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 Der Wald

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Senju Hashirama
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BeitragThema: Der Wald   Di 30 März 2010, 11:26

Was bisher geschah ...

Dieser Wald umgibt das ganze Dorf Konohagakure. Aus diesem Grund wird es auch das Dorf das versteck hinter den Blättern liegt genannt.
Der Wald an sich ersteckt sich auf einer Fläche, die scheinbar unaufhörlich ist, von einem Teil des Horizontes zum Anderen. Doch man sollte sich auch hüten. In diesem Meer aus Bäumen kann man sich schon eimal verirren, denn ein Baum sieht aus wie der andere.
Hier und da öffnet sich der Wald und zeigt sich von seiner schönsten Seite mit großen Lichtungen oder verborgenen Seen. Aber hinter der Fasade ist der Wald auch dunkel und grausam. Nicht nur ein Verirrter hat hier den Weg nicht mehr hinaus gefunden. Deswegen ist es für die Menschen, die nicht aus der Umgebung sind sehr wichtig, sich auf den zahlreichen Wege zu halten, die sich durch dieses unendliche Grün ziehen. Und genau einer dieser vielen Wege führt in das versteckte Dorf und dessen hohe Mauern.

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Shimosaki Reika
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mo 17 Jan 2011, 23:23

An der Grenze zum Feuerreich, in einem Waldstück, in dem am nicht sehr viel mehr hört, als einsames Vogelgezwitscher, da wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Ganz in der Nähe stiegen noch feine Rauchsäulen auf, als hätte bis eben noch etwas gebrannt. Und, so unwahrscheinlich es auch klingen mochte, es hatte bis gerade eben noch ein Wirtshaus gebrannt. Es lag etwas abseits von bekannten Routen und war ein beliebter Treffpunkt für diejenigen, die nicht unbedingt gesehen werden wollten. Jedoch, außer einigen verrußten Balken, die die Feuersbrunst die gewütet hatte noch übrig gelassen hatte, war von dem Haus nichts mehr zu erkennen. Ab und an glimmte noch eine Stelle auf, jedoch zog sofort ein eisiger Wind auf und erstickte die Glut im Keim. Zwei junge Menschen standen bei den Trümmern. Eine junge Frau, lange blaue Haare, die im Wind spielten und ein Rotschopf, dessen Haare … eine gute Frage an dieser Stelle, die man wohl mit einem einfachen, ihm zu Berge standen beantworten konnte. Beiden konnte man ansehen, dass etwas geschehen war, das nicht gerade zu ihrem Vergnügen beigebracht hatte. Vor allem bei der Kunoichi, die alles mit einem abwertenden genervten Seufzen kommentierte. Shimosaki Reika und Ryogeki Natsu, zwei Shinobi aus dem verstecken Dorf Kirigakure, eigentlich auf dem Weg in das Feuerreich. Wobei, es war nicht nur eigentlich, sondern sie waren es ja immer noch. Nur hatten sie kurz zuvor hier einen kurzen Stopp eingelegt, und ein Ereignis hatte zum anderen geführt was letzten Endes dazu geleitet hatte, dass nun von einem Wirtshaus nur noch ein Häufchen Asche und Wasser übrig war.

Warum musste Natsu auch so eine wirklich aufbrausende Art haben? Reika wusste es nicht. Sie konnte es sich auch nicht erklären, warum dieser Kerl, dieser Vollidiot unbedingt selbst nach mehrmaligen Warnungen den Teller des Feuerknilches gegen die Wand geschmissen hatte. Wenn auf diesem Teller wenigstens nur irgendetwas gelegen hätte und es sich bei dessen Inhalt nicht um Curry gehandelt hätte, wären wahrscheinlich wenigstens noch die Außenwände stehen geblieben. So. Gut, das Ergebnis sah man hier ja. Kopfschüttelnd machte sie einen langsamen Schritt, der bedeuten sollte, lass uns gehen. Worte schienen hier unangebracht, denn Natsu war wohl immer noch auf 180 und auf Streit hatte sie heute absolut und keine Lust. Warum auch immer.
Vielleicht lag es auch daran, dass seit dem Morgen einfach schon zu viel geschehen war. Erst vor kurzen waren beide zu ANBU-Squadleadern ernannt worden und mit einer Mission beauftragt worden, die sie in das Feuerreich führte. Das Feuerreich, der Erzfeind ihrer Heimat. Ein falsches Wort zur falschen Zeit und der Krieg der in der Luft lag war entfesselt. Hatte ihr Kage wirklich so große Sehnsucht nach einem Krieg, dass sie zusammen mit dem wandelnden Feuerzeug losgeschickt wurde? Oder war es seine Hoffnung, dass die beiden Konoha einfach mal abfackeln würden bzw. einfrieren? Wer wusste das schon so genau.

Ein letzter Blick zurück zu den qualmenden Ruinen. „Na das wird noch ein Spaß!“ Auch wenn ihre Worte kaum mehr als ein Flüstern im Wind waren, hatten ihre Worte doch die kalte Bestimmtheit, mit der sie immer sprach.

_________________

Who are you to look at me like this, scum?
Willkommen im Naruto Rollenspiel und viel Spaß hier!
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Ryogeki Natsu
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mo 24 Jan 2011, 17:22

Der Tag fing schon furchtbar an, als Natsu seinen ersten Auftrag als Anbu-Squadleader erhalten hat. Nicht nur, dass er seine geliebte Fuchsmaske ablegen musste und ganz bis ins Feuerreich gehen musste, er war auch wieder im selben Team wie Reika. Es gab wohl keine Person, die sich so sehr von ihm unterschied wie sie und das bezog sich nicht nur auf ihren Charakter. Vor Jahren waren sie beide zu Genin ernannt worden und davor lebten sie gemeinsam bei einem alten Mönch auf, da keiner die beiden Monsterkinder aufnehmen wollte. Selbst als Chuunin waren sie zusammen und gemeinsam entwickelten sie viele einzigartigen Jutsu, was ihnen aufgrund von schlechtem Temperament, schnell traurige Berühmtheit verlieh. Nach der Jounin-Prüfung trennten sich ihre Wege und unabhängig voneinander wurden sie schnell in die Ränge der Anbu aufgenommen und vor kurzem erhielten Beide den außergewöhnlichen Rang eines Anbu-Squadleaders. Dieser Tag war gestern und für Natsu war dieses Wiedersehen ein riesen Schock. In den Jahren ohne Reika, ist sich Natsu ihrer Abwesenheit bewusst geworden und wie sehr er sie wirklich vermisst hatte. So richtig ist er sich noch nicht bewusst was sie für ihn bedeutet und das viel Nachdenken hat ihm bisher gewaltige Kopfschmerzen und eine heftig miese Laune beschert, was schon wirklich was zu bedeuten hat, da er immer schlecht gelaunt ist.
Als sie dann endlich bei einem Gasthaus ankamen freute er sich schon auf ein gutes Curry und ein paar Minuten Ruhe, doch irgendeine Macht da oben hatte sich gegen ihn verschworen. Da hat irgendein Spinner aus dem Feuerreich zu viel getrunken und war scheinbar der Meinung ihn für Schwach zu halten. Als dann auch noch sein Curry an der Wand landete riss ein kleiner Faden am Schicksal dieses Gasthauses und vor allem in Natsus Kopf und er bewies mal wieder, warum er seine Spitznamen zu Recht verdient hat. Es hat schließlich einen guten Grund, warum ihn Verbündete den Salamander und Feinde (so es noch welche gibt), den Feuergänger nannten.
Ein paar Minuten später standen Natsu und Reika vor den letzten Überresten eines ehemals zwielichtigen Gasthauses und betrachteten die kleinen Flammen, die noch garstig zischend auf dem schwarzen Holz tanzten. Es war erschütternd mit anzusehen, was für Verwüstungen der Salamander anrichten konnte, ohne ein Zeichen von Müdigkeit oder Erschöpfung zu zeigen. Trotzdem war er noch immer wütend und obwohl ihn die Jahre bei den Anbu eine gewisse Zurückhaltung gelehrt hatten, neigte er immer noch zu seiner Philosophie der ‚Verbrannte Erde‘. Er hinter lies nur noch selten deutliche Hinweise auf seine Wutausbrüche und vertilgte jede Spur auf seine Anwesenheit. Während sich Reika bereits umdrehte und weiterging, biss er sich in einen Daumen und formte schnell ein paar Siegel, „Kuchiyose no Jutsu“ und rammte die Hand auf die Erde. An dieser Stelle explodierte eine gewaltige Rauchwolke und ein groteskes Monster erschien an dieser Stelle. Seine Haut war grau und rissig und es war unglaublich fett. In seinem Bauch befanden sich 4 gewaltige Mäuler mit spitzen und offenbar extrem scharfen Zähnen. Gelegentlich leckte aus einem der Mäuler eine lange und widerlich schleimige Zunge heraus und aus einem Maul tropfte ständig grünlich grauer Seim über den immensen Bauch. Mit einem ekelhaft hungrigen Schmatzen sah das Ding auf Natsu herab, doch der sah nur grimmig auf die Ruinen. „Sieh zu, dass das da Weg kommt und nichts zurück bleibt, Gutsuragas.“ Das Monster grinste mit allen Mündern und begann damit schnell und gründlich alle Trümmer zu verschlingen, jedoch nicht ohne ausgiebig Natsu dabei zu verfluchen, „…doch kein einfacher Diener hier… immer dasselbe mit dem verdammten Kind… Bin ich denn… Müllverwerter?!...Der größte Baumeister…!... der Sensô no sanka….!“ Nach wenigen Augenblicken war keine Spur mehr von dem Gasthaus zu erkennen und selbst eine ordentliche Grasfläche befand sich nun an dieser Stelle, so dass absolut kein Hinweis auf seine ehemalige Existenz zu finden war. Das Ungetüm grinste erneut widerlich anzüglich und verschwand mit einem lauten Knall. Zufrieden und erheblich weniger wütend wandte sich Natsu ab und folgte Reika. Offenbar war der Salamander über die Jahre nicht nur erheblich stärker, sondern auch gründlicher und grausamer geworden in seiner Wut.

Die restliche Reise verging ohne weitere Vorkommnisse und das kleine Team erreichte das versteckte Dorf. Die Blatt-Shinobi mussten schon wirklich in der Klemme stecken, wenn sie Hilfe von Kirigakure erbaten und als Reaktion diese beiden Elite-Monster-Shinobi zugesandt bekamen.
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Der Wald   Fr 14 Sep 2012, 20:28

Ayama hatte tatsächlich nicht sehr lange warten müssen, aber etwas anderes wäre auch seltsam gewesen. Wenigstens hatte sich dieses Detail nicht geändert. Kurz lies die Kleine ihren Gedanken Freilauf, etwas, das ihnen nicht all zu oft vergönnt war. Denn in diesen kurzen Momenten, erinnerte sie sich einfach an die Vergangenheit. An alles was schön war, um etwas zu überspielen, was ihr in der Gegenwart nicht gefiel. In einem kurzen Rückblick sah sie sich selbst, als noch junge Genin, zusammen mit ihrem Team. Wie so oft hatten sie sich damals auch hier am Tor versammelt um zu einer Mission auf zu brechen. Ayama war immer voller Hoffnung gewesen, etwas zu lernen, wissbegierig hatte sie sich auf alles was sie nicht kannte gestürzt. Es war so eine schöne Zeit gewesen. Vor allem wenn man sich die Gegenwart anschaut, die von aufziehenden Dunklen Wolken bedroht wurde.
Der Ausflug in die Vergangenheit hatte gerade einmal einen langen Atemzug gedauert. Seltsamerweise konnte sie sich nun sehr gut von diesem Gedanken wieder trennen. Ihrer Meinung nach fast zu gut. Auf ihren Satz hin, den sie in ihrer Rechtschaffenheit halber einfach loswerden musste, war nichts gekommen. Kein Aufblitzen von Bosheit, zumal diese mit jeder Sekunde die verging präsenter schien. Nicht einmal ein Wort hatte der Chuunin verloren, um sich vielleicht zu rechtfertigen, was Aya insgeheim vielleicht gehofft hatte. Nichts. Koinu, der es sich vor der Hotaru gemütlich gemacht hatte, war aufgestanden, als die in Schwarz verhüllte Gestallt auf die beiden zugekommen war. Seine Nackenhaare stellten sich und ein leises Knurren ließ seine weißen Hauer aufblitzen. Er konnte nicht genau sehen was zwischen den beiden Menschen dort vor sich ging, aber es war nichts Gutes. Fast, als wäre es nur ein Reflex legte die Frau ihre Hand zwischen die Ohren ihres ständigen Begleiters um ihn etwas milde zu stimmen. Sie hatte den Blick fest auf ihrem Gegenüber gerichtet. Das ihr das Sharingan das ihr so wild entgegen blitzte einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ, sah man ihr nicht an. Als Shin von ihr abließ und bereits einen Schritt in Richtung des Tores gemacht hatte, sah sie zu Koinu. Ihre Augen erfassten seine und ohne die Lippen bewegen zu müssen, flossen die Worte zwischen den beiden. Eine leichte Wehmut konnte man in ihrem Blick erkennen, bevor sie mit einer feinen Handbewegung die Kapuze ihres weißen Mantels tief ins Gesicht hinein zog. In dem Wolf hallten noch die Worte nach. „Wenigstens hat er wir gesagt.“ Was ging in dieser törichten Menschenfrau eigentlich vor? Das einzige was er verstanden hatte war gewesen, dass sie das Dorf eine lange Zeit nicht mehr wieder sehen würden. So viel hatte er auch aus den Worten des Uchiha raus gehört, den er noch nie leiden konnte. Nur, heute noch ein Vielfaches weniger als früher, denn dieses Mal war es nicht die Eifersucht die eine Rolle spielte, sondern sein Gefahreninstinkt.

Nur einen Schritt hinter Shin wollte Ayama aus dem Tor schreiten, als sie die Alarmglocken des Dorfes vernahm. Sie waren nicht gerade in unmittelbarer Nähe aber die Männer die auf der Mauer ihren Wachdienst verrichteten schienen trotzdem zu wissen, was sie bedeuteten. Feuer, wie einer von ihnen verlauten ließ. Sie wand den Kopf nach hinten und nur zögerlich ging der nächste Schritt. Kurz musste sie überlegen, es ein schlechtes Vorzeichen, dass gerade an diesem Morgen so etwas passieren musste. Nichts desto trotz ging sie weiter, es war nicht ihre Angelegenheit. Sie hatte sich bereits entschieden das Dorf auf ein Neues zu Verlassen ohne zu wissen, wann und ob sie überhaupt noch einmal „Heim“ kommen würde. Vielleicht war dieses letzte „Lebe wohl“ endgültig gewesen. Hätte die kleine Hotaru gewusst, was der Auslöser für dieses nicht ganz so normale Feuer gewesen war, wäre ihr die Entscheidung mit Shin zugehen wahrscheinlich nicht so einfach gefallen. Aber so machte sie sich keine weiteren Gedanken darüber. Die Mauern hinter sich lassend, fühlte sie sich auf einmal wieder feier. Die Schwere die bisher auf ihren Schultern gelastet hatte, die Schuld, die sie in dem Dorf seinen Einwohnern gegenüber verspürt hatte, war sie weg geblasen. Der Wald, die Natur, alles außer eine feste Bleibe war in den letzten drei Jahren ihr zu hause geworden, mehr als das Haus, in dem sie groß geworden war. Ein kleines Lächeln zierte ihre Lippen. Doch auch wenn das beklemmende Gefühl einer Stadt hinter ihr lag, wanderte der Grund für ein noch größeres Schuldgefühl neben ihr. An dem Saum ihrer Kopfbedeckung vorbei sah sie ihn an. Sie konnte es nicht leugnen, dass trotz allem was gestern geschehen war, ihr Herz bei dem Gedanken an ihn und was sie einst verbunden hatte immer noch etwas schneller schlug. Leider konnte sie nicht einschätzen, ob es daran lag, dass sie sich damals in seinen Armen so wohl gefühlt hatte, oder ob es wirklich daran lag, dass sie immer noch etwas für ihn empfand. Wenn sie an den Kuss dachte, glaubte sie an letzteres. Wenn sie an das heutige zusammen treffen dachte, dass sie nicht einmal ein klein wenig nervös geworden war, musste es das erste sein. Wahrscheinlich ein bisschen aus beidem und nichts. Das Gähnen das sie jetzt unterdrücken musste, holte sie aus ihren Gedanken wieder. Warum passierte es ihr ab und zu einmal, dass sie sich darin verlor. Sie brauchte einen ruhigen Platz um sich zu sammeln, all ihre Gefühle und Gedanken wieder in Einklang zu bringen, damit sie sich wieder dem widmen konnte, was ihr Ziel war.

Die Zeit verstrich und lange waren die Drei nur nebeneinander her gelaufen ohne ein Wort zu verlieren. Es hatte sich eingependelt das Aya in der Mitte lief, Koinu zu ihrer Linken und Shin zu ihrer Rechten. Den Kaffee den sie noch am Tor noch so genüsslich getrunken hatte, verlor langsam aber sicher an Wirkung. Denn die Müdigkeit die sich in den Knochen der Kunoichi eingenistet hatte, machte sich mit der Bestimmtheit, dass nach dem Regen auch wieder Sonne folgte in ihr breit. Aber wo würde sie so einen Kaffee finden? Wahrscheinlich nicht mitten im Wald. Wie es schien, würde das nächste Dorf auch noch auf sich warten lassen. Lange Tage noch kürzere Nächte, das war normalerweise der Rhythmus den ein Shinobi hatte. Zumal, so ein ungleiches Paar würde selbst in der größten Stadt auffallen wie ein bunter Hund. Er in Schwarz, sie in Weiß. Er doch relativ groß, in ihren Augen, sie ein Zwerg. Er strahlte diese Unruhe aus, Wut vor allem, sie war in den meisten Fällen die Ruhe selbst. Hatte nicht irgendjemand einmal gesagt, dass sich Gegensätze anziehen? Da hatten sich wahrscheinlich die zwei Größten, die Ayama kannte, gefunden. Aber außer dem Koffeinmangel ging ihr noch etwas anderes im Kopf herum. Etwas in der Aussage die Shin vor dem Tor hatte verlauten lassen weckte eine Ahnung, die die kleine Kunoichi bereits Koinu mitgeteilt hatte, nun wollte sie sich aber noch in dieser Annahme bestätigt wissen. Oder, ob sie doch komplett daneben lag. Die Sonne hatte bereits ihre Wanderung über den blauen Himmel voll aufgenommen. Vom dort Oben sah sie alles was geschah, so auf jeden fall stand es in einigen Bücher geschrieben. Das die Sonne nur ein Planet war, um den sich unsere Erde drehte, war für die meisten Menschen hier unten inzwischen klar. Hielt die beiden Sterne doch nicht davon ab, das gleiche wie zu tun, wie sie an und für sich immer taten. Ayama postierte sich vor Shin und verlangsamte ihren Schritt. Mit einem Blick unter die Kapuze versuchte sie seinen Blick zu erhaschen. Mit einer Ruhe, die er wahrscheinlich nicht von ihr kannte sah sie ihn kurz an und begann darauf mit ihrer Frage. Oder Feststellung. „Uchiha-san, wenn euch irgendwo ganz weit drinnen doch noch etwas an dem Dorf oder dem Auftrag liegt der uns übertragen wurde, dann laufen wir ein wenig in die Falsche Richtung. Denn nach Ame müssen wir dort entlang.“ Sie zeigte etwas weiter nach links. Das Lächeln das sich aufgesetzt hatte, war nur schwer als solches zu erkennen, denn ihre Mundwinkel hoben sich nur kaum merklich.

[out: Du lang gebraucht? ... Nicht wirklich, ich hab wohl für den letzten Post ne halbe Ewigkeit gebraucht. Hoff du kannst damit vielleicht wenigstens ein bisschen was anfangen. Muss erstmal überhaupt wieder ins posten rein kommen Smile]
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Shin
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BeitragThema: Re: Der Wald   Di 18 Sep 2012, 23:01

Die Alarmglocken hallten noch immer in seinem Kopf, obwohl sich das ungleiche Paar schon längst nicht mehr in der Nähe des Dorfes befand. Warum also hörte Shin noch immer dieses Geräusch, war es ein schlechtes Gewissen oder gar Reue, er wusste es nicht und nur das eine konnte er mit Sicherheit sagen, dass er dieses Gefühl nicht mochte. Nicht weil es ihn vielleicht an seine Tat erinnerte, derer war sich der Uchiha nur also schmerzlich bewusst, es war wohl eher so, dass er am Liebsten sein altes Leben zurück haben wollte. In dem Shin zwar von allen ignoriert wurde, aber dennoch ein glückliches Leben geführt hatte zusammen mit seinen Eltern. Seine Eltern, was sie wohl jetzt von ihm denken würden, wen sie herausfanden oder vielleicht wussten sie es ja auch schon, wer für die Katastrophe im Clanviertel verantwortlich war. Wer eine, der vor Jahrzehnten verbotenen Künste des Clans angewendet hatte, nur um für Chaos und Hass zu sorgen? In jenem Moment, als der junge Uchiha mit der Hotaru durch die Wälder ging, war er froh das sein Gesicht von seiner schwarzen Kapuze verdeckt war, so konnte niemand sehen, wie stille Tränen über seine Wangen liefen und den Schmerz ausdrücken, denn er gerade empfand. Ja, es war kein schlechtes Gewissen oder Reue für seine Tat, es waren Schmerzen so schrecklich, dass Shin am Liebsten auf der Stelle gestorben wäre, doch er hatte sich für diesen Weg entschieden und wusste, dass er diese Bürde tragen musste, egal wie schwer die Last auch war, die nun auf seinen Schultern lastete.

Das ungleiche Paar, aus dem Uchiha und der Hotaru ging nun schon eine Weile still nebeneinander her, keiner sagte etwas oder versuchte auch nur ansatzweise ein Gespräch zu beginnen. Ab und an, sah Shin zu seiner ehemaligen Freundin, von der er ins Geheim immer noch nicht glauben konnte, dass sie es war. Sie hatte sich verändert, war erwachsener/fraulicher geworden und auch ihr Auftreten hatte sich komplett verändert. Vor ihrem Verschwinden, hätte sie ihn wohl niemals so angefahren oder gar versucht zu belehren, wie sie es am Haupttor vor ihrer Abreise getan hatte. Die Ayama die Shin kannte, hätte ihren Kopf gesenkt und irgendetwas in sich hinein geblubbert und ihre eigentliche Meinung für sich behalten. Doch die Ayama, mit ihrem immer noch wunderschönen weißen Haaren, war stärker und vielleicht würde sie ihn ja auch irgendwann, wenn alles vorbei war verstehen. Zu mindestens hoffte das Shin oder besser gesagt der Teil von ihm, der tief in seinem Herzen verschlossen war und noch immer jener junge Genin war, denn die Hotaru einst kannte und liebte. Doch für den jetzigen Shin, der über sich selbst innerlich lachen musste, weil sein Gedanken für einen Moment abschweiften und über das, was sein Herz im gerade vermittelte, gab es nur eins, das Ziel vor seinen Augen und die Opfer, die er dafür wohl noch bringen musste. Sein Ziel, für sein jetziges Ich, dass wusste Shin, war es unmöglich es zu erreichen und selbst wenn es möglich wäre, würde er noch nicht in der Lage sein etwas zu verändern. Fürs Erste musste der Uchiha, den Fluch seiner neuen Augen überwinden und diese Aufgabe würde nicht leicht werden…

Sonnenstrahlen suchten sich ihren Weg durch das Blätterdach des Waldes, Vögel zwitscherten und der blaue Himmel war deutlich über den Köpfen der beiden Konoha-Shinobi zu erkennen, auch wenn dieser durch die Baumkronen teils verdeckt war. Es war ein schöner Tag, viel zu schade eigentlich um ihn mit der Bewältigung einer Mission zu verbringen, doch das war wohl das Los eines Shinobis, immer wieder neue Missionen annehmend und sich ihren Herausforderungen stellend. Doch an diesem Tag war etwas anders, man wurde das Gefühl nicht los, als könnte jeden Moment ein Sturm aufziehen und den Himmel schlagartig verdunkeln. Es lag definitiv etwas in der Luft, eine Spannung die nicht greifbar war und die höchstwahrscheinlich der Auftakt für etwas unwiderruflich war. Aber vielleicht war es auch nur Einbildung, doch auf dem Weg der noch vor den beiden Konoha-Shinobi lag würde etwas passieren, etwas das vielleicht zu einen Veränderung führen könnte oder zu etwas, was jetzt noch keiner, weder der Uchiha noch die Hotaru sagen konnten…

Schon eine ganze Weile, wurde Shin das Gefühl nicht los, dass er und Ayama verfolgt worden. Immer wieder warf der Uchiha kurze Blicke, nach Recht, nach links und über seine Schulter. Doch niemand war zu sehen, vielleicht war es nur Einbildung und er täuschte sich einfach, allerdings hatte Shin sich bei so etwas noch nie getäuscht. Nachdem sein Blick abermals über seine Schulter fiel, war es Ayamas Stimme die plötzlich in seinem Kopf hallte und die sich vor ihn positioniert hatte. Ihre bernsteinfarbenen Augen versuchten seine zu erfassen, doch diese waren gut von seiner Kapuze verdeckt, allerdings konnte Shin ihre Augen sehr gut sehen und wie sie ihn so ruhig betrachteten. Ein seltsames Gefühl breitete sich für wenige Sekunden in dem Uchiha aus, eines welches er schon lange nicht mehr gespürt hatte und eines, welches ganz schnell wieder von ihm unterdrückt wurde. Ayama ging langsam, so langsam das Shin mit einem Mal stehen im Schatten eines Baumes stehen blieb, während die Hotaru erst stoppte, als sie aus jenem Schatten herausgetreten war. Ihre weißen Haare tanzten leicht in dem kurz aufkommenden Windzug, der die Blätter der Bäume zum Rasseln brachte und die Sonnenstrahlen ließen Ayama aussehen, als würde sie in einer Art Lichtkegel stehen. Shin jedoch stand dagegen in einem Kegel aus Dunkelheit, der ihn vollends einnahm und nicht loszulassen schien. Rotschimmernde Augen sahen zu der Hotaru, sahen an ihr herunter, musterten sie schon beinahe, doch wirkten sie nicht kalt oder bedrohlich, eher so als wollten sie einen ins Nichts ziehen. Für einen Moment, konnte man schon beinahe glauben, dass die Welt stehen geblieben war und erst als Shins Worte seinen Mund verließen, begann sie sich wieder zu drehen. „...Aya…Konohagakure bedeutet mir nichts mehr und auch diese Mission ist für mich nur ein Mittel zum Zweck gewesen, um dem Dorf entfliehen zu können…allerdings sieht es bei dir wohl anders aus nicht wahr?“ Shin wandte sich von ihr ab, als abermals Worte seinen Mund verließen, „…du hast noch die Wahl, doch solltest du dich schnell entscheiden, ob du mit mir kommst oder Konoha die Treue schwörst? Da wir besuch haben…“

Shin ging ein oder zwei Schritt vorwärts, als seine Stimme sich fast schon zu einem Brüllen erhob. „Kommt endlich raus, einer eurer Kameraden macht eindeutig zu viel Lärm, wenn er eigentlich darauf bedacht sein sollte sich lautlos zu bewegen!“ Für den Uchiha war eindeutig klar, dass er und die Hotaru verfolgt wurden und auch machte es den Anschein, als würde er bereits wissen um wen es sich hier handelte. Plötzlich und aus dem Nichts, erschienen drei…nein vier Gestalten, doch erkannte man erst auf den zweiten Blick, dass die vierte Person kein Mensch sondern ein sehr großgeratener Hund war. Für einen winzigen Moment herrschte Stille, ehe eine der Personen, ein Junge nicht viel jünger als Shin, seine Hand an den Kopf legte und grinste, „…tut mir leid Sensei, aber eure Lektion in Sachen lautloses Fortbewegen habe ich wohl immer noch nicht so dr…“ Abrupt wurde der Junge unterbrochen, „…Kenta lass das, du weißt genau das wir nicht hier sind um Freundlichkeiten auszutauschen!“ Die Stimme die sich dort gerade erhoben hatte, gehörte zu einem weiteren jungen Mann, der auch kaum merklich jünger als Shin war, aber irgendwie doch älter als der Chuunin aussah. „…Shin-sama…nein, Uchiha Shin der Hokage hat uns beauftragt euch zurück nach Konohagakure zu bringen…ihr steht unter dringendem Tatverdacht, das Hauptanwesen des Uchiha-clans mit einer noch unbekannten Kunst, welche noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte, in Brand gesteckt zu haben…“ Für einen Moment pausierte der junge Mann, als etwas anders konnte man ihn wohl auch nicht beschreiben, ehe er fortfuhr. „…ich bitte euch inständig, keinen Widerstand zu leisten und uns einfach zu folgen…was euch angeht Hotaru-sama, der Hokage erbittet auch eure Rückkehr, weiterhin sollt ihr uns auch im Falle eines Wider…“ Ein Lachen unterbrach den jungen Mann, der wohl mit allem gerecht hatte nur nicht damit ausgelacht zu werden. „…Hayate…Kenta…und…Yuzuki…“ Nur diese Worte verließen den Mund des Chuunins, während sein Lachen bereits verstummt war und seine Hand, die schwarze Kapuze die sein Haupt bedeckt von eben diesem zog. Jeden einzeln erfasste Shin mit seinem Sharingan, welches wieder so finster wirkte wie am Morgen, als er und Ayama das Dorf verlassen hatten. „…der Hokage denkt wirklich, dass ich für einen Brand in meinem eigenen Clanviertel verantwortlich bin und schickt gerade euch, um mich zurückzubringen? Er muss wirklich viel von euch halten oder ist es eher, weil er weiß folgendes denkt…Kenta du bist als Inuzuka schneller als Shin, Yuzuki deine Fähigkeiten als Hyuuga sollten beinahe auf dem gleichen Level wie seine seien und Hayate, dein Umgang mit dem Sharingan ist wahrscheinlich um vielfaches besser als sein? Glaubt ihr das wirklich, hat er euch mit solchen Worten davon überzeugt mich aufhalten zu können?“ Shin pausierte, Luft zog sich in seine Lunge als er tief einatmete und danach speziell Hayate mit seinem Blick erfasste. „…Hayate...ich bin sicher, dein Vater hat dir viel über den Clan und auch über seine Künste erzählt, sicherlich auch über die stärksten Augenkünste, welche schon seit Jahrzehnten im Clan verboten sind oder?“ Hayate schien für einen Moment geschockt, fasste sich aber schnell wieder und bestätigte mit einem Nicken die Vermutung von Shin, der nur lächelte und gerade wieder anfangen wollte zu sprechen, als sich Yuzuki das erste Mal zu Wort meldete, mit zusammengepressten Händen und Tränen in den Augen, „…Uchiha-sama bitte, kommt einfach mit uns mit, sagt das ihr nichts mit dem Brand zutun habt und helft uns den wahren Täter zu finden…“ Mild lächelnd vernahm der Chuunin die Worte der Hyuuga, „…Yuzuki der Täter steht bereits vor euch, ich habe diesen Brand gelegt und ich bereue es auch nicht, das Dorf und auch der Uchiha-Clan haben keine Bedeutung mehr für mich, allerdings heißt das auch nicht, dass ihr in der Lage seit mich zurückzubringen…Mangekyou Sharingan!“ Die letzten beiden Worte, die seinen Mund verließen, sorgten speziell bei Hayate dafür zusammen zu zucken, „…das ist nicht möglich, mein Vater hat mir gesagt das diese Augen nicht mehr im Clan existieren würden, weil niemand die Voraussetzungen für sie erfüllen würde. Wie hast du…?“ Yuzuki und Kenta sahen zu Hayate, danach zu Shin und wieder zu ihrem Teamkameraden, ehe sie gleichzeitig fragten was los wäre. Kurz schüttelte sich Hayate, „…Shin er…er…hat etwas Schreckliches getan, etwas das innerhalb des Uchiha-Clans als verboten und als abscheuliches Verhalten erachtet wird, er hat jemanden der ihm nahe steht getötet und damit Zugang zur ultimativen Augenkunst der Uchiha erhalten, dem Mangekyou Sharingan...Yuzuki…Kenta seht ihm auf keinen Fall in die Augen, egal was auch passiert verstanden?“ Alle wirkten geschockt, doch die beiden bestätigten die Anweisungen, die sie erhalten hatten mit einem Nicken, ehe sie sich kampfbereit machten. Shin wirkte hingegen sehr ruhig und ihn schien es zu amüsieren, was sich dort vor ihm abspielte und auch was Hayate dort sagte stimmte, zu mindestens fast alles stimmte. Kurz sah Shin über seine Schulter zu Ayama, er wollte ihre Reaktion sehen und außerdem wartete er immer noch auf eine Antwort. Seine neuen Augen sah selbst sie wohl zum ersten Mal richtig, doch die Frage ob sie zu ihm stehen oder dem Dorf die Treue halten würde stand noch immer im Raum. Die Situation allerdings würde sich in den nächsten Sekunden zu spitzen, es war nur noch die Frage wie dieser Kampf am Ende ausgeht…

[…ja muss selbst erst mal wieder reinfinden, wie man sicherlich merkt^^ Und ja Kampf, kannst da gern etwas voranschreiten mit und ja irgendwie so halt *gg* hoffe kannst damit was anfangen Smile]
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Der Wald   Di 09 Okt 2012, 15:37

Alles an diesem Tag war seltsam, das hatte Koinu gerade für sich selbst beschlossen. Der Wald, die Menschen mit denen er unterwegs war, die ganze Situation an sich. Das Menschenmädchen auf das er die ganze Zeit, bereits sein ganzes Leben lang, aufgepasst hatte, hatte sich doch gerade erst von einer Person die er für Schlecht hielt abgewandt, nur um sich der Nächsten gleich wieder zu zuwenden. Das konnte nun wirklich nur ein schlechter Scherz sein, ein blöder Traum aus dem er nun endlich mal aufwachen sollte. Schön wäre es gewesen. Was ihn aber am meisten an diesem Tag nervte, war, abgesehen von der Gesellschaft des Uchiha noch der widerliche Geruch eines Inuzuka, den er einfach nicht aus der Nase bekam. Wenn dies bedeuten sollte, dass sie verfolgt wurden, gut so. Er wusste ja, dass Ayama nichts angestellt hatte, und somit auch keiner Schuld bezichtigt werden konnte. Was Shin anbelangte, war er sich dem nicht so sicher. Immerhin mochte er ihn nicht, noch nie und heute schon gar nicht mehr. Die Aura die ihn umgab war düster, genauso wie von dem Mann, den Ayama die letzten drei Jahre begleitet hatte. Alle Versuchte dem Mädchen ihre Schnapsidee auszureden, den Kerl hier zu begleiten hatten nichts gebracht, ihre Antwort war immer die gleiche gewesen. Er sollte sich nicht solche Sorgen machen, er würde viel zu viel in das ganze hinein interpretieren und sie war inzwischen alt genug um auf sich selbst aufzupassen. Sah man ja daran, mit wem sie sich abgab.
Der Tag hatte inzwischen einige Stunden auf dem Buckel und das Sonnenlicht brach sich im Blätterdach des Waldes. Wie aus heiterem Himmel kam nun Ayama auf die Idee, Shin darauf aufmerksam zu machen, dass sie in die falsche Richtung gingen. Das ihnen jemand folgte schien ihr noch gar nicht aufgefallen zu sein. Oder wenn, dann hat sie dazu noch nichts gesagt. Beide waren stehen geblieben. Es war, als würde sich selbst die Natur den beiden Gemütern anpassen, denn Ayama wurde von der Sonne angestrahlt, ihr Licht brach sich in dem weißen Haar der Kunoichi und selbst der Wind frischte ein wenig auf um mit ihren sanften Wellen zu spielen. Shin hingegen war im Schatten eines Baumes zum stehen gekommen. Die Düsternis die von dem jungen Mann ausging suchte jedoch seines Gleichen, fand sie selbst im Schatten nicht. Das wenige Sonnenlicht, das durch die Blätter brach, wurde von einer Leere aufgesaugt, die scheinbar eine Sehnsucht hegte, nach Erfüllung. Kurz erinnerte sich die Frau daran, was sie früher in den Augen ihres Gegenüber gesehen hatte, und stellte fest, das genau das ihr in diesem Augenblick fehlte. Vielleicht war die Wut die sie noch heute morgen vernommen hatte verschwunden, aber die Leere, die auf die sie nun traf, schien noch um ein vieles schlimmes zu sein. Für diesen einen kurzen Augenblick in dem sie den Gedanken an früher fest umklammert hielt, wünschte sie sich das alte Ich ihres zugewiesenen Partners zurück und hätte vielleicht alles dafür gegeben, es wenigstens noch einmal zu Gesicht zu bekommen. Auf ihre Frage, Bemerkung, oder wie auch immer man es formulieren mochte, bekam sie bald einen ganzen Roman als Antwort. Wenn man es mit dem verglicht, was Shin so heute sonst von sich gegeben hatte.
Das was er nun sagte, bestätigte nur das, was sie bereits vermutet hatte. In ihren Augen spiegelte sich ein verirrter Strahl Sonnenlicht und sie musste ihre Augen beschatten. Erst jetzt bemerkte sie ein leises knacken im Unterholz, das von einem lauten klingen in ihrem Ohr begleitet wurde. Es war ihr Begleiter gewesen, der seine Stimme erhoben hatte, so unverhofft, dass sich die Hotaru gar nicht auf den plötzlichen Geräuschpegelwechsel einstellen konnte. Ein kleines Männchen in ihrem Ohr beschwerte sich darüber lautstark. Was als nächstes geschah, war etwas, womit die kleine Hotaru nicht wirklich mit gerechnet hätte. Auch Koinu hatte mit knurren angefangen. Etwas, was der Wolf recht selten tat. Aber als ihre drei Verfolger aus dem Dickicht traten, war ihr sofort klar warum. Inuzuka. Auch ihr Blick verfinsterte sich von einer Sekunde auf die Andere. Was gesprochen wurde, von wegen der Brand, das sie aufgefordert wurden die drei zurück ins Dorf zu begleiten, irgendwelches Uchiha-Interne Blah Blah. Es war jetzt nicht so sehr von Bedeutung, als das sich einer von dieser Sippe wirklich Hoffnungen machte, dass sie, ausgerechnet sie, ihn feiwillig begleiten würde. Was ging eigentlich im Kopf des Hokage vor? Selbst wenn die drei es im unwahrscheinlichen Falle schaffen sollten, Shin davon zu überzeugen, sie zu begleiten, würde es einer Hotaru nicht einmal im Traum einfallen, auch nur weiter als einen halben Meter freiwillig den gleichen Weg zu gehen wie dieser verlauste Inuzuka. „Schoßhündchen.“, nuschelte Ayama mehr zu sich selbst als das es die Außenwelt hätte hören können.
Fast als hätten sich die beiden wie in früheren Zeiten blind verstanden, war es auch die Kleine, die nun zu Shin hinüber blickte, nachdem scheinbar alles gesagt worden war, was unter den Parteien gesagt werden musste. Das schmunzeln das sie nun auflegte konnte man so und so deuten, ihre Worte hingegen waren deutlich. „Auf deine Frage hin, ob ich mich dem Dorf noch verpflichtet fühle und was ich tun werde. Ich habe meine Wahl bereits vor drei Jahren getroffen, als ich Konoha den Rücken gekehrt habe. Das ich zurück gekommen bin, ich wollte nur meiner Familie noch ein letztes Lebe wohl sagen. Mich hält nichts mehr dort.“ Ob alles in ihrer Aussage so richtig war, wusste wahrscheinlich das Mädchen selbst nicht so genau. Aber in diesem Moment fühlte es sich richtig an. Sie zückte ihr Schwert, hielt es vor sich und streifte gekonnt mit zwei Fingern über die Klinge. Shin hatte sie schon lang nicht mehr im Auge, sondern fixierte den Inuzuka. Wie er hieß, war ihr egal. Das einzige was sie wirklich wusste war, dass sie von ihm ganz bestimmt nicht lebendig zurück ins Dorf eskortiert werden wollte. Es gab jedoch noch etwas, was sie los werden musste, und es war einzig und allein für Shin bestimmt, denn ihre Worte waren kaum mehr ein flüstern im Wind. „Aber glaub ja nicht, dass ich für dich das morden übernehme.“ Von ihrem kampflustiges Grinsen, denn sie freute sich tatsächlich darauf, dem Idioten da, ihr gegenüber so richtig den aller wertesten auf zu reißen, konnte man diese Aussage nicht ablesen. Eher das Gegenteil.

