weißes langes Haare war das einzige was man auf den ersten Blick sah. Was schon äußerst faszinierend war, aber was noch viel faszinierender war es wohl, dass sich besagte Person als junge Frau entpuppte. Shin hätte mit allem gerechnet nur damit nicht, etwas allerdings war merkwürdig, dass er diese Frau irgendwoher kannte, richtig zuordnen konnte der Uchiha sie allerdings nicht. Aber gut, viel Zeit für weitere Überlegungen blieben ihm eh nicht, da bereits zwei Kunais auf ihn zu flogen und besagte junge Frau, selbst auch noch Angriff. Vielleicht für eine Millisekunde, senkte der Uchiha seinen Kopf und seufzte in sich hinein, „…warum passieren immer mir solche Sachen…“ Sein Kopf erhob sich wieder, etwas blitzte in seinen Augen auf, etwas bedrohliches, seine Hand schnellte hinab und wieder flogen Kunais, dieses Mal jedoch auf die junge Frau zu bzw. auf die anderen beiden Kunais um diese auszuschalten. Die Kunais schalteten sich gegenseitig aus, was wahrscheinlich auch nicht anders zu erwarten war, allerdings war da immer noch diese Frau, die mit einem gezückten Katana, welches man nun wirklich nicht gesehen hatte auf den Chuunin zu stürmte. Langweilig wurde es also schon einmal nicht, dennoch sah Shin die Bewegung die die Frau mit ihrem Schwert ausführen wollte, nur für eine Sekunde oder Millisekunde, in einer solchen Situation war das wirklich schwer einzuschätzen. Ein Satz zur Seite, eine weiteres Seufzen und sich leicht am Kopf kratzend, stand Shin nun etwa zwei Meter links neben der Frau. Seine Augen waren geschlossen, längst war die Bedrohung wieder aus ihnen verschwunden, schon bevor die Weißhaarige ihn mit ihrem Schwert zerteilen wollte. „Das hätte echt böse für mich ausgehen können, ist dir das bewusst? Ich meine, jemanden ohne Grund anzugreifen ist nicht besonders höflich oder hast du etwas zu verbergen, dass du Angst haben musst ich könnte dich verraten?“ Ob sie nun etwas zu verbergen hatte oder nicht, jemanden anzugreifen, der nicht einmal annähernd einen Grund für eine solche Handlung geliefert hat, ist schon sehr merkwürdig. Wie dem auch sei, Shins Stimme erhob sich wieder, während der Wind mit seinen dunklen Haaren spielte und mit ihnen machte, was er wollte. „Da es wohl so aussieht, als wolltest du kämpfen sollten wir das hier schnell beenden, allerdings wird das nur ein Kampf zwischen uns beiden und niemanden sonst, also auch keine Helfershelfer klar? Also, fang an wenn du möchtest, aber bitte beeil dich…“ Die Spur von Arroganz die in der Stimme Shins lag, war nicht zu überhören. Es war offensichtlich, dass der Uchiha nicht annahm, dass dieser Kampf länger als ein paar Augenblicke dauern würde. Seine Augen öffneten sich nun auch wieder, sie hatten sich verändert und wirken nun wieder so bedrohlich, wie in dem winzigen Moment, als er den Angriff der jungen Frau abgewehrt hatte. Shin war nun bereit, seine Sharingan hatten sich aktiviert und jetzt war es wieder an der Frau, den ersten Schritt zu machen.
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   Do 12 Mai 2011, 08:17

Seltsamer Tag heute. Er hatte schon so merkwürdig angefangen. Ein leichter Nebel und ein merkwürdiges Anwesen bei dessen reinen Anblick sich schon alle Nackenhaare gestellt hatten waren ihr über den Weg gelaufen. Und jetzt stand sie hier, mitten in ihrer alten Heimatstadt und wusste nicht so recht was sie machen sollte. Zu viele Gefühle prassten auf sie ein. Wut über sich selbst, Trauer über das was geschehen war, das Gefühl des Verlustes wegen den Menschen die immerhin sie verlassen hatte und natürlich dieses unfassbare schlechte Gewissen das sie plagte. Aber damals gab es keine andere Wahl! Nicht aus ihren Augen. Wie hätte sie lernen sollen auch für andere stark zu sein, nicht mehr die Last zu sein, die sie gewesen war, wenn sie nicht gegangen wäre. Die Chuuninprüfung damals zu der sie alle beordert worden waren hätte sie nie im Leben geschafft. Das war nicht einfach so aus einem Mangel von Selbstvertrauen heraus gesagt, sondern es war die Wahrheit gewesen. Wenn er nicht gewesen wäre, hätte sie nach so einem herben Rückschlag vielleicht auch selbst aufgegeben. Ob es nun wirklich besser gewesen war, einfach zu verschwinden war natürlich eine andere Frage. Die Antwort darauf, ja, das war nun einmal ihr schlechtes Gewissen und die Unsicherheit die sie im Augenblick alles nur noch schlimmer machen lies.

Ein Bild blitze in ihren Gedanken auf, etwas, was ihr noch nie in einem Kampf passiert war. Eine winzige Spur von Unsicherheit in einem Schritt, den außer ihr niemand anders bemerken konnte. Warum ausgerechnet heut, warum jetzt, warum zum Henker in diesem Kampf? Oft hatte sie an die Vergangenheit gedacht und jedes Mal hatte das dazu geführt, dass sie unsicher geworden war. Dies hatte sich in all den Kämpfen, in all den vergangenen Jahren nicht geändert. Die junge Hotaru hasste sich selbst dafür. Ihr Angriff war ins leere gegangen. Lag es einfach nur an dem Hauch eines Fehlers den sie gerade gemacht hatte? Oder hatte sie sich gar zurück gehalten, nachdem sie an ihre vergangene Liebe erinnert hatte? Es war schwer einzuschätzen, vielleicht war es aber auch ihr Gegner. Ein Uchiha, der ihren so plötzlichen Angriff so einfach weg gesteckt hatte. Der Schlag der ins so in die Leere ging, war nichts das sie aus dem Konzept gebracht hätte. Die Energie die dort hinein gesteckt worden war, wurde wieder aufgefangen und weiter geleitet in eine Drehung, die sie wieder als Gegenüber ihrem Gegner hinbrachte. Seine Stimme, etwas in seiner Stimme, weit hinter der Arroganz die sie am liebsten hätte ausrasten lassen kam ihr so merkwürdig vertraut vor. Wie konnte das nur alles zusammen passen. Vielleicht spielte ihr Verstand ihr heute nur einen Streich. Ayama hätte auf ihren Mentor hören sollen und sich doch noch etwas mehr Zeit lassen sollen. Nur war dann die Gefahr größer gewesen, dass sie auf ihrem Weg überhaupt nicht mehr umdrehen konnte. So wie es jetzt war, war es richtig!
Mit rechts hielt sie den Schaft ihres Schwertes, die Linke strich sanft über die Schneide. Ihre Augen, konzentriert, hefteten sich an ihren Gegner. Nein, sie hatte keine Angst vor dem Sharingan, nicht mehr. Sie wusste, dass sie mit ihren eigenen Genjutus hier nicht weiter kommen würde, aber darauf hatte sie sich auch nicht spezialisiert. Jedoch konnte sie damit vielleicht ein kleines Ablenkungsmanöver starten. Helfeshelfer, wer brauchte schon so etwas. Ein Blick an dem Uchiha vorbei zu dem weißen Wolf der hinter ihm stand genügte. Auch wenn dieser sich nur unwillig aus dem Kampf raushalten wollte, was ihr die Bilder die er ihr übermittelte deutlich machte. Genauso, dass sie sich an ihre Vergangenheit erinnern sollte um nicht wieder den gleichen Fehler zu machen. Stirnrunzeln. Das war etwas was sie nicht verbergen konnte. Es war nur ein Anflug von „Was willst du grad von mir?“, aber der Gedanke war da. Innerlich schüttelte sie den Kopf um den Gedanken los zu werden. Heute war definitiv der merkwürdigste Tag ihres gesamten Lebens!
Jede Spur von Wärme die einst einmal in ihrer Stimme lag war inzwischen verschwunden. „Beeilen? Du hast Recht, denn ich habe heute auch noch etwas vor.“ Wenngleich ihre Stimme kalt wirkte, scheinbar keine Emotion darin lag, konnte man neben einerunterschwelligen Belustigung doch auch ihren beinahe grenzenlosen Stolz raus hören. Etwas, was ihr all die Jahre nicht nur geblieben sondern auch gewachsen war. Sie wusste was sie konnte, sie wusste was ihr nicht möglich war und im Augenblick wusste sie, dass sie eigentlich einfach den Schauplatz verlassen sollte, sie jedoch ein unsichtbares Band hier behielt.

Auf zu Plan Nummer 2. Nach dem kurzen Ausspruch mit ihrem Partner heftete sich ihr Blick wieder auf den Uchiha. Nicht etwas irgendwo auf ihn, sondern sie sah ihm herausfordernd in die Augen. Wie er darauf wohl reagieren würde? Dachte er, sie wüsste nicht mit wem sie es vor sich zu tun hatte, oder verwirrte ihn diese Geste? Lockte es ihn aus der Reserve? Man wusste es nicht, man konnte es nur erahnen. Die Shinobi stand im leichten Wind, der mit ihrem Haar spielte, es mit sich trug um es einen kleinen Augenblick später wieder fallen zu lassen. Leiser Donner formte sich über den beiden Kämpfenden, eine gewisse Spannung baute sich auf, was für eine gerichtete Frisur nicht gerade von Vorteil gewesen wäre. Mit einem Mal und ohne Vorwarnung schlugen neben dem Mädchen zwei Blitze ein. Unmerklich hatte sie mir der Hand die auf ihrer Schwertklinge lag einige Handzeichen geformt und somit ihr nächstes Jutus heraufbeschworen. "Okami no ha.", flüsterten ihre Gedanken als die beiden Blitze sich weiter verästelten, bis sie jeweils die Gestalten eines Wolfes angenommen hatte. „Holt ihn euch!“ Es war ein dumpfes Zähneknirschen, doch schon preschten die beiden Blitzwölfe vor um sich ihre Beute zu schnappen. Mit den beiden würde dieser arrogante Wicht noch seinen Spaß haben.

[Out: Ich dachte, da die beiden ja schon seit bestimmt 2 Jahren oder so auf Chuuninlevel sind, können beide auch gut und gerne ne A-Rang Technik haben… Alles andere wäre nicht wirklich Realistisch ... glaub ich o.o
Uuuuuuund … ich weiß nicht sehr einfallsreich, aber was besseres ist mir nicht eingefallen … <.< aber viel Spaß mit den beiden, darfst in deinem Post mit ihnen anstellen was du magst ^^ ]

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Shin
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   Sa 14 Mai 2011, 11:57

Der Wind spielte mit seinen dunklen Haaren, wie er nur wollte und diese gespannte Stille vor den nächsten Angriffen, dieses gerade erst begonnen Kampfes, war mehr als nur aufregend. Sie brachte das Blut des Uchihas zum Kochen, ein Gefühl das er schon lange nicht mehr verspürt hatte und es gefiel ihm. Nicht zu wissen, welche Fähigkeiten sein Gegner hatte, der noch dazu eine so ansehnliche junge Frau war, und was noch viel wichtiger, einen Gegner zu haben, der keine Angst zeigte vor seinen Augen. Dieses Gefühl kannte Shin nur von seinem Onkel und den anderen Mitgliedern seines Clans, doch bisher hatte es keinen Gegner gegeben, der sich so vor ihn gestellt hatte und so herausfordernd ansah. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf sein Gesicht und seine Hand fuhr dabei leicht durch sein Haar, ehe er die Augen schloss und für einen Moment an jenes Mädchen dachte, die tief in seinem Herzen vergraben war. Es war merkwürdig, aber der Blick in die Augen der jungen Frau erinnerte den Chuunin irgendwie an Ayama und auch ihr Gefährte trug dazu bei, dass sich Shin Gedanken gerade unweigerlich um seine einstige Freundin drehten. Wirklich merkwürdig, allerdings vielleicht war es auch nur blanker Zufall und man sollte nicht also viel in diese Gedanken hineininterpretieren. Dennoch war es wohl Zeit endlich klar Schiff zu machen, zumal die Unbekannte ihren zweiten Schritt in diesem Duell tat. Ein kurzer Blick in den Himmel, Blitze die sich zu zwei gewaltigen Wölfe formten und eine Frau, die keine Angst zeigte waren das, was die Sharingan erfassten. Allerdings war das wirklich ihr ernst, zwei Blitzwölfe auf den Uchiha loszulassen, schließlich und das war auch der einzige mögliche Grund für die Furchtlosigkeit der Frau, sie kannte die Fähigkeiten der Uchiha. Also warum ausgerechnet solch ein Jutsu, wollte sie Shin vielleicht einfach nur aus der Reserve locken, zu sehen wie er sich bewegt und ihre nächsten Schritte planen? Eine Theorie, die wahrscheinlich die Wahrscheinlichste von allen und gleichzeitig, aber auch die am wenigsten Effektivste von allen ist. Die Bewegungen, einfach alles konnte Shin sehen, auch wie sich das Chakra in seiner Kontrahentin bewegte und welche Bahnen es annahm. Allerdings, sie musste doch wissen, dass Shin solch Fähigkeiten besaß oder wusste sie es und gerade, weil sie es wusste, machte sie so einen Zug? Schwer zu beantworten, selbst für den jungen Uchiha, der wieder einmal viel zu viel nachdachte und sich schon beinahe, nicht mehr wirklich auf den Kampf konzentrierte. Der Wind ließ ein Meer aus Blättern hinauf steigen, der für einen kurzen Moment durch die Reihen wirbelte und sowohl Shin also auch, seine Kontrahentin einhüllte.

Die Wölfe preschten nach vorn, ihr donnerndes Zähneknirschen war schon beinahe etwas beängstigend und irgendwie, hatte Shin Angst. Woher dieses Gefühl kam, er wusste es nicht und bewegen konnte er sich auch nicht, während die Wölfe immer näher kamen. Der Uchiha war wie gelähmt, als die donnernden Reißzähne der Wölfe ihn packten und ihn förmlich zu zerreißen drohten, während sie ihre Elektrizität in seinen Körper jagten. Ein Schrei, grässlicher als man ihn je von einem Menschen gehört hatte, hallte über den Platz. Aber offensichtlich hatten die Wölfe und auch die Frau noch nicht genug, sie jagten ihn weiter hinauf in die Wolken und ein Ohren betäubender Donner hallte über den Platz, während Blitze aus den Wolken auf die Erde hinab fuhren und sich entluden. Was war geschehen, der Donner verhallte und zu sehen war nicht, nicht das kleinste Bisschen. Mit einem Mal, vielleicht etwas unerwartend begann es zu regnen und ein merkwürdiger Geruch heftete sich an die Umgebung. Dunkler Regen kam vom Himmel herab, er prasselte förmlich auf die Unbekannte nieder und ihre Kleidung wurde immer dunkler wie der Boden zu ihren Füßen, nach und nach würde sie merken was für ein Geruch sich um sie herum ausbreitete, es war der Geruch von frischem Blut. Und genau so war es auch, es regnete Blut vom Himmel herab, der mittlerweile mit schwarzen Wolken übersät war. Es schien fast so, also wolle es gar nicht aufhören und auch der Boden konnte all das Blut nicht aufsaugen. Ihre Füße standen schon in einer blutigen Lache, die sich langsam aber sicher an ihren Beinen hinauf bewegte. Ein fürchterlicher Anblick, wie das Blut immer mehr zu einem Meer aus dieser dickflüssigen Suppe wurde. Bald würde die junge Frau vollends in Blut schwimmen, ebenso wie ihr kleiner Freund der es schon tat. Von ihrem Gegner war wohl nichts anders übrig geblieben aus Blut. Vielleicht noch ein letztes Jutsu, dass er angewandt hatte, bevor die Blitzwölfe ihn zerrissen hatten und somit, eine unerträgliche Qual für seine Mörderin bereit zuhalten, damit diese wusste, was sie da angerichtet hat.