[Ich überlass den Rest ermal dir. Ich weiß ich hab schon wieder so lang gebraucht, und es ist nicht wirklich etwas brauchbares dabei heraus gekommen, aber kennst es ja, wenn die kleinen ihren ersten Zahn bekommen und dann unausstehlich sind <.< Mit Schlafmangel schreibt es sich so schlecht T___T Tut mir ganz super arg sorrü ]
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BeitragThema: Re: Der Wald   Di 06 Nov 2012, 18:05

Die Sekunden erschienen gerade wie Minuten und eine gewisse Unsicherheit breitete sich in Shin aus. Er kannte dieses Gefühl nur also gut, doch hatte der Chuunin oder sollten wir eher „der Abtrünnige“ sagen, schon lange Zeit nicht mehr mit einem solchen gekämpft. Was würde wohl passieren, wenn der Uchiha es auch noch mit seiner Partnerin zutun bekäme? Shin konnte sich nur ausmalen, was dann geschehen würde und es war schwer sich dies überhaupt vorzustellen. Dennoch, seinen Weg hatte er gewählt und ein Zurück gab es jetzt nicht mehr. Ein kurzer Windzug, Blätter die um den in schwarzgehüllten jungen Mann tanzten und Erleichterung, die sich in seinem Körper ausbreitete. Hotaru Ayama hatte sich entschieden, entgegen was der Uchiha zuerst gedacht und empfunden hatte, hatte sich seine ehemalige Freundin für ein Leben als Abtrünnige entschieden. In diesem Augenblick, konnte Shin ein leichtes Lächeln nicht unterdrücken und die Zufriedenheit auf seinem Gesicht war unübersehbar, dennoch fragte er sich ob sich Ayama der Konsequenzen ihrer Entscheidung wirklich bewusst war und ob es jetzt schon an der Zeit wäre, ihr die ganze Wahrheit zu sagen. Für den Moment jedenfalls, war die Wahrheit bedeutungslos und seine neue/alte Partnerin, die mit gezücktem Schwert bereits ihren vorbestimmten Gegner (Inuzuka Kenta) fixierte. Kurz wanderten Shins Augen zwischen Ayama und Kenta hin und her, er wusste das sein ehemaliger Schüler keine Chance gegen jemanden mit Ayamas Fähigkeiten hatte. Dennoch durfte auch dieser Kampf nicht lange dauern, ebenso wenig wie der Kampf gegen einen Uchiha und eine Hyuuga…

Zum ersten Mal seit Ayama ihren Standpunkt klargelegt hatte, sah Shin zu Yuzuki und Hayate, in deren Ohren wohl immer noch die Worte seiner Begleiterin widerhallten. „…Hayate dachtest du, dass Ayama wirklich umsonst vor drei Jahren das Dorf verlassen hat und sie sich so einfach wieder Konoha anschließen würde?“ Natürlich hatte auch Shin noch vor wenigen Augenblicken gedacht, dass die Hotaru sich gegen ihn stellen würde, doch da dem nun nicht so war, konnte er solch provozierende Worte nutzen. Und ihre Wirkung verfehlten sie nicht, Hayate schien verärgert und musste sich offensichtlich zusammenreißen, nicht sofort los zubrüllen und man merkte, wie viel Überwindung ihn dies kostete. Für Shin war dies mehr als nur amüsant, „…sie dich an Uchiha Hayate, dem Clan treuergeben und dem Dorf gegenüber immer Loyal! Macht es dich nicht krank, zu wissen, dass du nie mehr sein wirst als eine Marionette für den Clan und das Dorf? Selbst jetzt unterdrückst du deine Gefühle, die Wut gegenüber denjenigen, die das Dorf und ihre Clans verraten haben…komm lass deiner Wut freien Lauf und versuch mich aufzuhalten!“ All diese Worte, zeigten wirklich eine Wirkung und der ehemalige Schüler Shins griff doch tatsächlich an, ohne auf die Worte zu hören, die Yuzuki ihm noch sagen wollte. Auf Shins Gesicht breitete sich ein amüsiertes Lächeln aus, als Hayate auf ihn zu gestürmt kam und bereits Fingerzeichen formte, um den ersten Angriff einzuleiten. Alles lief genauso, wie es sich der Uchiha vorgestellt hatte, Ayama kämpfte bereits mit Kenta, Yuzuki war nicht bereit ihren geliebten Sensei schon aufzugeben und die Wut Hayates auf den Verräter, zu dem er aufgesehen hatte ließ ihn unvorsichtig werden. „…Hayate ist noch genauso leicht zu reizen wie früher und Yuzuki, sie scheint immer noch viel für mich übrig zu haben…es tut mir wirklich leid, dass ich euch für mein erstes Missionsziel benutzen muss…“ Als die Gedanken an seine Schüler in ihm verklangen, schloss sich Shins linkes Auge und sein Rechtes fixierte Hayate und gleichbedeutend damit, formte er ebenfalls Fingerzeichen und ließ Chakra durch seinen Körper strömen, welches schnell und konzentriert geschmiedet wurde für einen perfekten Gegenangriff.

Die Uchiha entfesselten beinahe gleichzeitig ihre Jutsus, zwei in etwa gleichgroße Feuerbälle rasten aufeinander zu und die Hitze, die von ihnen ausstrahlte war wohl für jedermann zu spüren. Für Shin jedoch war dies nur ein Vorspiel, da er bereits für den nächsten Schritt in seinen Handlungen bereit war. Die Feuerbälle prallten mit immenser Wucht auf einander und lösten sich schlussendlich in einer kleineren Explosion gegenseitig auf. Ein kurzer Satz zurück, eine kleinere Armbewegung und aus dem Ärmeln seines schwarzen Mantels fielen Shuriken, die der Chuunin sofort ergriff und auf seinen ehemaligen Schüler losließ. Für Hayate wäre dies sicherlich kein Problem, doch was wenn aus drei simplen Shuriken mit einmal dutzende werden würden? Genau darauf war Shin aus, als er erneut Fingerzeichen formte und sein Chakra schmiedete, „Shuriken Kage Bunshin!“ Seine Worte waren mehr als nur deutlich zu verstehen, als sie seinen Mund verließen und der Gesichtsausdruck Hayates verriet, dass dieser wohl kein Mittel gegen ein Dutzend oder auch etwas mehr an Shuriken hatte. Allerdings gab es hier jemanden, der Shin seinen Spaß nicht gönnte und für den, Kameradschaftlichkeit über allem anderen stand. Hyuuga Yuzuki, ein junges und gleichzeitig sehr talentiertes Mädchen, welches immer zu ihrem Sensei aufgesehen und sich dabei auch etwas in ihn verguckt hatte. Sie war es nun, die mit einer ihrer Hyuuga-Techniken den Wirbel aus Shuriken für ihren Kameraden abwehrte und Shin danach mit ihrem Byakugan anfunkelte. „Warum tut ihr so etwas Sensei? Ihr werdet als Abtrünniger behandelt werden und…und…das heißt wir müssen euch…“ Die letzten Worte konnte die Hyuuga nicht sagen, es fiel ihr ohnehin schon sichtlich schwer so zu reden und auch für Hayate, der von seiner Kameradin zu Shin hinüberblickte war es anscheinend doch nicht so leicht. Für Shin war diese Situation allerdings ebenso schwer, er musste alle Gefühle in sich kehren und durfte keine Schwächen zeigen, irgendwann würden sie es verstehen, allein dieser Gedanke war es, der seine Fassade aufrecht erhielt und nicht bröckeln ließ. „…naiv…Yuzuki…warum sagst du es nicht, ihr müsst mich notfalls töten…aber dazu seit ihr nicht in der Lage…sehtHayate der die Handbewegung Shins verfolgt hatte, war weniger geschockt von den Worten seines ehemaligen Senseis, als wie von der Tatsache das seine Kameradin gerade vor seinen Augen von Shin, nein von einem seiner Kage Bunshin an den nächstgelegenen Baum befördert wurde. Die einzige Frage Hayates war, wie er das gemacht hat, wann hatte Shin einen Kage Bunshin geformt ohne das er es mitbekommen hatte? Doch die Gedanken des jungen Uchihas wurden von einem Schrei seiner Kameradin unterbrochen, der Kage Bunshin verschwand und zurück ließ er eine zitternde und angsterfüllte Hyuuga. „…was hab ihr gemacht?“ Hayate konnte nicht anders als zu Yuzuki laufen, er mochte sie schon sehr lange und für ihn war sie das wichtigste überhaupt, sie allerdings so zu sehen, voller Angst war schrecklich. Der Uchiha blickte zu seinem Clanbruder, „…sag was du gemacht hast Shin? Los!“ Blätter tanzten um Shin, als er den hasserfüllten Blick Hayates ertragen musste und für eine winzige Sekunde hielt er inne. War es zu viel für Yuzuki gewesen, hatte er vielleicht doch übertrieben und sie ernsthaft verletzt? Shins Gedanken drehten sich für diese winzige Sekunde nur darum, doch um alles echt wirken zu lassen gab es keine andere Möglichkeit, als wie diejenigen zu verletzten, die ihm am nächsten standen. Die Ruhe wurde durch Gelächter unterbrochen und einer Stimme, die nicht kälter hätte seien können. Was ich getan habe? Ich habe Yuzuki das gezeigt, was als nächstes geschehen wird…nur mit ein paar kleinen Extras…“ Seine Stimme erlosch und für einen winzigen Moment, blickte Shin mit einem wehmütigen Gesichtsausdruck auf Hayate herab. Alles was Shin in diesen wenigen Augenblicken getan hatte, lief gerade wie ein Film vor seinen Augen ab und es fiel ihm schwer, sich wieder auf das hier und jetzt zu konzentrieren doch das musste Shin. Es gab immer noch etwas zu tun und vielleicht war der letzte Akt dieses einsamen Planes, der schwierigste und zeitgleich auch, die letzte Aktion dieses eh sinnlosen Kampfes.

Shins Augen lösten sich von Hayate und wandten sich dem Geschehen um Ayama und Kenta zu, der von der Hotaru ordentlich auf Trab gehalten wurde und wirklich noch vieles dazu lernen musste. Wie ein eisiger Luftzug erhob sich die Stimme Shins und seine Worte, die nicht nur für Ayama sondern auch für Kenta bestimmt waren, hallten durch die Luft. „…Ayama…Koinu…geht zurückEine Schneise aus schwarzen Flammen bildete sich zwischen dem Inuzuka und der Hotaru, doch nicht nur hier bildete sich eine solche. Auch zwischen den Uchiha und der bewusstlosen Hyuuga bildete sich eine solche, die die Kontrahenten voneinander trennte und es unmöglich machte den Kampf weiter fortzusetzen. Der Ursprung dieser Flammen war niemand anderer als Shin, dessen linkes Auge sich endlich geöffnet hatte und aus dem, eine blutige Träne langsam seine Wange herunter lief. Was für eine Kunst das war, mit dem der Uchiha schwarzes Feuer erschaffen konnte, wusste wohl niemand außer Hayate doch dieser schien viel zu geschockt, als das er etwas hätte sagen können. Und was Shin anging, dieser legte abrupt seine Hand auf seine linke Gesichtshälfte und schien schmerzen zu haben oder war einfach nur sehr erschöpft. Anders ist zu mindestens nicht zu erklären, warum der Uchiha etwas in sich zusammen sackte und schwerer als noch Augenblicke zuvor atmete. Schwer atmend wandte sich der Uchiha an seine Kameradin, „…wir sollten gehen…ich bin mir ziemlich sicher, dass der Hokage nicht nur diese Drei geschickt hat um uns aufzuhalten und in meinem gegenwärtigem Zustand, wäre ich dir in einem weiteren Kampf sicherlich keine sehr große Hilfe…“ Mit diesen wenigen Worten, die seine Partnerin wohl oder übel hinnehmen musste, sah Uchiha Shin noch ein letztes Mal zu seinem ehemaligen Team hinüber. Etwas, schien er sagen zu wollen und doch konnte es der Uchiha nicht. Er und Ayama verschwanden in einer Rauchwolke und die letzte Frage, die man sich wohl stellen sollte war, ob dieser Kampf wirklich das war, was er zu seien schien…

[…ganz großes Sry, aber die letzten Wochen waren mörderisch und ich konnte immer nur teile des Posts schreiben…dieses Mal bin ich es wohl, der dich warten ließ *gg* Hoffe du kannst mit dem was ich das fabriziert habe was anfangen, deinen Part des Kampfes hab ich nur kurz angeschnitten, aber für deinen Post würdest du die beiden irgendwo hinbringen, wo Shin sich ausruhen kann?]
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BeitragThema: Re: Der Wald   Di 13 Nov 2012, 16:08

Ein Inuzuka gegen eine Hotaru. Auf dem Schlachtfeld würden die beiden Parteien notgedrungen zusammen arbeiten. Aber das die beiden Clans sich auf den Tot nicht leiden konnten, war im ganzen Land ein offenes Geheimnis. Und nun würde das geschehen, war vorhersehbar war. Denn nachdem es seit den Anfängen zwischen den beiden Familien Spannungen gegeben hatte, musste diese Fehde sich einem großen Knall entladen. Kenta und Ayama waren nun diejenigen, die dies vollbringen würden. Koniu knurrte, stellte die Nackenhaare um noch größer zu wirken, als er so schon war. Der Hund des Inuzuka schien um einiges kleiner zu sein. Was jedoch seine Wendigkeit meist erhöhte. Meistens auf jeden Fall. Denn schon beim ersten zusammentreffen der Giganten wurde klar, dass der Wolf weit im Vorteil war, was nicht nur Können sondern eben auch Kampferfahrung ausmachte. Genau das war es auch auf das Ayama nun zählen konnte. Ein Chuunin war ihr nicht mehr gewachsen. Klar wusste Kenta über die Vorteile bescheid, doch da er nicht auf seinen Teampartner zurückgreifen konnte, blieben ihm in diesem Fall nur Techniken übrig, die er auch ohne ihn ausführen konnte. Und das waren nicht sehr viele. Aya schien immer noch da zu stehen, wo sie vorher stand, die Klinge ihres Schwertes blitze bedrohlich im Sonnenlicht. Waren tatsächlich nur wenige Sekunden vergangen, seit der Kampf begonnen hatte und der Ausgang schon scheinbar besiegelt schien? Kenta wusste es nicht, er konnte es nicht sagen. Es war, als hätte er gerade jeden Bezug zur Realität verloren. Ein Raum und Zeit Gefühl war nicht mehr vorhanden. Was er nicht wusste war, dass die kleine Hotaru genau das mit einem Genjutzu bewirkt hatte. Sie hingegen hatte noch am Rande dem aufkommenden Gespräch gelauscht. Musste Shin wirklich so darauf rum reiten, dass sie damals verschwunden war? Er selbst konnte die Gründe dafür nicht wissen. Etwas deprimiert seufzte sie in sich hinein. Plötzlich schoss sie vor und verwickelte den Jungen in einen Nahkampf. Die um einiges kleinere Hotaru war überrascht, dass er ihren Hieben doch immer wieder ausweichen konnte. Sollte sie doch langsam anfangen ernst zu machen? Ein bisschen mehr aufdrehen konnte sie alle mal ohne ihren Gegner lebensgefährlich zu verletzen. So leitete sie Chakra in die Klinge. Ein knistern lag in der Luft. Tonlos verließen Worte ihren Mund. Beim nächsten Hieb entlud sich die gespeicherte Elektrizität und Kenta erhielt den Schock seines Lebens. Von unten herauf blickte das Mädchen kampflustig an. Doch der Kampf sollte ein jähes Ende finden.
Ayama nahm nur am Rande wahr, dass gerade jemand ihren Namen gerufen hat. Einen kurzen Blick konnte sie riskieren und schon merkte sie, wie sich all ihre Nackenhaare auf einmal stellten. Mit einem Satz war sie nach hinten gesprungen, als im gleichen Moment eine schwarze Feuerwand auf die Stelle zurauschte, an der sie noch vor einer Sekunde gestanden hatte. Koinus Instinkt hatte ihn sogar noch einen Hauch früher gewarnt. Der Wolf hatte bereits von der Kehle seines Gegners, oder eher Opfers abgelassen. Er war nicht der Meinung gewesen das es besser wäre einen Hund am Leben zu lassen. Koinu stand bereits schon hinter der jungen Frau um ihr weiter den Rücken zu decken. Was sollte das nun werden? Hatte sie hier jemanden überhaupt um Hilfe gefragt? Sie sah nun zu Shin und konnte sehen, dass es hier nicht darum ging, dass er ihr Helfen wollte. Schnell steckte sie ihr Schwert zurück und mit nur wenigen Schritten stand sie nun neben ihrem neuen, oder doch eher alten, Teamkameraden. Eine kurze Unsicherheit, doch dann bot sie ihm mit einer einfachen Geste an ihn zu stützen. Es war in der Tat Zeit zu gehen. Die beiden verschwanden in einer Rauchwolke.

Sie waren bereits ein gutes Stück weit vom Kampffeld entfernt. Hatten gerade eine kleine Lichtung erreicht. Der Wind raschelte leise in den Baumwipfeln, einige Vögel pfiffen unbeirrt ihr Lied. Es hätte idyllischer nicht sein können. Doch dafür hatte die kleine Hotaru nun absolut keine Augen. Sie plagte ein schlechtes Gewissen. Sie konnte Lügen, anders hätte sie die letzten Jahre nicht überlebt, aber ihr ging es gegen den Strich Shin anzulügen. Er sollte erfahren, weswegen sie damals zurückgekommen war. Auf jeden fall einen kleinen Teil, den Rest würde sie ihm erklären, wenn es an der Zeit war. Und vor allem wenn sie den Mut dazu gefunden hatte. Zuerst Blickte sie zu Koinu. Die Bilder wechselten die Seiten und nur mit einem leisen Knurren schwenkte der Wolf ab und verschwand zwischen den Bäumen. Nun stellte sie sich an die Seite des Uchiha. Ihre Stimme war kälter als Eis. „Shin?“ Eine kurze Pause. „Der Hokage.“ Man spürte dass es ihr schwer fiel die Fassade aufrecht zu erhalten. Immer mehr umgab sie ein Mantel aus Reue. „Ich hab gelogen.“ Nun sah sie ihn an. „Ich bin nicht zurückgekommen um meiner Familie Lebe wohl zu sagen. In der letzten Zeit ist viel geschehen, ich habe auch viel getan auf was ich nicht stolz bin.“ Wieder musste sie eine kurze Pause machen um sich zu sammeln. Es war mehr als nur offensichtlich dass es ihr sehr schwer fiel, die richtigen Worte zu finden. Einen kleinen Augenblick sah sie in die Baumkronen, ohne etwas fest zu fixieren. Ihre Gedanken schweiften ab. Die Sonnenstrahlen die sich wärmend über ihr Gesicht legten taten in diesem Moment einfach nur gut. Ein leises Seufzen und sie richtete ihre Bernstein Augen wieder auf ihren Kameraden. Die Wärme die sie gerade aufgenommen hatte, schenkte sie einen kurzen Moment Shin, bevor der Wind alles mit sich genommen hatte. Ihr Blick war wieder klar, ihre Gesichtszüge ernst. Was jetzt kam, war die Kurzfassung von dem, was sie erst dem Hokage erzählt hatte. „In den Kreisen in denen ich mich zuletzt bewegt habe, in denen wurde viel geredet. Märchen, Lügen oder auch Gerüchte. Aus all dem die Wahrheit heraus zu finden, ist eine eigene Kunst. Das ist es aber nicht, was ich dir sagen wollte. In der letzten Zeit häufen sich die Geschichten über einzelne Personen, manchmal ist auch von einer Gruppe die Rede die sich gegen die großen Reiche stellen wollen. Sie wollen einen Krieg anzetteln, den die Welt noch nie gesehen hat. Zudem scheint es, als suchen sie sich starke Verbündete und ich kann mit nur zu gut Vorstellen, dass diese nicht immer freiwillig zu Rekrutierten werden. Zu Gesicht ist mir noch keiner gekommen, aber ich habe gesehen was sie anrichten können.“ Bilder drängten sich vor ihr geistiges Auge. Ein Dorf in Schutt und Asche, der Geruch von Tot. Der kleine Teddybär, halb zerfetzt mit Schmutz und Blut besudelt. In ihren Augen spiegelte sich das Gräuel wieder, das sie damals gesehen hatte. Umso schneller versuchte sie wieder den Anschluss zu ihren Worten zu finden um die Bilder wieder dahin zu verdrängen wo sie her kamen. „Ich habe dem Hokage einfach alles erzählen müssen, ob es nun wichtig war oder nicht. Aber ich weiß, dass wenigstens ein Funken Wahrheit hinter all dem steckt. Shin, auch wenn dir vielleicht nichts mehr am Dorf und seinen Bewohnern liegt, so gilt das nur begrenzt für mich. Denn ich will meine Familie beschützen.“ „Und dich, denn du passt hervorragend in ihr Beute-Schema.“ Der letzte Satz blieb unausgesprochen, denn das war etwas, was sie noch für sich behalten wollte. Es war noch nicht an der Zeit, dass er davon erfuhr, dass sie nahezu immer noch dieselben Gefühle für ihn hegte, wie früher.
Die Pause war nur sehr kurz. Ayama hatte nur das loswerden wollen, was ihr auf dem Herzen gelegen hatte. Nachdem in ihr sich die Emotionen wieder gelegt hatten, wurde sie wieder sachlich und schien nach außen hin ausgeglichen. Dieses Mal ohne auch nur einen Moment zu zögern bot sie ihm wieder ihre Hilfe an. „Ich kenne ein kleines Dorf in dem wir ohne das Fragen aufkommen wenigstens heute Nacht unterkommen können.“

Die Nacht war bereits über das Land herein gebrochen, als das ungleiche Paar das Dorf erreichte. In einigen Häusern brannte noch Licht, aus anderen stiegen leichte Rauchschwaden aus den Schonsteinen. Zielstrebig steuerte die Weißhaarige eines dieser Häuser an und klopfte an dessen Türe. Aus dem Inneren waren unbeholfene Schritte zu hören. Eine alte Frau stand im Schein einer einzelnen Kerze. Sie war nicht nur alt, sondern sehr sehr alt. Ihre langen grauen Haare hingen schlaff herunter. Ihr Gesicht war von tiefen Falten zerfurcht stützte sie sich auf ihren Krückstock und sie machte nicht gerade den Eindruck, als könnte sie noch sehr weit sehen. In jungen Jahren wäre Ayama laut schreiend vor dieser Gestalt weg gerannt weil sie gedacht hätte, ihr würde eine Kinderfressende Hexe gegenüber stehen. Heute wusste sie zum Glück, dass dies alles nur Geschichten waren und die Wirklichkeit noch sehr viel grausamer. Die Alte kniff die Augen zu Schlitzen zusammen um überhaupt etwas erkennen zu können. „Wolfsmädchen, bist du das?“ Auch wenn ein Nicken im Normalfall gereicht hätte, war es hier anders. Ein leises „Ja.“, folgte. Humpelnd machte die Schrulle einen Schritt auf die Seite und gewährte den beiden Einlass. „Ein alter Freund und ich sind auf der Durchreise und suchen eine Bleibe für die Nacht. Würdet ihr uns diesen Gefallen gewähren?“ Mit der Höflichkeit mit der das Mädchen sprach konnte man erkennen, dass sie aus gutem Hause stammte und noch immer nicht all das einfach ablegen konnte. Im Inneren des Hauses war es nur spärlich ausgeleuchtet und es herrschte mehr Dunkelheit als Licht. Langsam schritt die Hausherrin durch die Räumlichkeiten und das klackern ihres Stockes hallte von leeren Wänden wieder. In das winzige Zimmer in das die Reisenden geführt wurden, war genauso mager eingerichtet, wie der Rest des Hauses. Ein Bett, ein kleiner Nachttisch und eine Kerze. Die Wände waren leer, auch das kleine Fenster war ohne Vorhänge. Alles schien trostlos. „Ich habe nur das eine Gästezimmer. Wolfsmädchen, du kommst dann sofort mit mir in die Küche.“ Ein harscher Befehlston, der keine Widerrede duldete. Die Hotaru konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Als die Alte die Türe hinter sich nur anlehnte, gestattete dich die junge Frau aufzuatmen. „Ich bin mir sicher, dass dieser umgebaute Wandschrank nicht euren Ansprüchen genügt, mein Prinz, aber um euch auszuruhen müsste es genügen. , feixte sie. Nach der ganzen Anspannung der vergangenen Stunden konnte die Kleine sich einen kleinen Scherz einfach nicht entgehen lassen. An der Tür drehte sie sich noch einmal um. „Bevor der Morgen graut sollten wir aufbrechen. Ich verspüre absolut keine Lust meinem Bruder in die Hände zu geraten und ihm alles erklären zu müssen.“ Eine leichte Melankolie schien in ihrer Stimme mit zu schwingen. Es konnte aber auch nur Erschöpfung sein, die sich langsam bemerkbar machte. Leise schloss sie die Türe hinter sich und lehnte sich noch für einen kleinen Augenblick dagegen. Tief atmete Ayama ein und wieder aus, hielt die Augen geschlossen. Es war einfach zu viel geschehen um das es an ihr hätte spurlos vorüber gehen können. Wie sehr wünschte sie sich in diesem Augenblick das sie nicht nach Konoha zurückgegangen wäre. Bis vor ein paar Tagen schien ihr ganzes Leben noch so unkompliziert gewesen zu sein. Allein lebte es sich definiv leichter. Erst als sie hörte, dass ihr Name gerufen wurde, drückte sie sich von der Tür ab und lenkte ihre Schritte in Richtung Küche.

[Also, bevor jeder Post von uns mit einer Entschuldigung endet sollten wir es einfach so hin nehmen. Ich glaub wir beide wissen wie es ist Arbeiten zu müssen und gleichzeitig eine Familie zu haben.
Hoff du kannst mit dem Post etwas Anfangen, hab ein bisschen vor gegriffen Wink]

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BeitragThema: Re: Der Wald   Mi 05 Dez 2012, 19:29

Taubheit, Erschöpfung und Schmerzen waren es, die durch den Körper des Uchihas zogen, wie der kalte Atem des Todes. Doch war es nicht der Tod, der für seinen momentanen Zustand verantwortlich war. Es waren die verbotenen Künste seines Clans, die nicht nur seinen Körper schwächten, sondern auch seine Augen, die von einem samtenen Schleier umhüllt schienen. Es war schon beinahe beängstigend, wie schnell die Wirkung jener Künste eintrat und für Shin war es nicht einfach, da nicht einmal Ayama erfahren durfte, was mit ihm geschah. Er konnte oder besser gesagt durfte ihr nichts sagen, sie würde nichts tun können und genau aus diesem Grund konnte der Uchiha seiner Partnerin auch nicht erzählen, dass seine Augen irgendwann erblinden würden. Dennoch fragte sich Shin, wie Ayama wohl reagieren würde und vor allem, würde sie versuchen eine Heilung für ihn zu finden? Aber was dachte sich der Uchiha hier eigentlich, sie waren kein Paar mehr und hegten keinerlei Gefühle mehr für den jeweils anderen, also warum? Konnte es sein, dass er immer noch etwas für sie übrig hatte, nach all dieser Zeit und nach allem was in den letzten paar Wochen geschehen war, was sein Leben so sehr verändert hatte? Er wusste es nicht oder besser gesagt, tief in seinem Inneren wusste der Abtrünnige die Antwort, doch sein Ziel oder viel Mehr seine Mission erlaubten ihm nicht, die Wahrheit zu denken, geschweige dessen sie überhaupt auszusprechen. Das Einzige, an das Shin zu denken hatte, waren die letzten Worte jenes Mannes, der ihn auf diese Mission geschickt hatte.

[Flashback]

„Uchiha-kun…nein…Shin…ich weiß, dass die Wahrheit schrecklich ist und selbst ich kann kaum glauben, dass nach all dieser Zeit ein neuer Konflikt droht unser Dorf ins Chaos zu stürzen, doch die Informationen, die ihr gesammelt habt sagen etwas anderes…“ Die untergehende Sonne, deren letzte Strahlen das Büro jenes Mannes erhellten, der von seinen Worten gerade einen Pause einlegte und durch das Fenster hinaus auf den orangefarbenen Himmel blickte, wirkte als hätten man ihm Jahre seines Lebens in nur einem Augenblick gestohlen. Seine Arme waren auf seinem Rücken verschränkt, verdeckten die Worte die auf seinem Umhang gestickt waren, doch ein jeder, der diesen Mann kannte wusste was dort stand „Hokage“. Auf jener dunkelhaarige Junge, der noch kein richtiger Mann war, aber wohl dennoch auch nicht mehr als Junge bezeichnet werden sollte, stand still und mit gesenktem Kopf vor dem Kage. Hätte man sein Gesicht gesehen, wäre die Verzweiflung und Angst offenbart wurden, die auf ihm geschrieben war und die Furcht, vor dem was noch kommen mochte. Die Pause, die der Hokage nutzte um sich wieder zu sammeln und die richtigen Worte zu finden, nutzte er auch dazu sich wieder hinter seinem Schreibtisch zu setzen. Seine Hände verschränkten sich vor seinem Mund und seine Worte, glichen denen eines Flüsterns im Wind. „…Shin-kun, zu sagen das ich weiß wie schwierig es für dich sein muss triff den Punkt hier wohl nicht im Geringsten. Niemand kann sich wohl vorstellen, wie es sein muss zu wissen, dass der eigene Clan das Dorf verraten hat oder dies noch tun wird. Hätte ich gewusst, welche Informationen diese Mission für uns bereithält, hätte ich dich niemals ausgesandt um diese zu erfüllen. Dennoch und auch wenn die Wahrheit schmerzhaft ist, ich danke dir das du mir und auch dem Dorf deine Treue bewiesen hast, indem du mir diese Informationen überreicht hast…“ Fast schon mit wehmütigen Augen sah der Hokage zu dem jungem Mann, zu Shin von dessen Wangen nun stille Tränen rannen und dem man ansah, wie sehr er mit sich zu kämpfen hatte. „Hokage-sama…was…was soll ich jetzt tun? Ich kann nicht einfach so zurück zum Clan, ich weiß was sie vorhaben und ich weiß nun auch endlich, warum mein Onkel meine Augen versiegelt hat! Sagt mir bitte was ich machen soll, ich…ich…“ Shins Stimme versagte und noch mehr Tränen rannen über sein Gesicht, während sein Körper vor Schmerz anfing zu zittern. Der Hokage, der bei den Worten des jungen Uchihas aufgestanden war, stand nun vor ihm und beinahe väterlich legte er seine Hände auf die Schultern des weinenden Jungen. „…Shin…ich kann nicht für dich entscheiden, was du tun sollst oder nicht, dass ist etwas was du für dich selbst entscheiden musst…doch solange du an mich und auch an unser Dorf glaubst, denke ich wirst du dich richtige Entscheidung treffen…“

…[zwei Wochen später]…
„…Hokage-sama…“ Sein Dorfoberhaupt freundlich begrüßend, verbeugte sich Shin und ging danach sofort in einen ernsten Tonfall über. „…sowohl Hotaru Ayama, als auch Uchiha Michiyo haben nichts bemerkt und wie geplant habe ich dafür gesorgt, dass Michiyo in gut einer Woche allem im Clan erzählen wird, was heute passiert ist…“ Eine kurze Pause trat ein, in der ein Mann in einen schwarzen Umhang gehüllt sichtbar wurde und von dem Kälte ausging, dass sich einem die Nackenhaare aufstellten. Doch dieser jemand, war es der Shins Probleme gelöst hatte und noch dazu, ein sehr guter Schauspieler war, der Hokage. „…damit haben wir den ersten Teil deiner Mission erfolgreich zu Ende gebracht, allerdings dürfen wir jetzt nicht nachlässig werden Shin...schon morgen, beginnt der zweite und dritte Teil deiner Mission und daraus resultierend, wirst du als Abtrünniger des Dorfes behandelt werden und ich will sicher gehen, dass du dir auch wirklich im Klaren darüber bist was das für dich bedeutet?“ Den Umhang von seinen Schultern streifend, richtete der Hokage diese Worte mit fast schon entschuldigendem Tonfall an den jungen Mann ihm gegenüber. „…Hokage-sama…ich weiß was es für mich bedeutet und ich habe fast eine ganze Woche damit verbracht, mir Gedanken darüber zu machen was auf mich zukommen wird…dennoch, ich habe mich entschieden euch und dem Dorf, dem ich meine Treue geschworen habe zu dienen, auch wenn dies bedeutet, meinen eigenen Clan zu verraten…“ Shin versuchte bei seiner Antwort, so sicher wie nur möglich zu wirken, doch tief in ihm drin, schmerzte es und es tat weh, seinen Clan und auch all seine Freunde zu verraten. Der Hokage sagte in diesem Moment nichts, doch schien er genau zu wissen, was in Shin vorging und nickte ihm nur stumm zu. Es war alles gesagt und die Mission Uchiha Shins konnte beginnen…
[Flashback Ende]
Alles was Shin während der letzten Wochen gemeinsam mit dem Hokage besprochen hatte, die Taten die er vollführt hatte, hatten ihn an diesem Punkt geleitet. Doch niemand, nicht einmal seine engsten Freunde außerhalb des Clans wussten von den Informationen, die Shin ergattert hatte noch wussten sie, wie sehr er leiden musste und wie viel Leid er wohl noch ertragen musste, ehe alles vorbei war.

Der Kampf lag bereits hinter dem ungleichen Paar, das mittlerweile auf einer kleinen Lichtung angekommen war. Der Wind brachte die Baumwipfel zum rascheln und Vögel zwitscherten fröhlich vor sich hin. Für einen Außenstehenden musste diese Atmosphäre idyllisch fast schon paradiesisch wirken, für Shin jedoch war dies nicht so. Für ihn war es die Hölle auf Erden, er hatte alles und jeden Verraten und diejenigen verletzt, die er liebte. Doch das Schwerste war wohl, all die Trauer und den Schmerz in sich verbergen zu müssen, niemanden auch nur ansatzweise spüren zu lassen, wie sehr er unter all der Last auf seinen Schultern litt. Niemand durfte jemals etwas über den Putschversuch der Uchiha erfahren und auch nicht über ihre Machenschaften mit jener Gruppe von Menschen, die wohlmöglich einen Krieg anfangen könnten. Es war nicht einfach zu begreifen, auch nicht für Shin doch im Moment war es auch nicht er, der unbedingt etwas loswerden wollte sondern seine Kameradin. Vielleicht bildete es sich Shin nur ein, doch schien Ayama gerade wieder zu einem Teil ihres alten Ichs gefunden zu haben. Doch all dies wurde für den Uchiha, je mehr die Hotaru sprach bedeutungslos, ihre Worte ließen den Atem des jungen Abtrünnigen ins Stocken kommen. Aber noch viel mehr als nur das, er blieb ihm fast weg, aufgrund der Tatsache das Ayama so viel wusste und die erste Frage, die sich ihm aufdrängte war, ob es sinnvoll wäre ihr vielleicht sogar etwas mehr zu erzählen? Doch was würde passieren, wen sie die Wahrheit wissen würde, würde sie sich Sorgen machen oder ihn vielleicht sogar überreden wollen, keine weiteren Gefahren einzugehen? Shin wusste nicht so recht, was ihm wohl mehr bedeuten würde, doch auf eine gewisse Art und Weise, wollte der Uchiha, dass ihm jemand sagt, „…geh nicht so ein hohes Risiko ein, du weißt nicht was sie mit dir machen, sollten sie die Wahrheit erfahren…“ Tief in ihm drin allerdings, wusste Shin bereits was passieren würde, sollte jemand die Wahrheit über ihn erfahren und das war wohl auch sein Schicksal, sollte es jemals dazu kommen.

Ayamas Worte hallten noch immer in seinem Kopf, als seine Hände nach seiner Kapuze griffen und diese langsam über seinen Kopf zogen. Stumm hatte der Abtrünnige seiner Partnerin zu gehört, sie kein einziges Mal unterbrochen oder versucht, sie vom Reden abzuhalten. Shin hatte jedes ihrer Worte einfach so hingenommen, doch je mehr sie gesprochen hatte umso kälter wurde die Luft um den jungen Mann. Erst als seine Kapuze sein Gesicht wieder in Dunkelheit gehüllt und Ayama ihre kleine Ansprache beendet hatte, kamen erste Worte über seine Lippen. „…lass uns in dieses Dorf gehen von dem du gesprochen hast…ich muss nachdenken und ich denke, es gibt einiges was du wissen solltest, bevor wir unsere Reise fortsetzen…“ Ohne weiter auf Ayamas Reaktionen zu achten, ging er an ihr vorbei und ließ sich danach von ihr in besagtes Dorf führen. Es dauerte nicht lang, ehe sie das Dorf erreichten und auf den ersten Blick, war es wirklich klein und unscheinbar. Perfekt um sich zu mindestens für eine Nacht zu verstecken, neue Kräfte zu sammeln und sich dann wieder auf die Reise zu begeben. Allerdings konnte Shin nicht wirklich verstehen, wie Ayama jemals an so einen Ort gelangen konnte und wahrscheinlich wird er das auch nie, doch noch viel erstaunter war der Uchiha von dem Haus und der alten Dame vor der er auf einmal stand. Shin sagte nichts, grüßte die Dame zwar doch überließ er Ayama das Reden und folgte ihr danach einfach. Jedenfalls würde hier niemand nach ihnen suchen, auch wenn Shin nicht fassen konnte, dass er tatsächlich an so einem Ort übernachten würde. Zumal, das Zimmer nicht wirklich groß war, mehr eine Abstellkammer als wirklich ein Gästezimmer und der kleine Scherz der Hotaru ließ Shin unkommentiert, ehe sie ihn alleine ließ um sich mit der Dame um das Abendessen zu kümmern.

Es dauerte nicht lange ehe nach Shin gerufen wurde, der es sich gerade etwas auf dem einzigen Bett im Zimmer gemütlich gemacht hatte. Das Essen war offensichtlich fertig, doch nach diesem war ihm nicht wirklich zumute, auch wenn sein Magen etwas anderes meinte. Allerdings konnte er sich dem Essen wohl auch nicht verwehren, dies würde nur ärger bedeuten und auf diesen konnte der Uchiha nun wirklich verzichten, denn diesen hatte er schon genug. Langsam die Treppe hinunter kommend, konnte man bereits den Geruch von frischgekochtem Essen wahrnehmen und um ehrlich zu sein, es roch köstlich, dass einem das Wasser im Mund zusammenlief. In der Küche, dem Geruch dabei einfach folgend, angekommen und den Platz gegenüber Ayamas eingenommen, neigte er kurz seinen Kopf. Den Anstand hatte der Uchiha noch nicht verlernt, so dass leise Worte des Gebets über seine Lippen kamen, ehe er mit dem Festmahl begann. Es schmeckte wirklich köstlich, im ersten Moment dachte Shin, dass das der Alten gar nicht zuzutrauen war, als er diese dabei beobachtete wie sie Tee in die Gefäße jedes Einzelnen goss. Ihre Augen waren nicht mehr die Besten und auch ihre zitternden Hände taten nicht gerade dazu bei, dass sie wie eine gute Köchin aussah. Doch in diesem Moment, als Shin nach dem Gefäß mit Tee griff, verschwamm seine Sicht und er stieß das Gefäß um. Seine freie Hand schnellte dabei vor sein Gesicht und bedeckte dieses daraufhin, ohne eine Wort zu sagen, stand Shin auf und verließ nicht nur die Küche, sondern das Haus um nach frischer Luft zu schnappen. Warum er das machte, wusste Shin selbst nicht so genau doch seine Gedanken verrieten ihm schnell was gerade passiert war, „…es hat begonnen und du weißt das nicht wahr? Deine Augen werden von der Dunkelheit verschlungen, früher oder später und du kannst nichts dagegen tun!“ Während der Uchiha seinen Gedanken folgte und sie ihm erzählten, was mit ihm geschehen würde hatte Ayama ihn bereits eingeholt. Shin hatte nicht erwartet, dass sie ihn suchen würde und doch war er irgendwie erleichtert. Beide standen auf einer kleinen Anhöhe nah dem Dorf, der Mond strahlte vom sternenklarem Himmel in seinem vollem Umfang auf sie herab. Erst sagte Shin nichts, sondern sah nur hinauf zum Mond und betrachtete ihn. „…Ayama…du sagtest du hast gelogen und das es dir leid tut, doch sollte es wohl eher ich sein, der sich bei dir entschuldigt…“ Für einen Moment hielt Shin inne und griff nach der Hand seiner Partnerin. „…die Informationen, die du dem Hokage gegeben hast…ich habe sie ihm ebenfalls vor gut einem Monat nach der Beendigung einer meiner Mission überreicht…“ Ayama musste jetzt merken, dass die Hand des Uchihas zitterte und wie schwer es ihm fiel weiter zu reden. „…die Gruppe von der du gesprochen hast, sie haben einen mächtigen Verbündeten in Konohagakure gefunden…“ Shins Worte verstummten, sein Kopf drehte sich langsam zu der Hotaru und Tränen rannen über sein Gesicht und mit zitternder Stimme, sagte er ihr den Namen der Verbündeten. „…es ist der Uchiha-Clan und so wie es bisher aussieht, steckt mein Onkel hinter alldem und versucht einen Putsch gegen das Dorf, allerdings weiß er nicht und darf auch nie erfahren, dass der Hokage dies alles weiß und ich den Clan verraten habe…“ Sein Kopf senkte sich, Tränen liefen über seine Wangen und fielen wie Regentropfen auf den Boden. „…Ayama…alles was du heute und auch gestern mit erlebt hast, gehörte zu meiner Mission die der Hokage mir aufgetragen hat und auch das ich zu einem Abtrünnigen werde gehörte dazu…ich sollte die Aufmerksamkeit dieser Gruppe, die du erwähnt hast auf mich ziehen und gleichzeitig war es mein Ziel, dass Konoha nicht meinen Clan sondern nur mich als Verräter ansieht…“ Seine Stimme verstummte nun und sein Kopf lehnte an die Schulter seiner ehemaligen Freundin, deren Hand er immer noch hielt und wenigstens in diesem Augenblick nicht loslassen wollte. Shin wusste nicht mehr was er tun sollte, die Last auf seinen Schultern platzte einfach aus ihm heraus, obwohl er sich geschworen hatte, keine Schwäche zu zeigen. Seine letzten Worte an Ayama allerdings, sollten ihr wohl den größten Schock versetzen und vielleicht war das auch der Grund, dass der Uchiha sie nur flüsternd von sich gab. „…Aya…meine Augen sie erblinden…“

[out: bin irgendwie nicht zufrieden, aber was besseres ist mir nicht eingefallen und Lucia war krank von daher *seufz* hoffe du kannst damit was anfangen^^]
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Der Wald   Do 13 Dez 2012, 15:26

Der Wind umspielte die beiden einzigen Menschen auf der Lichtung. Es war beinahe gespenstisch, die Ruhe die auf einmal eingekehrt war. Ayama hatte ihre kleine Ansprache beendet, Shin hatte seine Kapuze hoch gezogen und war an ihr vorbei gegangen. Die junge Frau stand da, wusste nicht, was sie davon halten sollte. Ihr alter neuer Teampartner hatte kein einziges mal etwas gesagt, es war nicht einmal eine Reaktion von ihm gekommen, die hätte darauf schließen lassen, was in ihm vorgeht. War er tatsächlich so abgebrüht, hatte das Leben im Dorf ihn so hart werden lassen? Das konnte sich die kleine Hotaru beim besten Willen nicht vorstellen. Es musste mehr geben, vor allem, nachdem Shin seine Stimme erhoben hatte. Es gab einiges was sie noch wissen müsse. Aber was? War es doch so unbedeutsam das es warten konnte? Hatte der Kampf den Uchiha so ausgelaugt, dass er einfach nur noch seine Ruhe wollte? Was auch immer es war, Ayama konnte es nicht greifen. Immerhin hatte sie gerade nicht zum Besten gegen, dass sie nicht kochen konnte, was auf der Reise ein kleines Hindernis hätte darstellen können. Es ging hier um etwas größeres, wie groß es tatsächlich war auf das sie gestoßen waren, konnten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht greifen. Nun zog auch sie ihre Kapuze hoch, lies sie tief in ihr hübsches Gesicht rutschen damit niemand sehen konnte, dass sie sich grade mit gefühlten Tausend Gedanken beschäftigte. Kurz verharrte sie noch, denn ihr Blick wurde von Augen die aus der Dunkelheit des Waldes hervorblitzen aufgefangen. Sie wollte sich nicht mit dem Wolf unterhalten, wollte sich weg drehen. Doch vorher peitschte der Wind, riss an ihrem Umhang und ihr die Kapuze vom Kopf. Gerade legte Aya die Hände wieder an den Saum um sie wieder hoch zu ziehen, doch lies sie es. Ob es nur ein Zufall war, oder vom Schreiber ihres Lebens so gewollt, aber es eröffnete ihr, dass sie sich nicht verstecken brauchte. Ruhig ging sie an Shin vorbei um ihn den Weg in das kleine Dorf zu zeigen. Den ganzen Weg lang, hallten die Worte noch in ihren Kopf nach. Hätte sie gewusst, das es mit dem was sie gesagt hatte eng verknüpft war, würde sie sich wünschen, nie die kleine Ansprache gehalten zu haben. Oder vielleicht doch? Das musste sich noch im Laufe des Abends herausstellen.

In der Küche versuchte Aya erst einmal wenigstens einen kleinen Teil der Ereignisse der vergangenen Tage zu verarbeiten. Sie wünschte sich ein ruhiges Leben zurück, in dem der eine Tag beinahe dem anderen glich und das wichtigste einfach nur das Training war. Aber das sie solche Tage wohl nicht mehr so schnell erleben würde, war ihr auch klar. Bei der Verarbeitung ihrer Gedanken wurde sie unterbrochen. “Du bist geschickter mit dem Messer geworden.“ Die trockene alte Stimme war unverkennbar und kam von Tisch, der in der Küche stand. Kurz musste die Küchenhilfe lächeln. Es stimmte, beim letzten Mal als sie hier war, hatte sie es in nur zwei Minuten geschafft, an jedem ihrer Finger ein Pflaster zu haben. Heute hielt sie das Messer geschickt in der Hand und das Gemüse wehrte sich nicht mehr, als es geschnitten wurde. Ihr war nicht nach reden zu mute, deswegen drehte sie sich nicht einmal um sondern kümmerte sich weiter um das Essen. Wieder versunken in dem Gedankenkneul das sie zu entwirren versuchte, war es dieses Mal der Gedanke an das Mädchen, Michiyo, mit dem sie sich befasste. Wie es ihr wohl ging? Das sollte sie nun nicht mehr kümmern. Sie hatte getan, was sie konnte, und damit sollte der Gedanke an das Uchiha-Mädchen auch Vergangenheit sei. Dennoch musste sie noch einmal kurz an sie denken, im Zusammenspiel mit dem Gesichtsausdruck von Shin, als er die Kleine in das Genjutsu gesperrt hatte. Weiter kam sie dieses Mal jedoch auch wieder nicht, denn sie wurde aufs Neue unterbrochen. “Und du bist dir sicher, dass er nur ein Freund ist?“ Nun wirbelte sie herum und sah deutlich erschrocken aus. Die Alte war fast blind, auf einem Ohr taub, ihr Körper gehorchte ihr auch nur noch sehr selten. Als hätte sie gesehen, dass ihre Köchin so erstaunt über ihre Aussage war, sprach sie weiter. Sichtlich erheitert, oder vielleicht auch nur erfreut darüber, dass sie nun doch noch die Aufmerksamkeit der Hotaru erlang hatte. “In meinem Alter ist man sensibel für so etwas. Euch beide hat mal sehr viel verbunden. Sonst würdet ihr heute nicht zusammen unterwegs sein. Bei diesem Jungen und dir, ist es anders bei und …“ Jetzt musste sich Ayama schnell etwas einfallen lassen, damit sie nicht seinen Namen hören musste. Denn an ihn zu denken, war das letzte was sie heute auch noch brauchte. “Ah, dass Wasser kocht über!“ Es stimmte nicht, aber ihr Ausruf hatte genau das verhindert, was es sollte. Gemächlich rührte sie nun in dem Topf mit Reis herum. Es war wieder Stille in die Küche eingekehrt, doch nun schien sie fast erdrückend. Warum auch immer, sie schien der Kunochi die Luft zu zuschnüren. Die Worte hingen in der Luft und warteten nur darauf, endlich ausgesprochen zu werden. “Es hat uns einmal sehr viel verbunden, das ist wahr. Aber heute ist es anders. Das was einst war, wird es nie wieder geben. Es ist einfach zu viel geschehen.“ In ihrer Stimme schwang wieder dieser gewisse traurige Unterton mit, den man von dem Mädchen gewohnt war. Trotzdem schien dieses Mal alles etwas anders zu sein. Das schien auch die Alte gemerkt zu haben und bohrte nicht weiter nach.
Das Abschmecken des Essens überließ Aya der Frau, die mit ihr die ganze Zeit in der Küche gesessen hatte. Denn auch wenn sie nun inzwischen gelernt hatte, kein riesiges Schlachtfeld mehr zu hinter lassen, waren ihre Kochkünste immer noch weit von genießbar entfernt. Der Tisch war gedeckt, der Tee für das Essen war gekocht und auch der Rest war nun aufgetischt. Der einzige der nun noch fehlte war Shin. Ayama wollte ihn nicht holen, er hatte so erschöpft ausgesehen, aber sie wurde so lange mit dem Kochlöffel malträtiert, bis sie nun doch nach ihm rief. Es war eine seltsame Stimmung am Tisch. Es schien als würde sich niemand trauen etwas zu sagen. Was gab es auch groß für Themen über die man hätte reden können? Was Shin und Aya in den letzten paar Tagen durchgemacht hatten, war wohl nicht etwas, was man beim Essen besprechen sollte. Etwas lustlos stocherte die junge Frau in ihrem Gemüse herum. Es roch wirklich gut, und es tat auch ihrem Gewissen gut, dass sie an diesem Essen beteiligt war, von wirklichem Hunger war dennoch keine Spur. Sie wusste, dass sie etwas essen sollte, vor allem, weil dieses wohl das letzte Mal war, dass sie so etwas auf dem Teller hatte. Es machte keinen Unterschied. Mit so vielen offenen Fragen die einem im Kopf herumspukten und dabei den Bauch mit Unwohlsein füllten konnte man nicht essen. Was in diesem Moment geschah, nah die Kleine gar nicht wirklich war. Sie sah nur, wie ihr Gegenüber raus rannte. Die Hand schützend vor dem Gesicht. Der fragende Blick in ihren Zügen klärte sich, als sie das umgestoßene Gefäß sah. Warum der Uchiha deswegen jedoch gleich so reagierte war ihr ein Rätsel. Der Tee war weder heiß genug um einen zu verbrennen, noch konnte sie sich vorstellen, dass er ihm ins Gesicht gespritzt war. Es musste mehr dahinter stecken. So entschuldigte sie sich bei ihrer Gastgeberin um ihrem Freund hinter her zu laufen. Bevor sie an der Tür war und ihren Mantel gegriffen hatte, war Shin scheinbar schon über alle Berge. Einen winzigen Blick konnte sie noch erhaschen, eine Gestalt die sich im Dunkel bewegte. Da um diese Uhrzeit nicht mehr sehr viele Menschen unterwegs sein konnte, war die Schlussfolgerung wer sich da aus dem Dorf stahl eine Einfache.

Etwas abseits des Dorfes, auf einem sanften Hügel hatte sie ihn dann endlich eingeholt. Als er so da stand, den Vollmond betrachtete wurde dem Mädchen anders. Kurz war es als würden sie nicht hier stehen, nicht nach so langer Zeit als beinahe Fremde. Sie fühlte das Vertraute, wie damals. Für diesen winzig kleinen Augenblick sah sie sich als kleines Mädchen, das immer zu ihrem Freund gehalten hatte und ganz egal was passieren würde, sie war der festen Überzeugung dass sie nichts entzweien konnte. Dieser Augenblick sollte so schnell verschwinden wie er gekommen war. Die Realität hatte sie nun wieder fest im Griff, als Shin anfing zu reden. Sie hörte zu, ohne sich zu bewegen, ohne ein einziges Mal ihren Blick von ihm zu nehmen. Doch in ihrem Kopf gingen andere Dinge vor. Sie verarbeitete das gehörte, dass der Uchiha der Meinung war, er müsse sich entschuldigen. Von einer Sekunde auf die andere wurde alles was sie dachte weg geblasen. Er nahm ihre Hand. Das es anders war, als am vergangenen Tag wo er sie geküsst hatte, spürte Ayama deutlich. Sie merkte, dass in der Geste mehr steckte, als man annehmen konnte. Seine Hand zitterte, die Worte die er sprach folgten einem schweren Atem. Sie konnte nicht glauben was sie da hörte. Der Hokage wusste von allem? Warum zum Teufel hatte er dann nichts dagegen unternommen? Dafür war er doch der Hokage sondern überließ die ganze Last einem Einzelnen? Jemanden, der in seinem Leben schon genug Lasten auf seine Schultern gebettet hatte? Die Weißhaarige stand ruhig da. Jetzt erst sah sie Shin an, blickte in ihre Augen, die eine so tiefe Ruhe ausstrahlten, dass jeder Bergsee wie das aufgewühlte Meer wirken musste. Langsam meldeten sich ihre Gedanken wieder, die sonst nie still standen. Mission, klar von wegen. Es schien ihr eher, als wollte er einen Sündenbock haben, mit dem er es sich einfach machen konnte. Als nun Shin seinen Kopf an ihre Schulter legte, lehnte sie ihre Wange sanft dagegen. Die Worte die sie vorher in der Küche gehört hatte, festigten sich ihr. Vielleicht gab es doch noch ein Band zwischen ihnen, das all die Jahre überdauert hatte. Sie hielt die Hand ihres Partners fest, strich ihm mit der anderen vorsichtig durchs Haar. Einige Augenblicke später, drückte sie den Mann von sich weg um ihm in die Augen sehen zu können. Die Ruhe die sich vorher in ihren gespiegelt hatte, war noch da, nur wurde sie von einem leichten Schleier überdeckt. Auch sie war den Tränen nahe, nicht aus Traurigkeit, es war eher Wut die diese Schürten. Weinen, das hatte sie sich geschworen, würde sie an diesem Tag nicht. Behutsam legte sich ihre zierliche Hand auf seine Wange um eine Träne weg zu wischen, bevor sie anfing zu reden. „Shin, ich dachte schon einmal, der Tod hätte dich mir entrissen und das werde ich nicht noch einmal zulassen. Egal was war, was ist und was sein wird. Ich werde immer auf deiner Seite sein und mit dir deine Lasten schultern. Sofern du mich lässt. Dieses Mal ist es ein Versprechen bis in den Tod.“ Es war ihr Herz das gesprochen hatte, und ihr Verstand schlug Purzelbäume. Wie konnte sie ihm nur so ein Versprechen geben? Im gleichen Moment hatte ihr Verstand ihr Herz nieder gerungen und wieder die Oberhand gewonnen. Es war eine gewisse härte die in ihrer Stimme nun zu vernehmen war. „Doch ich werde und kann dir nicht bei deiner Mission dem Hokage zu folgen helfen. Ich habe nun noch weniger Ambitionen einem Lügner, der behauptet sein Dorf zu beschützen, es aber auf andere abwälzt zu dienen. Ich kann nicht mehr an der Leine des Hokage warten bis ihm einfällt, das er seinen Untergebenen den nächsten Tritt geben sollte.“ Shin konnte nicht wissen, dass die Worte die er gerade gesprochen hatte, Öl waren, die in die offenen Flammen des Unmutes gegen den Hokage gekippt wurden. Im Kopf der Hotaru bildete sich ein Wort „Kanonenfutter!“ Es musste wohl irgendwann so weit kommen, dass die Worte ihres Sensei auf sie übergingen. Ayama wollte nicht, dass Shin noch etwas entgegnen konnte, deswegen sprach sie nun weiter. „Weißt du eigentlich auf was du dich eingelassen hast? Glaubst du nicht, dass die schon längst wissen, wer du bist? Es ist ja nicht so, dass euer Name über die Grenzen des Feuerreiches hinaus bekannt ist. Shin, ich weiß das du auf denen ihrer Liste stehst! Oder zumindest, bin ich mir dessen sicher. Und wenn ich das weiß, dann dein ach so toller Hokage auch. Und wenn tatsächlich dein Onkel dahinter steckt, dann hat er jetzt genau erreicht was er wollte.“ Jetzt musste sie mit den Tränen kämpfen. Nein, sie würde nicht weinen, nicht jetzt! Sie drückte seine Hand etwas fester. „Von jetzt an gibt es kein Zurück. Nie mehr. Wir werden gemeinsam eine Lösung finden. Zuerst, dass du dem Dorf helfen und ich meine Familie beschüctzen kann und dann …“ Kurz unterbrach sie sich selbst. Es war etwas, dass sie mitnahm. Die Tatsache, dass Shin sein Augenlicht verlor, war nicht etwas, dessen Lösung mit der Zeit kam. Diese Lösung würde mit jedem Tag der verstrich noch weiter in unerreichbare Gefilde rutschen. Doch darüber wollte das Mädchen nicht nachdenken. „Es gibt für alles eine Lösung und ich bin mir sicher dass du auch noch in 100 Jahren den Mond sehen wirst.“ Dieses Mal war es das Mädchen das ruhig in den Himmel sah. Sie hatte wieder zu ihrer Ruhe gefunden, scheinbar von einer Sekunde auf die andere.

Es war einige Zeit vergangen, bis die beiden wieder am Haus der Alten waren. Man hörte bereits wieder das klackern des Stockes an dem sie ging, kurz bevor sie die Tür auf machte. Die Frau schien es nicht gestört zu haben, dass auf einmal alle weg waren. Oder wenn doch, lies sie es sich nicht anmerken. Ayama zögerte bevor sie eintrat. Sie musste ihren Kopf frei bekommen, dieses Mal wirklich. Denn wenn nicht, würde ihr Kopf nicht nur anfangen zu rauchen, sondern demnächst auch platzen. Auf jeden Fall hatte sie das Gefühl. „Es tut mir unendlich leid, aber ich brauch etwas Zeit für mich.“ Und weg war sie.
Jetzt waren nur noch Shin und die Alte übrig. Diese hob ihren Arm hin, als würde sie wollen dass der Uchiha ihr behilflich beim laufen sein sollte. Sie gab den Weg vor, zurück in die Küche. Es stand noch alles so da, wie die beiden es verlassen hatten. Es wurden auch wieder die gleichen Plätze eingenommen. Ohne darauf zu achten ob ihr zugehört wurde oder nicht, fing sie an zu reden. „Du solltest gut auf das Mädchen aufpassen. Sie scheint viel für dich übrig zu haben. Außerdem sollte man Sonne und Mond nicht trennen, weil die eine oder den anderen nicht kann.“ Eine kurze Pause entstand, in der sie sich ihre Essstäbchen nahm und das anfing mit Abendessen. „Glaubst du, dass kann man essen?“ ES schien, als würde sie schon fast nicht mehr wissen, was sie gerade gesagt hatte. Ob es vielleicht auch nur ihre Art war, das wusste nur die Alte allein.

[out: Den Schluss können wir auch etwas verschieben, aber der Schluss hat mit so nicht gefallen, der war sonst so abgehackt …
Hoff deiner Lucia geht es wieder gut … aber Erkältung geht gerade um. Bei uns hat sich der Schnupfen eingenistet und keiner wird es wirklich los <.< Hoff du kannst trozdem was mit dem Post anfangen ^^]

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BeitragThema: Re: Der Wald   So 16 Dez 2012, 13:29

Nicht mehr als die beiden Schatten jener Personen, die auf der einsamen Lichtung standen waren zusehen. Ihre Körper wurden geschickt vom Schein des vollen Mondes umspielt, die leichte Brise die aufkam und Blätter um die ehemals Liebenden wirbelte verstärkte die Szene nur noch. Für alle die nicht wussten, was vielleicht einmal zwischen diesen Beiden war, wirkte es sicherlich so als würden sich zwei Liebende gegenüberstehen, sich in den Arm nehmen und das Szenario des vollen Mondes, in dieser milden Nacht genießen. Doch diese täuschten sich, was einst zwischen diesen Personen war, war schon lange nicht mehr und wahrscheinlich wird es wohl auch nie wieder so werden, auch wenn das Band zwischen Uchiha Shin und Hotaru Ayama noch immer sehr stark war. Bei niemand anderem aus der Weißhaarigen, könnte der Uchiha solch Ruhe finden, seinen Emotionen freien Lauf lassen und die Wärme spüren, die sie ausstrahlte. Doch war es wirklich okay, sich einem solch beruhigendem Gefühl hinzugeben, sich fallen zu lassen und Gedanken zuzulassen, die vielleicht dazu führten, dass seine Entscheidung falsch war? Shin, der in den letzten Wochen, die Last von Jahren auf seine Schultern geladen hatte, wusste es nicht. Das einzige, was er wusste war, dass Ayama an seiner Seite war, ihm die Hand hielt und beruhigend durch seine Haar strich. Alles in diesem Augenblick, fühlte sich wieder so an wie in vergangenen Zeiten und für eine winzige Sekunde, erinnerte sich Shin daran, wie schön die Zeit mit der Hotaru war und wie viel Freude sie ihm bereitet hatte. Doch diese Zeiten waren vorbei, aber warum schlug dann sein Herz auf einmal schneller und warum verspürte er den Drang, Ayama nie wieder gehen zu lassen? Shin wusste nicht, was sein Herz ihm damit sagen wollte und um ehrlich zu sein, war der junge Uchiha erleichtert, als die Hotaru ihn von sich stieß oder besser gesagt ihn wegdrückte. In ihren Augen spiegelten sich Tränen wieder, doch strahlten sie immer noch diese unglaubliche Ruhe aus, die einem schon beinahe Angst bereiten konnte. Für einen winzigen Moment schloss Shin seine Augen, lauschte den Worten seiner Freundin und spürte ihre warme Hand auf seiner Wange. Noch mehr als zuvor, beruhigte Ayama ihn damit wohl, ohne dies wirklich zu realisieren. Es war schon beinahe nostalgisch, doch die Worte die danach von der Hotaru ausgesprochen wurden, ließen ihn hochschrecken. Alles in ihrer Stimme zeugte davon, dass sie wütend war und nicht nur das, es lag auch ein Hauch von Sorge darin. Sicherlich schwang ein Hauch von Wahrheit in dem mit, was Ayama sagte doch kannte sie wohl auch nicht die ganze Wahrheit, die sich hinter dem Uchiha-Clan verbarg und welche Verantwortung der Hokage für all dies trug. Für einen winzigen Augenblick, wollte Shin sie anbrüllen und sie zurechtweisen, doch stand ihm das nach all dieser Zeit wohl nicht zu. „…Ayama es ist genug…es gibt vieles was du über den Hokage nicht weißt und auch nicht über den Uchiha-Clan…“ Man merkte deutlich, dass Shin seine Wut auf die Worte Ayamas unterdrücken musste, als er neben sie trat und zu ihr sah. „…lass uns zurückgehen, die alte Dame macht sich sicherlich bereits sorgen…“ Als Shin sich mit dem ersten Schritt von Ayama entfernte waren noch einmal leise Worte zu hören, die viel Wärme in sich trugen, „…danke Aya...ich bin wirklich glücklich, dass du wieder an meiner Seite bist, also mach dir keine Sorgen…“ Es stimmte wirklich, Shin war froh das Aya wieder bei ihm war, auch wenn es anders als vor drei Jahren war. Dennoch alles war nicht mehr so einfach wie damals und es musste sich noch klären, in wie weit diese beiden doch ungleichen Personen, ihren Weg gemeinsam weiter bestreiten würden.

Die Zeit, bis sie das Haus der alten Dame erreichten verbrachten der Uchiha und auch die Hotaru damit, schweigend nebeneinander herzugehen. Keiner der beiden sagte nur ein einziges Wort, nicht einmal eines Blickes würdigten sie sich oder konnten es nicht, man konnte ja schließlich nie genau wissen, was in den Köpfen eines Mannes oder einer Frau vorging. Was den männlichen Part anging, so war Shin mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt, die sich um Ayama drehten, seine Mission aber auch darum, wie er seine Augen vor ewiger Dunkelheit bewahren konnte. Es war wirklich vieles an was der Uchiha dachte und einfach zu viel, um es in Worte zu fassen. Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum ihm der Weg bis zum Haus der alten Dame elendig lang vorkam. Als sie das Haus endlich erreicht hatten, verabschiedete sich die Hotaru mit den Worten, dass es ihr zwar leidtun würde, aber sie etwas Zeit für sich selbst brauchen würde. Für Shin war dies verständlich, sie hatte vieles erfahren und musste sicherlich erst einmal selbst damit klar kommen. Dem Uchiha ging es sogar ähnlich, er wusste welche Sorgen sich Aya machte und wie sehr sie ihre Familie beschützen wollte. Doch war dies überhaupt möglich, solange sie mit ihm unterwegs war, mit jemandem der die Schuld für einen ganzen Clan auf sich genommen hat und zu einer unerwünschten Person in Konohagakure geworden ist? War es nicht vielleicht sogar besser, wenn sich ihre Wege einfach trennten, Shin seine Hiobsmission erfüllte und somit wahrscheinlich in seinen eigenen Tod ging? Der Uchiha wusste es nicht und vielleicht war dies sogar besser so, schließlich wusste er nicht was seine Zukunft noch alles für ihn bereithalten würde. So komplett mit seinen Gedanken beschäftigt, hatte Shin nicht einmal mitbekommen, dass er sich wieder in der Küche des Hauses befand. Erst als die alte Dame ihn ansprach und meinte, das Ayama immer noch viel für ihn übrig hatte und er auf sie aufpassen sollte, schien Shin wieder in der Realität angekommen zu sein. Etwas verlegen kratzte sich der Uchiha am Kopf, ihm war es zwar nicht peinlich was die Dame gesagt hatte, doch war er noch nie sonderlich gut darin gewesen in solchen Situationen nicht verlegen zu werden. Als sie jedoch plötzlich zu essen begann und gar nicht mehr zu wissen schien, was sie gerade von sich gegeben hatte, verwunderte Shin dann doch. Konnte die Alte wirklich schon so senil sein oder war es einfach nur, dass sie nicht weiter auf diesem Thema herumreiten wollte? Mit einem verwunderten Gesichtsausdruck betrachtete Shin die Frau, auf ihre Frage antwortete er nicht und fragte sich nun noch mehr, ob sie senil war. Aber nichtsdestotrotz, sie hatte auf eine gewisse Art und Weise schon nicht ganz unrecht, es war wohl seine Pflicht auf die Hotaru achtzugeben und sie auf keinen Fall loszulassen…

Die Augen auf die Küchendecke gerichtet, fragte sich Shin was seine Ex-Freundin gerade machte, an was dachte sie und wie lange sie wohl für sich sein wollte. Fragen über Fragen, doch die Antworten darauf und das wusste Shin, würde er nicht in der Küche des Hauses finden. Sich langsam vom Stuhl erheben, auf dem er zuvor Platz genommen hatte, bedankte er sich bei der Hausherrin für das Essen und entschwand in Richtung zweites Stockwerk. Es waren nur ein paar Schritte, doch irgendwie kamen sie ihm wie eine Ewigkeit vor. Vor dem Zimmer, welches mehr nach einer Abstellkammer aussah, als nach einem Gästezimmer stoppte der Uchiha. Es brauchte zwei tiefe Atemzüge, ehe er an die Tür klopfte, „…Aya…ma…ich komme rein…“ Die Tür langsam öffnend und wieder hinter sich schließend betrat Shin das Gästezimmer. Was die Hotaru anging, diese saß auf dem Fensterbrett und sah hinauf zum vollen Mond, der das Dorf mit seinem wundervollem Licht erhellte. Nur für einen winzigen Moment, sah Shin das kleine Mädchen von damals in das er sich verliebt hatte und, wenn er ehrlich zu sich selbst war noch immer tief in ihm drin liebte. Aber das ist wiederum eine andere Geschichte und wird sicherlich auch irgendwann noch erzählt werden. Für den Moment, musste sich Shin konzentrieren. „…Aya…ich weiß du wolltest allein sein, aber es gibt da etwas was ich mit dir besprechen wollte…“ Bedächtig ging der Uchiha zu seiner Kameradin hinüber und setzte sich neben sie. „…ich weiß das du denkst, ich weiß nicht auf was ich mich eingelassen habe, aber das weiß ich nur also gut glaub mir. Ich habe mir viele Gedanken macht, als wir hierher zurückgegangen sind und wenn du mir wirklich helfen willst, dann habe ich eine Bitte auch wenn diese mit einer großen Gefahr verbunden ist…“ Kurz pausierte Shin und atmete tief durch, ehe er seiner Ex-Freundin in die Augen sah und weiter sprach. „…wir müssen noch einmal nach Konohagakure zurückkehren! Nicht direkt ins Dorf, sondern zum geheimen Versammlungsort meines Clans der etwas außerhalb des Dorfes liegt und bevor du nach dem Warum fragst. Dort steht eine Steintafel, die mit dem Sharingan oder im meinem Fall mit dem Mangekyou Sharingan gelesen werden kann. Vielleicht erfahre ich dort, wie ich die Versiegelung meiner Augen aufhalten kann. Und da ist auch noch etwas, etwas was mit meiner Mission zu tun hat und dieser Organisation, die wohl hinter mir her ist…“ Abermals pausierte der Uchiha und sah die Hotaru für einen winzigen Augenblick nur an, legte seine Hand auf ihre und fuhr dann erst fort. „…ich weiß nicht, ob du schon einmal von dem Gründer meines Clans gehört hast, Madara Uchiha? Nach den Aufzeichnungen meines Clans, soll er im Kampf mit unserem Hokage gestorben sein, allerdings besagen Gerüchte das er noch lebt. Ich weiß nicht, ob man diesen Gerüchten glauben kann und auch nicht, ob man diesem Mann trauen kann, aber sollte er noch leben ist er vielleicht die einzige Chance, die wir…nein…ich habe, um meinen Clan vor großem Schaden zu bewahren. Also bitte, lass uns nach ihm suchen, es ist egoistisch von mir und vielleicht führt es auch zu nichts, aber vielleicht schaffe ich…nein…schaffen wir es so, alles zu beschützen was uns wichtig ist…“ Als diese Worte seinen Mund verlassen hatten, konnte Shin noch nicht ahnen das alle Gerüchte um Uchiha Madara wahr waren und er sich auf einen Pfad begab, der sein Leben für immer verändern würde. Doch für den jungen Uchiha, war dies der letzte Hoffnungsschimmer an einem dunkler werdenden Horizont und vielleicht, aber auch nur vielleicht konnte Ayama das verstehen.

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BeitragThema: Re: Der Wald   Fr 21 Dez 2012, 10:02

Eine Nachtigall begann ihr Lied zu singen, hoch über den Köpfen jener beiden Gestalten, die sich im fahlen Schein des Mondes nahe waren. Doch der Romantik des Augenblickes konnten die beiden nichts abgewinnen. Zu sehr waren sie gerade mit einem Thema beschäftigt, dass unromantischer nicht sein konnte. Der Wind frischte auf, spielte mit den Haaren des Mädchens, lies die Blätter des hohen Baumes in seiner eigenen Melodie rascheln. Ihr kamen Worte entgegen, mit denen sie gerechnet hatte. Ihr war von Anfang an klar gewesen, dass der Uchiha ihre Meinung nicht teilen würde. Zu sehr war er noch ein Shinobi aus Konoha um zu sehen, was sie sah. Sie wisse nichts über den Hokage, den sie gerade so verurteilt hatte. Tief in ihr drinnen wünschte sie sich genau das. Wünschte sich, dass alles was sie gerade gesagt hatte nur auf einer Wut basierte, die die Worte ihres Gegenübers ausgelöst hatten. Stumm ging er an ihr vorbei. Das einzige was sie selbst machen konnte war ihren Kopf senken. Einen Streit wollte sie nicht. Sie hatte auch nicht gewollt, dass diese ganzen Worte die schon so lange in ihren Gedanken herum spukten heraus quollen. Aber wahrscheinlich waren diese Gedanken einfach schon zu lange unausgesprochen geblieben um sie länger vor der Außenwelt zu verbergen. Nachdem Shin nun schon einen Schritt in die Richtung des Dorfes gemacht hatte, wagte es auch Ayama sich um zu drehen, um den Weg zurück anzugehen. Was jetzt kam, war etwas, mit dem hatte sie überhaupt nicht gerechnet. Er bedankte sich bei ihr. Sagte, er wäre froh darüber, dass sie nun wieder an seiner Seite war. Stutzig runzelte sie die Stirn. War das gerade wirklich sein Ernst gewesen? Nach allem was sie getan hatte? Nach allem was geschehen war? Unbemerkt von der Außenwelt und mit dem Versuch es zu ignorieren machte das kleine Herz der Hotaru einen riesigen Satz. Gleichzeitig meldete sich auch das Gewissen der Weißhaarigen. Es redete auf sie ein, erzählte ihr welche Fehler sie in der Vergangenheit gemacht hatte, dass sie es einfach nicht verdient hatte, dass ausgerechnet er so etwas zu ihr sagte. Jede Argumentation mit ihrem Gewissen war zwecklos, denn alles was sie sagte wurde von diesem als eine billige Ausrede abgetan. Irgendwann glaubt sie sogar selbst daran.
Die Häuser des kleinen Dorfes lagen still in der Nacht. Die Lichter waren überall bereits aus, und außer den leisen Schritten im Kies war kein anderes Geräusch zu hören. Es war alles so friedlich. Tief in der kleinen Kunoichi hingegen brodelte es. Ein großer Krieg wurde ausgeführt. Herz gegen Verstand. Vernunft gegen Dummheit. Schwer zu sagen, wer den Kampf gewinnen würde. Ayama wagte es auch nicht nur im Geringsten Shin einen kleinen Blick zu zuwerfen. Zu sehr war sie auch mit sich selbst beschäftigt. Es war alles so seltsam. Ihre Gefühle übermannten sie. Alles was sie im letzten halben Jahr gedacht, geplant hatte, alles ging nicht mehr, war nicht mehr so wie sie es sich vorgestellt hatte. Und nun stand sie da, wieder als Ausgestoßne ihres Dorfes und hatte noch mehr Fragen als Antworten. Die größte aller Fragen war jedoch, warum war alles so gekommen? Frei nach dem Motto, erstens kommt es anders und zweitens als geplant. Wenn sie an den jungen Mann dachte, der an ihrer Seite lief, fing ihr Herz an schneller zu schlagen. Nach all der langen Zeit, konnte er immer noch ihre Gedanken so aus der Ruhe bringen. Schaffte es, dass sie sich gleichzeitig so geborgen und sicher fühlte, ihre innere Ruhe die sie sich so lange erkämpft hatte, beinahe in Luft auflöste. Was hatte sie sich eigentlich dabei gedacht, als sie ihm das Versprechen gab, immer an seiner Seite zu sein. Vernünftig war das alle male nicht. Aber anders war sie es von sich selbst auch nicht gewohnt. Ein Königreich für einen klaren Kopf. Der Weg zurück gestaltete sich durch die vielen Gedanken die sich in ihrem Kopf hin und her bewegten, drehten und wendeten als kürzer wie gedacht. Sie war so sehr mit dem finden von Lösungen auf ihre Fragen beschäftigt, dass ihr die Strecke so verdächtig kurz vorkam, dass sie zwei mal hinschauen musste, ob sie auch wirklich richtig waren.