[Out: auch nicht grad toll, aber muss reichen Mal sehen was du damit anfangen kannst Kleene^^ Und das mit der A-Rang-Technik, geht schon klar, auch wenn Shin bei weitem nicht solche Stats hat um eine A-rang Technik zu beherrschen bzw. zu erlernen, dann müsste ich meine Stats erst einmal ausbauen du verstehst und da reichen die Punkte bei der Bewerbung nicht für aus *gg*]
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   Mi 18 Mai 2011, 09:20

Die beiden Lichtgestallten preschten nach vorn, ließen die Welt um sich herum in einem Sturmdonner erzittern. Gespannt, gefesselt von dem was kommen mochte, ähnlich wie in einem guten Roman, konnte die junge Frau ihren Blick nicht von dem Geschehen abwenden. Dieser Junge ihr gegenüber, vielleicht so alt wie sie selbst, könnte aber auch täuschen, im Schätzen war sie nie wirklich gut gewesen, egal. Warum kam ihr jede noch so kleine Bewegung, jede Geste, wie er sich durchs Haar fuhr, die Mimik so vertraut vor? Sie wusste dass es nicht sein konnte. Wie auch, nach allem was sie gehört hatte! Was man ihr erzählt hatte! Die Zeit konnte man nicht zurück drehen, geschehenes ungeschehen machen. Viel wahrscheinlicher war es, dass sie sich in ihre Gefühle hineinsteigerte, dass sie sich eine Welt wünschte, in ihren Gedanken erschuf, die ihr seit Anfang der Zeit verwehrt geblieben war. Unsichtbar und vor der Welt verborgen gab es immer noch dieses naive unschuldige Ding, dass sie einst gewesen war. Das sie versucht hat aufzugeben, zu verbannen, aber niemals wirklich loslassen konnte. Und genau dieser Teil von ihr, grauste es so sehr, dass sich nicht nur ihre Nackenhaare dem Himmel entgegen richteten, sondern so sehr, dass sie sich im Schatten des Unterbewusstseins vergrub. So tief, als hätte es sie niemals gegeben, so weit im Vergessen, dass es sie beinahe auslöschte.

Ein gellender Schrei zerriss das Kampffeld und ließ sogar diese scheinbar unerschrockene abgehärtete Kämpferin leise zucken. Wahrscheinlich hatte sie mit allem gerechnet, nur nicht mit so etwas. Wie blöde konnte sich ein Mann in so einem Kampf anstellen? War er vor Furcht an dem Boden auf dem er stand festgewachsen, oder hatte er nur einen für ihn scheinbar würdigen Grund für sein Ableben gesucht und gerade gefunden? Die Zahnräder im Kopf der Hotaru griffen unaufhaltsam ineinander und spannten das Szenario weiter voran. Wenn jemand erfahren würde, dass sie hier mit so einem an sich lächerlichen Jutsu einen Uchiha auf dem Gewissen hatte, würde das einen dicken roten Fleck auf ihre sonst beinahe weiße Weste geben. „Nicht gut.“, brummten ihre Gedanken fast beiläufig vor sich hin. Wenn das wiederum ihr Sensei erfahren würde, der würde an sich einen Luftsprung machen, dass sie es endlich geschafft hatte, jemanden zu töten. Bisher war ihr das ja noch nicht gelungen, auf jeden fall nicht in so einem Kampf. „Jeder Kampf ist einer auf Leben und Tod.“ Die Worte drängen sich ihr auf, auch wenn sie diese nicht hören wollte.
Was weiter geschah war außerhalb ihrer Kontrolle und hatte schon lange nichts mehr mit ihrem eigenen Jutsu zu tun. Nachdem der Todesschrei verklungen war, herrschte für einen kleinen Augenblick eine Stille, unheimlich und schwer. Der Stille folgt ein Regen. Seltsam daran waren nicht nur die Tropfen. Sie brachten nicht die bekannte beruhigende Kühlung, das gesamte Gewitter schien nicht das zu sein für was es sich ausgab. Der metallene rostige Geruch trieb leichte Furchen auf die vorher glatte Stirn der Kunoichi. „Blut?!“ Die Frage wandelte sich im Augenblick als sie das Wort im Gedanken ausgesprochen hatte zu einer grausamen Gewissheit. Ayama kannte ihre Jutsu, kannte die Auswirkungen und war dennoch jedes Mal aufs Neue von den Auswirkungen beeindruckt. Ihr Blick suchte den ihres Gefährten. Wie so oft, wollte sie gemeinsam mit ihm für die im Kampf gepeinigte Seele beten, doch es ging nicht. Koinu schwamm bereits in einer gewaltigen Blutlache und sie würde es bald nach machen, wenn es nicht augenblicklich aufhören würde zu regnen. Leise Panik kroch in ihr hoch. Was hatte sie hier angerichtet? Eigentlich wollte sie doch nur nach hause kommen, und nicht gleich ein Blutbad anrichten. Für das sie an sich nichts konnte! Dieser dumme Uchiha war Schuld sich und seine armseligen Fähigkeiten so zu überschätzen. Der Blutpegel stieg unaufhaltsam weiter. Wut mischte sich unter die Panik, Unsicherheit gesellte sich auch dazu. Was sollte sie jetzt nur machen. Ihren Plan konnte sie jetzt wohl an den Nagel hängen. Resignation, was das Letzte der Dinge die sich für den ersten Moment eingestellt hatten.

Die Augenlieder der Weißhaarigen schlossen sich bedrückt. Alle Mühe die sie auf sich genommen hatte waren umsonst gewesen. In einem kurzen Augenblick würde sie in ihrer eigenen Schuld ertrinken. „BAKA!“ Wie ein Blitz schoss ihr die erneut die Stimme ihres alten Sensei durch den Kopf. Wie konnte sie nur so blind gewesen sein. Im Blut eines Gegners ertrinken, es fällt unaufhörlich vom Himmel. In ihrem schlimmsten Albtraum vielleicht. In der dunklen roten Masse stachen ihre leuchtend gelben Augen wie zwei Bernsteine in den dunklen Tiefen des Ozeans hervor. Nichts von dem was vorher war blieb übrig. Sie hatte vielleicht nicht das Wissen eines Medic-Nin, jedoch gehörte zu ihrem Wissen, dass der menschliche Körper gerade einmal sieben Liter Blut fasste. Also bei weitem weniger als hier herum schwamm. Es war so klar gewesen, dass ein Uchiha ein Genjutsu gebrauchen würde um sie unschädlich zu machen, warum hätte es heute also anders sein sollten. Ihr Puls beruhigte sich, ihre Konzentration sammelte sich, der Chakrafluss wurde für einen kleinen Augenblick unterbrochen. Aus scheinbar weiter ferne hörte sie bereits eine Stimme die ihr vertrauter war als ihre eigene. „Baka! Wie kann man nur so bescheuert sein wie du! Fällst immer wieder auf den gleichen Mist rein!“ Es gab auf dieser ganzen weiten Welt wirklich nur einen der solche Sprüche raus hauen konnte. Koinu.