Nachdem sie sich entschuldigt hatte, war sie kurz in die Abstellkammer gegangen, die als Gästezimmer herhalten musste. Ein Wort machte sich in ihr breit. Duschen! Das war eine so verlockende Idee, dass sie dieser einfach nicht widerstehen konnte. Gesagt getan. Inzwischen war die Dusche zu einer Sauna umfunktioniert worden. Aya hatte so lange und heiß geduscht, dass das kleine Bad vom Wasserdampf eingehüllt worden war. Mit jedem Tropfen Wasser der ihren Körper herunter gelaufen war, war ein Gedanke mehr von ihren zierlichen Schultern gerutscht. Das Wasser auf ihrer Haut tat so gut. Das Wörterkneul hatte sich scheinbar in Luft aufgelöst und alles lag klar vor ihr. Sie wusste jetzt, was sie tun wollte, hatte für sich selbst Lösungen gefunden, warum alles so war wie es ist. Mit der flachen Hand strich sie über den beschlagenen Spiegel. Sie sah sich selbst, wen auch sonst. Doch sie sah nicht nur sich selbst, sondern jeden der mit ihr zu tun hatte. Beinahe schon vorsichtig streifte sie das Hemd über, das so gar nicht aussah, als würde es ihr gehören. Woher sie es hatte? Es war einfach, denn so viele Männer die ihr wichtig waren, gab es nicht in ihrem Leben, doch konnte gesagt werden, dass Shin dieses Hemd nicht gehörte. Warum sie es trotzdem angezogen hatte, wusste sie selbst nicht so genau. Aber es war einfach zu bequem, um das sie es nicht ab und zu trug. Zögerlich drehte sie sich um, bevor die Weißhaarige den Stoff über ihre Schultern zog. Der neuerliche Blick in den Spiegel verriet warum sie so vorsichtig war. Ein kleiner Teil ihrer Narbe die ihren Rücken zierte war zu sehen. Sie sah noch immer frisch aus, als sollte sie noch gar nicht auf den Beinen stehen. Heute merkte das Mädchen auch, dass genau dies der Fall war. Sie hatte Schmerzen von denen ihr schon beinahe schlecht wurde. Wieder einmal hallten die Worte des Arztes wieder, der sie davor gewarnt hatte zu gehen. Dennoch genauso gut hatte er gewusst, dass er sie nicht aufhalten konnte, dass ihr Entschluss festgestanden hatte. So gab er ihr nur auf den Weg mit, dass sie sich schonen sollte, da sonst die Wunde wieder aufplatzen konnte. Wie würde es wohl sein, wenn sie jetzt öfters in solche Situationen geraten würde, sich nicht nur im Training mit sich selbst beweisen musste, sondern in realen Kämpfen? Die Hotaru wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie wieder spürte wie heißes Blut über ihren Rücken rann.
Mit der Gewissheit, schlich sie schon beinahe zurück in das Zimmer. Das lange Hemd hing an ihr herunter, machte sie dennoch nicht unattraktiver. Es waren nur die wichtigsten Knöpfe zu gemacht worden, so schimmerte ihre braune Shorts durch, die sonst vielleicht komplett verdeckt worden wäre. Wie so oft in der Vergangenheit setzte sie sich auf die Fensterbank und sah zum vollen Mond hinauf. Er war bereits ein ganzes Stück auf seinem nächtlichen Weg gewandert. Sie musste an ihr Zuhause denken. Auch in ihr Zimmer hatte immer das Licht des Mondes geschienen und damit eine gewisse Traurigkeit mit sich gebracht. Auch wenn diese Traurigkeit nun nicht mehr nur ein Teil des Vollmondes war, sondern ihres täglichen Lebens, änderte es nichts daran, dass sie diese heute wieder ganz besonders merkte. Ruhig saß sie da, bewegte sich nicht, hatte ihre Beine eng an sich heran gezogen. Irgendwo in der Ferne heulte ein Wolf auf. Koinu musste sich wirklich einsam fühlen. Die letzten zwei Tage hatte sie nicht wirklich viel Zeit für ihn gehabt, nachdem sie nun so lange nur zu zweit waren, gab es jetzt plötzlich wieder einen anderen Menschen an ihrer Seite. Ayama kannte ihn. Er war eifersüchtig, wahrscheinlich nicht ohne Grund. Aber vor allem auf Shin war der Wolf das ja schon immer gewesen. Nachdem sich ihre Gedanken beruhigt hatten, konnte sie etwas nostalgisch werden, und in der Vergangenheit schwelgen. Sie sah sich selbst als kleines Mädchen, zusammen mit ihrem Bruder auf dem Trainingsplatz ihrer Familie. Sie war über und über mit Sand und Staub bedeckt, während ihr Bruder sie auslachte. Alles war so einfach gewesen. Langsam zog sie ein kleines Buch aus der Tasche. Auf dem schwarzen Ledereinband war das Zeichen Konohas geprägt. Sie wusste welche Seite sie aufschlagen wollte. Hoffnungsvoll strich sie mit dem Daumen über einen Namen. Sie würde niemals aufgeben, dass mit dieser Geste die Schriftzeichen von der Seite verschwinden würden. Aber dem war nicht so. Niemals würde an dieser Stelle eine blanke Zeile stehen. Dessen war sie sich sicher, so sicher, dass sie sogar jegliche Wetten annehmen würde, und das sollte bei ihr schon etwas heißen. Denn sonst verabscheute Ayama jegliche Form von Glücksspiel. Das kleine Buch von ihren Händen bedeckt schaute sie wieder zum Mond.

Es klopfte an der Türe, was Ayama nicht wirklich registrierte. Auch nicht, dass Shin etwas sagte. Erst als er sich neben sie setzte wand sie den Blick von dem Erdtrabanten ab und sah ihn an. Sie lauschte seinen Worten, ohne sich zu regen. Das Licht des Mondes brach sich in ihren Augen und ließen diese in einer Farbe scheinen, die nur selten auf dieser Welt zu sehen war. Als ihr neuer Begleiter seine Hand abermals auf ihre legte, schlug ihr Herz höher. Für den kleinen Augenblick in dem er sie nur ansah, drehten sich ihre Gedanken und sie traf für sich selbst einen Entschluss. Ob dieser Vernünftig war oder nicht, musste sich noch klären. Vor allem da die Vernunft an sich gerade Urlaub auf einer einsamen Insel machte, entspannt in der Sonne lag und einen Cocktail schlürfte. Die Dinge mit der Steintafel verstand sie nicht so recht, da es in ihrer Familie nie solche Geheimnisse gegeben hatte, doch schien vor allem Shin dies mehr als nur ein wenig wichtig zu sein. Sie konnte nur zu gut verstehen warum. Immerhin ging es nicht nur darum, was da stand, sondern dort konnte eine Lösung für eines ihrer Probleme stehen. Vielleicht erstmal das größte Problem, dem sie sich stellen mussten. Als er geendet hatte, sah das Mädchen ihn an. Es lag gleichviel Reue wie auch Wärme in ihrer Stimme. „Eigentlich habe ich es gar nicht verdient, dass du mir so vertraust. Ich habe dich schon einmal sehr enttäuscht, und mit allem gebrochen was mir doch so wichtig ist.“ Eine kurze Pause entstand in der sie Luft holte. Vorsichtig schon fast unsicher schob sie ihre schlanken Finger zwischen die seinen. „Doch immer noch schlägt mein Herz höher, wenn du mir nahe bist. Selbst wenn ich mir versuche selbst einzureden, dass es nicht so ist. Dazu gehört auch, dass ich mir immer Sorgen um dich mache, und versuchen werde, dich zu beschützen.“ Wieder eine kleine Pause. Sie musste kurz sich selbst ordnen, um weiter sprechen zu können. Denn eigentlich war dies etwas, was sie Shin nicht sagen wollte. Etwas, was tief in ihr verborgen bleiben sollte. Doch, in seiner Gegenwart konnte sie sich nicht selbst belügen. „Es tut mit leid, dass ich dich vorher mit meinem Hass gegenüber dem Hokage überschüttet habe. Ich weiß sehr viel mehr über ihn, als du glaubst. Es ist nur, dass alles was ich gehört habe, nur für Gerüchte gehalten habe. Für Lügen von jemanden gesponnen, damit ich nicht wieder nach Konoha zurückgehe. Nun aber, nachdem du mir all das eröffnet hast, scheint ein Großteil davon doch wahr zu sein.“
Sie spürte den Einband in ihren Händen. Das einfallende Licht ließ sie auf einmal noch blasser erscheinen, als sie so schon war. Aya wusste es nicht genau, doch vermutete sie, dass sich Shin genauso Sorgen um sie machte, wie sie sich um ihn. Aber das sollte er nicht mehr. Sie war nicht mehr das kleine Mädchen das beschützt werden musste. Inzwischen war sie groß und konnte auf sich selbst aufpassen. Zumindest versuchte die junge Frau es oft genug. So öffnete sie abermals die eine Seite in dem Buch und hielt es dem Uchiha hin. Ihr Name war darauf zu lesen, ihr Alter, das inzwischen nicht mehr stimmte und ein paar kurze Sätze über die Hotaru und, dass sie als vermisst galt. Wieder ging ihr Blick zum Himmel hinauf. Die Traurigkeit, die sonst auch in ihrer Stimme zu hören war, verstärkte sich ein wenig. „Du kannst dir sicher vorstellen, was du da in den Händen hältst. Der Vorbesitzer war damals nicht älter als wir jetzt. Hätte ich gewusst, dass er ihn umbringt, hätte ich ihn nie in ein Genjutsu gesteckt.“ Auch wenn sie ruhig erschien, jeder der sie gut kannte konnte nur zu genau erkennen, was in ihr vorging. Sie gab sich allein die Schuld an dem Tod eines Mitgliedes aus Konoha. Es war, als hätte sie selbst das Kunai geführt, dass am Ende im Herzen des jungen Menschen gesteckt hatte. Langsam wand sie den Kopf zurück zu ihrer einstigen Liebe. Sie wusste auf einmal nicht mehr so genau warum sie ihm dies offenbart hatte, aber es schien ihr das Richtige zu sein. Er hatte gemeint er wüsste auf was er sich eingelassen hatte. Und damit war auch verbunden, dass sein Name früher oder später neben ihrem stehen würde. „Ich habe mich in den letzten Jahren nicht in einem Mauseloch versteckt und darauf gewartet, dass mein Ende kommt oder nicht, Shin. Ich bin auch nicht mehr das naive kleine Mädchen von früher. Ich kenne die Geschichten von Konoha gut. Wer kennt den legendären Kampf nicht, den der Hokage so glorreich gewonnen haben soll. Die Ironie in ihrer Stimme war kaum zu überhören als die Hotaru von dem Hokage sprach. Diese war auch gleich wieder verschwunden, als sie weiter sprach. „Wenn es die Chance gibt, an eurem Versammlungsort auch nur den winzigsten Anhaltspunkt zu finden, der dir dein Augenlicht erhalten kann. Dann werden wir zurückgehen. Wir werden uns gemeinsam auf die Suche nach eurem Clan-Gründer machen und wenn es nötig ist, die Antwort aus ihm heraus prügeln. Und wenn wir damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können, dann ist es nur noch umso besser.“ Natürlich war ihr bewusst, dass es nicht so einfach werden würde, wie es sich anhörte. Aber sie wollte auch nicht so klingen, als könnten die beiden scheitern.

[out: Bin voll unzufrieden mit dem Post … der kleine bekommt gerade Backenzähne … und hat Nachts immer wieder Fieber -.- irwie hatte ich mir den Post im Kopf besser zurecht gelegt, als dann hier auf Papier … hoff kannst wenigstens ein bisschen was damit anfangen]

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BeitragThema: Re: Der Wald   Fr 11 Jan 2013, 21:17

Nachtigallen verzauberten mit ihrem Lied, das vom vollen Mond erhellte Dorf. Harmonischer hätte dieser Moment nicht seien können, doch selbst unter diesen Umständen gab es immer noch zwei Menschen, die sich nicht auf diesen konzentrieren konnten. Sie sprachen über Dinge, die ihr Leben verändern sollten und auch über längst vergangene Gefühle, die sie beschäftigten und irritierten. Alles schien so einfach gewesen zu sein, als ihre Gefühle noch denen von Kindern glichen, die sich einfach an jemanden festhalten wollten, neben ihrer Familie. Doch Kinder waren die beiden Shinobi schon längst nicht mehr, ihre Erfahrungen und auch ihr Leben hatten aus ihnen gereifte Personen gemacht, die nicht nur körperlich sondern auch geistig gewachsen waren. Vielleicht war es deshalb auch so schwer, sich einfach einzugestehen, dass dort immer noch etwas war und vielleicht sogar immer seien würde. Aber war es wirklich so einfach? Konnte man Gefühle wirklich einfach bei Seite schieben, sie verbergend und mit jemanden zusammen auf Reisen gehen, denn man doch im Grunde seines Herzens niemals wirklich vergessen konnte? Niemand konnte oder hatte vielleicht sogar auf diese Fragen eine Antwort, jeder Mensch musste wohl für sich selber entscheiden, welche Gefühle er zulassen konnte und welche eben nicht. Für Shin, der das erste Mal seit Jahren, die weichen Finger Ayamas an seinen spürte und auch ihre Wärme, war es schwer, schwerer als er es erwartet oder sich vorgestellt hätte. Dennoch zum ersten Mal seit Jahren fühlte sich Shin geborgen, ein Gefühl das er längst verloren glaubte und mit einem Mal, nur durch die Berührung seiner ehemaligen Freundin wieder da war. Für einen Moment, in denen Nachtigallen abermals ihr Lied sangen und Nostalgie in der Luft lag, schloss Shin seine Augen. Wenigstens diesen einen Moment in dieser Nacht, wollte der junge Uchiha genießen und sich an all das erinnern, was sie einmal verband. Seine eigenen Finger bewegten sich von selbst, umschlossen Ayamas und hallten einfach nur ihre Hand. Schon lange hatte Shin vergessen, wie weich und zart ihre Hand doch war und wie glücklich es ihn immer gemacht hatte, diese zuhalten. In diesem Moment, sich erinnert und den Worten seiner ehemaligen Freundin lauschend, merkte Shin wie sehr er Ayama wirklich vermisst hatte. Ihre Entschuldigungen, obwohl sie nichts Falsches gemacht hatte und auch ihre Stimme, die so viel Wärme in sich tragen konnte, wie er es von keinem anderen Menschen her kannte. Sicherlich hatte die Hotaru das Dorf verlassen, ihn den sie liebte zurückgelassen und sich nicht einmal wirklich erklärt, doch hatte wohl jeder Mensch seine Gründe, Dinge zu tun und damit andere zu verletzten. Was aber nichts zwangsläufig bedeutete, dass sie einem etwas Böses wollen oder ihnen absichtlich Schmerzen zufügen. Manchmal muss man halt egoistisch sein, doch bedeutete dies nicht immer etwas Schlechtes.

Für einen winzigen Moment, sah Shin Ayama einfach nur an, sah ihre bleiche Haut noch mehr erbleichen, als sie ein Buch hervorholte, welches er nur zu gut kannte. Der Chuunin wusste was er in Händen hielt, wusste welche Personen in diesem dunklen Einband zu finden waren und auch, welches Schicksal jene erwartete. Doch nicht alle Personen, die hier geschrieben waren wurden gejagt auf Leben und Tod, anderen wurden sogar gesucht und sollten Lebend zurückgebracht werden. Doch die meisten hier geschriebenen Personen, ereilte ein Schicksal auf das sich auch der Uchiha vorbereiten musste. Während Shin gedankenverloren die Seiten des Buches umblätterte, hielt er für einen Moment inne, als seine Augen einen Namen erfassten und sein Kopf sich ruckartig nach oben bewegte. Dort, auf dieser Seite die der Chuunin aufgeschlagen hatte und die vom Mondlicht erhellt wurde, stand Ayamas Name und alle Informationen, die mit ihr zu tun hatten. Shin wusste zwar, dass die Hotaru als vermisst galt und in jenem Buch stehen sollte, doch hätte er nicht wirklich erwartet, dass dem wirklich so ist und nun jeder, jeder Jagdninja nach ihr suchen wird und auch nach ihm selbst. Doch viel schockierenden fand Shin die Geschichte, die hinter jenem Buch stand, dass sich nun zwischen seinen Händen schloss und wohl nie wieder von ihm geöffnet werden würde. Nie im Leben hätte er erwartet eine solche Geschichte von der Hotaru zu hören, doch wahrscheinlich war es einfach sein Irrglaube gewesen, der ihn davon abhielt die Realität zu erkennen. Ayama war nicht mehr dieses zerbrechliche Mädchen von früher, das beschützt werden musste und einfach nicht aus den Augen lassen durfte. Doch auch Shin war nicht mehr der kleine Junge von damals, auch er brauchte niemanden mehr von dem er beschützt werden musste und auch niemanden, der ihm mit zu großer Fürsorge im Weg rumstand. Dennoch, in dem Augenblick als Ayama von dieser Geschichte erzählte, sich entschuldigte für ihre Worte aus ihrem Gespräch am Hügel und zustimmte, mit ihm nach Konohagakure zurückzukehren, fiel eine große Last von den Schultern des jungen Uchihas. Shin war glücklich, dass Ayama ihm trotz dieser Bürde, die sie mit sich herumtrug, von all diesen Ereignissen berichtete, obwohl man ihr deutlich ansah wie schwer es ihr fiel. Diesem Augenblick, Ayama mit der Schuld kämpften zu sehen, konnte Shin nicht anders, als näher an sie heranzurücken und eine seiner Hände auf ihre Wange zu legen. „…ich weiß, wie schwer es dir gefallen sein muss, mit dieser Schuld zu leben…und ich weiß auch, dass du stärker geworden bist, vielleicht sogar mehr als ich das jemals von dir erwartet hätte, aber du bist nicht mehr allein…“ Eine kurze Pause entstand, in der Shin kurz Luft holte und Ayama fest in seine Arme schloss. „…auch mein Herz schlägt immer noch höher, wenn ich in deiner Nähe bin und ich verspreche dir, dass ich dich niemals allein lassen werden und dich für alle Ewigkeit beschützen werde, koste es was es wolle…“ Das Mondlicht umspielte diese Szene mit seinem wundervollen Glanz, als Nachtigallen ihr Lied anstimmten und für noch mehr Harmonie sorgten. Als Shin sich von Ayama löste, wusste er nicht was er sagen sollte und schenkte ihr ein warmes Lächeln, jenes Lächeln was er ihr früher schon immer geschenkt und lange Zeit in sich vergraben hatte.

Für einen Moment sah Shin Ayama einfach nur in die Augen, ihre Hand dabei halten und nichts sagend, ehe er sich erhob und meinte, dass er ins Bad gehen würde. Kaum das die Tür hinter ihm geschlossen war, legten sich seine Hände an seinen Kopf. Gerade in diesem Moment, drehte sich alles in ihm und der junge Uchiha hätte sich selbst ohrfeigen können, dafür was er der Hotaru vor wenigen Augenblicken erzählt hatte. Doch es war die Wahrheit gewesen, so sehr Shin auch versucht hatte Ayama über die Jahre zu vergessen, wie viele junge Frauen gern mit ihm zusammen gewesen wären und es auch waren, in seinem Herzen war immer nur die Hotaru gewesen. Und jetzt konnte er es nicht einmal mehr leugnen, sagen dass sein Herz nicht mehr an ihr hang oder die Gefühle für sie nur rein kameradschaftlicher Natur waren. Am liebsten hätte sich Shin nun in eine finstere Ecke zurückgezogen, alle vergessen was gesagt wurde und sich einfach nur seinen Gedanken hingegeben. Doch dies war nun nicht mehr möglich, der Uchiha konnte seine Worte nicht mehr zurücknehmen und während heißes Wasser über seinen nun nackten Körper lief, wurde ihm schlagartig noch eine weitere Tatsache bewusst, die er vorher aktiv ignoriert hatte. „…wir werden die ganze Nacht, in ein und demselben Zimmer verbringen und es gibt nur ein Bett…“ Selbst wenn Shins Körper durch das heiße Wasser nicht schon rot gewesen wäre, hätten diese Gedanken ihn sicherlich sofort zu einem Krebs werden lassen. Über die Nacht hatte sich Shin wahrlich keine Gedanken gemacht, da er vorher noch nie in der Situation war mit einer jungen Frau in ein und demselben Zimmer zu schlafen, doch das würde sich nun ändern. Die Frage, die sich Shin während er die Dusche verließ und seinen Körper von seiner Nässe erlöste war, wie sie diese Situation behandeln sollten? Gedankenverloren, seine Hose wieder anziehend und sein Handtuch über den Hals werfend verließ er das Bad. Sein erster Blick wanderte zum Bett, erst danach richteten sich seine Augen auf die Hotaru, nicht darauf achtend, dass er ihr mit freiem Oberkörper gegenüber trat. „…Ayama, was diese Nacht angeht…also…du kannst gern das Bett benutzen…ich werde am Bettende schlafen…ich denke mal, dass das ganz in deinem Interesse ist, schließlich können wir uns das Bett ja nicht teilen, dafür ist es etwas zu klein…“ Etwas verlegen, fuhr sich Shin durch seine noch nassen Haare, als seine Worte verstummten und er nicht mehr wusste, was er noch sagen sollte oder was er überhaupt noch sagen sollte außer vielleicht, wie sie nun weiter machen sollten. „…ich denke wir sollten morgen so früh wie nur möglich aufbrechen und versuchen, so wenig Aufmerksamkeit wie nur möglich auf uns zu lenken was meinst du?“


[out: also vorne Weg Post sagt mir nicht zu hoffe kannst trotzdem was mit anfangen, aber zur Zeit ist sehr viel Stress…]
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mi 16 Jan 2013, 15:03


Immer noch tauchte der volle Mond das Dorf in sein fahles Licht. Hier und da zog eine einzelne Wolke vorbei, doch konnte sie das helle Licht kaum mindern. Auch sämtliche Nachtigallen genossen dieses einmal im Monat wiederkehrende Phänomen und stimmten zu einem herrlichen nächtlichen Konzert an. Doch es gab mindestens zwei Personen in diesem Dorf, die von dem ganzen Schauspiel nicht sehr viel mitbekamen. Zu sehr waren sie in dein Gespräch vertieft, dass ihnen so viel bedeutete. Vor allem für die Hotaru, die so viel auf dem Herzen hatte, die so viel Reue verspürte wie ein einzelner Mensch nur tragen kann. Sie fühlte sich für einen kurzen Moment in die Vergangenheit zurück gezogen. Als wäre sie immer noch das kleine Mädchen das nicht wusste was sie tat, nicht verstand was in der Welt vor sich ging. Oder war dies doch nur wieder ein Wunsch, vor allem, nach allem was sie erlebt hatte. War all das hier, all das was sie gerade erlebte vielleicht auch nur einer der Träume, dem sie nicht entrinnen konnte. Einer der sie in der Nacht eingeholt hatte? Aber wenn dies einfach nur ein Traum war, warum fühlte sich der Schmerz den sie in ihrem Herzen vernahm so real an? Ayama wusste nicht, was mit ihr geschah. Auf der einen Seite war sie glücklich, den Mann den sie all die Jahre so schmerzlich vermisst hatte wieder in die Augen sehen zu können. Ihn endlich um Verzeihung zu bitten für alles was sie getan hatte, ihm zu sagen, dass sie ihn nie vergessen hatte. Auf der anderen Seite hatte man ihr doch eingebläut dass genau diese Gefühle sie schwach machten. Das die Erinnerung an die Vergangenheit einen dort gefangen hielten und man so nicht in die Zukunft treten konnte. Konnten nicht Vergangenheit und Zukunft zu einem realen Leben erweckt werden? Alles was auf sie einstürzte war kaum noch zu verarbeiten. Natürlich hatte sie einen ganzen Berg schon bewältigt, doch es war noch sehr viel mehr übrig und mit jeder Sekunde die verging schwoll der Haufen zu einem scheinbar nicht zu überwindenden Gebirge an. Langsam begann sie zu verstehen, warum sie sich heute schon den ganzen Tag die Einfachheit der Kindheit zurück wünschte. Ihr Blick wurde wieder klarer und die junge Frau sah ihren Gegenüber an. Sie konnte Shin ansehen, was er dachte als er ihren Namen sah. Es war wohl in etwa das gleiche, das sie damals auch gedacht hatte. Nur war es für sie um eines schlimmer gewesen. Vielleicht würde er ja verstehen warum sie ihm das Buch gegeben hatte, warum sie ihm die Geschichte dazu erzählte. Nein, es war nicht die ganze Geschichte, es war nur das Ende. Das was immer schon unausgesprochen in ihrer Seele hin und ihr das Herz schwer machte. Mit dem was nun folgte, damit hatte sie nicht gerechnet. Wie auch, immerhin war sie der festen Überzeugung, dass Shin ihr nach all der Zeit immer noch nicht verzeihen konnte, dass er immer noch auf sie böse war und ihr so auch die kalte Schulter zeigen würde. Auch wenn sie sich entschieden hatte bei ihm zu bleiben und sie erst vor kurzem gespürt hatte, dass zwischen ihnen selbst jetzt noch ein Band des Vertrauens bestand. Seine Worte, seine Geste, alles ließ das Herz der jungen Frau schneller schlagen. Kurz war sie mit der Situation überfordert, wusste nicht wie sie sich verhalten sollte. Als sie dann die Nähe des Menschen spürte der ihr immer noch so viel bedeutete, seine Wärme, war klar, wie sie sich verhalten wollte. Für den Augenblick, so lange wie diese Umarmung dauerte drehte sich die Welt um sie etwas langsamer. Wenn jemand anders gesagt hätte, er wolle sie beschützten, wäre sie mit Sicherheit auf die Barrikaden gegangen, hätte gesagt dass sie nicht umsonst so hart Trainiert hatte um selbst auf sich aufzupassen. Bei Shin war es anders. Ihr wurde klar, dass es nicht war, dass sie nicht mehr einen Beschützter wollte, sondern dass sie nur von ihm beschützt werden wollte. Als er sagte, er hätte auch noch Gefühle für sie, schlug ihr Herz noch schneller, obwohl Ayama dachte, dass dies schon gar nicht mehr möglich wäre. Tränen versuchten sich den Weg zu ihren Wangen frei zu kämpfen. Doch wollte ihnen das nicht so recht gelingen. Die Hotaru wollte um keinen Preis der Welt jetzt anfangen zu weinen. Nicht vor Glück, auch nicht vor Reue. Sie wollte nur diese Umarmung genießen. So schmiegte sie sich in die Arme des Uchiha und gab sich dem Gefühl der Geborgenheit hin. Jeden Atemzug den sie machte, indem sie mit ihrer feinen Nase seinen Duft wahrnahm, ließ ein leichtes Prickeln unter ihrer Haut entstehen. Ganz in diesem Moment gefangen war es ein einfaches „Danke“ das sie leise, schon fast stimmlos sagte. Wie auch jeder andere Schöne Moment im Leben eines Menschen, so war auch dieser bald vorbei. Was nicht bedeutete, dass nicht ein nächster noch folgen würde. Shin schenkte ihr ein Lächeln. Genau das Lächeln, das früher immer 1000 Schmetterlinge in ihrem Bauch hatte aufflattern lassen. Schüchtern sah sie in an und gab ihm dieses warme Lächeln zurück. In ihrem Kopf spielte sich ein kleiner Film ab und nur zu gern hätte sie sich dazu hinreißen lassen, es dem im Kopf vorgemachten zu folgen. Aber ihr fehlte der Mut. Was sich in ihrem Kopf so abgespielt hatte? Das überlassen wir an dieser Stelle dem Kopfkino jedes einzelnen Lesers.

Was sollte sie nun sagen, machen? Eigentlich wollte die junge Frau nicht, dass dieser schöne Augenblick, einer dem sie in dieser Art schon sehr lange nicht mehr genießen durfte, so endet. Aber wer Ayama kannte, der wusste, dass sie in solchen Dingen noch nie wirklich bewandt war und immer auf die Führung des anderen hoffte. Selbst wenn sie nun erwachsener war, mehr Selbstvertrauen gefasst hatte und am liebsten das Ruder selbst in die Hand genommen hätte. Erfahrung mit zwischenmenschlichen Dingen hatte sie immer noch nicht sehr viel mehr. Wie gesagt, sie hatte immer auf die Führung des anderen vertraut und so wusste sie nun weder ein noch aus. Mut dazu selbst die Initiative zu ergreifen? Fehlanzeige. So war sie ganz froh darüber, dass ihr Gegenüber meinte er würde Duschen gehen. Zeit genug um zu überlegen, wie das ganze nun weiter gehen sollte. Eines war für die jedoch klar, auch wenn beide noch starke Gefühle für einander hegten, so durften sie ihnen bei ihrer Mission auf keinen Fall in die Quere kommen. Es stand viel zu viel auf dem Spiel, als das man ein eventuelles Scheiter wegen eines Streites einfach so hätte hinnehmen können. Sie hatten nur eine einzige Chance und diese mussten sie nutzen. Jetzt stellte sich nur noch die Frage, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen sollte. Leugnen brauchte sie diese ja nun nicht mehr. Aber zulassen war auch keine wirkliche Option. Sie einfach als gegeben hinnehmen war etwas das auf den ersten Blick als annehmbare Möglichkeit aufblitzte. Bei genauerer Betrachtung schien diese Idee auch auszufallen, da die Kunoichi genau wusste, dass sie das nicht einfach konnte. Nicht wenn sie auf eine solche Reise gingen, die nur sehr wenig Platz für sie alleine ließ.
So mit ihren Gedanken beschäftigt blätterte sie in dem Buch das so viele Namen enthielt. Ohne dass Aya es wirklich gemerkt hätte, waren ihre Augen an einem der Namen hängen geblieben und leiteten die Buchstaben nun an das mit sich selbst beschäftigte Gehirn weiter. Irgendwann waren sie durchgedrungen und lösten eine Reaktion bei dem Mädchen aus. Wie aus der Trance erwachend zuckte sie kurz zusammen und sah auf die Seite. Als würde sie sich selbst bei etwas ertappen, das sie nicht tun sollte, schlug sie das kleine Buch zu und steckte es weg. Kurz sah sie sich im Zimmer um. Es war noch leer. Fast schon erleichtert atmete sie auf und widmete sich ein paar anderen Gedanken. Wie würde es jetzt weiter gehen? Vor allem, was würde sie morgen erwaten? Nach dem was der Tag alles gebracht hatte, die Sache mit dem Feuer, die Geschichte mit dem Kampf. All das hatte in Konoha wohl nicht nur eine Alarmglocke aufleuten lassen. Und wenn der Hokage tatsächlich Shin als Sündenblick heranziehen würde, waren alle Wachposten ob nun in oder in der Nähe von Konoha in höchster Alarmbereitschaft. Natürlich hatte sie keine Ahnung wo dieser Versammlungsort war, aber es würde mit Sicherheit nicht einfach werden dort unbemerkt hin zu kommen. Geschweige denn, dann auch nach ohne eine Spur zu hinterlassen wieder weg zu kommen. Es gab bestimmt jemanden im Uchiha-Clan der auf die Idee kam, dass nach allem was war, nach den Erkenntnissen die Shin beim Kampf hatte verlauten lassen, die beiden an diesen Ort wollten. Es war schon ziemlich spät und Ayama sah verloren zum Mond hinauf. Sie hatte keine Antwort auf ihre Fragen gefunden. Egal welche sie sich gestellt hatte. Das Gefühl der Ratlosigkeit bedrückte sie.

Erst nur leise hörte sie ihr bekannte Schritte auf das Zimmer zukommen. Als die Türe sich öffnete wand sie ihren Blick von dem ihr wohlbekannten Himmelskörper ab und sah hin zu dem gerade eintretenden. Was sie sah, ließ ihr das Blut in den Kopf schießen. Was sie vorher zu wenig an Farbe im Gesicht hatte, hatte sie mit einem mal zu viel. Schnell klang die Röte auf ihren Wangen wieder ab und ihre normale helle Haut kam wieder zum Vorschein. Da saß sie nun, lauschte den gesprochenen Worten und ihr Kopf war absolut leer. Aya sah Shin einfach nur an. Blinzelte gelegentlich mal, aber war scheinbar zu einer Salzsäule erstarrt. Nachdem sich langsam wieder ihre Gedanken eingefunden hatten, regte es sich in ihrem Hirn wieder. Nur Sekunden waren vergangen, seit dem der Uchiha das Zimmer betreten hatte, aber ihr kamen es vor mindestens wie Minuten, in denen sie ihn einfach nur angesehen hatte. Selbst ihr Herz hatte scheinbar gerade eben erst wieder seinen Dienst begonnen. Was wollte er gerade von ihr? Ganz durchgedrungen war es nicht, denn zu sehr war sie damit beschäftigt, ihn einfach nur anzusehen. Nicht zu gaffen oder seltsam anzustarren. Nein, sie sah ihn einfach nur ruhig an. Was hätte sie auch anders tun sollen, nachdem sie nicht einmal genau greifen konnte, was da in ihr vorging. In der Hoffnung das Shin nichts von all dem mitbekommen hatte, setzte sie bedacht einen Fuß nach dem anderen auf dem Fußboden ab. Sie musste es überspielen, dass ihr die Situation kurz peinlich gewesen war. Außerdem wollte sie sich selbst beweisen, dass sie es doch schaffte, die Zügel selbst in die Hand zu nehmen, vor allem nachdem sich ihre Gedanken jetzt wieder um Dinge drehte, die sie vorher schon versucht hatte zu begreifen. Lange musste sie nicht überlegen, denn die Idee schlug ein wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Es gab noch jemanden, der sich nicht ganz wohl fühlte bei dem Gedanken daran, die Nacht zusammen in einem so kleinen Bett zu verbringen. Das konnte sie für sich nutzen. Denn, der Gedanke allein machte ihr nicht sehr viel aus. Oder anders, sie hatte noch gar nicht daran gedacht, dass die beiden sich diese Abstellkammer teilen könnten. Stolz schritt sie zu dem jungen Mann hinüber. Bei jedem Schritt dem sie ihm näher kam, hörte sie wie ihr Herz lauter und schneller schlug. Erst als sie nur noch wenige Zentimeter voneinander trennten hielt sie an. Ayama glaubte schon fast daran, dass ihr Herz so laut pochte, dass selbst die Oma unten in ihrem Schlafzimmer es hören würde. Sie durfte sich nichts anmerken lassen. Immerhin, schauspielern hatte sie in der Zwischenzeit gelernt. Behutsam legte sie ihre Hände auf Shins nackten Oberkörper und ließ sie sanft auf seiner Haut nach unten gleiten. Gleichzeitig stellte sie sich auf die Zehenspitzen und sah ihm tief in die Augen. Einen kurzen Moment verharrte sie so, bevor sie sich noch ein kleines Stück zu ihm beugte. Ihre Lippen berührten zart seine Wangen als sie ein „Gute Nacht“ fast schon verführerisch hauchte. Gleich darauf machte sie einen Schritt zurück und grinste schon beinahe frech. „Nach allem was heute war, hast du ein weiches Bett viel mehr verdient als ich. Außerdem habe ich noch etwas zu erledigen.“ Am liebsten wäre sie aus dem Zimmer gestürzt. Ihr Herz hatte inzwischen eine solche Schlagfrequenz das ihr schwindelig wurde. Was hatte sie sich dabei eigentlich gedacht? Nun gut, das konnte sie noch etwas später mit sich ausdiskutieren. Jetzt erstmal musste sie aus dem Zimmer raus. Als wäre nichts gewesen schlenderte sie nun zur Tür hinaus. Erst als sie die Türe hinter sich geschlossen wusste, erlaute sie sich, auf ihre Hände zu sehen. Nicht nur diese zitterten, sondern ihr ganzer Körper zitterte wie Estenlaub. In ihren Ohren dröhnte das Blut und die um sie herum wirbelte noch immer alles im Kreis. Mit einem Mal hörte man ein lautes Rumpeln gefolgt von einem „Nichts passiert!“ Wie hätte es in dieser Situation auch anders sein sollen. Aya hatte nicht die erste sondern die zweite Treppenstufe über sehen und es hatte sie als Folge darauf hin gesetzt.

Mit einem schmerzenden Po fand sie sich in der Küche des Hauses ein. Den ganzen Tag hatte sie noch nichts gegessen und nachdem sie sich gerade zum Affen gemacht hatte, war ihr auch nicht wirklich nach Essen zumute. Aber ihr Magen sagt etwas anderes. Er knurrte laut vor sich hin und verlangte nach dem was noch auf dem Tisch stand. Zum erstaunen der Hungrigen war der Topf noch warm. Ayama konnte sich nur zu genau vorstellen warum. Selbst wenn sie auch noch so gebrechlich und alt war, ihrer Führsorge konnte das nicht im Wege stehen. So setzte, oder zumindest versuchte sie es ganz langsam, sich Ayama auf den Stuhl. Zuerst stocherte sie nur Gedankenverloren im Reis herum, trennte das Gemüse vom Rest um es gleich wieder zu vermischen. Dabei fand hin und wieder ein Happen den richtigen Weg.
Wieder war sie in eine Situation geraten, die sie so nicht gewollt hatte. Die ganzen letzten Monate hatte sie Mut und Kraft gesammelt um zu ihrer Familie, in ihre Heimat zurück zu kehren. Sie hatte doch nur den Wunsch gehabt, dass was sie so lieb gewonnen hatte zu beschützen. Daran hatte sich vielleicht nichts geändert, doch an dem wie. Ihr wurde klar, dass sie das letzte Mal mit einem blauen Auge davon gekommen war. Wegen eines in der Zwischenzeit kindisch wirkenden Streites hatte sie das Dorf verlassen. Nun sah es anders aus. Von diesem Tag an wurde sie nicht mehr jemand sein, der nur vermisst wurde. Dazu war zu viel geschehen, auch der Hintergrund war heut ein anderer. Jetzt würden beide offiziell auf der Abschussliste stehen und nicht als belangloses Kleinwild behandelt werden. Das wiederum schürte den Gedanken, dass sie wohl nicht selten in Kämpfe auf Leben und Tod geraten würden. Genau das, was sie nie wollte. All die Jahre hatte sie es geschafft, solchen Kämpfen aus dem Weg zu gehen. Gut, manchmal zumindest. Aber bisher war nur einmal jemand aus ihrem eigenen Dorf involviert gewesen und selbst wenn sie jetzt noch daran denkt, wird ihr anders. Wie immer schaffte sie es, solche Gedanken erfolgreich zu verdrängen, in dem sie an etwas dachte, dass genau das Gegenteil beinhaltete. Wie zum Beispiel die Situation eben. Auf die Frage was sie sich dabei gedacht hatte, fand sie eine Antwort. Nichts! Sie wollte sich unbedingt etwas beweisen, was mal wieder voll nach hinten losgegangen war. Leise lachte sie in sich selbst hinein. Trotz allem war es ein schönes Gefühl gewesen, ihm noch einmal so nahe gewesen zu sein. Seine wärme zu spüren, zu erkennen, dass dies alles nicht doch nur ein Traum war. Nein es war Real gewesen. Gleichzeitig schnürte sich ihr die Kehle zu. Shin war am Leben, alles was sie gehört hatte war eine Lüge gewesen. Sie konnte doch nichts für ihre Gefühle, oder wären sie anders ausgefallen, wenn sie sich nicht der Lüge hingegeben hätte? Wie es auch immer gewesen wäre, Aya konnte es nun nicht mehr sagen. Sie wusste nur, dass sich alles im hier und jetzt zum ersten mal richtig angefühlt hatte und ohne, dass ein beklemmender Schatten sie verfolgte.
Als sie das nächste Mal auf ihren Teller sah, war dieser leer. Sie hatte gar nicht gemerkt, wie viel Zeit eigentlich schon verstrichen war. Es war bereits sehr spät, oder doch schon früh? Wer wusste dass schon, zumal es eine reine Auslegung war. Nachdem sie noch klang heimlich still und leise den Abwasch erledigt hatte, brauchte sie noch einen kleinen Moment für sich, ohne einen Gedanken, bevor sie zu ihrem Gefährten wollte, der sie bereits ihr ganzes Leben lang begleitete. Unweigerlich musste sie durch das Wohnzimmer wenn sie zur Türe wollte. Da stand es, das Sofa. Wie gesagt, sie wollte sich nur ganz kurz noch einmal sammeln. Doch die Müdigkeit übermannte sie. Mit einem Lächeln auf den Lippen und einer einzelnen Träne auf der Wange war sie eingeschlafen.

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BeitragThema: Re: Der Wald   Do 24 Jan 2013, 23:25

Blätter, die in dieser sonst stillen Nacht durch den sternenklaren Himmel wirbelten und der Gesang von Nachtigallen, der die Umgebung mit Harmonie füllte. Wahrscheinlich war es diese Harmonie, die bei zwei ganz bestimmten Personen für Gefühle sorgten, die sie schon vor langer Zeit in sich verschlossen hatten. Gefühle, die vielleicht niemals hätten weggeschlossen werden sollen und höchstwahrscheinlich für die Ewigkeit bestanden. Doch Lügen und Schmerz, hatten diese Gefühle für drei Jahre in den Herzen dieser beiden Menschen verschlossen, ihnen Kummer und Sorgen bereit und doch sind sie niemals gänzlich verschwunden. Die Verbundenheit dieser jungen Menschen, war so groß und so innig, dass sie selbst nach dieser langen Zeit immer noch bestand und im Begriff war, wieder von neuem zu erblühen. Aber war dies auch wirklich der richtige Weg? Vor ihnen lag eine Zukunft, in der sie noch viel Leid und Kummer erfahren sollten. Ein Weg, der von großen Schatten bedeckt war und vielleicht sogar im Tod enden konnte. War es also wirklich richtig, die Gefühle und ihre Verbundenheit wieder aufleben zu lassen, sich ihr hinzugeben und vielleicht sogar an ihr festzuhalten, damit sie nie wieder verloren ging? Zweifellos befanden sich diese jungen Leute in einer Situation, in der sie sich eigentlich keine Gefühle leisten konnten und die man gegen sie verwenden konnte. Doch sollten Gefühle wirklich verschlossen sein oder bleiben, obwohl man sie am liebsten der ganzen Welt zeigen wollte? Auf keinen Fall! Niemand würde auf diese Weise wirkliches Glück erfahren und selbst, wenn dieser Augenblick nur Sekunden dauern oder für eine Ewigkeit anhalten sollte, man würde zu mindestens wahres Glück erfahren haben. Und für diese beiden jungen Menschen, in dieser vom vollen Mond erhellten Nacht, zählte wohl auch nur dieses eine, das Glück des jeweils anderen und wie man es beschützen konnte.

Der Mond in seiner vollen Pracht, erhellte das Gästezimmer oder viel Mehr, diese bessere Abstellkammer in der Shin und Ayama sich nun gegenüberstanden. Mit seinen dunklen Augen betrachte der Uchiha seine Gefährten, ihre Reaktionen und die leichte Röte, die ihr ins Gesicht stieg. Es war schon beinahe amüsant zu sehen, dass selbst der in zwischen selbstbewussteren Hotaru, die Schamesröte ins Gesicht steigen konnte. Schnell hatte diese sich aber wieder gefasst, schneller als es Shin erwartet hätte, noch nicht einmal die Zeit für ein leichtes Schmunzeln war ihm geblieben. Man merkte dennoch, dass ihre diese Situation schon zu schaffen machte, auch wenn sie gekonnt versuchte diese Tatsache zu überspielen. Für den Uchiha, der über die letzten Jahre so viele Menschen kennengelernt hatte, die sich in der Kunst des Schauspielerns versucht hatten und es geschafft oder auch nicht geschafft hatten, war es zu offensichtlich. Ayama machte es zu schaffen, aber wie schon gesagt, sie überspielte es beinahe perfekt. Als sie so auf ihn zukam, konnte Shin nicht anders als ihr mit seinen Augen zu folgen, in ihre Augen zu sehen, während sie näher und näher kam und erst wenige Zentimeter vor ihm stoppte. Es war ein seltsames Gefühl, welches sich gerade in seinem Körper breit machte. Teils angenehm und auf der anderen Seite auch wieder nicht. Der Uchiha wusste nicht so recht, was ihm sein Körper sagen wollte oder sein Kopf oder vielleicht doch sein Herz? Es war seltsam! Viele junge Mädchen und auch Frauen, versuchten über die Jahre so nahe an Shin heranzukommen, wie es Ayama gerade tat und sicherlich hätten auch sie gerne ihre weichen Hände auf seinen nackten Oberkörper gelegt und wären gerne mit ihren zarten Fingern an diesem herunter gefahren. Doch in diesen drei Jahren, als die Hotaru nicht in Konoha war, gab es keine einzige Frau, die er so nahe an sich heran gelassen hatte und auch keine, die ihm einfach so einen Kuss auf die Wange gegeben hätte. Shin hätte dies auch nicht gewollt, für ihn und auch wenn er dies erst jetzt wirklich realisierte, gab es nur Ayama. In ihrer Nähe konnte er entspannen, bei ihr fühlte er sich wohl und konnte einfach alles vergessen. Die Hotaru gab Shin ein Gefühl der Geborgenheit, welches sie ihm schon immer vermittelte und auch jetzt, in ihrer verkorksten Lage, machte sie sich sorgen darum, dass er gut schlafen konnte und sich richtig erholte. Jemanden wie sie hatte der Uchiha eigentlich gar nicht verdient, jemanden der sich sorgen um ihn machte und ihn sogar mit ihrem Leben beschützen würde, sollte es die Situation verlangen. Doch in diesem Moment, der kaum greifbar war und viel zu kurz war, wusste Shin nicht mehr was er noch denken sollte. Sollte er sich seinen Gefühlen ganz und gar hingeben, ihnen erliegen und nie wieder loslassen? Oder sollte er doch all diese Gefühle tief in seinem Inneren vergraben und sie nie wieder das Tageslicht erblicken lassen? Er wusste es nicht, doch jetzt und hier, wollte der Uchiha dieses Gefühl nicht missen, welches sich gerade in seinem Körper ausbreitete und ihn glücklich machte. Selbst die Röte, die nun seine Wangen bedeckten, seine Hand die sich unbewusst auf seine Wange gelegt hatte und auch dieses Gefühl, als wäre all dies nur eine Traum, störte Shin gerade in keiner Weise. Auch wenn dies alles vielleicht nur ein Traum war, wollte der Uchiha am liebsten gar nicht mehr aus diesem aufwachen. Doch selbst die schönsten Träume waren nun einmal nicht für die Ewigkeit bestimmt und so auch dieser. Ein lautes Geräusch, das dem Ton ähnlich war, wenn irgendetwas zu Boden gegangen war, holte Shin aus seiner Trance. Er wandte sich zur Tür, wollte nachsehen was geschehen war, als die Stimme der Hotaru, die einen Augenblick zuvor das Zimmer verlassen hatte, zu vernehmen war. Sie meinte es war nichts geschehen und das alles in Ordnung wäre, doch war dies wirklich so? War wirklich alles in Ordnung zwischen ihr und dem Uchiha, hatten sie wirkliche beide schon begriffen, wie es um ihre aktuellen Gefühle bestellt war? Oder versuchten sie einfach nur zu ignorieren, wie sehr sie sich wirklich nach der Nähe des jeweils anderen sehnten? Shin wusste es nicht, seine Hand die sich an dem Türrahmen gelegt hatte, ballte sich langsam zu einer Faust und schlug mit dieser gegen den Rahmen. Was hatte Shin nur getan, seine Gefühle hatten ihn übermannt und noch dazu, hat er auch noch Ayama von diesen erzählt. Jetzt konnte er nicht einmal mehr leugnen und sagen, dass er keine Gefühle mehr für sie hatte. Also warum in drei Teufelsnamen hatte der Chuunin seiner Gefährtin davon erzählt? Er wusste es nicht, sein Kopf glich gerade dem reinsten Chaos und die Achterbahn, die durch ihn fuhr, machte die Dinge nicht gerade einfacher. Langsam wandte sich Shin um, lehnte sich dabei sanft gegen die Tür und seine dunklen Augen blickten durch das Fenster hinaus in die Nacht. Dieser ganze Tag war wie ein Film, ein Film wie er nur durch das Leben erzählt werden konnte und eines stand für Shin fest, diesen Tag würde er in seinem gesamten Leben nicht vergessen. Der Tag an dem er seinen Clan und alle Menschen, die ihm etwas bedeuteten verraten und verkauft hatte, ohne dass diese jemals die ganze Wahrheit erfahren würden.

Rhythmisch, auf und wieder hinab, bewegte sich seine Brust und saugte ruhig die Luft in seine Lungen. Schon vor Stunden mussten ihm die Augen zu gefallen sein, nach vielen Überlegungen und Gedanken, die seinen Kopf durchquert hatten, hatte ihn die Müdigkeit dennoch eingeholt. Viel war an diesem vergangen Tag geschehen, vielleicht zu viel und doch vielleicht auch zu wenig. Aber sie hatten ausgereicht um einzuschlafen, um dem Uchiha die Ruhe zu gönnen, die er sich verdient hatte. Die Morgendämmerung nährte sich bereits mit langsamen Schritten und die ersten Vögel begannen bereits ihre Lieder, durch den Morgennebel hindurch zu zwitschern und sie waren es auch, die Shin zum Aufwachen bewegten. Seine Augen waren noch immer geschlossen, als Shin die zwitschernden Vögel wahrnahm und seine Decke war weit über seinen Kopf gezogen. Er wollte am liebsten weiter schlafen, den Tag im Bett verbringen nur um seiner Wirklichkeit zu entfliehen. Doch diese Option stand dem Uchiha nicht offen, ob er nun wollte oder nicht, er musste aufstehen. Sich die Decke langsam von seinem Körper streifend und sich aufrichtend, blickte Shin mit halb zu gekniffenen Augen durch das Zimmer. “...hm…wo steckt sie…“ Einzig dieser Gedanke schoss Shin als erstes durch den Kopf, die Frage danach wo seine Gefährtin steckte. Aber es war offensichtlich, dass sie sich entschieden hatte die Nacht nicht gemeinsam mit ihm in einem Zimmer zu verbringen. Irgendwie war es verständlich, zu viel war zwischen ihnen am vergangenen Tag geschehen und zu viel wurde gesagt, als das man einfach darüber hinweg sehen konnte. Darüber nachdenkend was alles gesagt wurde, stand Shin leicht seufzend auf und trug seinen Körper ins Bad. Vor dem Spiegel im Bad angekommen, blieb der Uchiha stehen, seine Hände stützen sich auf das Waschbecken und sein Spiegelbild verriet ihm so einiges. Ein müdes und erschöpft wirkendes Gesicht blickte ihn an, sagte ihm das er noch immer Erholung nötig hatte und am besten sofort wieder ins Bett gehen sollte. Doch das konnte Shin nicht und das wusste er auch. Sich der Dusche zuwendet, seine Sachen von sich streifend und langsam in diese steigend, drehte er den Wasserhahn auf und kaltes, eiskaltes Wasser prasselte auf ihn nieder. Er zuckte kurz mit einer solch kalten Dusche hatte der Uchiha nicht gerechnet. Aber sie zeigte ihre Wirkung, sein müder Körper schien langsam aber sicher aus seinem schlafenden Zustand zu erwachen. Den Wasserhahn zudrehend und damit das Wasser stoppend, verließ der Uchiha die Dusche und legte sich ein Handtuch um seine Taille. Ihm war kalt, doch wenigstens war er nun wach und konnte, seitdem aufstehen, die ersten klaren Gedanken fassen. “…wir sollten sobald wie möglich aufbrechen und nach Konoha zurückkehren…“ Zwar war dies nicht der einzige Gedanke, der ihm durch den Kopf schoss und vielleicht auch nicht unbedingt der Wichtigste, doch war es der Erste der seinen Weg in diesen fand. Vieles ging Shin noch durch den Kopf, wie er seine Erblindung aufhalten sollte, wie er seinen Clan vor noch größerem Schaden bewahren sollte und auch nicht , wie sie es schaffen sollten, einen vermeintlich Tod geglaubten zu finden. Bei all diesen Gedanken, bekam es der Uchiha gar nicht mit, wie er seine Sachen anzog, seinen Mantel anlegte und hinaus durch das Fenster sah, die Morgendämmerung betrachtend. Es war wirklich langsam an der Zeit aufzubrechen, die Frage war nur, wo eigentlich die Hotaru abgeblieben war?

Leise schloss Shin die Zimmertür hinter sich. Im Haus war es still, niemand war zu hören und es konnte einem schon fast Angst machen. Ruhig, sachte einen Fuß vor den anderen setzend, ging der Uchiha die Treppe hinunter und versuchte so wenig krach, wie nur möglich zu machen. Seine Füße trugen ihn durch den Flur, am Wohnzimmer vorbei und dort war sie, Ayama und schlief den Schlaf der Gerechten. Ohne auch nur ein Geräusch von sich zugebend, betrat er das Zimmer in dem seine Gefährtin ihre Nacht verbracht hatte. Für einen winzigen Moment betrachtete Shin, Ayama wie sie geräuschlos die Luft in ihre Lungen saugte und ruhig atmete. Sie schlief wirklich tief und fest, ihre langen Haare hatten sich etwas auf ihr Gesicht gelegt, doch dies ließ ihren Schlaf in den Augen Shins noch süßer aussehen. Sich selbst über seine Gedanken wundernd, musste er lächeln und bewegte sich langsam auf sie zu. Shin ließ sich geräuschlos neben ihr nieder, seine Hand bewegte sich hierbei fast von selbst. Seine Finger strichen ihr behutsam die Haare aus dem Gesicht und entblößten ihr bezauberndes Gesicht. Ayama war in den Augen des Uchiha wirklich hübsch, noch hübscher als vor drei Jahren, als sie sich kennengelernt und lieben gelernt hatten. Genau wusste Shin nicht warum er das tut, was er gleich tun würde, es überkam ihn einfach und wahrscheinlich hätte er dies schon am vergangenen Abend tun sollen. Langsam beugte sich Shin zu Ayama hinunter, seine Hand legte sich dabei neben ihren Oberkörper um ihn abzustützen, als seine Lippen ihre berührten. Shin wusste nicht warum er das tat, doch er tat es und weckte Ayama so auf eine sehr liebevolle Art und Weise. “Guten Morgen Schlafmütze…es wird Zeit aufzubrechen“ Ob die Hotaru gerade wirklich verstand was Shin von sich gab oder einfach nur sein liebevolles Lächeln sah, welches sein Gesicht umspielte, konnte er nicht sagen. Aber eins stand fest, auch wenn sein Kopf es noch nicht ganz begreifen wollte, die Gefühle für Ayama waren noch die gleichen wie vor drei Jahren und nur sein Herz hatte dies bereits akzeptiert.
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BeitragThema: Re: Der Wald   So 27 Jan 2013, 15:36

Die Nacht sollte langsam dem Tag weichen. Es wurde bereits heller, und bald würden die ersten Sonnenstrahlen sich über den Rand des Horizontes erstrecken und die Welt wieder in Farbe tauchen. Das Grau der Nach würde einer wahren Pracht die aus einer reichhaltigen Palette aus Farben bestand weichen. Die ersten Vögel des Morgens erhoben ihre Stimmen. Lärchen lösten Nachtigallen ab, zu denen sich nach und nach auch alle anderen Vögel gesellen würden. Dieses allmorgendliche Konzert konnte Tote wecken, wenn es genau vor dem Fenster abgespielt wurde. Doch eine gewisse junge Dame störte sich nicht an diesen Geräuschen und döste noch so vor sich hin. Den Tiefschlaf hatte sie bereits hinter sich gebracht und verband das was um sie herum passierte, mit dem was sie gerade Träumte. Eine schöne heiße Dusche und danach in die weichen Kissen kuscheln, die sich auf ihrem Bett befanden. Ja doch, Träume konnten etwas wirklich Schönes sein. Aber nur manchmal. Ruhig atmete die noch schlafende, genoss jede Minute, die sie liegen bleiben und ohne Reue sich solchen Träumen hingeben konnte. Vor allem, nach den vergangenen Tagen. In den letzten Beiden war so viel geschehen, man hätte ganze Bücher damit füllen können. Und wie in jedem Buch, in dem die Träumerin vorkam, gab es auch hier wieder eine gewisse Tragik. Wahrscheinlich schrieb ihre Lebensgeschichte jemand, der einen Hang dazu hatte, oder einfach keine Lust hatte. Von dem Lehrmeister dazu verdammt, das Leben einer Kunoichi zu schreiben, die er so absolut Langweilig fand, dass er ihr ständig Steine in den Weg legen musste und hoffte, irgendwann würde sie sich damit den Hals brechen. Wie auch immer dem war, bald würde es mit der Träumerei vorbei sein, und das Leben sollte sie zurück haben.

Ein warmes Gefühl durchflutete ihren Körper. Genau sagen, was es war, konnte sie zu diesem Augenblick noch nicht. Zu sehr, war sie noch in der Welt zwischen Schatten und Licht gefangen. Sanfte Worte holten sie in die Wirklichkeit zurück. Noch ziemlich verschlafen öffnete Ayama ihre Augen. Sah jemanden vor sich, von dem sie nicht erwartet hätte, dass sie ihn bei sich sehen würde. Verträumt legte sie ihm ihre Hand auf die Wange, lächelte milde. Beinahe konnte man denken, dass es vielleicht schon eine Spur traurig war. Wie schön wäre es, wenn dieser Moment wahr wäre. Wenn es nicht wieder eine Spielerei ihrer Fantasie wäre, die so gern mit ihren Gefühlen spielte. Etwas hier, jetzt gerade, war aber anders wie sonst. Die Hotaru blinzelte. Ihr Blick wurde klarer und mit jedem Bruchteil einer Sekunde die verging, wurde ihr klarer, sie träumte nicht. Das alles hier war echt. Sie würde nicht gleich aufwachen, einsam am Lagerfeuer, in das Fell ihres Begleiters gekuschelt. Die Traurigkeit, die man gerade noch gefunden hatte, wich einer Freude. Zum ersten mal seit, sie wusste schon gar nicht mehr wie lange, war sie einfach nur Glücklich. In ihrem kleinen Kopf machte sich der Gedanke breit, der sich noch mit dem warmen Gefühl beschäftigte. Er analysierte wo er her kam und schloss auf die Antwort. Natürlich gab es auch einen Teil in ihr, der sie gerade Ohrfeigte. Sie hatte gestern vielleicht zugegeben, dass sie noch Gefühle für ihren Gefährten hegte, starke sogar, aber genau diese Gefühle würden ihr auf ihrer Reise, bei dem was ihnen womöglich noch bevor stand im Wege stehen. Mal wieder, man konnte schon fast die Uhr danach stellen, brach in ihrer Gedankenwelt ein Kampf los. Herz gegen Vernunft. Ihr Herz stellte sich gegen diese Aussage und konterte das wenn man die Gefühle unterdrücken würde, man es gegen beide einsetzten konnte. Und so ging es weiter. Nichts desto trotz, es waren vielleicht zwei oder drei Sekunden vergangen, seit dem Aya aus ihrer Trance ganz erwacht war. „Guten Morgen.“ Ihre Stimme war mit Wärme gefüllt, wenngleich man ihr anhörte, dass sie noch einen kleinen Moment brauchte, bis sie ganz wach war. Manchmal war es eben so, dass der Körper etwas länger brauchte wie der Rest um aufzuwachen. Und manchmal konnte es auch kommen, dass das Herz einfach mal die Fäden in die Hand nahm und machte was es wollte. Und genau so kam es. Sie selbst konnte kaum fassen was sie jetzt gleich tun würde, aber genau das war es, was sie immer hatte machen wollen und nichts anderes. Schüchtern wirkte sie, als sie sich Shin näherte, zögerte einen kleinen Moment, doch nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und küsste ihn. Als ihre Lippen die seinen berührten, durchfuhr sie das gleiche warme Gefühl wie eben schon einmal. Aber um das zu realisieren müsste sie erstmal einen Gedanken zu fassen bekommen. Jedoch spielte ihr Kopf da nicht mit. Er quittierte für den Augenblick so lange wie dieser Kuss dauerte den Dienst. Dieses Gefühl war das schönste Gefühl das diese Welt zu bieten hatte. Mit jeder Faser ihres zierlichen Körpers genoss sie die verstreichenden Sekunden. Als sie sich von ihm löste war immer noch alles wie vorher. Nichts hatte sich verändert. Ihre Fantasie spielte ihr heute tatsächlich keine Streiche. Dieser Gedanke beruhigte sie genauso sehr wie er sie aufwühlte. Denn der Kampf der in ihr tobte nahm unvorstellbare Ausmaße an. Ayamas Hand sticht dem Mann, dem ihr Herz gehörte sanft über die Wange bevor sie sich aufrichtete. Er hatte recht, langsam wurde es Zeit das sie aufbrachen. Zuerst musste sie aber noch ins Bad.
Ohne etwas zu erklären hatte sie den Uchiha im Wohnzimmer sitzen lassen. Etwas sehr viel anderes war ihr auch nicht übrig geblieben. Immerhin konnte sie es sich selbst nicht genau erklären, was in sie gefahren war. Natürlich war es genau das, was sie sich immer schon wollte, selbst wenn sie es vor sich zu leugnen versucht hatte. War es aber das Richtige, durfte sie es sich einfach so holen? Sie sah in den Spiegel des kleinen Bades. Ihre Gedanken spielten Karussell. Wie sollte sie sich auf das Kommende konzentrieren, wenn sie die ganze Zeit daran denken musste, wie schön doch dieser verstrichene Moment war. Man konnte ihr ansehen, dass sie mit den Gedanken noch einmal auf dem Sofa war. Fast schon verträumt strich sie sich über die Lippen, als könne sie so noch einmal das Gefühl heraufbeschwören. „Nun ist aber gut. Ihr habt heute noch genug zu bewältigen.“ , mahnte sie eine innere Stimme. Ganz Unrecht hatte sie damit auch nicht. Den Wasserhahn auf gefühlte Eiswürfel stellend, bereitete Aya sich auf den Kälteschock vor. Mit dem nahe am Gefrierpunkt zu scheinenden Wasser im Gesicht kam langsam auch das Gefühl der Klarheit zurück. Es war nicht an der Zeit sich Gedanken um Gefühle zu machen, sondern sich auf eine Situation vorzubereiten, in der alles, aber auch nichts geschehen konnte. Mit nun einem wieder kühlen Kopf schlich sie in die umfunktionierte Abstellkammer. Behutsam strich sie das Hemd von ihren Schultern um gleich darauf ihre alltäglichen Sachen an zu ziehen. Wie gewohnt schnallte sie sich ihre Tasche um die Hüfte und schulterte ihr Schwert. Ein letztes Mal überprüfte sie noch den Sitzt ihrer Haare und vor allem ihrer Handschuhe, die noch eines ihrer Geheimnisse bewahren sollten. Dann warf sie sich ihren Mantel um die Schultern.

Eine der Dielen knarrte leise, als die Hotaru durch das noch stille Haus schlich. Die ersten Sonnenstrahlen streckten sich lautlos über die Welt. Das Licht brach sich in einem dünnen Schleier aus Nebel. In einem Tautropfen der sich an die Spitze eines Blattes klammerte spiegelte sich die langsam aufgehende Sonne. Man konnte nicht mehr leugnen, dass es Spätsommer war und langsam der Herbst Einzug hielt. Heute fand es die junge Schwertkämpferin schon selbst fast beängstigend, wie schnell sie sich selbst zur Ruhe zwingen konnte. Inzwischen brauchte sie nur noch ein paar Minuten, wenn nicht noch weniger, wo sie früher Stunden oder Tage braucht um mit einer Situation klar zu kommen. Sie konnte stolz auf sich sein, die Früchte ihres harten Trainings ernten zu können. Eigentlich eine Tatsache die die Welt nicht brauchte, doch beschäftigte sie Kunoichi gerade dies. Am Fuß der Treppe sah sie Shin, der auf sie wartete. Immer noch klopfte ihr Herz schneller wenn sie ihn sah. Aber sie hatte für sich eine Antwort gefunden, mit dem sie den Tropensturm in sich selbst besänftigen konnte. Es war ok ihre Gefühle zu zeigen, solange es die Situation zuließ. Doch nun, da etwas auf sie zukommen würde, das ihre volle Konzentration benötigte, sollten sie tief in ihr verschlossen bleiben. „Wir können los.“ In ihrer Stimme war genau die gleiche Ruhe, wie man es inzwischen von ihr gewohnt war. Der einzige winzige Unterschied zu vorher war, dass der melancholische Unterton verschwunden war. Man musste sehen für wie lange, wie viel Zeit verstreichen würde bis sie die Traurigkeit wieder einholte, die Ayamas ständiger Begleiter war, auf seine Gelegenheit in ihrem Schatten lauerte.
Ein etwas schlechtes Gewissen hatte sie schon, als sie durch die Türe ging. Sie konnte der alten Frau wieder nicht lebe wohl sagen, vielleicht das letzte mal. Denn wer wusste schon ob und wann man sich überhaupt wieder sehen würde. Damit konnte sie sich jedoch nicht lange beschäftigen. Die Sonne war schon beinahe zur Hälfte aufgegangen, als die beiden Shinobi den Weg zurück in ihr Heimatdorf antraten. Auf jeden Fall führte ihr Weg sie in die Nähe von diesem. Ganz wohl bei dem Gedanken daran, war der jungen Frau nicht. Sämtliche Wachposten waren wahrscheinlich in höchster Alarmbereitschaft. Und sie hatte nicht den blassesten Schimmer, wo genau sich der Versammlungsort der Uchiha befand. Noch ein Faktor, der sie Unsicher werden ließ. So kam sie nicht umher, ihre Bedenken mit ihrem Gefährten zu teilen. „Shin, ich hoffe du hast einen guten Plan. Denn ich weiß nicht, wie wir unbemerkt an die Informationen kommen sollen.“ Wie hätte sie auch. Sie selbst würde in diesem Akt der Geschichte eine kleine Statistenrolle spielen. Damit hatte sie kein Problem, es war nur einfach das Gefühl das sie plagte.

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BeitragThema: Re: Der Wald   Fr 22 März 2013, 21:51

Seine Augen folgten ihr, aber nicht nur diese, sein gesamter Körper bewegte sich hinter ihr her. Alles schien gerade wie in einem Traum, einer aus dem man am liebsten nie wieder aufwachen wollte. Shin sah gerade nur Ayama, alles andere um ihn herum war in einen verschwommenen Schleier gehüllt, selbst als sie die Treppe ins obere Stockwerk hinauf schritt, klebten seine Augen förmlich an ihr. Manch einer hätte es wohl sogar als starren bezeichnet, doch Shin blieb nichts anders übrig, sein Herz machte gerade Freudensprünge und ließ ihn alles um sich herum vergessen. Erst als Ayama um die Ecke verschwunden war, kehrte der Uchiha langsam in die Realität zurück. Er selbst hatte noch nicht realisiert, was gerade geschehen war und auch nicht, wie er sich gerade verhalten hatte. Um es mit einem Wort auszudrücken, Peinlich! Aber was war eigentlich genau geschehen, sein Herz hatte für einen winzigen Moment die Führung übernommen, etwas was er gar nicht zulassen wollte und dennoch geschehen ist. Doch selbst unter diesen Umständen, hätte Shin niemals erwartet das Ayama ihn küssen würde, ihre weichen Lippen auf seine Legen und ihn damit gänzlich aus der Bahn werfen würde. In diesem winzigen Moment, der zwar längst der Vergangenheit angehörte und wahrscheinlich niemals wiederkehren würde, realisierte Shin etwas von dem er wusste, dass es eigentlich unmöglich war. Er liebte Hotaru Ayama und das nicht nur auf eine romantische Art und Weise, welche vielleicht einmal verblassen könnte. Sondern auf die eine Art und Weise, die ihm zeigte, dass sie die Eine war und immer seien würde, egal welche Zukunft sie erwartete. Aber genau hier lag das Problem, ihre Zukunft war ungewiss und wie viele Gefahren sie noch erleben würde, wusste keiner von Beiden. Und die Gefahren würden durch ihre Gefühle für den jeweils anderen sogar noch verstärkt werden, weil wohl keiner der Beiden es ertragen könnte, wenn dem anderen etwas passierte. Wo wir schon beim nächsten Problem wären, Shin wusste nicht was er tun würde, wenn Ayama etwas zustoßen, wie er reagieren und auch nicht, was aus ihm werden würde. Gefühle waren etwas schwieriges, doch durften sie einem auch nicht im Wege stehen und irgendwie, hatte der Uchiha Angst davor, dass sie ihm bei seiner Mission im Wege stehen würden. Allerdings wollte er seine Gefühle, sollte es die Situation erlauben auch nicht verstecken und sie ausleben. Schließlich wusste niemand, was noch kommen und sie erwarten würde.

Es dauerte nicht lange, ehe Ayama die Treppen herunter kam und frischer aussah und offensichtlich auch wacher. Auf ihr “Wir können los!“ hatte Shin keine Antwort parat, außer einem zustimmendem, aber gleichzeitig schweigendem Nicken. Ohnehin wusste der Uchiha nicht so recht, was er sagen sollte oder wie er sich in ihrer Gegenwart nun verhalten sollte. Sein Kopf sagte etwas von, [k]“Handele professionell…“[/k] Sein Herz hingegen, sagte ihm er solle so sein wie immer. Daraus wurde natürlich niemand schlauer und so auch Shin nicht, was ihn zu einem fast schon kummervollen Seufzen verleitete, als er die Tür des Hauses durchschritt. Als sie sich einige Meter vom Haus entfernt hatten, blickte sich der Uchiha noch einmal um. Es war schon traurig, dass sie sich nicht einmal von der alten Dame verabschieden konnten, die so nett war und sie letzte Nacht aufgenommen hatte, ohne zu fragen was eigentlich los war. Shins Gesichtsausdruck wirkte entschuldigend, als er sich von Haus abwandte und seine schwarze Kapuze über seinen Kopf zog und letztendlich zusammen mit Ayama im Morgennebel verschwand. Wohin ihre Reise nun führen würde? Zurück nach Konoha, den Ort denn sie erst gestern verlassen hatten und eigentlich niemals wieder sehen sollten. Doch ihre Umstände oder viel Mehr die Umstände Uchiha Shins verlangten es zurückzukehren, doch nicht direkt ins Dorf sondern etwas außerhalb. An einen Ort, der viele Geheimnisse barg und für Shin, die letzte Hoffnung auf eine Heilung für seine Augen war. Es gab hier nur ein Problem, dem Uchiha war es untersagt jenen Ort zu betreten und das wiederum, könnte nach seiner Meinung zu vielen Schwierigkeiten führen. Shin war sich sicher, dass sein Onkel Fallen und auch Siegel an diesem Ort anbringen ließ und nur um sicherzugehen, dass niemand einschließlich Shin, diesen betreten konnte. Allerdings, gab es auch immer Mittel und Wege solche Fallen zu umgehen oder Siegel zu lösen, was in diesem Fall jedoch nicht einfach werden würde und was wäre wenn, die Siegel sich nicht lösen ließen? Sie könnten entdeckt werden und das war etwas, was Shin nicht unbedingt riskieren wollte. Er wusste, wenn die Uchiha oder die Anbu auftauchen würden, hätten sie keine Chance und würden gefasst werden. Es war wirklich nicht einfach für diese Aufgabe einen gescheiten Plan zu entwickeln und noch viel schwieriger war es, zu erahnen was wirklich auf sie zukommen würde. Es gab zu viele Variablen, die in seiner Berechnung eine Rolle spielten und deren Ausgang, er nicht erahnen konnte und was es schwierig machte, einen perfekten Plan zu entwickeln. Für Erste war es wohl erst einmal wichtig, ohne Aufsehen zum Geheimversteck der Uchiha zu gelangen und dort nach einer Heilung zu suchen.

Das Dorf lag längst hinter ihnen und eine beinahe unheimliche Stille hatte sich zwischen dem, auf den ersten Blick, ungleichen Paar ausgebreitet. Shin hatte seit dem sie das Haus der alten Dame verlassen hatten, nichts gesagt und schien seinen Gedanken hinterher zu hinken. Sein Gesicht, wurde durch die schwarze Kapuze die sein Haupt bedeckte komplett verdeckt und selbst Ayama konnte kein Blick auf es werfen. Doch selbst wenn sie dies gekonnt hätte, hätte sie nichts weiter zu Gesicht bekommen als starre Augen, die schon beinahe so wirkten als wäre ihr Besitzer in einer Art Trance. Und wenn man es genau nahm, konnte man wirklich sagen, dass sich der Uchiha in einer Art Trance befand und seine Umwelt schon fast nicht mehr wahrnahm. Zu sehr war er wohl damit beschäftigt eine Antwort auf die eine Frage zu finden, wie sie es schaffen sollten nach Konoha zurückzukehren und dort ohne Aufruhr zu erregen, wie zu verschwinden. Eine unmögliche Aufgabe und das wusste Shin bereits tief in seinem Inneren, doch konnte er auch nicht mehr zurück. Zu vieles hing von diesem Besuch ab, seine Zukunft und sein Leben, wie er es bisher geführt hatte. Es durfte so nicht enden, nicht mit dem erblinden seiner Augen und auch nicht mit seinem Tod. Shin wusste aber auch nur zu gut, was auf ihn und seine Gefährtin zu kommen würde. Sein Onkel war kein Narr, der sich so einfach hinters Licht führen ließ und auch kein dummer Mensch, der keine Vorkehrungen treffen würde. Sicherlich hatte er schon viele Vorkehrungen getroffen, die Shin davon abhalten sollten in das Geheimversteck einzudringen und vielleicht sogar mehr als nur das. Doch eines wusste Shins Onkel nicht, dass das Siegel, welches Shins Augenkraft unterdrücken sollte, längst der Vergangenheit angehörte. Noch wusste er, welches Ausmaß Shins Fähigkeiten angenommen hatten und auch unter dem Aspekt, das Hayate ihm etwas erzählt haben sollte, so würde Nagini ihm kein Gehör schenken, zu sehr war er von seinen Fähigkeiten überzeugt. Und hier lag sein Fehler, Nagini unterschätze Shin und vielleicht war genau das, die einzige Chance für Ayama und ihn.

“…Ayama ich kann dir noch nicht sagen, wie wir es anstellen und ob wir überhaupt heil aus dieser Nummer raus kommen, allerdings setze ich hier etwas auf unser Glück. Denn so wie ich meinen Onkel einschätze, wird er Hayate keinen Glauben schenken, sollte dieser ihm schon von meinen Augen erzählt haben. Und das ist vielleicht unsere Chance, mein Onkel ist so sehr von seinen Fähigkeiten überzeugt, dass er sicherlich davon ausgeht, dass niemand seine Fuin brechen kann und erst recht nicht sein missratener Neffe.“ Eine leichte Brise, die die Blätter um sie herum aufwirbelte, unterbrach Shin und für einen Moment betrachtete er einfach nur das Blättermeer welches vor ihren Augen umher tanzte. “…aber das ist wohl nicht das einzige Problem was wir haben, da ich meinen Onkel kenne und weiß wie er denkt. Ich bin mir sicher, dass er bereits die eine oder andere Vorkehrung getroffen hat, sollte sich eine Person unwissentlich dem Versammlungsort meines Clans nähren. Allerdings selbst die sichersten Vorkehrungen können durchbrochen werden, wenn man jemanden wie…“ Shin hatte seinen Satz noch nicht beendet, als er plötzlich stehen blieb und sich seiner Kameradin zuwandte. “…dich und Koinu in seinem Team hat. Ich bin sicher, dass Koinu mit seinem Spürsinn ein große Hilfe sein kann um uns einen Weg zu bahnen, vorausgesetzt er willig ein. Aber ich bin sicher, wenn er mich schon nicht haben kann, dann würde es ihm doch sicherlich Spaß machen ein paar andere Uchiha in den Hintern zu beißen oder nicht?“ Ein mildes Lächeln umspielte sein Gesicht, als speziell die letzten Worte seinen Mund verließen. Aber ebenso schnell, die es kam verschwand es auch schon wieder und Shin wurde wieder ernster, ernster als er es wohl jemals zuvor in seinem Leben war. „Ayama da ist noch etwas was du vielleicht wissen solltest. Etwas von dem ich denke, dass es möglicherweise passieren könnte und vor dem ich große Angst habe. Sollten wir wirklich in einen Kampf verwickelt werden, weich niemals von meiner Seite und versuch in meiner Nähe zu bleiben. Denn falls wir in einen Kampf verwickelt werden, wird mein Onkel auch an diesem Teil nehmen und du wärst sicherlich sein erstes Ziel, allein schon weil er weiß wie viel ich für dich übrig habe.“ Langsam wandte sich Shin während dieser Worte von seiner Partnerin ab, doch selbst diese letzten Worte waren sicher deutlich für sie zu hören, auch wenn der Wind stärker geworden war und das Rascheln der Baumkronen, sicherlich viel übertonen konnte was ein einzelner Mensch zu sagen hatte. „...Aya…ich könnte mir niemals verzeihen, wenn dir bei diesem Vorhaben etwas passiert und auch werde ich niemanden verzeihen, der dir etwas antun will ganz gleich, wer es auch seinen mag…“ Eine leichte Kälte war aus seinen Worten zu entnehmen, doch war diese nicht an die Hotaru gerichtet, sondern viel mehr an all die, die sich ihnen von nun an in den Weg stellen würden. Shin hatte sich entschieden, Ayama um jeden Preis zu beschützen, auch wenn dies bedeuten würde jemand zu töten. Als der junge Uchiha seine Worte enden lassen hatte, dauerte es nicht einmal eine Sekunde ehe er mit einem kräftigen Sprung in den Schutz der Baumkronen verschwand. Sie durften nicht bemerkt werden und was bot schon einen besseren Schutz als die Bäume in Feuerreich. Shin sah nicht nachhinten, er wusste das Ayama ihm folgen und direkt hinter ihm seien würde. Seine Augen, in denen das Sharingan zu erkennen war, blickten Stur nach vorn, als ob sie einen Punkt weit in der Ferne anvisieren würden und nur darauf warteten, endlich zur Tat schreiten zu können. Und dieser Punkt war mehr als nur deutlich für Shin sichtbar, es war nur noch die Frage, was wirklich dort auf sie warten würde.