Dieser kleine Wicht, er wollte ein Genjutsu haben? Das konnte er! Aber wenn dann eins bei dem sich das Mädchen wenigstens noch amüsieren konnte. Zuerst würde sie jedochabwarten, was kam. Die Nachwirkungen seines Jutsu waren auch noch nicht ganz vorbei, denn ihr stellten sich immer noch die Nackenhaare, wenngleich sich wieder die Vorfreude auf einen harten Kampf in dem man über sich hinauswachen musste mehr und mehr ausbreitete.

[out: Arg, da war ja was ... daran hab ich gar nicht mehr gedacht x’D
Irwie glaub ich, dass ich entweder falsch geschaut hatte, oder bei den Hotaru-Jutsu wirklich noch nicht alle überarbeitet sind .. keine Ahnung. Aber, kannst Shin auch dementsprechend anpassen, dass es eben dann hin haut, hihi.
Btw … hoffe du kannst wenigstens ein bisschen was mit dem Post anfangen … beim arbeiten sollte man halt doch keine Posts verfassen o.o]
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   So 22 Mai 2011, 17:10

Arroganz war fürchterlich, sie konnte durch vieles ausgelöst werden, Fähigkeiten, Aussehen auf das man sich etwas einbildete etc. Und das waren nur zwei Beispiele, es gab sicherlich viele Formen von Arroganz, doch die, die unser werter Chuunin gerade an den Tag legte, waren schon etwas ganz besonderes. Amüsiert beobachtete er seine Kontrahentin, die sich in seinem Bann befand. Es war aber nicht nur sein amüsiertes Gesicht, nein es war auch diese grenzenlose Selbstsicherheit, die Shin an den Tag legte, die einen wohl zu Weißglut hätte bringen können. Da saß er nun wieder auf seinem kleinen Felsvorsprung, fast schon gelangweilt darauf wartend, dass seine Gegnerin endlich merkte, dass sie in einem simplen Genjutsu gefangen war. Es war traurig, aber gleichzeitig wahr. Die Unbekannte befand sich in den Fängen des Uchihas, ihr kleiner Partner der nicht, aber machen konnte er so oder so nichts. Shin hingegen konnte schon etwas tun, er deaktivierte seine Sharingan und betrachtete die junge Frau. Etwas an ihr, schwer zu sagen was ließ seinen Körper deutliche Signale aussenden. Unbewusst, aber gleichzeitig auch wieder bewusst, kamen Gedanken an Ayama auf, an die Spaziergänge mit ihr, ihre Gesprächen usw. Es war belastend und Shin wusste noch nicht einmal, warum er ausgerechnet beim seine Gegnerin an seine ehemalige Freundin denken musste. Lag es vielleicht an ihrem Begleiter, der eine unglaubliche Ähnlichkeit mit Koinu hatte, an dem weißen Haar seiner Gegenüber, diesen bernsteinfarbenen Augen oder doch vielleicht eher an diesem Kampfstil, der ungeheure Ähnlichkeiten zu Ayamas Stil aufwies. Er wusste es nicht! Uchiha Shin war verwirrt, mehr noch als das, er wusste nicht, ob seine Gedanken ihm einfach nur einen Streich spielen oder gar ärgern wollten. Zum Haare ausreißen mochte man meinen, allerdings würde Shin sowas natürlich nicht tun, schließlich waren ihm seine Haare dafür doch wieder zu schade. Allerdings war es schon irgendwie seltsam, warum ausgerechnet bei diesem Kampf, ein Genjutsu war es schon mal nicht, wie hätte das die Kontrahentin des Uchihas auch schaffen sollen. Aber wenn es das nicht war, was war es dann, dass diese Erinnerungen an vergangene Tage in dem Uchiha auslösten. Es konnte doch nicht einfach nur an der Anwesenheit dieser Frau liegen oder etwa doch?

Während Shin seinen Kopf in eine leichte Schieflage brachte und seine Augen, an der Unbekannten hinauf und wieder hinunter fuhren, erwachte diese endlich aus dem Genjutsu des Chuunins. Mit einem kurzen Kopfschütteln, löste Shin den Blick von der Unbekannten und machte einen kleinen Satz nach vorn. „…hast du mein Genjutsu endlich durchschaut, ich hoffe es hat dir gefallen schließlich sieht man ja nicht jeden Tag jemanden auf diese Art und Weise sterben oder?“ Diesen Spruch konnte sich Shin einfach nicht verkneifen, ebenso wenig wie das sanfte Lächeln, welches er seiner Kontrahentin schenkte. Aber warum tat er das, der junge Uchiha wusste es nicht, aber irgendwie war es passiert. Das Lächeln verschwand jedoch schnell wieder aus dem Gesicht des Chuunins, der Kampf konnte jeden Moment weiter gehen. Die Frage war nun allerdings, wie sollte man gegen einen Gegner vorgehen, der bisher nur eins wirklich von sich preisgegeben hat, das er Raiton-Nutzer war. Eine schwierige Entscheidung, selbst mit dem Können eines Uchihas, sollte man es nicht übertreiben und Sharingan konnte und vor allem sollte man nicht zu lange einsetzen. Eine Predigt, die dem jungen Uchiha immer wieder von seinen beiden Sensei eingebläut wurde. Manchmal konnte einem das zwar zu den Ohren raushängen, allerdings hatte es Shin auch schon oft das Leben gerettet, sich nicht immer nur auf seine Augen zu verlassen. Heute jedoch, wusste er nichts von seinem Gegner, weder das eine noch das andere, dennoch wollte der Chuunin sein Chakra auch nicht zum Fenster rauswerfen. Man oh man, Kämpfe konnte wirklich etwas schwieriges sein, zumal sich seine Gegnerin jetzt auch noch für eine Variante entschied, die sie bisher noch nicht an den Tag gelegt hatte, warten. Leicht fuhr sich Shin durchs Haar und seufzte, „…sie möchte wohl, dass ich als nächstes angreife...die Frage ist nur, gehe ich auf direkte Konfrontation und lasse ihr keine Möglichkeit zum Ausweichen oder locke ich sie in eine Falle? Schwierig, die Variante mit der Falle dauert mir zu lange und ein Frontalangriff könnte mich den Sieg kosten, da ich nicht weiß was sie noch alles auf Lager hat…“ Es war nicht einfach die richtige Lösung zu finden, allerdings musste der Kampf auch weiter gehen.