[out: Mehr schlecht als recht, aber ich hoffe du kannst was damit anfangen...auch wenn ich nicht sonderlich zufrieden bin mit diesem doch zusammen gewürfeltem Post Sad]
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BeitragThema: Re: Der Wald   Fr 12 Apr 2013, 00:04

Der Nebel der sich am frühen Morgen noch über die Landschaft gelegt hatte, war allmählich verschwunden. Nur noch selten verdeckte er den Boden und lies einen Schritt zum Ratespiel werden. An diesem nicht mehr ganz so frühen Morgen hatte inzwischen die Sonne die Herrschaft an sich gerissen. Ihr Licht bracht sich im grünen Dach der Bäume. Die Strahlen die durch die Blätter hindurch den Waldboden erreichten, hinterließen ein buntes Farbenspiel in allen Grüntönen bis zu einem lichten Gelb das die Natur zu bieten hatte. Das große Vogelkonzert das den neuen Tag begrüßt hatte war in der Zwischenzeit verstummt. Dennoch hatte der Wald seinen ganz eigenen klang. Der Wind der in den Blättern rauschte, die Vögel die ab und an ihre melodischen Stimmen erhoben, sogar die kaum hörbaren Schritte, die von zwei Menschen ausgingen, die sich ihren Gedanken hingaben fügten sich in dieses Lied ein. Eine dieser beiden Personen war Ayama, die ein Gespräch dieser Stille, diesem schweren Schweigen bevorzugt hätte. Denn dort hätte sie sich anders als in ihren Gedanken nicht verlaufen können. So dachte sie über das nach, was sie wohl am Ende ihres Weges erwarten würde. Doch sie wusste es nicht, konnte sich nicht ausmalen, wer, was oder warum genau dort jemand auf sie lauern sollte. Shin hatte ihr erzählt, dass dort wahrscheinlich die Antworten auf einige seiner Fragen stehen würden. Aber konnte jemand wissen, dass er das wusste, wenn dieser Ort doch eigentlich geheim war? Oder das die beiden Shinobi die sich erst gestern dazu entschieden hatten ihr Heimatdorf zu verlassen, am nächsten Tag wieder dort hin zurück kehrten? Fragen über Fragen und nur eines war sicher, nach allem was gestern erst passiert war, würde der Hokage Konoha noch immer in Alarmbereitschaft halten. Denn auch er wusste wohl nicht, was die Gründe waren, dass alles so aus dem Ruder gelaufen war. Gut, auf jeden Fall würde er es niemanden auf die Nase binden, dass er nur zu genau wusste was und vor allem warum alles so gekommen war. Wie Ayama ihn einschätze würde er sein Geheimnis mit ins Grab nehmen und niemand würde jemals erfahren, das Shin auf sein Geheiß hin gehandelt hatte. Diese Tatsache ließ die Wut über diesen Mann wieder in ihr hoch kochen. Gleichzeitig war ihr auch klar, dass auch das Oberhaupt der Uchiha seine eigenen Vorkehrungen treffen würde, um allen Eventualitäten entgegen zu wirken. Was wiederum bedeutete, das sie auf jeden Fall mit Gegenwehr zu kämpfen hatten, nur wie diese Aussah war ihr bis zu diesem Zeitpunkt noch völlig schleierhaft.
Vielleicht war der nächste Gedanke, der sich in ihrem hübschen Kopf einnistete alles andere als Objektiv gedacht, aber hier konnte zum glück niemand Gedanken lesen. Sie verfluchte beide Männer und war der festen Überzeugung, dass ihr Partner, dem Menschen, dem sie ihr Leben anvertraut hatte, es nicht verdiente so behandelt zu werden. Dieser Gedanke führte zum nächsten und immer weiter bis sie an einem Punkt angelangt war, an dem sich ihr angeborenes Misstrauen bemerkbar machte. Sie überlegte sie, wie es sein konnte, dass Shin ihr verziehen hatte, ihr keine Ellenlange Standpauke über ihr Verhalten gehalten hatte. Er hatte ihr anvertraut was ihn bewegte und somit gezeigt, dass er ihr immer noch vertraute. Aber warum? Hatte er sich so sehr verändern können, dass all das nichts weiter als ein Spiel war, in dem er jemanden suchte den er für seine Zwecke manipulieren konnte? Genau in diesem Augenblick hätte sie sich am liebsten selbst geohrfeigt. Was dachte sie da eigentlich für einen Mist zusammen? Vor allem, es gab viel Wichtigeres als das. Sie musste sich für eine Situation rüsten, sie mehr Überraschungen parat haben konnte als ihr lieb war.

Ein leises Knurren weckte ihre Aufmerksamkeit und holte sie endlich ganz zurück auf den Boden der Tatsachen. Es war Koniu der sich lautlos angeschlichen hatte und nun ein wortloses Gespräch mit seiner Partnerin suchte. Als ihre Blicke sich trafen, wechselten Bilder die Seiten. Drei einsame Wölfe auf Feindesland, nur unweit ein Rudel Jäger die nur darauf lauerten, ihnen den Gar aus zu machen. Die junge Frau sah sich um. Tatsächlich waren sie nicht mehr sehr weit von Konoha entfernt gewesen und ihre Vermutung, dass hier noch Alarmstufe Rot galt bestätigte sich. Koinu musste auf seinem Streifzug einen Trupp der ANUB bemerkt haben. Sie ihn hoffentlich nicht, sonst würde alles was sie gehofft hatten zu finden, sich in Rauch auflösen. Und damit waren ihre Gedanken beim wesentlichen angelangt. Bei dem, das sie nicht wusste auf was für eine Situation sie sich einzustellen hatte. Wahrscheinlich war, dass sie an so einem Ort der vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wurde, vielleicht sogar vor vielen Mitgliedern des eigenen Clans, nicht so sehr auf Gegenwehr von einzelnen Personen zu rechnen war. Aber diejenigen, die dort vom Clanoberhaupt postiert worden waren, dessen war sich die Hotaru sicher, ihre Fähigkeiten waren auf keinen Fall zu unterschätzen. Dazu würden wahrscheinlich noch genug Siegel sie am weiterkommen hintern, wie man diese lösen konnte musste man vor Ort vielleicht herausfinden. Oberste Priorität in dieser ganzen Sache war, keinen großen Radau zu verursachen, denn diejenigen, die Koinu vorher gewittert hatte, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schon auf ihrer Spur waren, die mussten absolut nicht wissen, dass sich ihre Beute genau vor ihrer Nase herumtrieb. Sozusagen sich auf dem silbernen Tablett servierten.
Noch so mit den Gedanken beschäftigt ob oder ob nicht ob oder wie sie Shin dies sagen konnte, bemerkte sie im ersten Moment nicht das er stehen geblieben war. Beinahe wäre sie wahrscheinlich auf ihn drauf gelaufen, aber konnte im letzten Augenblick doch noch halten. Aufmerksam lauschte sie seinen Worten. Als er meinte, dass es sich auf sie und Koinu verlassen würde, und er vielleicht seinen Spaß daran haben würde ein paar anderen Uchiha als Shin in den Hintern zu beißen, konnte sie sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Koinu, ihn lies das ganze kalt. Er hatte nicht wirklich Lust Shin zu helfen, aber er folgte Aya und vertraute ihrem Instinkt. Wobei er ab und zu auch an diesem zweifelte.
Als letztes kam etwas, das sie eigentlich mehr hören wollte. Es war nicht so, dass ihr Herz nicht einen Satz machte vor Freude zu hören, dass Shin sie vor allem und jedem beschützen wollte. Aber gerade als sie ihm behutsam ihre Hand auf die Schulter legen wollte, sich vielleicht sogar ein letztes Mal an ihn zu schmiegen, um ihm zu sagen, dass er sich nicht so sehr um sie Sorgen zu brauchte, da sie gelernt hatte auf sich selbst acht zu geben, verschwand ihr Partner. Wahrscheinlich war es auch besser so. Ayama sog die noch immer so frische Waldluft tief ein, genoss die tausend feinen Gerüche von frischem Moos, den Bäumen, Sträuchern und Waldblumen, um sie kurz danach wieder aus zu atmen. Vom Waldboden verschwunden stand sie nun beinahe genau neben ihrem Gefährten. Der Wind frischte auf, lies ihr langes blasses Haar leicht wehen. In der kleinen Hotaru machte sich eine gewisse Anspannung breit. Es war wie die Ruhe vor dem Sturm. Man konnte nur zu deutlich spüren dass etwas in der Luft lag. Ihr Ziel war nicht mehr weit von ihnen entfernt, wenngleich man diesen Ort durch das dichte Blattwerk noch nicht sehen konnte. Sie wusste das er vor ihr lag so gewiss, wie ihr klar war, wie wenig sie selbst etwas mit ihm zu tun hatte. Aber so sehr wie Shin beschlossen hatte sie zu beschützen, hatte sie beschlossen das Schicksal das ihn erwartete zu ändern und ihm die Last die auf seinen Schultern lag ab zu nehmen.

Ayamas bernsteinfarbene Augen legten sich über den Uchiha der neben ihr stand. Es kam ihr vor, als würde er ihr, nein sein Ziel anvisieren, fast wie in Trance wirke sein Blick. Seine Worte hefteten noch an ihren eigenen Gedanken. Er verließ sich auf sie und Koinu. Dieses Mal würde sie ihn auch nicht enttäuschen. In der Vergangenheit hatte sie zu viele Fehler gemacht, als das sie diese noch einmal wiederholen würde. Ihre feine Stimme erhob sich und hatte trotz allem einen festen Klang. “Egal was kommen wird, solange wir es gemeinsam bewältigen können wir alles schaffen.“ Eigentlich wusste sie nicht so genau was sie sagen sollte, also brachte sie es einfach auf den Punkt. “Koinu meinte, dass jemand uns auf der Spur ist. Wir sollten uns also beeilen und so wenig Aufmerksamkeit wie möglich erregen, wenn wir nicht noch unerwarteten Besuch wollen.“ Sie hatte wirklich lange gezögert und überlegt, aber auch wenn es den ganzen Weg bis hier her bereits den Anschein gemacht hatte, das Shin sich den Kopf darüber zerbrach, was, wie, weshalb und warum. Sie musste ihm sagen was Sache war. Nachdem die Worte ausgesprochen, aber noch nicht verhallt waren, machte sich die Kunoichi auf den Weg. Inständig hoffte sie, dass sie dass sich auf ihrem Weg nicht noch die ein oder andere Falle befinden würde. Wenigstens bis sie nahe genug an ihrem Ziel waren um das Koinus feine Nase die Lage auskundschaften konnte. Bei dem Gedanken an den Wolf kam ihr eine Idee. Denn im Wolfsrudel gab es jemanden, vor dessen Nase nichts geheim bleiben konnte. Er konnte selbst die noch so winzigste Veränderung in der Luft wahrnehmen. Der große Nachteil war, dass Koinu und er sich nicht sonderlich gut vertrugen und der Wolf der stets an ihrer Seite war auch nicht davor zurück schreckte seinen Dickkopf durch zu setzten. Aber das Risiko das die beiden sich in die Wolle kamen musste sie eingehen. Sie wusste wie wichtig es Shin war Antworten zu finden und Atozuke konnte vielleicht ein kleines Stück weiter helfen. Der Platz war inzwischen in Sichtweite gekommen, als Aya den Schutz der hohen Bäume verlies und sich auf dem Boden neben ihrem Schatten wieder fand. “Waren einen Augenblick.“, bat sie Shin, als sie einen kleinen Dolch zückte, einen hauchdünnen Schnitt in ihre Handfläche zog und mit der blutenden Gand den Boden berührte. “Kuchiyose no jutsu.“ Unter ihr erschien ein Siegel und in einer kleinen Rauchwolke konnte man bereits die schemenhafte Gestalt eines Wolfes erkennen. Braun, und unter dem plüschigen Fell doch recht pummelig. Der Rauch war noch nicht ganz verzogen, als man schon ein genervtes knurren hpren konnte, das von der WEihaarigen gekonnt überhört wurde. Selbst das Pummelchen war gewillt, dem Drohen des anderen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Er wand sich an Aya, würdigte Shin nur einen flüchtigen Blick. “Ich helfe euch nur, wenn etwas gutes zu essen dabei heraus sprinngt.“ Diese Mal war es ein verächtliches Schnauben, das zu hören war. [color=lightgreen]“Du bekommst von mir das größte und saftigste Steak das du jemals gegessen hast, wenn du uns begleitest und uns vor allem warnst, was deiner Nase nicht ganz geheuer vor kommt.“ Und als wollte Atozuke seinen Vetter der ohne hin schon nicht gut auf ihn zu sprechen war noch provozieren, schwenkte er seinen wuscheligen Kopf in dessen Richtung. Versöhnlich legte Ayama die Hand hinter die Ohren des um einiges größeren Wolfes und kraulte ihn. “Außer diesem Sturkopf hier. Damit schien die Sache fürs erste erledigt zu sein. Nachdem dies geklärt war, wand sich die Hotaru an ihren Partner. “Atozuke hat im ganzen Rudel die feinste Nase. Er kann sogar die verstecktesten Siegel finden. Es gibt niemand der sich vor ihm verstecken kann. Auch wenn dein Onkel meint, er könnte uns überraschen, mit ihm an unserer Seite sind wir vor Überraschungen gefreit.“ Sie lächelte offen auch wenn es ihr irgendwo schwer fiel in einer Situation wie dieser “Wir werden hier auf jeden Fall wieder zusammen und unversehrt raus kommen.“ Der Wind frischte wieder auf, wirbelte ein paar Blätter durch die Luft. Die Anspannung die vorher schon in der Luft lag, war nun schon beinahe zum greifen. Der Eingang lag direkt vor ihnen, und von nun an würde wieder Shin die Führung übernehmen, da er genau wusste wo sie hin mussten.

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... ... Ayama no baka ... ...
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BeitragThema: Re: Der Wald   Fr 26 Apr 2013, 21:12

Die Wärme der Sonne war deutlich zu spüren, auch wenn diese durch die Blätterdächer der zahlreichen Bäume um sie herum verdeckte. Doch allein die Schatten des Blätterdaches und die zahllosen winzigen Sonnenstrahlen, die durch sie hindurch schienen, belegten, dass die Sonne schon hoch am Horizont stehen musste. Für viele war dies sicherlich ein wundervoller Tag, man konnte so vieles unternehmen, verliebte Pärchen konnten in Parken spazieren gehen oder ein gemütliches Picknick veranstalten. Aber nicht nur für Paare war so ein Tag sicherlich ein herrliches Erlebnis, auch für andere, Kinder beispielweise, die sich auf dem Spielplatz austoben konnten, war dieser bestimmt ein wahrer Genuss. Allerdings nicht für jeden, war dieser Tag ein Spaß oder ein herrliches Erlebnis, für einige Menschen bedeutete er eine große Veränderung in ihrem Leben. So auch für die beiden Shinobi, die derzeit auf dem Weg in ihr Heimatdorf waren um dort einer wichtigen Spur hinterher zu gehen. Einer Spur, die wahrscheinlich zu mindestens für einen der beiden Shinobi, die letzte Chance war, sein drohendes Schicksal abzuwenden. Für diesen Shinobi, Uchiha Shin, dessen Augen auf sein Ziel gerichtet waren und der sich schon beinahe in einer Art Trance befand, war dies ein letzter Hoffnungsschimmer. Eine Hoffnung, die für ihn trügerisch war und vielleicht auch der letzte Ausweg auf einen Pfad, der sonst in Finsternis enden würde. Aber war die Gefahr, die diese Aufgabe mit sich brachte, war sie der ganze Aufwand überhaupt wert? Lohnte es sich überhaupt, weiterzumachen sich seinem Schicksal nicht ergebend? Oder wäre es vielleicht sinnvoll einfach aufzugeben, sich abfindend damit, nie wieder sehen zu können und sich somit einfach seinem Schicksal ergeben. Doch für den jungen Uchiha, der sich gerade mit all diesen Fragen beschäftigte, wollte sich mit seinem Schicksal nicht abfinden. Er wollte weiter all das machen können, was er in seinem bisherigen Leben auch gemacht hatte und vor allem anderen, wollte er weiter die Frau sehen können, die für ihn das Leben überhaupt erst lebenswert machte, Hotaru Ayama. Für sie würde Shin wohl einfach alles auf sich nehmen, selbst wenn dies bedeuten würde sich selbst zu verlieren. Und auch wenn einige Shin für egoistisch hielten, so sah er sich selbst als jemanden, der einfach genau wusste was er wollte und der nicht zögerte, alle Mittel einzusetzen, die nötig waren um seine Ziele zu erreichen. Aber war der Uchiha wirklich bereit dafür, alle Mittel einzusetzen die nötig waren? Shin selbst konnte sich diese Frage noch nicht selbst beantworten, dennoch würde er nicht zögern und seinen Weg weiter gehen.

Sein Blick war noch immer auf das vor ihm liegende Konoha gerichtet, dem Ort von dem er erst geflüchtet war und zu dem er doch wieder zurückkehren musste. Ein Gefühl von Wehmut breitete sich mit jedem Schritt, mit jedem Meter dem sie sich dem Dorf nährten in ihm aus. Shin bereute seine Taten und auch seine Entscheidungen, die er getroffen hatte nicht. Es war keine Reue, die dieses Gefühl in ihm auslöste, sondern viel Mehr ein Verlangen zu seinem alten Leben zurückzukehren, zu lachen, auf Missionen mit seinem Team zu gehen und einfach mit Ayama durch den Park spazieren. Allein dieser Gedanke, ließ seine Augen förmlich unter Wasser stehen und er war froh, dass sie durch seine Kapuze verdeckt waren und seine Gefährtin, sie nicht sehen konnte. Sie hätte sich nur unnötige Sorgen gemacht, ihn vielleicht versucht umzustimmen, der Gefahr aus dem Weg zu gehen und nach einer anderen Möglichkeit zu suchen, seine Augen zu heilen. Doch leider gab es diese nicht, die geheimen Aufzeichnungen der Uchiha, hatten ihm dies bereits verraten und es war nur noch eine Frage der Zeit bis Shins Augen ihr Licht verlieren würden. Und genau das konnte er nicht geschehen lassen, sie waren schließlich das einzige, auf das der Uchiha immer verlassen konnte und wahrscheinlich verließ er sich sogar zu sehr auf sie. Nichts desto trotz, gab es ohnehin keinen Weg zurück, auf einen Weg der mit den fallenden Blättern der Bäume gezeichnet war, die stets und ständig um sie herum wirbelten und sanft auf dem Boden landeten. Nur bruchstückhaft nahm Shin diese Szenarien auf, er konnte es sich momentan nicht leisten solchen Dingen seine Aufmerksamkeit zu schenken, dafür war einfach keine Zeit. Viel Mehr machte sich der Uchiha Gedanken darum, was sein Onkel für Fallen aufgestellt hatte, wie er und Ayama dieses Umgehen und ohne viel Tamtam zu veranstalten, wieder aus Konoha verschwinden konnten. Irgendwie war es zum Haare ausreißen, all diese Gedanken und Dinge, die ihn beschäftigen und für die er noch immer keine Antwort gefunden hatte, hätten Shin beinahe die Stimme seiner Kameradin überhören lassen, die ihn bat zu warten. Fast schon abrupt stoppte Shin, den Wind dabei erstmals wirklich wieder auf seiner Haut spürend und bemerkend, wie die fallenden Blätter langsam im Wind umherwogen und so sanft ihren Weg gen Erde suchten. Die erste Frage, die sich ihm sofort stellte war, was Ayama so plötzlich von ihm wollte und die zweite war, ob sie es sich vielleicht anders überlegt hatte, es war ja schließlich nicht so, als hätte sie ihn nicht schon einmal allein gelassen. Wahrscheinlich sollte Shin speziell was die zweite Frage in seinem Kopf anging, nicht solche Gedanken haben oder gar an so etwas denken, schließlich vertraute und liebte er die Hotaru, mehr noch als sein eigenes Leben. Dennoch schlichen sie sich ein und daran konnte der Uchiha nichts ändern. Zum Glück wurden diesen negativen Gedanken ein herber Schlag versetzt, während Shin aufmerksam Ayamas Worten lauschte und bemerkte, wie sehr er es mochte ihre Stimme zu hören, so sanft und voller Wärme, die sie immer wieder unter einem ernsten Mantel aus Worten versteckte. Allerdings gefiel es Shin gar nicht, was ihm seine Partnerin dort erzählte zu mindestens in einem Punkt, was den anderen anging und den damit verbundenen, beschworenen Wolf, war er schon positiv überrascht. Der Uchiha wusste, dass seine Partnerin Beschwörungen einsetzen konnte, doch dass sie all seine Probleme lösen konnten war schon etwas Besonderes. „Wir werden also verfolgt…also schön…Koinu soll weiter ein Auge auf unsere Verfolger haben, während wir uns weiter unserem Bestimmungsort nähren. Wenn sie sich verdächtigt verhalten, soll er sofort Bescheid geben, okay? Und was unser neues Teammitglied angeht, mit ihm haben sich schon einmal ein Großteil der Probleme vor denen wir standen gelöst, ich hoffe nur er lässt und nicht im Stich!“ Seine Worte klangen etwas forsch, doch waren sie bei weitem nicht so gemeint wie sie vielleicht klangen. Shin machte sich halt so seine Gedanken und besonders was ihre Verfolger anging, so konnte er noch nicht einschätzen was sie vielleicht mit ihnen noch erwarten würde. Das Wahrscheinlichste war, dass dies Anbu oder sogar Jagdninjas waren und auf ihn und die Hotaru angesetzt wurden. Allerdings würde der Hokage damit ziemlich weit gehen, es sei denn, dies waren nicht einfach nur Shinobi aus Konoha sondern, Uchiha. Das wiederum würde Sinn ergeben, schließlich sollte niemand von Shin erfahren und auch nicht von dem Plan seines Onkels. Dennoch es musste weiter gehen, auch wenn die Lage in der er und seine Gefährtin sich befanden nicht gerade rosig war. „…lass uns weiter…wir haben das Dorf und unseren Bestimmungsort schon beinahe erreicht…“ Nach seinen Worten wandte sich Shin wieder seinem Ziel zu, dass so nahe war und dennoch so weit entfernt auf ihn wirkte.

Time Skip

„…sie sind also da?“ Die Stimme erklang abrupt aus dem verborgenen Gang, den Uchiha Shin freigelegt hatte und wäre es nicht erst früher Nachmittag gewesen hätte man sich wohl sehr leicht erschrecken können. Doch selbst für das leichte Erschrecken war jetzt keine Zeit, Shin hatte alles erreicht was er wollte. Er wusste nun, wie seine Augen zu retten waren und auch was er dafür tun musste, doch nicht nur diese Erkenntnisse waren es, die ihm offenbart worden. Der junge Uchiha und auch seine Kameradin, mussten noch vieles Bereden und auch sie sollte erfahren, was er erfahren hatte. Doch im Moment, mussten die beiden Abtrünnigen, als so etwas würde man sie sicherlich nach diesem Tag bezeichnen, heil aus dem Dorf verschwinden und darin lag auch das Problem. Sie hatten besuch und noch dazu einen, auf den Shin durchaus hätte verzichten können. „Koinu hatte also recht, wir wurden verfolgt und noch dazu von Mitgliedern aus meinen Clan, ärgerlich doch wir müssen hier so schnell es geht verschwinden Ayama…wir haben eine Verabredung an der Grenze zum Reich des Wasser und wir müssen innerhalb von zwei Tagen dort sein.“ Während Shin sprach ging er langsam auf seine Begleiterin zu und stellte sich neben sie, für einen Moment suchten seine Augen die ihren. Seine Sharingan funkelten in einem wundervollen Rot, während er ihre Hand nahm und sie fest drückte. „Du vertraust mir oder? Weil ich etwas tun muss, was uns zu Abtrünnigen des Dorfes machen wird und auch der Hokage wird mich nicht mehr retten können, selbst wenn er den Ältesten und allen anderen erklärt warum ich all das tun musste, was ich noch tun werde und getan habe.“ Er verstummte nach seinen letzten Worten und ließ die Hand seiner Gefährtin los. Ohne auf eine Antwort zu warten, machte Shin den ersten Schritt hinaus aus diesem Haus, dem geheimen Versammlungsort des Uchiha-Clans, um sich jenem Mann gegenüber zustellen, der verantwortlich dafür war was der junge Uchiha alles tat und noch tun würde.

Seine Kapuze hatte sich längst wieder über sein Haupt gelegt und ließ nur bedingt zu, dass sein Gesicht zu erkennen war. Sobald Shin die Schwelle des Hauses übertreten hatte, veränderte sich seine komplette Aura und wurde wieder zu einer dunklen Masse, die man schon beinahe greifen konnte. Doch selbst unter dieser Fassade, konnte der Uchiha den Schock nicht verstecken der durch seinen Körper fuhr, als seine Sharingan die anwesenden Clanmitglieder erfassten. Dort stand er, direkt neben jenem Mann, der für dieses ganze Theater welches Shin spielen musste verantwortlich war, sein Vater. Shin konnte es nicht glauben, wie tief sein Onkel doch gesunken war und so sehr er gehofft hatte, dass all dies ein Irrtum war so schnell holte ihn die Realität wieder ein. Uchiha Nigini, sein Onkel war wirklich zu allem bereit, er hatte sogar die stärksten Mitglieder des Clans versammelt nur, damit man Shin aufhalten konnte. Aber konnten sie dies wirklich? Waren sie stark genug, um Shin neuen Kräften etwas entgegen zu setzen oder würden sie einfach nur fallen? Sicherlich würden sich diese Fragen klären, doch für den Moment wollte man anscheinend erst einmal reden. „Hatte ich dir nicht untersagt, jemals wieder hierher zurückzukommen Shin? Ich dachte du hättest deine Lektion beim letzten Mal bereits gelernt? Und überhaupt, was denkst du dir dabei unseren Clan in ein solches Chaos zu stürzen, alle in Aufregung zu versetzen und deinem Clanbruder, solchen seelischen Schaden zuzufügen?“ Die Stimme seines Onkels war klar, ruhig und zeigte keine Anzeichen von Schwächen. Doch Shin kannte seinen Onkel, all dieses Gerede sollte nur davon ablenken, was wirklich vor sich ging und das niemand unnütze Fragen stellen konnte, erst recht nichts Shins Vater. Sein Onkel setzte auf das Temperament seines Neffen, doch dieser hatte sich mehr als nur unter Kontrolle, schließlich hatte er nicht nur ein As im Ärmel. Ein Lachen, das wohl lauter und verrückter hätte nicht sein können, entfuhr Shin und ließ wohl keinen Zweifel aufkommen, dass der junge Shinobi sich verändert hatte. [color:9a24=green} „Das ich nicht lache Onkel! Ich bin sicher das Hayate dir längst erzählt hat, welche Macht ich besitze und ich bin mir auch vollkommen sicher, dass du ihm kein Wort geglaubt hast. Du bist viel zu sehr von deinen Fähigkeiten überzeugt, als dass du eingestehen würdest, dass jemand viel stärkeres neben dir existiert.“ Langsam, ruhig und selbstsicher verließ die Eingangstür des Schreins und machte einige, wenige Schritte auf die Gruppe von Uchiha um seinen Onkel zu. Ein oder vielleicht auch zwei Clanmitglieder zuckten, doch Shins Onkel bedeutete ihnen ruhig zu bleiben und schien sich nicht im geringsten Sorgen zu machen. Schließlich war er es gewesen, der seines Neffen Augen versiegelt hatte und auch nur er konnte sie wieder lösen, diese stärkste aller Versiegelungen die Uchiha Nigini kannte. Shin hingegen lächelte nur, es war aber kein freundliches oder gemeines, fieses Lächeln, viel Mehr war es eines voller Belustigung. Er wusste, dass sein Onkel immer noch annahm, dass sein Neffe bluffte und nie im Leben etwas gegen sie alle ausrichten konnte. Doch täuschte sich sein Onkel und für Shin war es beruhigend, dass dieser nicht wusste was sein Neffe wirklich konnte. Und das war noch etwas, Ayama war ebenfalls hier und was Shin bisher gesehen hatte, war sie im Stand dazu, zusammen mit ihm gegen diese Gruppe hier zu bestehen. „Was ist Onkel, noch kein Versuch mich mit Gewalt aufzuhalten oder hast du etwa Angst was geschehen könnte? Mach dir keine Gedanken! Ihr alle bedeutet mir nichts mehr und mein einziges Interesse besteht darin, meinen neuen Sensei zu sehen und mit ihm zusammen, die Uchiha zu vernichten.“ Jeder der Anwesenden hatte es gehört und doch konnte es wohl keiner so richtig glauben, was Shin dort von sich gegeben hatte. Ihre Gesichter, ihre Gestik und halboffenen Münder, all das war genug für Shin und belustigte ihn. Unter seiner Kapuze, die seine Augen komplett verdeckten und nur die unter Hälfte seines Gesichts zu erkennen gab, sah er zu seinem Onkel und schenkte ihm ein belustigtes Lächeln. Die Augen Niginis waren geweitet, der Zorn stand im Regelrecht ins Gesicht geschrieben und seine vom Alter schon leicht faltigen Hände zitterten. „…was…was hast du das gesagt? Bist du wahnsinnig geworden Shin? Niemals wirst du in der Lage sein, die Uchiha zu vernichten selbst wenn dir das möglich wäre, werde ich das nicht zulassen. Und wer ist dieser Sensei, war er es der dir diesen Unsinn eingetrichtert hat?“ Die Stimme seines Onkels war zittrig und zornig zu gleich, auch die aufkommenden Stimmen aus dem Hintergrund waren voller Zorn, fast so als würde gleich jemand die Beherrschung verlieren. Während all diese Emotionen auf Shin einflossen, schob er seine Kapuze langsam zurück und offenbarte allen Anwesenden sein Gesicht, damit niemand auch nur den Zweifel daran haben würde, das wirklich Uchiha Shin mit ihnen sprach. „Versuch nur mich und ihn aufhalten zu wollen Onkel, doch ich bezweifle das er sich so leicht aufhalten lassen wird. Und er hat mir nichts eingetrichtert ich bin selbst hinter deine Intrigen gekommen und zusammen werden ich und mein neuer Sensei, Uchiha Madara dies…“ Seine Worte hatten endlich die gewünschte Wirkung gezeigt, Nigini war geschockt und blies zum Angriff ohne seinen Neffen ausreden zulassen. Es waren zwei, sie kamen von beiden Seiten auf ihn zu und formten in einer wirklich atemberaubenden Geschwindigkeit Fingerzeichen, ehe sie zwei riesige Feuerbälle auf Shin abfeuerten. Nicht einen Schritt bewegte sich Shin vom Fleck, es sah beinahe so aus als hätte er erkannte, dass seine Chancen gleich Null waren gegen so viele Gegner zu bestehen. Doch das war nicht die Wahrheit, er hatte Ayama an seiner Seite, die ihn bei diesem Kampf unterstützen würde und nicht einfach nur tatenlos dastehen würde, wie sie es früher vielleicht einmal getan hätte. Allerdings war es Shins Absicht nicht auszuweichen, er wollte seinem Onkel als auch seinem Vater, der bisher nichts gesagt hatte etwas wirklich Beeindruckendes zeigen. Die Feuerbälle bewegten sich wie in Zeitlupe auf ihn zu, Millimeter für Millimeter, doch schienen sie ihn einfach nicht erreichen zu wollen. Sein Blick ruhte auf seinem Onkel und Vater, die ihn anblickten voller Enttäuschung und doch auch mit Wehmut, dass sie soweit hatten gehen müssen. Für Shin jedoch war dies nicht von Bedeutung, er hielt ihren Blicken stand und lächelte zu ihnen hinüber, fast so als wollte er sagen „Ist das Alles was ihr zu bieten habt?“ Seine Augen schlossen sich, als die Feuerbälle ihn fast erreicht hatten und in seinen Gedanken bildete sich nur ein einziges Wort „Susanoo“ Eine Explosion, so laut das wohl selbst die Toten geweckt wurden und eine Rauchwolke, die man sicherlich gut aus dem Dorf beobachten konnte, um hüllten die Stelle an der Shin gestanden hatte. Die beiden Angreifen standen nun, sie warteten ob ihr Clanbruder überlebt oder doch besiegt hatten, doch mit dem was geschehen würde hatte niemand der Anwesenden gerechnet. Und auch Ayama, die von einem Schattendoppelgänger daran gehindert worden war einzugreifen, als der Angriff begann sah so etwas wohl zum ersten Mal in ihrem Leben. Zwei Hände, umhüllt von einer blutroten Aura stießen aus der Rauchwolke hervor, überraschend und unglaublich schnell nährten sie sich den Angreifern. Diese waren, wie sollte man es anders beschreiben, wie paralysiert und ihre Bewegungen waren dadurch nicht schnell genug um auszuweichen. Die Finger der Hände umschlossen die beiden Uchiha-Angreifer, die sich werten doch konnten sie die Kraft nicht aufbringen um sich aus der erdrückenden Umklammerung der Hände zu befreien. Es viel ihnen schwer zu atmen, doch das lag nicht nur an der Umklammerung der Hände, sondern viel Mehr an der Furcht, die sich in ihnen ausbreitete. Diese Hände umhüllt von dieser Aura, waren nichts weiter als Knochen, seltsam in ihrer Form und Beschaffenheit doch unweigerlich als solche zu erkennen. Der Rauch lichtete sich, alle Augen einschließlich Ayamas waren auf das Skelett gerichtet, welches sich aus dem Rauch erhob und in den Augen normaler, einfacher Mensch einfach nur riesig erschien. Der Platz an dem Augen hätten sichtbar werden sollen, wurde durch zwei funkelten rot glühende Punkte ersetzt und in der Mitte dieses Skeletts stand er, Uchiha Shin unversehrt und mit einem furchteinflößendem Gesichtsausdruck, der einem wirklich durch und durch ging. Shin stand einfach da, die Arm und Hände langsam ausbreitend und seine Mangekyou Sharingan auf seine Familie gerichtet. Der Schattendoppelgänger der seine Kameradin festgehalten hatte verschwand und nun würde auch sie endlich eingreifen können, aber vorher musste Shin noch etwas tun oder besser sagen. „Kommt schon greift an und stellt euch der Kraft eines wirklichen Uchihas!“
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Der Wald   Mi 22 Mai 2013, 12:59

Der Tag hätte nicht besser sein können, das dachte sich gerade genau der Vogel, der hoch über den Köpfen gewisser Gestalten auf einem Ast saß und gemütlich sein Lied zwitscherte. Warum er das dachte, das konnte nur der Vogel selbst wissen, denn es gab auf dieser Welt, genauer gesagt, unmittelbar in der Nähe von Konoha ganz andere Probleme zu bewältigen. Zwar hatte eine gewisse Hotaru schon dazu beigetragen, einen kleinen Teil des mit jeder Sekunde wachsenden Haufens zu lösen, oder wenigstens dafür eine Lösung zu finden. Aber schon allein bei dem Gedanken daran, was noch alles auf sie zukommen würde, war sie sich nicht sicher, ob diese Lösungen überhaupt gewicht hatten. Gerade hatte sie ihrem Partner eröffnet, dass ihnen Verfolger auf der Spur waren, höchstwahrscheinlich auf jeden fall. Ob es ihn genauso Kopfzerbrechen bereitete wie ihr, das war schwer zu sagen. Denn seine Gedanken schienen immer noch bei einer ganz anderen Sache zu liegen. Es war ihm wirklich wichtig, das wusste Aya nur zu genau. Sie konnte es nachempfinden, denn immerhin ging es hier nicht um irgendwelche Banalitäten, sondern darum wie man es schaffen konnte dem Schicksal einen Strich durch die Rechnung zu machen. Sie wusste es nicht. Immer wieder versuchte sie sich in dem Versuch wenigstens auch nur den Ansatz einer Lösung zu finden. Etwas, was sie tun konnte, wie sie helfen konnte. Doch sie scheiterte jedes Mal aufs Neue. Es gab in dieser Rechnung zu viele unbekannte Variablen, um das Ayama ein brauchbares Ergebnis sich hätte erdenken können. Und das wurmte sie. Mehr, als das sie es vor sich selbst hätte zu geben wollen.
Der Wind frischte auf und trug die letzen Worte des Uchiha davon. Es stimmte, das Dorf war in unmittelbarer Nähe. Bei dem Gedanken daran, sträubten sich die feinen Härchen im Nacken der jungen Frau. In den letzen Minuten hatte sie es verdrängt, sich mit anderen Gedanken beschäftigt. Aber nun, nachdem sie daran erinnert wurde, meldete sich ihr Gefahreninstinkt. Mehr noch als vorher, war äußerste Vorsicht geboten. Denn Ayama verspürte nicht die geringste Lust sich mit dem ganzen Dorf anzulegen. Gut, es war nicht so, dass sie es in dieser Situation nicht schon irgendwie tat. Wobei es hierbei eben um etwas Wichtiges ging. Sich im Kampf mit den Mitgliedern, höchstwahrscheinlich nicht nur mit denen des Uchiha-Clans anzulegen, war dann doch noch mal eine ganz andere Nummer und eine Sache für sich. Die etwas forsch klingenden Worte überspielte sie. Es gab wohl niemanden der ruhig und gelassen bleiben würde, wenn er wusste, dass er gerade das Schicksal heraus forderte und nicht nur mit seinem eigenen Leben spielte, sondern eben auch das von anderen auf dem goldenen Servierteller präsentierte. So folgte sie Shin stumm, schickte Atozuke schickte sie hingegen mit einem beschwichtigenden Lächeln voraus.
Leidtragender war Koinu, der die Nachhut bildete. Was ihn an der ganzen Sache gerade nicht störte war, dass er so nicht auf engstem Raum mit dem in seinen Augen so lächerlichen Wolf, der außer Fressen nichts im Kopf hat. Was hingegen doch, dass er seinen Schützling in die Hände eines Menschen geben musste, dem er nicht traute. Immer wieder redete er sich ein, dass Shin auf Ayama aufpassen würde, immerhin kannten die beiden sich und waren einst ein eingespieltes Team wenn es hart auf hart kommen würde. Aber dann wäre er auch wieder an ihrer Seite. So trollte er sich und versuchte herauszufinden was hinter den Personen verbarg die scheinbar hinter seinem Team her war.

Time Skip …

Ein seltsames Gefühl breitete sich in der weißhaarigen jungen Frau aus, als sie das Licht in den dunklen Gang einfallen sah. Der Wolf neben ihr knurrte leise. Es wirkte weniger bedrohlich als ängstlich. Es war, als würde er etwas oder jemanden wahrnehmen, der ihm so gar nicht gefiel. Es herrschte eine drückende düstere Stimmung. Anspannung überkam sie und der Wunsch, diesen Gang so schnell wie möglich zu verlassen. Doch, wenn das Team wirklich draußen das erwartete was sie befürchtete, wäre es vielleicht besser gewesen nach einem anderen weg zu suchen, der sie weit Weg von hier führte. Die andere Frage war dann, gab es dieses Weg überhaupt? Der Schritt zurück ins Freie brachte für einen kurzen Augenblick Blindheit mit sich. Ihre Augen hatten sich bereits an das Zwielicht der vergangen Stunden gewöhnt. Als sich dieses vorübergehende geblendet sein wieder gelegt hatte, zeigte sich, was ihr Gefühl samt Shin ihr vorher schon offenbart hatten. Mit diesen Aussichten war es egal ob es sich hierbei um den Suchtrupp den Koinu vorher aufgespürt hatte handelte, oder ob diese Gruppierung ohne das Wissen des Hokage handelte. Die Worte die nun von ihm gesagt wurden, hinterließen eine Spur der Verwirrung. Ganz genau verstand sie in diesem Moment nicht was er von ihr wollte. Denn eigentlich, so dachte sie, hätte er erfahren was er hat wissen wollen. Um was es sich im Einzelnen handelte, da tappte sie noch im Dunkeln. Aber sie war sich sicher, wenn die Zeit reif gewesen wäre, würde er ihr schon sagen, wie und wo und was und warum. Nun aber drückte er ihre Hand, sah mit seinen rot schimmernden Augen in ihre. Warum nur schaffte er es jedes Mals aufs Neue, das ihr Herz anfing so schnell zu schlagen. Ohne dass sich ihre Verwirrung auch nur ein kleines Stück entwirrt hätte, war es auch schon an der Zeit, sich ihrem Empfangskomitee zu stellen.

Während Shin vor trat und einige Worte mit ihren Angreifern wechselte, blieb Ayama in Hintergrund. Bei jedem Wort das gesprochen wurde, spannten sich immer mehr Muskeln an. Sie bereitete sich auf einen Kampf vor, der so unausweichlich schien, wie die Tatsache, dass sie eigentlich gar nicht kämpfen wollte. Und wenn sie sah, wie der Mann dem ihr Herz gehörte sich veränderte, wie er mit jeder Sekunde die verging noch kaltherziger wurde, wurde ihre Unlust an dem Kampf noch gestärkt. Im Widerspruch befand sich zu ihrer Lust ihr Herz. Dieses fing gerade förmlich an zu glühen. Es wollte die Menschen aus dem Weg räumen, die dem Uchiha zu diesem … ja man konnte fast sagen Monster machte. Ein Lachen hallte auf dem Vorplatz wieder, dass der Hotaru das Blut in den Adern gefrieren ließ. Genau in dieser Sekunde schwor sie bei allem was ihr wichtig war, dass sie Shin beschützen würde. Niemals wieder wollte sie zulassen, dass diese Seite an ihm zum Vorschein kommen musste. Ihn so zu sehen schmerzte. Er war das genaue Gegenteil von letzter Nacht. Sie wollte nicht glauben, dass es diesen Uchiha Shin den er gerade spielte tatsächlich gab. Für sie war dieses nur ein Schauspiel, eine Maske um zu verbergen, dass es ihm weh tat was er gedachte zu tun.
Der letzte Satz war noch nicht einmal wirklich ausgesprochen, es war nur ein einziger Name gefallen, den Ayama zuvor auch schon einmal gehört hatte. Nur war es nicht im Zusammenhang mit, das Shin tatsächlich wusste wo er sich aufhielt, sondern dass es galt ihn zu finden. Dass dieser Mann wusste, wie man dem Damoklesschwert das das Schicksal so gnädigerweise über ihnen platziert hatte, entfliehen konnte. Die Zeit um sich mit den vermehrt auftretenden Fragezeichen zu befassen blieb ihr nicht. Der Kampf hatte begonnen.
Sofort schossen zwei aus den Reihen um den Uchiha-Trupp hervor und torpedierten Shin mit riesigen Feuerbällen. Doch was machte er, nichts. Stand einfach nur da und bewegte sich keinen Millimeter. War er in diesem Augenblick Wahnsinnig geworden, oder hatte er mit einem Schlag allen Mut verloren. Nein, Ayama konnte es nicht glauben. Genauso wenig, wie sie zulassen wollte, dass Shin dieser Attacke erlegen würde. Gerade wollte sie vorpreschen, ihn somit gerade noch aus der Schusslinie stoßen. Doch, sie konnte nicht. Sie wurde von einem Doppelgänger daran gehindert. Vergeblich versuchte sie sich aus seiner Umklammerung zu befreien. Ein lauter Knall, eine mächtige Staubwolke die weit über die Baumkronen hinaus sichtbar war und der ganze Spuk hatte ein Ende. Der Druck dieser Explosion und die Furcht die Ayama in ihrem Herzen spürte, schnürten ihr den Atem zu. Es konnte nicht sein, dass alles was jetzt begonnen hatte auch schon wieder vorbei gewesen sein sollte.

Der Staub und Rauch legte sich langsam und sie sah, dass Shin noch an derselben Stelle stand und ihm nichts passiert war, löste sich ein wenig ihre Anspannung. Aber das ungute Gefühl, dass sie immer noch in sich selbst spürte, war noch genauso stark wie vorher. Jetzt konnte sie auch erkennen, warum das so war. Wenn vorher der Kagebunshin sie am Handeln gehindert hatte, so war es nun eine Furcht, die sie erstarren ließ. Knochenhände, riesige rot glühende Augen. Das in Dimensionen, die nicht einmal die Riesen in den Geschichten annahmen, die Ayama als kleines Kind immer gelesen hatte. Ein Wort schoss ihr durch den Kopf. „Bakemono“ Es war wahrlich ein Monster was sie da sah, in dessen inneren sich Shin befand. Aber es war nicht mehr der Mann, den sie heute morgen geküsst hatte, geschweige denn der, der ihr am Abend zuvor sein Herz ausgeschüttet hatte. In ihren Augen war das was er nun war, das menschliche Spiegelbild von dem, was sich um ihn herum aufgebaut hatte. Wut stieg in ihr hoch, auf die Menschen, die das zu verantworten hatte. Es war beinahe so, als könnte sie selbst den Schmerz fühlen, den Shin erleiden musste. Ob es nun nur ihre Einbildung war oder doch einen gefestigten Hintergrund hatte, das sollte wohl so im Raum stehen. Je mehr sie über diese Situation nach dachte, je mehr schürte es ihre Wut die mit einem Mal in blanken Hass umschlug. Sie fixierte die Menschen, die ihm das antaten. Wie konnte eine Familie das ihrem Mitglied nur antun? Sie verstand das nicht, denn in ihren Augen musste eine Familie zusammen halten, egal was geschehen würde. Auch wenn man sich entzweit, so sollte doch kein Gräuel gegeneinander gehegt werden, sondern man sollte verstehen lernen, warum der andere so gehandelt hatte. Aber hier versuchte man nur das was man nicht mochte, das was diesen Ignoranten nicht einmal im Ansatz zu verstehen versuchte zu eliminieren. Ein leises Fiepen drang zu ihr durch. Es war immer noch der Wolf, der sie in den dunklen Gängen begleitet hatte und sich jetzt nicht sehnlicher wünschte als ein gutes Versteck. Kurz blitze ein Hauch von ihrem alten Selbst durch, als ihr Blick milde wurde und sie sich flüsternd bei ihm bedankte.
Das Mädchen am Rande, das aus einer Familie stammte, von der die meisten im Clan der Uchiha nichts hielten, wurde von dem Trupp ignoriert. Warum sollte man einer in ihren Auen so armseligen Gestalt auch Aufmerksamkeit schenken. Sie hatte doch eh kein Potenzial für einen richtigen Shinobi. Leider Gottes, waren das die Gedanken die gerade im hübschen Kopf der Hotaru herum schwirrten. Das alles heizte ihr Gemüt noch an. Langsam zog sie ihr Schwert. Eine ihr bekannte Stimme meldete sich in ihrem Kopf zu Wort: „Wut und Hass sind Gefühle, die in einem Kampf nichts verloren haben. Sie schüren deinen Kampfgeist nicht, sie hindern dich nur am klaren denken. Wenn du mit diesen Emotionen im Herz in eine Schlacht ziehst, ist ihr Ausgang besiegelt, bevor das Schwert zum ersten Mal gekreuzt wurde. Du wirst immer in dem Fall der Verlierer sein.“ Das sich diese Worte zu Ayamas Leidwesen noch als Wahr herausstellen sollten, das würde man in ein paar Minuten sehen. Ihre Augen, normalerweise wie ruhige Bernsteine, wandelten sich in flüssiges Gold. Die Atmung wurde etwas schneller, als sie nun scheinbar lautlos vor preschte. Sie hatte nur ein Ziel vor Augen, den Mann, der für so viel Leid und Schmerz verantwortlich war. Doch noch bevor sie auch nur in seiner Nähe war, wurde sie von einem anderen Mitglied des Clans bemerkt. Er hatte die junge Frau schon seit längerem in Beobachtung. Warum genau, vor allem weil es von ihr hieß dass sie nur ein winziger Fisch wäre, wusste er nicht. Aber genau in diesem Augenblick hatte seine Ahnung sie bestätigt und so konnte er verhindern, dass sie sich weiter einmischte. Er formte kurz ein paar Siegel und schon sah Ayama einen Feuerball auf sich zu raßen. Nicht einen in den Ausmaßen, die vorhin angewandt wurden, nein, dieser war deutlich kleiner. Man unterschätze sie und das würde sie zu ihrem Vorteil nutzen. Wenn natürlich sie es richtig anstellen würde. Noch bevor der Feuerball sie ganz erreicht hatte, drehte sie sich beim nächsten Schritt weg, leitete die Bewegungsenergie um und machte einen Satz nach hinten. Es war ihr ganz und gar nicht recht, dass sich dieser Dreikäsehoch hier einmischte, denn sie kannte ihn nicht, wusste nicht in wie weit er mit in diese Sache involviert war. Aber der Hass machte sie beinahe Blind vor dem, was sie normalerweise abschreckte. Vom dem plötzlichem Tumult angelockt, gesellte sich noch ein zweiter Shinobi dazu. So hieß es scheinbar zwei gegen eine und das würde natürlich mehr als nur ausreichend sein. Im Hintergrund machte sich bereits schon jemand ganz anderes bereit, sich mit in den Kampf einzumischen. Die beiden jungen Männer, Aya schätze, dass sie nicht älter sein dürften als sie selbst, schauten sie an. Von den meisten wurden sie ignoriert, denn das Hauptaugenmerk lag auf Shin. Der eine, der sich als zweites eingeschaltet hatte, sah auf die etwas kleinere Hotaru herab. Sein Sharingan funkelte bedrohlich. Was ihn aber dann verdutzte war, dass sie scheinbar keine Angst davor hatte. Alle die ihm begegnet waren, mit denen er sich im Kampf gemessen hatte, waren nicht in der Lage gewesen, ihm in die Augen zu sehen. Doch dieses Mädchen dort, sie sah ihn grimmig an, direkt in seine Augen, als wäre sie es bereits gewohnt. Als hätte sie keine Angst davor, was sie erwarten könnte. Fast konnte man denken, wie wüsste, was sie dort erwarten würde. Dieser Gedankengang des Jungen war gar nicht so verkehrt wie er versuchte sich weiß zu machen. Denn immerhin hatte Ayama Jahre lang einen Uchiha als Trainingspartner gehabt und wusste daher tatsächlich, was sie alles erwarten konnte. Kurz erhob sich die Stimme desjenigen, den die Kleine im Visier hatte. “Hör zu, gib dich einfach geschlagen und wir werden dem Hokage berichten, dass Uchiha Shin dich mit einem Genjutsu belegt hatte und du so auf ihn hereingefallen bist. Vielleicht wird dir eine Strafe aufgelastet, aber ich denke, der Hokage wird sie gnädig ausfallen lassen.“ Kleine Blitze zucken inzwischen über die Klinge, die Ayama vor sich hielt. Sie war bei dem Wort „Hokage“ nur noch mehr in Rage geraten. Ihre Stimme zitterte in ihrer Wut. “Blah blah blah. Ersten Shin hat kein Genjutsu auf mich gewirkt, und zweitens euer ach so super toller Hokage weiß das nur zu genau. Er und seine Lügen, darauf kann ich getrost verzichten.“ Mehr brauchte sie nicht sagen und mehr gab es auch nicht. Sie preschte nach vorn, und während der eine mit dem sie die wenigen Worte gewechselt hatte, langsam wieder zu sich kam, aus der Starre erwachte, die seine Verwirrung bewirkt hatte, gab ihm sein Bruder Deckung. Denn ohne diese, wäre er wahrscheinlich bereits einen Kopf kürzer. Das klirren zweier Klingen die aufeinander prallten hallte durch das Geäst. Gefolgt von einem Schrei. Derjenige, der es in seinem Unverstand gewagt hatte, eine Klinge voll mit Raiton-Chakra mit einem einfachen Kunai aufhalten zu wollen, der hatte es mit einem gewaltigen Elektroschock zu tun bekommen. Er zuckte noch als er am Boden lag. Doch dann war für einen Augenblick bei ihm erst einmal Schicht im Schacht. Umgebracht dürfte ihn diese geringe Ladung kaum, aber wenigstens für ein paar Minuten außer Gefecht gesetzt. Endlich trat auch Mister „Ich bekomme die Krise warum hat die keine Angst vor mir“ in Aktion. Mit ihm würde das ganze wohl etwas mehr Spaß machen. Denn er war nicht wie sein Bruder und würde jemanden unterschätzen, der ihm so offen in den Weg trat. Er dachte, er würde es geschickter anstellen und diese Tussi in ein Genjutsu sperren um ihr dann danach den Gar auszumachen.
Wieder sah Aya ihn an. In ihr kochten die Emotionen. Sie wusste selbst nicht so genau was sie tat, doch sie reagierte gerade einfach nur auf das, das ihr geboten wurde. Ganz genau spürte sie, wie sich ein leises Kribbeln auf ihrer Haut ausbreitete und die Realität verschwamm. Ein Genjutsu, ein solches, in das sie schon lange nicht mehr gefangen wurde. Ihr Fehler lag darin, dass sie glaubte, es einfach lösen zu können. Sie kannte sie sehr gut aus, klar, sie selbst stammte aus einem Clan, der selbst solche Jutsu gern einmal einsetzte. Aber, das es war nicht mit dem Wissen getan, dass man sich in einer verschobenen Realität befand. Man musste erst die Kraft aufbringen, vor allem die Ruhe, um sein Chakra zu sammeln und das Jutsu dann zu lösen. Hier lag das Problem. Denn sie war so aufgebracht, dass sie selbst dieses einfache Genjutsu, nicht gelöst bekam. Sie fand keinen Draht zu sich selbst, konnte sich kaum konzentrieren um die Illusion von ihrem drohenden Tod in den Griff zu bekommen. Und diese Illusion war so verdammt real. Sie spürte die Hitze, die auf sie zukam. Immer wieder war es so, als hätte sie es doch geschafft und sie wäre wieder in der Realität angelangt. Doch dann war alles wieder beim alten. Es nervte sie. Zu allem wurde es wirklich knapp. Es konnte doch nicht wirklich so sein, dass sie eigentlich helfen wollte und nun selbst Hilfe brauchte. Die Hilfe kam genau in diesem Augenblick und keine Sekunde zu früh.

Sie spürte das weiche Fell zwischen ihren Fingern. Um dieses vertraute Gefühl zu genießen blieb ihr keine Zeit. Denn eine gewaltige Explosion, oder besser deren Druckwelle schleuderte die junge Frau gegen den Stamm eines Baumes. Laut stöhnte sie auf. Schmerz, der so durch ihren zierlichen Körper das ihr die Luft weg blieb. Kurz wollte sie sich noch einmal aufrichten, aber schaffte es nicht mehr. Koinu hatte sie gerade noch aus der Schusslinie gebracht, denn wenn er noch eine Sekunde länger gewartet hätte, wäre aus Ayama ein getoastetes Hähnchen geworden. Doch sie jetzt so zu sehen war auch nicht wirklich besser. Denn sie schluckte schwer. Er konnte es sich fast vorstellen war los war. Die letzten Tage waren nicht nur seelisch für sie sehr anstrengend sondern auch körperlich. Und der Baum, an dem sie jetzt lehnte, der hatte wohl seinen Betrag geleistet. Die Hotaru griff nach ihrem Schwert, das neben ihr lag, wollte aufstehen. Doch es gelang ihr nicht. Sie sackte zurück zu Boden. Erst als Koinu ihr dabei half, sie stütze, schaffte sie es wenigstens auf wackeligen Beinen zu stehen. Ihr Rücken schmerzte. Wenn jemand anders nach so einem Angriff vielleicht gleich wieder aufgestanden wäre, so fiel es Ayama nicht nur schwer, sondern sie war nahe dran, das Bewusstsein zu verlieren. Sie spürte wie ein winziger warmes Rinnsal ihr den Rücken hinab glitt. Jetzt wusste sie was passiert war. Es war genau das eingetreten was ihr die Stimme ihres Sensei voraus gesagt hatte. Sie hatte sie von Gefühlen den Blick vernebeln lassen und so war sie drauf und dran diesen Kampf zu verlieren. “Baka. Genau das habe ich dir doch gesagt.“ Warum konnte sie diese Stimme nicht einfach mal abschalten. Der Schmerz lies langsam nach, doch sie konnte nicht mehr. Sie hatte kaum noch Kraft um ihr Schwert zu halten. Ihr eigener Kampf war noch nicht zu ende, doch konnte sie auch nicht darauf hoffen, dass ihr jemand anders half. Sie hatte sich selbst in diese Misere gebracht und da musste sie auch selbst wieder herausfinden. Sie sammelte noch einmal Chakra, für einen letzten Angriff, der ihr hoffentlich etwas Luft verschaffen würde. Sie sah erschöpft aus. Ihr Gegenüber war sich nicht ganz sicher, was sie gerade noch vorhatte, denn er glaubte sich in der Position des Gewinners, war aber trozdem noch auf der Hut. Ihm war es alles andere als Geheuer, dass sie sich erst aufgerichtete hatte um sich jetzt wieder hin zu knien und die Hände flach auf den Boden zu legen. Etwas war mit ihr geschehen, denn der Ausdruck in den Augen, die ihn jetzt so ruhig ansahen hatte sich komplett geändert. Es war nicht mehr blanker Hass der ihm entgegen schlug, sondern es war wie die bedrohlich wirkende Ruhe vor dem Sturm. Die Worte die nun zwischen der Frau und ihrem tierischen Begleiter gewechselt wurden, konnte er nicht verstehen. “Koinu. Bleib außerhalb, aber lass ihn rennen.“ Es war vielleicht für jeden anderen nicht verständlich, aber beide wussten was jetzt kam, auch wenn sie es so in einem Kampf noch nicht angewendet hatten. Der Wolf machte einen Schritt zurück und während Ayama noch kurz Chakra sammelte, setzte er bereits zum Sprung an. Dies bewirkte, dass ihr Gegner sich bewegte und als ihr Partner bereits das zweite Mal die Füße nicht mehr am Boden hatte, ließ sie ihr Chakra in die Erde fließen. “ Voruteji moto Ji“ Der junge Uchiha wusste nicht genau was geschehen war, aber er spürte einen heftigen elektrischen Schlag und danach war der eine Kampf auch schon vorbei. Womit die Hotaru nicht gerechnet hatte war, dass sich auch die anderen, die sich noch in diesem Spannungsfeld befanden in Bewegung setzten. Warum genau, dass konnte sie nur noch verschwommen wahr nehmen. Mit einem Mal, zog dieses Jutsu an Chakra und die vorher schon geschwächte Kunoichi war nun endgültig am Ende ihrer Kräfte. Aber wenigstens konnte sie so noch zwei aus der Gruppe ausschalten. Das letzte was sie noch mitbekam war, dass sie in der Seitwärtsbewegung aufgefangen wurde. Von wem wusste sie nicht, denn ihr war bereits Schwarz vor Augen geworden.

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BeitragThema: Re: Der Wald   So 07 Jul 2013, 22:21

Strahlender hätte dieser Tag für die Menschen Konohagakures wohl nicht seien können. Die Sonne lachte alle vom strahlend blauen Himmel an, die es sich leisten konnten sich an ihrem Anblick zu erfreuen. Doch nicht viele konnten sich einen solchen Luxus leisten, die meisten Bewohner des Dorfes, taten wohl genau das was alle erwarten würden an einem Wochentag, arbeiten. Aber selbst an einem solchen  Tag, entspannt und voller Ruhe, konnten dunkle Wolken oder sogar ein Storm aufziehen, dessen unheilvolles Grollen niemals etwas Gutes mit sich brachte. Und ein solcher Storm drohte auch gerade in Konohagakure aufzuziehen, an dessen Grenzen und innerhalb seiner Mauern.

Die Straßen waren voller Menschen, die dicht aneinander gedrängt durch die Gassen und Straßen gingen oder liefen. Viele von ihnen waren natürlich die Einwohner des Dorfes, aber es gab auch viele Touristen, die sich an den einzigartigen Souvenirs Konohagakures erfreuten. Doch einer dieser vielen Passanten, die sich auf den Straßen aufhielten und sich ihren Weg durch die Menge bahnten, stach regelrecht aus dieser heraus. Ein schwarzer Mantel, umhüllte und verdeckte seinen Körper vollkommen und die schwarze Kapuze, die sein Haupt bedeckte, ließ nicht einen Blick auf sein Gesicht zu. Es wirkte fast so, als wollte der Fremde nicht erkannt werden und auch nicht, dass irgendjemand ihn berührte, so zu mindestens konnte man seine anmutigen Bewegungen durch die Menge interpretieren. Aber es waren nicht nur seine Kleidung oder seine Bewegungen, die einem zu diesem Schluss kommen ließen, sondern viel Mehr die Präsenz, die mit sich herumtrug und ausstrahlte. Sie war schwer zu greifen, doch wog sie schwer in seiner Umgebung und vielleicht genau deshalb, mieden ihn die meisten Leute auf den Straßen und wichen ihm regelrecht aus. Doch eigentlich war dies gar nicht nötig, noch hatte er schließlich keinen Anlass jemanden zu töten oder gar zu verletzen. Fürs Erste genügte es ihm einfach an seinen Bestimmungsort zu kommen und dort auf eine ganz bestimmte Person zu warten. Diese war jedoch nicht einfach ein irgendjemand, sie war sein Partner, Weggefährte und unbedeutendes Anhängsel auf seinem lebenslangen Rachefeldzug. Obwohl man die Ambition „Rachefeldzug“ wohl bei ihm nicht verwenden sollte, es war viel Mehr Hass, der ihn zu seinen Taten animierte und ihn in die Dunkelheit seines Herzens geführt hatte. Und aus dieser gab es für den jungen Mann keinerlei entkommen mehr, zu tief war er bereits in ihr versunken, als das es noch irgendjemand schaffen würde ihn zu befreien. Doch selbst, wenn diesem Mann der Wunsch nach Befreiung kommen würde, würde er diese nicht wollen. Zu sehr, strebte er das Ziel vor seinen Augen an und würde alles in Kauf nehmen, um dieses zu seinen Lebzeiten zu erreichen. Allein dafür lebte er und allein dafür würde er sterben, ganz gleich ob irgendjemand nun wollte dass er weiterlebte oder sterbe. Allerdings warum war solch ein Mann eigentlich in so einem friedlichen Dorf wie Konohagakure unterwegs? Was wollte so eine Person hier, welche Ambitionen hatte er oder welch niederträchtigen Plan verfolgte er? Das konnte wohl niemand wirklich sagen außer ihm selbst, der genau wusste was ihn hier ins Dorf geführt hatte. Doch so viel sei schon einmal gesagt, dieser Mann, Nakashima Shou, der seinem Dorf den Rücken gekehrt hatte und seinen eigenen Bruder töten will, war nicht aus Spaß in Konohagakure. Shou war auf einer Mission, auf einer Mission, die für die Organisation der er angehörte, von äußerster Wichtigkeit war und um jeden Preis erfüllt werden musste. Der Nakashima sollte eine bestimmte Person ausfindig machen von der es hieß, sie habe nicht einfach nur ein Massaker angerichtet, sondern eine Kraft entwickelt, die für die Organisation von großer Bedeutung war. Allerdings gab es ein Problem, diese Person galt als vermisst und nach den Informationen, die Shou hatte war sie nicht mehr im Dorf. Doch irgendetwas, sei es nun Instinkt oder der blanke Zufall, hatte ihn nach Konoha geführt und sagte ihm, dass dies die richtige Entscheidung war.

Die Straßen wollten einfach nicht leerer werden, viel zu viele Menschen tummelten sich in diesem Dorf, zu mindestens nach der Ansicht Shous. Ihm war es leid, weiterhin seinen Weg durch diese Menschenmassen zu nehmen und es dauerte nicht lang, eh seine Gestalten, ummantelt von seiner dunklen Kleidung, in einer Seitengasse einfach verschwand. Gleichwohl man sagen musste, dass gar nicht so viele Leute in den Straßen unterwegs waren, so war es für den Nakashima dennoch zu viel. Eine Form der Erleichterung machte sich in ihm breit, die ihn dazu animierte einen tiefen Atemzug voll Luft in seine Lungen zu saugen und diese dann in einem erleichterten Seufzen wieder aus ihnen heraus zu pusten. Shou mochte es wirklich nicht unter so vielen Menschen zu sein, schon als Kind konnte er nichts damit anfangen mit seinen Eltern durch Straßen voller Menschen zu gehen. Und mit der Zeit, dem Erwachsen werden, verschlimmerte sich dieses Gefühl sogar noch. In seiner Vorstellung konnte es der Nukenin einfach nicht ertragen, von anderen Leuten angerempelt zu werden oder kurze Berührungen durch sie zu erfahren. Er mochte die Einsamkeit, nicht nur in seinem Herzen sondern auch in seinem täglichen Leben. Allerdings, hielt sich diese Einsamkeit in Grenzen in den letzten Tagen, Wochen und Monaten, die verstrichen waren. Seine Gefährtin begleitete ihn und man konnte sogar sagen, er wurde von ihr auf Trapp gehalten, was ihn das ein oder andere Mal bereits zur Weißglut gebracht hatte. Aber wo wir gerade von dieser Gefährtin sprechen, sie waren an einem bestimmten Ort im Dorf verabredet und sicherlich wartete sie auch bereits auf ihn. Allein der Gedanke daran, führte dazu, dass ein weiteres Seufzen seinen Mund verließ. Warum wurde Shou auch ausgerechnet mit ihr in ein Team gesteckt, jeden anderen hätte der Nakashima akzeptieren können oder vielleicht auch schon längst getötet, doch bei dieser Miko war dies eine andere Geschichte. Und wahrscheinlich dachte sich die Organisation auch etwas bei dieser Teamzusammenstellung, auch wenn Shou nicht wirklich sah was. Wie dem auch sein, warten lassen wollte der Nukenin seine Gefährtin nicht und vollführte einen kurzen Satz, lief die Wand der Gasse, in der er sich immer noch befand, hinauf und würde seinen Weg über die Dächer des Dorfes fortsetzen.

Es war genau wie Shou es vermutet hatte, seine Gefährtin wartete bereits an der verabredeten Stelle auf ihn. Manch einer hätte vielleicht jetzt etwas erwartet wie, „…sie wartete sehnsüchtig auf ihn…“, doch dem war weit gefehlt. Nie im Leben, würde jemand wie die Miko auf jemanden wie Shou sehnsüchtig warten, zwar bildeten die beiden ein Gespann, doch waren sie eher wie Feuer und Wasser, als das Sehnsucht bei ihnen in irgendeiner Form eine Rolle gespielt hätte. Dem Nukenin, war dieses Gefühl so oder so fremd, warum sollte man schon für eine andere Person, so etwas wie Sehnsucht empfinden? Es gab zwischen diesen beiden, nichts dergleichen. Sie waren eine Zweckgemeinschaft und würden dies auch für immer sein, nicht voneinander abhängig, aber dennoch brachten sie sich gegenseitig, um ihre Ziele zu erfüllen. Wo wie gerade bei Zielen sind, die beiden Nukenin waren nicht um sonst, in Konohagakure und hinkten schon etwas hinter ihrem Zeitplan hinterher, was wiederum Shou’s Schuld war. Dieser hatte sich wirklich verspätet, aber  das auch aus einem guten Grund. Es dauerte nicht mal ein paar Sekunden, ehe Shou neben seiner Partnerin auftauchte, aus dem Nichts und für ein normales Auge schon beinahe unsichtbar. Auf ein Wort der Entschuldigung hätte die Miko wohl lange warten können, dieses würde den Mund des Nakashimas allerdings niemals verlassen. Ein kurzes, „Hallo!“ und das war es auch schon. Nicht einmal freundlich, eher monoton verließ dieses Wort seinen Mund und eines Blickes würdigte er die Miko auch nicht. Shou war wie immer halt, die Freundlichkeit in Person oder besser ausgedrückt, er verhielt sich, so wie er es immer tat, wie ein Arsch. Nichts desto trotz, lange Zeit hatten die beiden Nukenin eh nicht zu verlieren, Shou hatte auf seinem Weg zum Treffpunkt etwas interessantes herausgefunden, etwas das sie ihrem Ziel näher bringen würde und das vielleicht auch dazu führen konnte, dieses Dorf endlich wieder zu verlassen. „…Rika…wir müssen uns beeilen, unser Ziel es ist hier im Dorf und so wie es aussieht, gerät es sehr bald in große Schwierigkeiten! Sein Clan hat sich bereits mobil gemacht, einschließlich des Oberhauptes und so wie ich die Lage einschätze, können wir es uns nicht erlauben nur eine Minute zu spät zu kommen…“ Die letzten Worte, hatte den Mund des Nakashimas kaum verlassen, als dieser bereits einen großen Satz machte und sich in Bewegung setzte. Auf etwaige Fragen seiner Begleiterin konnte der Nukenin keine Rücksicht nehmen, ihr Ziel: Uchiha Shin war einfach zu wichtig, als das sie es sich erlauben konnten auch nur eine Minute zu spät bei diesem zu sein.

[Versammlungsort: Shin]

Alle Augen waren auf den jungen Uchiha gerichtet, niemand konnte glauben, was er von sich gegeben hatte und auch traute niemand seinen Augen, wie sehr sich dieser Junge verändert hatte. Doch die Wirklichkeit sollte alle Beteiligten bald schmerzhaft bewusst werden. Uchiha Shin war nicht mehr der liebe Junge, der freundlich und mit einem Lächeln durch die Straßen des Clanviertel und des Dorfes ging. Der immer die Regeln befolgte, die Anweisungen seiner Senseis befolgte und Missionen erfolgreich beendete. Dieser Junge war längst tot! Vor den Uchiha stand nun jemand, der voller Hass und Bitterkeit war, keine Fars daraus machte, dass ihm die Leben seiner Clanbrüder egal waren und jemand, der eine große Bedrohung für die Uchiha darstellte. Aber selbst diese Bedrohung konnte ja vielleicht noch im Keim erstickt werden oder vielleicht auch nicht?

„…ein wahrer Uchiha! Shin…du bist kein Uchiha mehr, du bist genauso ein Monster wie Madara und egal, ob wir hier sterben oder überleben, der Clan und all seine Angehörigen, sind ab heute dein Feind…ich hatte wirklich gehofft, dass du wieder zur Vernunft kommen würdest, aber anscheinend ist es dafür schon zu spät…“ Auf dem Gesicht seines Onkels spiegelte sich doch tatsächlich so etwas wie bedauern und schmerz wieder, dieser Mann war wirklich eine guter Schauspieler und hätte Shin nicht gewusst, was sein Onkel wirklich dachte, so wären ihm wahrscheinlich jetzt Zweifel gekommen. Doch er wusste es, Shin wusste das sein Onkel allen hier nur etwas vorspielte und in Wirklichkeit etwas viel grausameres vor hatte, als es sich alle hier wohl vorstellen konnten. Nichts desto trotz, Nigini hatte gesprochen und gleich würde die Schlacht beginnen, aber vorher sollten sie die Macht der Mangekyou Sharingan und des Susanoo’s mit eigenen Augen sehen. „…Onkel ich glaube du verkennst eure Situation…ihr hattet bereits verloren, als ihr euch gegen mich gestellt habt oder glaubst du wirklich, dass diese paar Uchiha reichen um diese Kraft aufzuhalten?“ Seine Worte, kälter als die Polarwinde und Augen, noch furchteinflößender als der Tod selbst und Shin meinte alles was er sagte und auch tat, ernster als jemals zu vor. Ein Ruck,  durchfuhr Shins neuen Beschützer und seine knochigen, von dieser rötlichen Aura umgebenen Hände, drückten zu und Schreie voller Schmerz hallten über den Vorplatz des Versammlungsortes. Es war zwar nur eine Vermutung, doch Shins Susanoo brach wahrscheinlich gerade sämtliche Knochen in den Leibern seiner Clanbrüder, doch war es damit noch lange nicht vorbei. Shin wollte an seinen Angreifern ein Exempel statuieren, eines das die nächsten Angreifer verängstigen würde, sie lähmen würde vor Angst und so zu einer leichten Beute machen würde. Die Hände des Susanoos lockerten sich, ein erneuter Ruck durchfuhr das riesige Skelett und mit einem Mal, wie Spielzeugfiguren, mit denen man jonglierte, befanden sich die beiden schwerverletzten Uchiha in der Luft. „…und nun seht gut zu, was mit denen von euch geschehen wird, die sich mir weiterhin in den Weg stellen sollten…“ Shin sah zu den fallenden Uchiha, die rötliche Aura und auch das Skelett um ihn herum verschwand, löste sich schon beinahe in Luft auf, als sich sein linkes Auge schloss und innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde wieder geöffnet wurde. Blut lief seine Wange hinunter, als seine Mangekyou Sharingan die beiden fallenden Uchiha nach einander erfassten und sie nacheinander in Flammen gehüllt wurden. Schwarze Flammen der Dunkelheit, die finsterer waren, als alles was man sich auch nur vorstellen konnte und mit denen man besser nicht in Berührung kam. Schreie hallten über den Platz, als die beiden Flammenkugeln zu Boden fielen, sich windend vor Schmerz umher rollten und erst damit aufhörten, als das Leben aus ihren Körpern endgültig verschwand. Alle Beteiligten sahen mit Grauen dabei zu, wie die beiden Uchiha verbrannten und keiner konnte sein Entsetzen verbergen. Shin genoss jede einzelne Sekunde, das Grauen in den Gesichtern seiner Clanbrüder, das Entsetzen im Gesicht seines Vaters und der aufkommende Hass in den Augen jedes Einzelnen von ihnen. Shin hatte erreicht was er wollte, jeder einzelne seiner Clanbrüder, sein gesamter Clan und auch seine Familie sollte ihn nun hassen und verachten. So würde es keine Bindungen mehr geben, die ihn von seiner Mission abhalten konnten und auch keine Gründe mehr in seine Heimat zurückzukehren. Es war schwierig, seine wahren Gefühle zu verstecken und doch gelang es ihm irgendwie, sie alle in sich zu kehren. Shin sah mit einem Grinsen zu seinem Onkel hinüber, der Fassungslos schien und seine Augen nicht von den brennenden Uchiha abwenden konnte. Es dauerte Sekunden über Sekunden, ehe sich die ersten Stimmen in Richtung Uchiha Shins richteten oder waren es doch eher Schreie voller Wut und Zorn über das gerade geschehene. Für unseren jungen Uchiha war es weder das eine noch das andere, es waren viel mehr liebliche Stimmen, die wie in einem Chor für ihn sangen und ihn für seine Taten priesen. Fasst über kam Shin das Gefühl, sich verbeugen zu wollen für die Show, die er seinen Clanbrüdern geliefert hatte, doch das wäre wohl zu viel des Guten gewesen. Stattdessen, sah er sie einfach nur an, ließ sie reden und wartete ab, was wohl geschehen würde. Allerdings vernachlässigte der Uchiha dabei auch nicht seine Partnerin, zu der er immer wieder hinüber sah, während sie mit ihren Angreifern beschäftigt war. Was seine eigenen Gegner anging, so waren es schließlich zwei weitere ihm unbekannte Uchiha, die einen Angriff starteten und nicht darauf hörten, was sein Onkel zu ihnen sagte. Dieser hatte längst erkannt, dass keiner der Anwesenden eine wirkliche Chance gegen Shin hatte, wahrscheinlich war sogar das nur er selbst in der Lage gegen seinen Neffen anzukommen. Shin fand dies sehr amüsant und genauso schnell, wie seine Gegner angegriffen hatten, genauso schnell fielen sie auch. Sie umklammerten ihre Körper mit ihren Armen, schrien vor lauter Schmerz, auch wenn dieser nur reine Einbildung war. Fast schon provozierend hob Shin seine Hand, winkte zu seinen Brüdern hinüber, ganz nach dem Motto „Der nächste Bitte!“. Doch dieses Mal schob sein Onkel einen Riegel davor, „…niemand von euch wird meinen Neffen angreifen, ihr seid nicht in der Lage ihn zu verletzen…ich werde mich selbst um ihn kümmern!“ Diese Worte seines Onkels waren schon beinahe wie Musik in meinen Ohren, doch bevor sich Shin auf diesen wirklich konzentrieren konnte, wanderten seine Augen zu Ayama hinüber und genau diesen Moment nutze sein Onkel aus. Aber schien es so, als würde Shin noch nicht einmal hören, dass sein Onkel gerade alle Uchiha angewiesen hatte anzugreifen. Doch was war es eigentlich, was Uchiha Shin ablenkte in dieser heiklen Situation, selbst seinen Onkel schien dies zu interessieren. Es war eine einfach zu beantwortende Frage, Hotaru Ayama wurden von Shins Augen erfasst und konnten sich nicht von ihr lösen. Und genau diese Schwäche, Ayama,  nutzte Nigini für seinen Angriff aus, um seinen Neffen auszuschalten. Allerdings gab es hier ein Problem, der ganze Kampf wurde schon seit längerem beobachtet und die Situation, die sich gerade eröffnet hatte schien diese Beobachter wohl zum Handeln bewegt zu haben.