Leichter Wind fegte über den Trainingsplatz, während sich die Augen Shins abermals schlossen und sich seine Sharingan aktivierten. Nur für einen kurzen Moment nach seinem nächsten Angriff würde er sie brauchen, um die Bewegungen der Unbekannten vorauszusehen und einen finalen Angriff zu starten. Chakra sammelte sich bereits in seinem Körper, als die weißhaarige wieder von diesen alles durchdringenden Augen erfasst worden. Eine schnelle Bewegung und schon flogen zwei Shuriken auf sie zu, aber waren es wirklich nur zwei? Shins Hände und Finger schlossen sich zusammen, sein gesammeltes Chakra verfestigte sich, während schnell und kontinuierlich eine lange Fingerzeichenkette geschlossen wurde. Seine Worte waren nur ein Wispern im nachlassenden Wind, Shuriken Kage-Bunshin no Jutsu, als aus den zwei Shuriken, eine unaussprechliche Zahl wurde, die nun die junge Frau zuflogen. Ob sie ihn ausweichen konnte, schwer zu sagen schließlich sah sie sich hier einem Meer aus Shuriken gegenüber, die sich schnell nährten. Für Shin war der Angriff damit aber noch nicht gelaufen, seine Augen folgen der Weißhaarigen bei ihren Bewegungen, den Geschossen auszuweichen. Sie hatte ihre liebe Mühe und ein- oder zweimal trafen die Shuriken, vielleicht auch mehrmals. Der Shuriken-Regen, würde jede Sekunde zu Ende sein und dann endlich konnte Shin, der bereits verschwunden war angreifen und den finalen Stoß setzen. Sein Chakra hatte sich schon längst wieder geformt, Fingerzeichen schlossen sich fast noch schneller als wie bei seinem vorangegangen Jutsu und Luft sog sich in die Lungen des Uchihas. Wieder waren seine Worte nur ein Wispern im Wind, Katon: Karyuudan! Ein riesiger Feuerstrahl, wurde nun vom Chuunin ausgespeist, der schnell die Form eines Drachen annahm und sich groß und breit auf die Unbekannte zubewegte, genau an jenen Punkt wo sie in einem Wimpernschlag ihren nächsten Fuß aufsetzen würde. Ob der Drache sie verbrennen würde oder überhaupt treffen würde, man würde es sehen auf jeden Fall stieg die Spannung nun gewaltig.

[Out: hab da nun mal nen bissel was angepasst^^ Die A-rang-technik passt einfach am besten zu Shin und seinen Augen *gg* Bin mal gespannt, wie du Aya da noch retten willst *g*]
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   Di 28 Jun 2011, 14:02

Aya sah ihren Gegner an. Etwas stimmte hier ganz und überhaupt nicht. Wie konnte es sein, dass sie sich so zurück nahm? Ja gut, eigentlich war sie hier her nach Konoha gekommen um den Hokage unter die Augen zu treten und nach Amnesie zu fragen, und nicht um einen Konoha-Shinobi den Kampf anzusagen. Dennoch hatte sie genau diesen so absolut bescheuerten Fehler gemacht! „Angriff ist die beste Verteidigung.“, warum zum Teufel hatte man ihr diesen so Grotten falschen Floh ins Ohr gesetzt? Und das war ja nicht nur von einer Person gewesen, sondern jemand ganz anders hatte ihr den ja gleich noch einmal verstärkt beigebracht. Unweigerlich ging ihr Blick in Richtung ihres Partners. Es hätte alles so einfach sein können. Aber nein, ersten kommt es immer anders und zweitens als man dachte. Sogar wenn man für sich alle Eventualitäten durchdacht hatte. Leise und recht resigniert musste die junge Frau seufzen. Was sie angefangen hatte musste sie jetzt auch zu Ende bringen und diesen mehr als nur ein wenig überheblichen Uchiha wenigstens für ein Paar Minuten ausschalten, so dass sie einfach einen gewissen Vorsprung hatte um möglichst alles beim Hokage höchst Persönlich zu klären. Es stellte sie jetzt nur noch die Frage nach dem wie!


Diese Frage musste sich jedoch hinten anstellen, denn dieser Uchiha da, mit dem sie offen gestanden ein gewisses Problem hatte, das im Moment jedoch noch nicht ganz greifbar für sie war, setzte zu seinem nächsten Zug an. Dieses Mal, kein Genjutsu worüber die junge Hotaru ganz froh war, sondern ein offensives Ninjutsu. Musste er dazu nur Feuer verwenden? Sie hatte zwar bei einem Test herausgefunden, dass ihre zweite Affinität zum Wasser hin ging, nur war sie noch Lichtjahre davon entfernt dieses zu nutzen. In diesem Fall, leider. Aber mal im Ernst, glaubte dieser Typ in seiner vollen Überheblichkeit wirklich, dass sie von so … Ihr Gedankengang an sich wurde abrupt unterbrochen als sie das volle Ausmaß des Jutsu erkannte. „Verdammt.“ Den Fluch konnte sie sich nicht unterdrücken. Sie konnte die Ersten ankommenden Geschossen noch mit dem Schwert parieren und einigen ausweichen, mit mitten im Schwarm war es dann doch ziemlich schwer und es lies sich auch nicht vermeiden, dass sie sich zu spät weg duckte, oder in die falsche Richtung weg drehte, wenn es überhaupt hier eine richtige Richtung gab. Alles im allem jedoch, sah es immer noch sehr elegant aus. Leider lies es sich nicht verhindern, dass sie einige Kratzer abbekam. Er drehte also richtig auf und Ayama hatte nicht sehr viele Möglichkeiten übrig. Entweder sie verlor einfach den Kampf, gab damit nicht nur ihren Stolz sondern all ihre Träume und Wünsche auf, oder sie machte mit und riskierte, dass er ernsthaft verletzt wurde. Natürlich gab es noch die Idee mit dem Rückzug, aber das gehörte hier nicht mit auf die Liste. Und da nach all dem was war sterben, auf jeden Fall nicht auf die einfache Art, auch nicht zur Debatte stand, war klar, was kommen würde. „Koinu!“, hallte ihre liebliche Stimme fest über den Platz. Der Wolf war um einiges schneller als sie, wendiger als jeder andere Shinobi dem sie begegnet war. Sie schwang sich in seinem Wolfsgalopp auf seinen Rücken und beide preschten nach vorn. Und ja, ihr war durchaus bewusst, dass ihr gerade ein riesiger Feuerdrache entgegen kam. Doch mit einem Satz, war der Wolf schon weiter weg und mit dem nächsten machten sich die beiden knapp an dem Feuerstrahl entlang auf, dem Uchiha wenigstens einmal zu zeigen was es bedeutete zu verlieren. Fürs erste war ihr die Hitze egal, die ihr die Tränen in die Augen trieb, ihr war es egal, dass sie vielleicht auch ernsthafte Verbrennungen davon tragen könnte. Sie sammelte erst einmal ihr restliches Chakra zusammen und ließ ihr Schwert neben sich „routieren“. So baute sich eine Art Blitzschild auf. „Rai Bôgyo.“ Es würde in den ersten Sekunden, in denen sie dem Strahl zu nahe kam, noch einen minimalen Schutz bieten, doch dann konnte sie nur hoffen, dass alles so auf ging, wie sie es geplant hatte. Beinahe am Ende des langen Feuerschweifes, machte Koniu einen gewagten Sprung auf Shin zu, streifte dabei so knapp an dem Feuer entlang, dass Aya die Augen zusammen kniff und bereits auf die schmerzhafte Erfahrung wartete, verbrannt zu werden. Jeder ihrer Muskeln war bereits bis aufs äußerste gespannt, doch selbst das konnte sie nicht davor bewahren was jetzt kam. Denn anstelle des Feuers, traf sie eine gewaltige Flutwelle, erfasste ihren Körper und riss sie von ihrem Gefährten weg. Erst einige Meter weiter kam sie schliddern und an einigen Stellen mit Matsch überzogen zum stillstand. Was war das gerade gewesen? Hatte der Typ sie doch wieder in ein Genjutsu gesperrt? Nein, wohl eher nicht, dafür schmeckte das Wasser das sie gerade noch etwas husten lies zu widerlich nach Schlamm und Schmodder. Ein bekanntes Kribbeln machte sich bei der Kunoichi im Nacken breit. Wie vom Blitz getroffen drehte sie sich um, ignorierte dabei den Uchiha gänzlich, der wohl auch gerade etwas irritiert sein dürfte. Vermutlich. Die Schaukel pendelte leicht hin und her, als ob sie von einem Geist bewegt worden wäre. In der nächsten Sekunde stand genau dieser Geist in voller Lebensgröße vor ihr. Seine goldfarbenen Augen funkelten sie ruhig an. Keine, wirklich nicht einmal den Hauch einer Emotion konnte man in dem von weiß-silbernen Haaren umrahmten Gesicht erraten. Aya hingegen war das komplette Gegenteil. Sie sah ihn an, mit Augen so groß, wie die von einem Kind, das dem Weihnachtsmann gegenüber stand. Der Wind frischte erneut auf dem Kampffeld auf, als sie gerade zu stammeln anfing. „Nii … -sa …. sama.“ Es war gerade so laut, dass Shin es hätte mitbekommen können. Die ersten heißen Tränen rannen ihr ungewollt über die Wangen. All die Zeit hatte sie sich ausgemalt, wie es sein würde, ihm gegenüber zu stehen und jetzt wo der Augenblick gekommen war, wusste sie nicht was sie sagen sollte. „Tadaima, nii-sama.“ Unter Tränen beinahe erstickt, brachte sie den Satz, den sie so oft geübt hatte, nur schwer hervor. Jetzt erst hellte sich die eisige Miene des Mannes auf. „Okaeri, Aya-chan.“ Die Tränen konnte versiegten langsam und nur noch ein leises schniefen blieb übrig zusammen mit einem unsicheren Blick. Alle Emotionen, Freude, Trauer, Angst einfach alles schwang jetzt heraus, und Ayama konnte mit dem allen nicht wirklich fertig werden. Also blieb sie einfach auf ihren Knien sitzen und sah ihren großen Bruder unsicher, beinahe nach Hilfe suchend an. Mit seinem strengen Ausdruck sah Ashido nun zu Shin herüber, dann wanderte sein Blick etwas weiter zu dem Wolf. „Und wenn die beiden hier mal wieder Streit haben, passt du gefälligst auf, dass sie nicht wieder weg läuft!“ Der Wolf legte die Ohren an und duckte sich Schuldbewusst weg. „Und nun zu euch, Uchiha-san. Es mag rühmlich sein, dass ihr euer Dorf so verteidigt, aber ich glaube ihr beiden solltet lieber mal reden, als jedem Mal aufs neue einen Trainingsplatz zu verwüsten.“ Ashido hatte für seine Verhältnisse viel zu viele Worte benutzt und um dem zu entgehen noch mehr sagen zu müssen, machte er sich einfach mal aus de Staub.

Ayama wischte sich die letzten Tränen aus den Augen und sah weiter ungläubig zu dem jungen Mann herüber, den sie gerade eben noch im Kampf gegenüber gestanden hatte. Konnte es wirklich sein? War alles was man ihr in den vergangenen anderthalb Jahren weiß gemacht hatte nur eine Lüge gewesen um sie von ihrer Heimat, ihrer Familie, ihren Freunden und von ihm fern zu halten? Sie schniefte zögerlich. Immer noch hatte sie nicht wirklich die Kraft in ihren Beinen wieder gefunden um sich aufzurichten. So saß sie einfach da, benebelt von den Tatsachen, die ihr gerade so hingeworfen wurden. „Shin?“ Ihre Stimme klag matt, ungläubig, als würde sie erneut einem Geist gegenüber stehen, besser sitzen. Sie wusste weder hüh noch hott, sie sah ihn einfach nur in ihrer Verwirrtheit an und hoffte inständig, dass hier nicht jemand einen schlechten Scherz machte, oder sie aus ihrem Traum riss.

[Gomene … aber bei meinem Freund, bei dem mein Lap steht, hab ich keine I-Net verbindung gehabt … erst seit gestern hängt der wieder am Netz x’D Bin jetzt wieder dauergast und hoff, dass man mit dem Post so leben kann, hehe]
[i]


Zuletzt von Hotaru Ayama am Sa 02 Jul 2011, 10:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   Fr 01 Jul 2011, 13:36

Es war schon seltsam, für einen winzigen Moment, dachte Shin doch tatsächlich, dass die junge Frau vor ihm Ayama war. Nicht etwa wegen ihres Äußeren oder dergleichen, es war viel mehr ihr tierischer Begleiter, der seltsamerweise den gleichen Namen trug, wie das kleine Pelzknäul von Ayama, der sie ständig beschützen wollte. Aber das konnte ja auch nur Zufall sein, so musste es auch sein, auch wenn den jungen Uchiha, schon seit Beginn des Kampfes ein seltsames Gefühl begleitete. Wieder frischte der Wind auf, ein angenehmes Lüftchen musste man sagen und für einen winzigen Moment, musste Shin an den letzten Kampf zwischen ihm und Ayama denken. Sie hatte sich gestritten, über etwas belangloses, fast schon unwahres und dennoch hatte Ayama sich damals diesen Streit so sehr zu Herzen genommen, dass sie fortlief. Es war eigentlich kaum zu glauben für den Chuunin, das dies mittlerweile schon drei Jahre her war und das er sich immer noch Gedanken, um dieses Mädchen machte, die ihn einfach allein gelassen hatte. Allerdings war dies wohl nicht die Zeit um in Erinnerungen zu schwelgen, die Kontrahentin des Uchihas ließ sich wahrlich, scheinbar vom nichts beeindrucken selbst von dem Feuerstrahl, der sich auf sie zu bewegte. Ein Satz und schon bildete sie eine Einheit mit ihrem tierischen Begleiter und stürmte auf Shin zu. Was jetzt allerdings geschah, war selbst für unseren werten Chuunin zu viel des guten. Eine Flutwelle löschte die Flammen seines Katons und schleuderte die Unbekannte von ihm weg. Was war geschehen, befand sich Shin etwa in einem Genjutsu, welches ihn ablenken sollte? Nein, vollkommen unmöglich, die Sharingan hätten es dem Uchiha offenbart, wen er sich tatsächlich in einem Genjutsu befanden hätte, aber was um Himmelswillen war dann geschehen? Die Lösung dieses Rätsels war, fast schon so überraschend, wie die Tatsache, dass Shin nichts von alle dem wirklich erfassen konnte. Ein weiß-silberhaarige Mann stand nun vor der Kontrahentin des Chuunin, sein Blick hätte wahrscheinlich sogar die Flammen des stärksten Katons gefrieren lassen können und das schlimme war auch noch, dass Shin diese Person kannte. Allerdings brachte der Uchiha gerade kein Wort über seine Lippen, die einzige Frage die sich ihm gerade stellte, war warum jemand vom Clan der Hotaru, noch dazu das Oberhaupt plötzlich hier auftauchte und einen Kampf zwischen einer Fremden und einem Konoha-Nin, der sein Dorf mit dieser Aktion wahrscheinlich verteidigte einfach so beendete. Sekunden wurden hier zu Minuten und diese Stunden und Tagen, zu mindestens kam es einem so vor. Ein Blick auf die Fremde, verriet einem schon dass sie den Hotaru kannte, war nur die Frage woher und warum sie vor ihm so herum stammelte? Wahrscheinlich gab es darauf so viele Antwort, allerdings war Shin gerade nicht danach irgendwelche Frage-Antwort-Spielchen zu spielen. Der Uchiha wollte wissen was hier los ist und warum, seine Kontrahentin auf einmal so nahe am Wasser gebaut war, die Antwort sollte Shin bekommen, ob sie ihm allerdings gefiel war die andere Sache dabei.

Shin brauchte einen Moment, ehe er die Worte des Hotarus verstanden hatte, den der Chuunin eigentlich als ziemlich wortkarg in Erinnerung hatte. Aber konnte es wirklich sein, bedeuteten seine Worte vom Streiten, Reden und verwüsten irgendwelcher Trainingsplätze wirklich das, was Shin dachte was sie bedeuteten? Es war einfach nicht möglich, dass diese junge Frau und ihr tierischer Begleiter, die waren für die der Hotaru sie hielt und somit auch die Gedanken des Chuunin an heißten. Shins Gedanken machten gerade eine wilde Achterbahn fahrt und so wirklich denken konnte er nicht, seine Augen die noch immer dieses tiefe Rot in sich hatten, hefteten förmlich auf der Fremden und versuchten irgendetwas zu erkennen, was den Verdacht widerlegen würde, was nicht auf sie hindeutete. Doch dann diese flüsternde, unsichere Stimme im Wind, die seinen Namen sagte, wie konnte eine Fremde seinen Namen wissen, woher hätte sie ihn kennen sollen, wenn sie nicht jene Person war, die den Uchiha zurückgelassen hatte. „…Ayama…“ Fast schon schlagartig wurde es Shin bewusst, mit wem er hier die ganze Zeit gekämpft und was noch viel schlimmer war, dass er es nicht bemerkt hatte. Zu gegeben, sie hatte sich verändert und das wahrlich nicht nur äußerlich. Die Ayama die Shin kannte war, schüchtern und hatte Angst vor Konfrontationen, die Frau die hier allerdings vor ihm hockte war, zielstrebig und sehr stark. Aber war sollte jetzt eigentlich geschehen, zurück auf Anfang und alles ist wieder in Ordnung, so einfach würde es sicherlich nicht sein, auch wenn sich Shin dies tief in seinem Herzen schon seit drei Jahren wünschte. Ayama, hatte ihr Dorf verlassen und alles hinter sich gelassen, sie galt als Missing-Nin, vielleicht war sie in diesen drei Jahren aber auch noch zu mehr als nur das geworden. Es war schwierig, jetzt gerade die richtigen Worte zu finden und diese Stille zu durchbrechen, allerdings musste jemand den ersten Schritt machen. Der Wind spielte mit den dunkeln Haaren des Uchihas, während ein schwerer Seufzer über seine Lippen in die Freiheit entwich und für einen Moment schlossen sich seine Augen. Langsam öffneten sich die Augen Shins, die Sharingan waren verschwunden und seine schwarzen Pupillen hefteten sich, an die bernsteinfarbenen Augen Ayamas. Es würde schwer werden, allerdings hatte der Chuunin keine andere Wahl, als das zu tun, was getan werden musste. „…es tut mir leid, aber ich habe keine andere Wahl…Hotaru Ayama, da sich mir die Beweggründe ihres Aufenthalts in Konohagakure nicht erschließen und ich nicht sagen kann, ob sie eine Gefahr für das Dorf darstellen, werde ich sie hiermit festnehmen und dem Hokage überliefern. Ich bitte sie auf etwaigen Widerstand zu verzichten, um ihr eigenes Wohl.“ Shin hatte wirklich keine andere Wahl, er war ein Shinobi aus Konoha, dessen vielleicht es nun einmal ist, sein Dorf zu beschützen und genau das tat er. Es genügten ein oder zwei Schritte, bis der Uchiha die Hotaru erreichte und ihr seine Hand reichte. „…lass uns aufbrechen….“



[out: auch nicht toll, aber mir wollte nichts anderes einfallen^^ und ich denke, das passt ganz gut hinein in die Situation und da du eh mit ihr zum Hokage wolltest *gg*]
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   Sa 02 Jul 2011, 10:25

[Out: KAWAIIIIII!!!!! *-* ... musste ich nur grad los werden ^^]

Als Ashido weg war, waren an sich nur noch Shin und Ayama übrig, die sich beide ungläubig ansahen. Fürs erste brachte keiner von beiden wirklich einen Ton heraus, außer den Namen des anderen. Die Gedanken der jungen Frau überschlugen sich noch einmal auf ein Neues. Wie konnte es sein, wie nur? War sie so blind gewesen, oder hatte sie einfach nur leichtfertig hingenommen, was ihr gesagt wurde. Im Grund war ihr klar gewesen, dass es nicht hätte sein können, dass er so einfach hätte sterben können. Doch war sie dem nicht weiter auf den Grund gegangen. Hatte sich selbst die letzten Monate etwas vor gelogen, damit sie nicht von dem Heimweh geplagt wurde, dass im Schatten ihres Ichs lauerte. Er hatte sich so sehr verändert, er war früher schon nicht der zimperlichste gewesen, jedoch hatte das noch mal eine ganze Spur abgenommen. Aus ihm war wahrlich das geworden, was man einen wirklichen Shinobi nannte. Im Gegensatz zu ihr. Sie war immer noch nicht so weit, nicht aus ihrer Sicht, denn sonst hätte sie wahrscheinlich im Kampf nicht so viel überlegen müssen, wären ihr nicht die ganzen Gedanken durch den Kopf geschossen. Vielleicht aber lag es auch einfach nur an den Umständen, in denen sie sich gerade Befand. Alles war so vertraut gewesen, als würde man von einem Tag träumen, der schon längst vergangen war, doch schwammig noch in Erinnerung geblieben ist. Nun gut, es half alles nichts, denn immer noch saß sie im Staub, ihr langes Katana vor sich gebettet.
Endlich, Shin war es der die Stille bracht. Jedoch nicht mit erhoffen Worten. Wenn sie überhaupt zu hoffen gewagt hatte. Es war etwas anderes, er war Pflichtbewusst, liebte sein Dorf mit jeder Faser seines Körpers und traute niemanden. Als ob sie auch sein Vertrauen verdient hätte, nachdem sie einfach abgehauen war. Warte, sie war nicht wirklich abgehauen, wobei, doch war sie. Es zu leugnen oder in anderen Worten dar zu stellen machte die Sache auch nicht besser.

Er wollte sie also mit zum Hokage nehmen. An sich eine ganz gute Idee, da sie überhaupt eigentlich auf dem Weg zu genau diesem gewesen war. Nur die Umstände wie sie dort hin gelangen würde, würden sich nun ändern. Warte, hatte sie tatsächlich gehofft, unbehelligt zu dem Oberhaupt des Feuerdorfes zu gelangen? Wie naiv war sie eigentlich? Selbst gab es eine Rüge, denn niemals hätte sie es geschafft, an all den Wachen einfach so vorbei schlendern zu können, wie sie es vor 3 Jahren einmal hatte tun können. Aufmerksam lauschte sie seinen Worten und versuchte ihre innere Fassung wieder zu erlangen. Was jedoch nur sehr mühselig gelang. Geduldig wartete sie, bis ihr früherer Freund geendet hatte, danach legte sie ihre feingliedrigen Hände auf die Schneide ihres Schwertes und verbeugte sich tief vor ihm. So tief, dass ihre Stirn beinahe den Boden unter ihr berührte. „Es tut mir leid Shin, ich wollte, ich dachte …“ Eine kurze Pause entstand. Die Kunoichi atmete tief ein und wurde ruhiger, besonnener sprach sie nun weiter. „Ich hab damals einen Fehler gemacht, den ich auch heute nicht bereue. In meiner so grenzenlosen Dummheit jedoch, hatte ich nicht darüber nachgedacht, dass ich genau denjenigen weh tat, die mir am meisten bedeuteten. Meiner Familie, meinen Freunden, euch, Uchiha-san.“ Bevor sie seinen Namen ausgesprochen hatte, war eine winzige Pause entstanden, in der sie kurz nachdachte, wie sie ihn nun überhaupt nennen sollte. Jedoch, da er selbst sehr förmlich gewesen war, hatte sie sich dazu entschieden, diese Förmlichkeiten bei zu behalten. Zudem, sie hatte nach allem was sie angerichtet hatte, auch nicht mehr das Recht, ihn bei seinem Vornamen zu nennen. „Nichts könnte es wieder gut machen, nichts könnte all das zurück bringen, was ich in meiner Naivität, in meinem Selbstmitleid zerstört habe. Aber ich möchte euch sagen, dass ich versuchen werde, meine Schuld die ich nicht dem nur dem Dorf und vor allem auch euch gegenüber zu tragen habe, zu lindern. Ich bin nicht gekommen um Ärger zu stiften, sondern um dem Hokage zu berichten, was ich alles in den letzten Jahren erfahren habe, um vielleicht irgendwann auch wieder dieses Dorf meine Heimat zu nennen.“ Nun erst blickte sie auf, sah in die schwarzen Augen des Mannes vor ihr, sah hier nur den Jungen in den sie einst so verliebt war, der immer ein Teil ihres Herzens war. In ihren Augen konnte man den Schmerz und die Reue sehen, die sie spürte, wenngleich in ihrer Haltung immer noch ein gewisser Stolz zu erkennen war der sagte: „Ich will kein Mitleid, ich sage nur was ich denke.“ Bedacht hob sie dass Katana vor ihr auf und auf offenen Händen streckte sie ihn dieses hin. Es war ein Zeichen, dass sie keinen Kampf wollte, dass sie nicht wollte, das noch mehr sich zwischen ihnen Aufbaute. Es gab bereits zu viel hass in dieser Welt, da musste sie nicht auch noch das Zünglein an der Waage spielen.

In der Zwischenzeit hatte sich der Wolf auch wieder zu seiner Herrin gesellt und saß neben ihr. Wie früher bereits, musterte er den Uchiha kritisch. Er mochte ihn nicht, mochte es nicht, wie er mit der Kleinen umging und schon gar nicht, wie die dumme Nuss sich in seiner Gegenwart immer verhielt. „Liebe ist was lästiges.“, brummte er vor sich hin, ohne dabei wirklich auf Beachtung zu hoffen. Eher das Gegenteil, denn er würde unter Garantie nur wieder von Ayama eins drauf bekommen und seine Ohren würden wahrscheinlich einmal noch die Länge die eines Hasen erreichen! Ohne weitere Kommentare, trottete er den beiden in Richtung Hokagebüro hinterher.

[Wusste nicht, ob ich schon mal im Büro posten sollte oder nicht … Ich lass jetzt einfach mal dir den Vortritt *fg* Vielleicht hat Shin ja doch auch noch was zu sagen ^^ ]
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BeitragThema: Re: Trainingsplatz Nr. 13   So 03 Jul 2011, 13:09

Noch auf dem Trainingsplatz

Wahrscheinlich ging es Ayama ähnlich wie Shin, sie brauchte einen Moment um ihre Fassung wieder zu erlangen. Selbst bei dem Uchiha hatte es gedauert und auch wenn er jetzt mit ausgestreckter Hand vor ihr stand, gelassen und ohne jegliche Anzeichen von innerer Unruhe, so war dies alles nur Fassade. Eine Fassade, die er aufrecht erhalten würde so lange es ihm möglich war. Allerdings machte Ayama dies alles nicht gerade einfach, nicht mit dieser Entschuldigung und auch nicht mit den Worten, die sie danach so förmlich an den Chuunin richtete. Sie hatte offensichtlich erkannt, dass sich vieles verändert hatte in diesen drei Jahren, allerdings konnte sie auch nicht in den Kopf des jungen Uchihas schauen. Der sich in den letzten Augenblicken mit so vielen Erinnerungen gefüllt hatte, dass es schwer war die damit verbundenen Gefühl zu unterdrücken. Es war verdammt schwer, aber auch notwendig, schließlich konnte Shin ja nicht einfach so zu ihr gehen, sie in seine Arme schließen und alles Geschehene vergessen. Eine unmögliche Sache, zweifellos, doch auch eine Tatsache, die der Chuunin nur also gern in die Tat umgesetzt hätte. Aber wie dem auch sei, es wurde Zeit, Zeit für ihren Gang zum Hokage.

Kurz vor dem Büro des Hokages

Für Shin war es seltsam so schweigend neben Ayama zu gehen, ihren tierischen Begleiter, das alte Fellknäul, freute diese Tatsache aber sicherlich sehr. Warum der Uchiha das dachte, einfach erklärt, die Koinu und er mochten sich nicht, schon vor drei Jahren war dem so und sicherlich hatte sich an seiner Abneigung gehen Shin nichts geändert. Natürlich war dem so, auch wenn Shin den Wolf nicht verstehen konnte sprachen seine Augen doch wahre Bände und sicherlich konnte man sagen, dass dieser mittlerweile erwachsenere Wolf durch auch gefährlich war, zu mindestens gefährlicher als früher. Aber gut, ohnehin beschäftigten Shin gerade ganz andere Sachen, seit Ayama Entschuldigung hatte Shin nichts mehr gesagt, er hatte ihr noch nicht einmal eine Antwort gegeben. Traurig eigentlich, schließlich waren die beiden Shinobi früher ein richtig süßes Paar und hatten sich sehr geliebt. Aber heute, stand so vieles zwischen ihnen, dass die Mauer die sich zwischen ihnen erhoben hatte wohl kaum zu erklimmen war. Dennoch, der Chuunin wollte wissen warum sie gegangen war, warum sie ihn allein gelassen hatte und alles hinter sich ließ. Die Frage brannte ihn förmlich auf der Zunge, doch die Frage wollte seinen Mund einfach nicht verlassen, aber es war nicht nur diese eine Frage, die ihn durch den Kopf ging. Schon seit sie durch Konoha gingen, seit sie zusammen den Trainingsplatz verlassen hatten, wanderten seine dunklen Augen immer wieder zu Ayama. Es war kaum zu glauben wie sehr sie sich verändert hatte, auf offener Straße hätte Shin sie niemals wieder erkannt und wäre sicherlich an ihr vorbei gegangen. Doch dem war ja nun nicht so, sie gingen hier durch die Straßen Konohas, Seite an Seite und vor ihren Augen erstreckte sich bereits das Haus des Hokages. Es würde nicht mehr lange dauern, dann würde Ayama sich erklären müssen, allerdings gab es hier ein Problem, der Hokage würde es sicherlich nicht zu lassen, dass Shin diesem Gespräch bewohnte. Ein wirklich großes Problem, was zu all diesen dummen Gefühlen in seinem Kopf noch dazu kam und für ordentlich Verwirrung sorgte, Shin allerdings wollte es jetzt wissen, wissen warum Ayama gegangen war, vielleicht ließe sich so noch etwas grade biegen und der Hokage, würde die Strafe milder gestalten. Die Tor des Hokage Anwesen waren nun schon zu sehen, weitgeöffnet wie eh und je, doch plötzlich griff Shin den Arm der Hotaru und führte sie in eine Nebengasse. Warum der Uchiha das machte, er wusste es selbst nicht, allerdings wusste er nur das eine, dass diese ganze Sache ihm gerade über den Kopf wuchs. Eine kurze Bewegung und Ayama wurde von Shin an die Wand hinter ihr gedrückt, was jetzt allerdings geschah sollte für alle ziemlich überraschend sein, der Chuunin ließ keine Worte oder aber proteste in Form von Koinu zu und küsste die Hotaru. Für einen Moment, viel alles von Shin ab, er hatte Ayama vermisst und immer auf ihre Rückkehr gewartet, auch wenn er irgendwann die Hoffnung aufgegeben hatte. Auch wenn dieser Moment nur einen Augenblick gedauert hatte, so fühlte sich Shin befreit als er sich von Ayama löste und mit seiner Faust gegen die Wand schlug. „…Warum...warum hast du das gemacht, wieso bist du verschwunden sag es mir? Du dummes…dummes Mädchen…“


[hoffe mal, dass du damit was anfangen kannst^^ du könntest dann mit den Char bitte zum Büro als nächstes Wechseln Smile]
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