Shin & Shou

Shin sah noch immer zu seiner Kameradin hinüber, die gerade zusammenbrach und alles in ihm sagte, „…los beweg dich, du musst sie beschützen!“ Doch hier lag das Problem, jemand war bereits bei ihr und sofort stellte sich ihm die Frage, wer diese Person war und was sie hier wollte. Eine Stimme riss ihn endlich aus seinen Gedanken, ernst und voller Vorwürfe. „…was tust du Junge, konzentrier dich gefälligst auf deine Gegner!“ Erst jetzt merkte der Uchiha die Wasserwand vor ihm und die Person, die nun neben ihm stand, verhüllt von einem Mantel und einer Kapuze. Wer diese Person war, dass würde Shin noch erfahren, aber nicht jetzt und auch nicht in dieser Situation. Noch immer wirkte alles wie in  einem Film, alles lief langsam vor seinen Augen ab und unser junger Freund, konnte sich nicht erklären was gerade mit ihm los war. Allerdings kam ihm dieses Gefühl, welches sich gerade tief aus seiner Bauchregion seinen Weg nach oben kämpfte, seltsam bekannt vor. Shin kannte es und er wollte es auch nicht aufhalten, es sollte seinen freien Lauf haben und nicht tief in ihm drin verkümmern. Seine Augen wanderten noch einmal zu Ayama, sie wurde immer noch von dieser fremden Person gehalten, als sein Kopf eine leichte Schräglage einnahm und er sich seinem Onkel zuwandte, der nun nicht mehr von der Wasserwand verdeckt wurde, die die Angriffe der Uchiha geblockt hatte. „Was habt ihr getan! Das war eine Sache zwischen dir und mir Onkel und du hast zu gelassen, dass sie Ayama verletzen…“ Shin Stimme verstummte, als das Skelett welches von dieser rötlichen Aura umrandet wurde abermals sichtbar wurde, allerdings schien sich etwas zu verändert. Rote Fäden kämpften sich entlang der Knochen des Skeletts empor. Es sah beinahe so aus, als bildete das Skelett so eine Art von Muskulatur, die es noch furchteinflößender wirken ließ und auch Shin schien gerade eine Veränderung durchzumachen. Sein Kopf hatte sich geneigt, seine Augen waren nur noch ein einziger Schatten und keiner der Anwesenden schien zu erahnen, was gerade vor sich ging. Der Mann neben dem Uchiha, hatte längst eine kampfbereite Position eingenommen, dennoch schien er nicht erpicht darauf zu sein irgendetwas zu unternehmen. Es schien viel Mehr so, als würde er sich mehr für Shin interessieren und dessen gegenwärtigen Zustand. „Hör zu Junge! Diese Situation eskaliert gerade und ich habe den Auftrag, dich sicher zu meinem  Boss zu bringen, auch wenn ich immer noch nicht verstehe, was er mit einem Bengel wie dir zu schaffen hat. Also tu was ich sage und wir verschwinden von hier, deiner Kameradin geht es gut meine Gefährtin kümmert sich schon gut um sie keine Sorge, als tu nichts unüberlegtes verstanden?“ Dieser Mann, Nakashima Shou, schien nicht wirklich etwas mit Shin anfangen zu können und wie er sagte, der junge Uchiha war nur ein Bengel, der sich zu viel zumutete und nicht einzusehen schien, wen er am Verlieren war. Für Shin jedoch, war diese Situation schon in dem Augenblick eskaliert, als seine Clanbrüder Ayama verletzt hatten und sein Onkel, der sich nun endlich wieder zu Wort meldete, war wohl ebenso wenig gewillt aufzugeben, wie sein eigener Neffe. „…Yosuke…Kenta…holt euch die Hotaru, sie ist Shins Schwäche…los!“ Ohne zu wissen was wirklich los war, befolgten Yosuke und Kenta die Befehle von Shins Onkel, doch wusste Nigini nicht was diese Befehle bei seinen Neffen ausgelöst hatten. Shins Kopf erhob sich, seine Augen wanderten zu Yosuke und Kenta, als seine Stimme sich erhob und beinahe schon ein Schrei war. „…YOSUKE…KENTA…wagt es euch Ayama auch nur anzurühren und ich werde euch töten…“ Shin sah zu ihnen, doch zuckten sie nur und liefen weiter auf Ayama und deren neue Beschützerin zu. Kurz konnte der junge Uchiha nicht glauben, dass sie trotz allem was er vor ihren Augen getan hatte nicht auf ihn hören wollten. Sie hatten es also wirklich nicht anders gewollt, sie wollten sterben und die Wut, das Gefühl welches sich aus seinem Bauch nach oben gekämpft hatte, schien jetzt explodieren zu wollen. Das Susanoo von Shin veränderte sich abermals, als ein Schrei voller Zorn aus dem Mund des jungen Uchihas, rote Haut bildete sich auf der rotähnlichen Muskulatur des  Skeletts. Doch konnte man jetzt nicht mehr von einem Skelett reden, es sah jetzt fiel mehr aus wie ein Dämon in Menschengestalt, mit zwei Hörner auf seinem Haupt und zwei überdimensionalen Schwertern, die beide seitlich an der gerade noch sichtbaren Taille des Dämons befestigt waren. Shou, der das Schauspiel verfolgte, schien langsam zu erahnen warum sein Boss so versessen auf diesen Jungen war und er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, auch wenn man dieses dank seiner Kapuze nicht sehen konnte. Was Nigini, Shins Vater und auch alle noch anwesenden Uchiha anging, so konnten sie nicht glauben was sie dort sahen. Und besonders Shins Onkel ahnte langsam, dass sein Neffe wahrlich kein gewöhnlicher Junge mehr war, geschweige denn ein gewöhnlicher Uchiha und selbst er schien es nun mit der Angst zu bekommen. Shin hingegen sah nur zu Yosuke und Kenta, er bewegte sich instinktiv und auch der Dämon, der seinen Besitzer umhüllte bewegte sich. Seine riesigen Arme und Hände bewegten sich, zogen die Schwerter an seiner Taille und ließen zu mindestens eins von ihnen als Barriere zwischen den beiden Uchiha und Ayama schnellen. Die Erschütterung stoppte den Lauf Yosukes und Kentas, die fassungslos auf das rotviolette Schwert vor ihnen starrten und erst dann ihren Clanbruder sahen, dessen ganzes Gesicht nur einen Ausdruck wiederspiegelte, Zorn. Sie wichen zurück, als der Dämon das Schwert wieder hoch schnellen ließ und erneut ausholte, um sie anzugreifen und auch das zweite Schwert griff sie nun an. Eine wirkliche Chance zum Ausweichen hatten die beiden Uchiha nicht, dennoch wurden die beiden Angriffe Shins geblockt und ein zweiter Dämon, ähnlich dem von Shin erschien vor den Augen der Uchiha-Angreifer. Dieser sah jedoch vollkommen anders aus, selbst seine Aura unterschied sich von der des jungen Uchihas, sie war von einem dunklem Violett gezeichnet und der Mann, der vor Shin und zwischen seiner Beute erschien, war allen Anwesenden nur also gut bekannt. Jedoch war es Shin, der seinen Namen aussprach und einen Satz zurück machte, um eine gewisse Distanz zwischen sich und diesem Mann zu bringen. „…Yaku…“ Man merkte, dass Shin geschockt war seinen Cousin hier zu sehen und erst recht jetzt, da seine Kraft stark abnahm und es gefährlich sein würde, ihn anzugreifen. Was Yaku anging, dieser musterte Shin nur und sagte noch keinen einzigen Ton. Für den jungen Uchiha war dies eine Situation, mit der er nicht gerechnet hatte und was geschehen würde, musste man wohl erst noch sehen.
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Uchiha Yaku
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BeitragThema: Re: Der Wald   Do 11 Jul 2013, 18:47

Der Himmel über Konoha erstrahlte in seinem alt bekannten Blau. Der leichte Nebel, der am Morgen noch den Sonnenaufgang trübte, hatte sich geschalgegen geben und verzogen. Und ein Mann der gerade in der Nähe eines Wachtumes stand, hoch auf der Mauer die das Shinobi-Dorf umgab konnte dem morgendlichen Wettergebilde nachempfinden. Wahrscheinlich, wenn die vielen tausend Wassertröpfchen hätten denken können, würden sie es bereuen nachgegeben zu haben. Denn es hätte so ein schöner ruhiger Tag werden können.
Erst gestern, spät in der Nacht war der Uchiha von einer Mission zurück gekommen. Den Bericht darüber hatte er bereits geschrieben und noch gleich nach seinem Ankommen an den Hokage übersannt. Nichts in dieser Welt hätte ihn dazu bringen können, heute das Büro des Dorfoberhauptes zu betreten. Denn diesem wäre bestimmt noch etwas eingefallen, was super wichtig gewesen wäre und umbedingt erledigt werden musste. Aber Yaku hatte frei. Ja, so etwas kam tatsächlich mal vor. Und genau, weil man diese freien Tage an denen er nicht vor Tonnen von Akten sitzen musste, auf einer Mission war oder Baby-Sitten musste (auch genannt mit einem Genin-Team unterwegs zu sein) an einer Hand abzählen konnte, versuchte er sich vor allem zu drücken. Dazu kam, er hatte schon einen ganz genauen Plan was er alles machen wollte. Ganz oben an aller erster Stelle stand ausschlafen. Dann kam eine Weile nichts und später wollte er sich mit Freunden treffen. Kaum zu glauben aber wahr, der wohl schweigsamste Mensch den es auf der Welt gab hatte Freunde, die sogar bezeugen konnten, dass er nicht immer so schweigsam war. Mal von den sehr interessanten Dingen die so in seinem Kofp herumschwirrten abgesehen. Aber dies war etwas, was man an einer anderen Stelle erleutern sollte. Denn wir wollten ergründen warum sich Yaku wünschte, das penedrante Klopfen, gar hämmern gegen seine Türe ignoriert zu haben. Der eigetnliche Grund warum er doch aus seinem kuschelig warmen Bett aufgestanden war, weil er Mittleid hatte mit seiner Haustüre die von seinem kleinen Bruder regelrecht verdroschen wurde. Woher dieser Nervenzwerg überhuapt wusste das er zu hause war, ja das war ihm immernoch ein Rätsel. Nachdem der Junge in die Wohnung herein gestolpert kam, da er nicht gerechnet hatte, dass ihm jemand so plötzlich die Türe vor der Nase aufriss, stammelte er etwas Von Blah und Blubb und noch mehr Blah. Ohne ein Wort von dem verstanden zu haben was Tenshin gerade von ihm wollte, ging er zu seiner heimlichen Liebe dürckte das Knöpfchen und lauschte dem gebrummel als sie die Kaffeebohnen frisch mahlte. Nun mit einer Tasse Kaffee in der Hand und allein vom dem betörenden Durft der ihm in die Nase stieg etwas wacher lauschte er ein zwietes Mal der Geschichte. Da gab es etwas was ihm nicht so ganz in den Kopf wollte, Dinge die so nicht zusammen passten. Vor allem wie es zusammen hing, dass Shin als vermisst galt, aber sein Vater nun mit fast schon einen Heer der besten Shinobi aus ihrem Clan sich auch auf die Pirsch gemacht hatten. Der jüngere der beiden Uchiah-Brüder machte sich offenbar große Sorgen.Der Ältere hingegen hoffte inständig, dass der Kerl der sich sein Vater schimpfte, in sein sicheres Verderben rennen würde. So wie Tenshi alles darstellte stank alles so offenbar nach dessen Intriegen, so sehr, dass Yaku davon schlecht wurde. Das er auf seinen Vater nicht gut zu sprechen war, galt als offenes Geheimnis, warum das aber so war, dass wussten nur die beiden Männer. Einzig und allein um seinen kleinen Bruder zu beruhigen machte sich der Uchiha nun auf den Weg. Alleine, troz aller Proteste eines kleinen Fisches der mit im großen Teich schwimmen wollte. Schnell hatte er sich aber etwas einfallen lassen können, womit er ihm beschäftigen konnte.
Yaku hatte eine böse Vorahnung und wenn sich diese auch nur im Ansatz bestätigen sollte, wollte er auf keinen Fall, dass irgendjemand sonst noch davon Wind bekommen sollte. Mit einer leicht aufkommenden Briese war er plötzlich verschwunden und nur noch ein winiziger Blätterwirbel erinnerte an der Stelle an der er gestanden hatte an den jungen Mann. Kurz darauf erschütterte eine doch weiter entfernt scheinende Explosion hier noch den Boden.

Die Menschenansammlung die sich Dorf nannte konnte schon an der Laune eines Hiiragi nagen, wenn, ja wenn da nicht ein kleines Geisterwesen wäre, das dem ganzen zuvorkam. Es war nicht so, dass Hanyuu es nicht in regelmäßigen Abständen schaffte Rika auf die Palme zu bringen, nein, heute war es besonders schlimm. Ihr jammern, dass sie sich bei der ganzen Geschichte hier nicht wohl fühlte und die beiden vielleicht doch besser dran wären ihre eigenen Wege zu  gehen. Dazu kam, dass auch das Dämonenmädchen spürte, was sich nur unweit der hohen Mauern zusammen braute. Die Chakra-Konzentrationen die sich dort ballten verhießen einen baldigen Knall. Ein plötzliches "Hallo"  riss sie von dieser Szene weg. Diese harsch klingende Begrüßung wurde sogar kommentiert. Rika für ihren Teil mit einem "Endlich.", was genervt klingen sollte, doch ein winziger Unterton von Erleichterung sich noch dazu gemogelt hatte. Und Hanyuu überschüttete Rikas Begleitung mit etlichen Nettigkeiten, wie zum Beispiel einem harmlos klingenden: "Warum bist du doch hier und nicht auf dem Scheiterhaufen!" Dadurch, das die Kleine gar nicht mehr aufhören wollte Shou weiter mit ähnlichen Liebesverkündungen zu überhäufen, bekam die Miko nicht sehr viel mit von dem was der Mann mit dem schwarzen Umang sagte. Etwas wie "Zielperson gefunden" drang dann doch durch. Hätte er nun auf eine Antwort gewartet und wäre er nicht gleich noch im selben Augenblick verschwunde, wie seine Worte verhallt warten, hätte er genau diesen Satz gehört. "Mir brummt der Schädel." Aber so wurde Atem für nichts verschwendet. In einer anmutig wirkenden Bewegung war nun auch die Miko verschwunden und alles was an sie erinnerte war eine einzelne unbedeutende Erinnerung.
Am Schauplatz des Geschehens angekommen, ergab sich in etwas das Bild, das die weißhaarige Frau auch schon dank ihres Bluerbes gespürt hatte. Gerade noch im letzten Moment konnte sie ein Mädchen auffangen. Nein, Mädchen war auch wenn sie durch ihre Größe jünger wirkte der falsche Ausdruck, denn immerhin schien es, als wäre sie nicht so sehr viel jünger. Das Chakra das hier frei gesetzt wurde, die Energie die sich damit verband wog schwer in der Luft. Für jemanden mit dem Fähigkeiten der Hiiragi war es sogar ohne direkt an diesem Kampf beteiligt zu sein, schwer zu atmen. Sie fühlte wie eine Chakraquelle nach der anderen erlosch und mit jemdem verglühten Licht wurde sie ien Stück trauriger. Die Kleine die in ihren Armen lag war für sie keine Unbekannte, doch war es nicht so, dass sie tatsächlich von Bedeutung wäre. Warum sie Ayama trotz allem verartzen wollte dazu benötigte man keine große Rede. Ein Blick in Richtung demjengien den sie suchten, Uchiha Shin, an dessen Seite nun auch ihr "Partner" stand erübrigte alle Worte. Kurz wachte die Kleine auf, sah Rika mit glasigem Blick an, versuchte aufzustehen. Das es ihr nicht so gelingen wollte lag auf der Hand. Mit schmaler Stimme murmelte sie etwas von sie wollte ihm doch keine Last sein und wie sie ihn doch beschützen wollte. Was genau sie damit meinte, Rika hatte keine Ahnung. Aber wenn nicht nur sie, sondern scheinbar auch der Uchiha der dort drohte alle nieder zu machen, die der Verletzten zu nahe kamen, so weit für einander gehen wollten, mussten starke Emotionen dahinter stecken. Die Hiiragi in ihrer Kunst als Heilerin legte ihre Patientin erstmal wieder schlafen. War wohl am Besten für alle Beteiligten. Mit ihrer Untersuchung noch nicht ganz fertig, es waren auch erst wenigen wenngleich aufschlussreiche Sekunden vergangen, seitdem sie hier aufgeschlagen waren, meldete sich eine nur all zu bekannte Simme zu Wort. "Rika! Was ist das?!" Die Stimme des Dämonenmädchens zitterte vor Angst. Gut bei dem Anblick der ihr gerade geboten wurde war es auch kein Wunder das sie es mit der Angst zu tun bekam. Doch genervt von ihr wie die Miko war zuckte sie einfach mit den Schultern. In ihren Gedanken formten sich Worte. "Woher soll ich das wissen. Sehe ich auch wie eine von denen? Da musst den Kerl da schon selbst fragen." Sie hatte noch nicht einmal aufgesehen, sondern sich weiter um Ayama gekümmert um die sie sich gerade mehr Sorgen machte, vor allem nach dem was sie gefunden hatte. Doch Hanyuu gab keine Ruhe. "Ich meine nicht das. Ok, das Teil vielleicht auch. Ich meine DAS hier, hauuu~!" Erst jetzt drang ein bedrohliches Knurren zu ihr vor. Koinu hatte das kleine Geisterwesen gestellt, die sich gerade ängstlich an einen Baum kauerte. Das war doch gerade nicht wirklich ihr Ernst. Sie hatte doch tats0ächlich mehr Angst vor dem Knurren dieses Wolfes als ... ? Naja gut. Da konnte man wohl nichts machen und es kam eine Antwort die trockener nicht hätte sein können. "Wird wohl eine streundende Katze sein." Für Rika war es wohl besser, dass Koinu noch keine Gedanken lesen konnte. Doch bei Hanyuu war es anders. Sie glaubte doch wirklich fest daran, dass es sich hierbei nur um eine streundende Katze handelte. Wenngleich auch eine recht Große. So kam es das Hanyuu ihre Hand ausstreckte umd versuchte ihren Gegenüber mit einem "Mietz-mietz" zu besänftigen. Das dies nicht gelingen konnte, war für jeden Anwesenden einleuchtend und nachdem Koinu doch ins leere geschnappt hatte, begann eine kleine Hetze.
Solange sich ihre bessere Hälfte um den Uchiha kümmerte und das Schlachtfeld im Zaum hielt und sich der nervtötende Teil von ihr mit dem Wolf herum schlug konnte sich Rika in aller Seelenruhe der Verletzung am Rücken widmen. Es war nicht die Größte überhaupt und wenn man sie so einzeln betrachtete auch nicht weiter gefährlich. Ihr machte auch nicht der Chakra Zustand sorgen. Es war ein Zusammenspiel von allem. Vor allem, da hier ein kleiner Teil einer viel größeren Narbe aufgegangen war. Diese war schon relativ gut verheilt, doch sollte man seinen Körper auf keinen Fall bereits solchen Belastungen aussetzten. Die Wahrscheinlichkeit das die junge Frau zu ihren Füßen dies wusste war nicht nur hoch, sondern schon gewiss. Manche Menschen schienen den Drang frühzeitig sterben zu wollen zu besitzten. Mit dieser Einsicht und einer schlafenden Patientin konnte sich die Miko nun dem erneut geänderten Verlauf des Kampfes widmen.

"Yaku-dono." "Yaku-sensei." Von allen Seiten hörte er seinen Namen von jemanden gemurmelt. Ja, genau so hieß er und wenn noch jemand auf die Idee kommen sollte, in seiner Ungläubigkeit diesen Namen auszusprechen, bei Gott schwor sich der Neuankömmling, er würde seinen Namen singen. Wer an dieser Stelle glaubte, dies wäre nur eine im Gedanken ausgesprochene leere Drohung, der kannte den Uchiha nicht nur schlecht, sondern gar nicht. Nachdem er sich kurz ein Bild gemacht hatte von dem was vorgefallen schien, hatte sich Yaku dazu entschieden einzugreifen. Für einen einzelnen Tag war bereits zu viel Blut vergossen worden. Leider hatte dies dazu geführt, dass ein Geheimnis offenbart wurde, dass er für eine lange Zeit nur zu gut gehütet hatte. Eine Kreatur, die der sich bereits auf dem Feld befindenden nicht unähnlich war und doch scheinbar von Grund auf anders, wachte hinter ihm. Das Yari, dessen scharfe Klingen an der langen Lanze bedrohlich zu blitzen schienen kampfbereit in beiden Händen. Der Mann, dessen Mangekyō Sharingan streng in die Richtung Shin funkelte blidete scheinbar das Zentrum dieses abartigen Wesens. Er hatte die Arme vor sich verschränkt und sah nicht gerade so aus, als würde er jeden Augenblick einen Angriff starten wollen. Nein, man konnte den Eindruck gewinnen, er wolle seinem einstigen Schüler eine Predigt halten da dieser sich gerade einen dummen Fehler geleistet hatte. Damit lag man sogar goldrichtig, was man Rot im Kalender anstreichen konnte, genau wie das man Yaku in Jeans und T-Shirt zu sehen bekam. "Ich hoffe dir ist klar, das du mir mit deinem Auftritt hier meinen freinen Tag versaust." Langsam löste sich das Wesen hinter ihm auf und es schien, als würde sich damit auch der restliche Spuk in Luft auflösen. Nachdem der letzte Satz doch wirklich ziemlich genervt geklungen hatte, konnte man nun eine Spur der Enttäuschung aus seinen nächsten Worten heraus hören. "Shin, warum bist du nicht einfach zu mir gekommen? Warum lässt du dich ausgerechnet von jemanden wie ihm so provozieren? Nach allem was war hätte ich von dir erwartet, das du erwachsener geworden bist. Aber in dir steckt doch immer noch dieser verdammte Kindskopf." Sein Blick schweifte ab zu den beiden Frauen. Er wusste genau, wer sie waren, auch wer sich wahrscheinlich bei Shin befand. Manchmal hasste er es, so viele Informationen gespeichert zu haben. Aber um einer Antwort auf seine Fragen zu entgehen, da er diese nicht hören wollte, konnte er sich ein Säufzen nicht verkneifen bevor er weiter sprach. "Ich weiß wirklich nicht was ich mit euch beiden machen soll. Das einfachste wäre euch in einen Sack zu stecken und euch mal etwas den Übermut rausprügeln. Aber gut." Nun geschah etwas, womit wohl niemand gerechnet hätte. Vor allem von den hier Anwesenden nicht. Yaku fixierte Shin mit seinem Blick. Strenge schlug daraus hervor, doch die Worte die diesem Blick folgten, ließen etwas anderes verheißen. Sie waren nur für die Ohren von Shin bestimmt. "Hör zu. Ich weiß nicht was dich geritten hat das hier zu veranstalten. Aber ich bin mir sicher, das er seine dreckigen Finger im Spiel hatte. Schnapp dir Ayama und verschwinde von hier solange die ANBU noch nicht da ist. Es reicht, wenn dieser Drecksack der sich mein Blutsverwandter schimpft einem von uns die Liebe unwiederruflich genommen hat." Es schienen nur Bruchteile von Sekunden vergangen zu sein und niemand sonst schien mit bekommen zu haben, was dieses kleine Gespräch behinhaltete. Ob dies nur Zufall war oder doch die Arbeit eines kleinen Gen-Jutsu? Wer konnte das schon so genau sagen. Auf jeden Fall war Yaku bereit etwas zu enthüllen. Die Hände in die Taschen seiner Jeans gesteckt, Shin und desssen Aufpasser nicht aus den Augen lassend. "Uchiha", eine bedeutende Pause, "Nigini! Ihr habt ohne die Zustimmung des Hokage gehandelt und aufgrund dessen, dem Verdacht hin gegen den Willen des Dorfes gehandelt zu haben, werde ich euch in Gewahrsam nehmen. Es wäre für eure Gesundheit förderlich, wenn ihr keinen weiteren Wiederstand leistet." Wie man es von dem Uchiha mit dem emozionslosen Augen erwartet hatte endete alles mit einem großen "Kabum!". Nur heute eben in Worten. Was genau nun dahinter steckte, ob da überhaupt etwas war oder doch alles nur Show, dass wussten nur die Götter und Yaku selbst. Ein großer Tumult brach aus, denn keiner wollte so recht glauben was da soeben gesagt wurde. Eine bessere Möglichkeit zu verschwinden würde es dafinitiv nicht gegen. Noch einmal sah der ANBU zu seinem früheren Schützling hinüber und Blicke konnten definitiv mehr sagen als tausend Worte. So hoffte er auch, dass Shin verstand was er ihm mit gab, denn viel mehr als ein "Viel Glück und erkläre es mir ein anderes Mal.", konnte er ihm nicht auf den Weg geben.

Wink mit dem Zaunpfahl, hier kam er. Rika wollte sich gerade die beäubte Ayama schnappten, als Hanyuu mal wieder einen Laut von sich gab. "Hauuu~ Du bist gemein zu mir. Das ist keine Katze sondern ein Wolf und er heisst Koinu." Beleidigt schaute sie drein. Doch dafür war absolut keine Zeit. Nachdem die beiden Konoha-Uchiha-Idioten doch davon abgehalten wurden sie anzugreifen, war es Zeit zu verschwinden. Da kam ihr auch entgegen, dass ihre "Einbildung" scheinbar Freundschaft mit dem übergroßen Haustier geschlossen hatte, denn dieser konnte als Packesel her halten. Rika war immerhin nicht gerade die Stärke in Person. Ein einziger Blick in Richtung Shou und es war klar wohin die Reise gehen würde. So kam es, dass sich nun alle vier, wenn man es ganz genau nehmen würde, wären sie ja zu sechst, in Bewegung setzten.
Der Mittag war schon lange vorbei und die Sonne stand bereits tief als Ayama endlich wieder aufwachte. Ihr Kopf schmerzte und alles schien im Nebel zu liegen. Nicht nur ihre Erinnerungen an das was geschehen war, sondern auch alles andere. Sie konnte noch nicht genau fassen, was warum wieso und wer die Frau war, die sich gerade über sie beugte. Erschrocken wich sie zurück, setzte sich auf um sofort von den Folgen einer so plötzlichen Bewegung eingeholt zu werden. Ihr wurde schwindeldig. "Guten Morgen Sonnenschein. Ich hoffe ihr hattet einen angenehmem Schönheitsschlaf." Das eigentlich Rika an dem jetzigen Zustand schuld war, musste keiner wissen. Vielleicht konnte es sich jemand denken, aber das schien ihr recht egal zu sein. Sie hatte das Beruhigungsmittel etwas stark dosiert und die Hotaru würde wohl noch den ganzen Abend mit den Nachwirkungen zu kämpfen haben. Diese sah sich nun um. War sichtlich verwirrt und einen klaren Gedanken konnte sie auch nicht fassen. Hilfesuchend ging ihr Blick durch die Runde und heftete sich an die einzige Person die ihr Vertraut war. Im selben Augenblick wie sie ihn sah, machte sich auch schon ein schlechtes Gewissen breit. Wieder hatte sie versagt, sie war nicht mehr als eine Bürde gewesen und nicht eine stützende Kraft wie sie es wollte. Instädnig hoffte sie, dass er sie für ihr klägliches Versagen nicht all zu sehr verachten würde.

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BeitragThema: Re: Der Wald   So 19 Jan 2014, 22:05

Donner grollen mal so nahe, dass man ihn berühren konnte und mal so weit weg, dass er unerreichbar schien. Wind, welcher so stark blies, dass nicht einmal die Bäume es vermachten sich gegen ihn zu stellen, dann wieder so schwach, dass er man ihn nur als laues Lüftchen bezeichnen konnte und Regen, welche unaufhörlich auf die Erde niederging. In  mitten dieser Szene, in einen schwarzen Mantel gehüllt, stand er einsam und allein, den Blick in die Ferne gerichtet auf den Wolken verhangenen Horizont. Eine Kapuze verdeckte sein Gesicht, schützte es vor dem Regen und auch vor neugierigen Blicken, doch selbst wenn das Gesicht jenes jungen Mannes sichtbar gewesen wäre, niemand hätte wohl erahnen könnten, was er dachte oder sogar zu füllen vermachte. Ob diese Person überhaupt Gefühle hatte, er selbst konnte es nicht mal mehr sagen nach all dem was in den letzten Stunden geschehen war. Vieles ging in seinem Kopf vor, der Kampf mit seinen Clanbrüdern, den Tod den er über sie gebracht hatte, seine Liebe die noch immer nicht ihre Augen geöffnet hatte, sein Versagen sie zu beschützen und jene  beiden letzten Worte seines ehemaligen Senseis, Freundes und einzigen Menschen, der ihn niemals verurteilen würde: „Viel Glück!“ Alles was hiernach geschah, war wie ein Film gewesen. Die Flucht mit zwei völlig Fremden, die nur behaupteten ihn helfen zu wollen, sie zu jenem Mann zu bringen, der für Shin nicht nur bedeutete stärker zu werden, sondern gleichzeitig auch alles wissen konnte, was er selbst noch nicht wusste. Und noch etwas, dieser Mann würde Shins Augen retten können, zu mindestens war es das, was der junge Uchiha ersehnte und hoffte. Doch die Zeit war noch nicht reif, dass sich Schüler und Meister trafen, Ayama war noch immer bewusstlos und sowohl dem Mann namens Shou, als auch seiner Begleiterin Rika traute Shin nicht über den Weg. Zu vieles war zu mysteriös, als das Shin ihnen vertrauen konnte. Woher wussten sie, dass er und Ayama im Dorf waren und noch dazu an diesem Platz? Gab es vielleicht nicht nur die Uchiha, die etwas verbargen vor dem Dorf, sondern auch noch andere, die Konohagakure schaden wollten? Unser junger Uchiha wusste es nicht, es waren zu viele Fragen und zu viele Antworten, die diese haben konnten. Eines wusste Shin allerdings, während er dort unter dem Wolken verhangenen Himmel stand, den Regen unaufhörlich auf seine Kleidung fallen lassend und dem Donnergrollen in der Ferne lauschend, er würde die Antworten finden und alle die seiner Heimat Schaden zufügen wollten, niederstrecken. Auch wenn er dafür all jene verletzen musste, die er liebte und achtete.

Aus dem Dunkeln der Höhle, vor der der junge Uchiha stand, waren Schritte zu hören. Leise, leichtfüßig, beinahe so als würde jene Person, zu der diese Schritte gehörten über den Boden schweben, auf dem es lief. Jene Person, einen ebenso schwarzen Mantel tragend wie der Uchiha und eine beinahe ähnliche Präsenz mit sich umhertragend war, Nakashima Shou. Ein abtrünniger Shinobi aus Kumogakure, der sein Dorf und seine Familie hinter sich gelassen hatte und nur einen Zweck in seinem Leben sah, seine Bruder zu vernichten und alle die ihm etwas bedeuteten. Shin hatte ihn längst bemerkt, als seine Hand zu seinem Gesicht glitt und über es streifte. Dieser Shinobi sollte nicht sehen, welches Gesicht der junge Uchiha machte und auch nicht die Tränen, die er für seine, durch seine Hand verstorbenen Clanbrüder vergoss. Allerdings Shou hatte Shin schon länger beobachtet, bevor er sich nun endlich zu ihm gesellte, um sich höchstwahrscheinlich mit zu teilen. „…Uchiha-san…eure Gefährtin ist gerade wieder zu sich gekommen.“ Unbewusst ließ Shin auf diese Aussage seine Maske fallen, für einen Bruchteil einer Sekunde breite sich Erleichterung in ihm aus. Dies wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn er dem Nakashima nicht diese Seite von sich gezeigt hätte, ihm nicht gezeigt hätte das Ayama alles für ihn bedeutete. Shou hingegen, nahm die Geste des jungen Uchiha, dankend an und kommentierte sie mit einem heimtückischen Lächeln. Und auch wenn Shin seine Maske aus Zorn und Gleichgültigkeit, sofort wieder aufsetzte, so wussten sie beide, dass der jeweils andere es gesehen hatte. Nichts desto trotz, Shin musste sie sehen, sehen das es ihr wirklich gut ging und sich davon überzeugen, dass sie nicht verletzt war. Schweigend und den Nakashima nicht weiter beachtend, ging Shin an ihm vorbei zurück in die Höhle, in welcher sie Zuflucht gesucht hatten vor ihren Verfolgern.

Es genügte ihm ein einziger Blick in die Augen der Hotaru und der junge Uchiha wusste, dass sie sich selbst Vorwürfe machte, dass sie versagt haben könnte oder etwas dieser Art. Shin machte ein, zwei Schritte in ihre Richtung und sah dann zu Rika, die neben Ayama saß oder besser gesagt hockte. Seine Arme verschränkten sich vor seiner Brust, als Shou sich hinter ihn gesellte. Seine Stimme kalt, aber mit einer Spur von Erleichterung in ihr, hallte durch die Höhle. „…Shou…Rika…lasst uns allein, ich habe mit Ayama noch etwas zu klären…erkundet die Umgebung und haltet Ausschau, ob wir noch verfolgt werden…“ Kaum, dass diese Worte seinen Mund verlassen hatte, legte sich die Hand Shous auf seine Schulter. „…Uchiha-san, ich sagte euch zwar, dass Rika und ich euren Anweisungen folgen sollen, doch…“ Ein Schemen erschien, welcher den Nakashima direkt gegen die Wand hinter sich schleuderte. Er prallte hart auf die Wand und dann für den Bruchteil nur einer Sekunde, blickte der Nakashima in die Augen des Uchihas. Dieser winzige Augenblick reichte Shin jedoch schon aus, um Shou sein Schicksals zu zeigen und was zukünftig mit denen Geschehen würde, die sich seinen Anweisungen widersetzen würden. „…Nakashima-kun…habe ich mich unverständlich ausgedrückt oder wollt ihr euch seinen Anweisungen wiedersetzen?“ Shou musste sich sichtlich auf die Zähne beißen, die Faust die er ballte zeugte von seinem Zorn und wer den Nakashima kannte, wusste das niemand ihn so behandeln durfte, allerdings… „Natürlich nicht…Uchiha-sama…wie ihr wünscht, werden wir euch nun allein lassen und die Umgebung erkunden!“ Der Nakashima deutete nur mit einer Geste an, dass Rika ihm folgen sollte und diese folgte ihm auch wirklich, nicht umhin kommend Shin noch einen vielsagenden Blick zuzuwerfen. Shou und Rika hatten die Höhle kaum verlassen, als sich der Uchiha seiner Gefährtin zu wandte und sie mit leuchtend roten Augen ansah, die bedrohlich auf sie herab schauten. Einen Schritt und den zweiten Schritt machten, das Knurren Koinus förmlich ignorierend und dann vor ihr stehend. „…Ayama…“ Alle Kälte war mit einem Mal aus seiner Stimme verschwunden, während ihr Name seinen Mund verließ und er vor ihr auf die Knie fiel. Ohne auf etwas zu achten, zog Shin die Hotaru zu sich und drückte sie fest an sich. Seine durchnässte Kleidung presste sich an ihre, ließ diese sich ebenso mit Nässe vollsaugen und die Sekunden verstrichen, in denen Shin Ayama einfach nur festhielt. Alles an der Hotaru, nahm der Uchiha gerade in sich auf, die Wärme ihres Körpers, ihren Geruch und ihre reine Präsenz. Seine Hand legte sich auf ihre Wange, ehe Shin seine Ayama küsste, sanft aber kurz und seine Stirn dann gegen die ihre lehnte. Shins Augen waren nicht wirklich zu sehen, seine Haare verdeckten sie etwas und die Hand, die auf der Wange der Hotaru verweilte, strich sanft über sie. „…dir geht es gut  ja? Ich…“ Eine Träne, wandert/rollte sanft die Wange des Uchihas hinunter und für einen kurzen Moment, musste die Hotaru sich gedulden, ehe Shin ihr nun doch endlich in die Augen sah und seinen Satz beendete. „…habe mir Sorgen gemacht und Vorwürfe, warum ich dich in solche Gefahr gebracht habe. Yaku hat recht, ich habe immer noch nichts dazu gelernt, aber ich verspreche dir…ich lasse nicht zu, dass dich nochmal jemand verletzt, nie wieder.“ Shin sah sie bei seinen Worten unverblümt an, er meinte es wirklich ernst und würde wahrscheinlich sogar sein Leben geben, nur um Ayama zu beschützen vor jedem der ihr Leid zufügen wollte. Seine Hand legte sich auf ihre Taille und er küsste sie nun abermals, während seine Hand die Feuchtigkeit von Ayamas Kleidung wahrnahm. Seine Lippen lösten sich von ihren, nur um für einen winzigen Moment an ihr hinunter zu schauen, wobei er realisierte, dass seine eigenen Sachen nun auch ihre durchnässt hatten. „…ähmm…Ayama…“ Mit einer kurzen Geste, deutete Shin auf die Sachen Ayamas, während er nur ihren Namen hervor bekam.


„…ich bringe ihn um, langsam und qualvoll…was denk dieser Bengel eigentlich wer er ist“ Blanker Zorn war aus der Stimme Shous herauszuhören, als er und Rika die Umgebung der Höhle erkundeten. Kaum waren sie weit genug von der Höhle entfernt gewesen, hatte der Nakashima mit seiner Hassrede begonnen und seine Gefährtin mit seinen zornerfüllten Worten überschüttet. „…ich frage mich wirklich, was diesen Bengel so besonders macht, dass er ihn unbedingt haben will…ich hasse diese Uchiha…"

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BeitragThema: Re: Der Wald   Fr 24 Jan 2014, 14:20

Bei dem Wetter traute sich nicht einmal die kleinste Maus vor die Türe. Kurz nachdem die vier Shinobi gefolgt von einem Wolf das Kampffeld verlassen hatten, auf der Suche nach einem Unterschlupf für die Nacht und etwas Ruhe um das verletzte Mädchen zu versorgen, waren dunkle Wolken aufgezogen. Es sollte sich aber nicht um ein gewöhnliches Gewitter handeln, dass kurz aufzog, etwas wütete und genauso schnell wieder weg war. Nein, diese Formation war mindestens genauso bedrohlich wie ein  Weltuntergang. Es herrschte eine bedrückende Stille, kein Windhauch strich durch die Bäume, kein Geräusch drang durch den sonst so belebten Wald. Sämtliche Tiere, von der kleinsten Ameise, zu den Vögeln und allen anderen Bewohnern hatten sich bereits ein geschütztes Fleckchen gesucht und warteten nun darauf, dass dieses Ungetüm über sie herein brach. Nun hatte auch Hanyuu einen Unterschlupf gefunden, in dem sich alle ausruhen konnten. Es war vielleicht keine 5 Sterne Herberge, aber die Höhle erfüllte ihren Zweck.
Es gab einen klein en Felsvorsprung, minimal nur erhöht, aber diese ebene Fläche wurde nun als Lazarett ausgewählt. Aus dem weichen Mantel des Mädchens und ihrem eigenen Umhang zauberte Rika eine provisorische, aber wenigstens etwas weichere Unterlage auf der sie Ayama betten konnte. Die beiden Männer hatten sich recht früh bereits abgesetzt und somit konnte die Miko in aller Ruhe ihrer Arbeit nachgehen. Das Fauchen und Toben des Sturmes ignorierte sie fürs erste. Zumal hier kümmerte sie das Wetter am aller wenigsten. Ayama lag auf dem Bauch und Rika hatte ihr das Shirt etwas hoch gezogen um sich ein genaueres Bild von dem zu machen, was sie da vorher schon erahnt hatte. Zum Glück stellte sich heraus das die Verletzung nicht weiter schlimm war die Ayama sich jetzt zugezogen hatte. Das sie das Bewusstsein verloren hatte, lag wohl eher an dem, was sie in nicht all zu weit entfernter Vergangenheit durchgemacht hatte. Ihre Kondition musste wirklich schlecht sein und in so einem Zustand sollte man einem Kampf, gut ok, einem solchen Kampf normalerweise aus dem Weg gehen. Rika kam nicht drum rum zu spekulieren, warum sich das Mädchen hier so sehr verausgabte. Wollte sie sich einfach umbringen lassen oder war ihr das eigene Leben nur no wenig wert? Vielleicht war sie auch einfach nur noch zu naiv um zu sehen was für Folgen das alles mit sich bringen konnte. Ein ohrenbetäubendes Krachen hallte von den Wänden wieder und der Lichtschein des Blitzes erhellte sogar weit im inneren der Höhle noch die Dunkelheit. Mit gestocktem Atem fuhr das Mädchen mit den langen weißen Haaren hoch. Ihr fehlte kurz die Orientierung, sie hatte keine Ahnung wo sie war, oder was es mit dieser Frau auf sich hatte, die sie nur mit ruhigem Blick ansah. Einige Augenblicke später hatte sie sich etwas gefangen und konnte nun auch Koinu erkennen, der ziemlich genervt etwas Abseits lag.
Er hatte den Kopf gehoben als Ayama aufgewacht war, legte ihn aber wieder langsam auf seine Vorderpfoten. Menschen waren ja schon nervig, aber dieses Wesen das ihm mit einem wasserfallartigen Gelaber die Ohren abkaute, es war einfach unbeschreiblich. Was für Fragen sie stellen konnte. Diese zu beantworten, das hatte der Wolf bereits vor Stunden aufgegeben. Zumal ihm auch keine Zeit gelassen wurde auszusprechen bevor ihm schon die nächste Sinnbefreite Frage an dem Kopf geschmissen wurde. In der Zwischenzeit hatte er sich ganz weit in sich selbst zurück gezogen und frage sich nur noch, warum er es überhaupt zuließ, dass diese Fremde dort sich Ayama, seiner Ayama so näher konnte.
Langsam hatte sich Ayama nun aufgerichtet und spürte wie fertig sie doch eigentlich war. Ihre Hände zitterten und ihr Atem ging flach. Durcheinander sah sie die Frau an. Sie hatte keine Ahnung wer sie war, aber irgendwo spürte sie, dass sie ihr nicht böses wollte. Vor allem, Rika entgegnete ihr einfach nur mit einem gelassenen Blick. Es schien als könnte diese Frau nichts erschüttern. Nicht einmal diese Gestalt, die sich ihnen langsam aus dem Schatten heraus näherte. Sofort ging Ayama Hand ganz automatisch in die Richtung in der normalerweise ihr Schwert lag. Doch der Platz war leer. Noch bevor sich Panik in ihr breit machen konnte, war es diese fremde Frau, die ihre sanfte Stimme erhob. „Shou, bitte sag unserem anderen Gast, dass seine Freundin aufgewacht ist.“ Und schon war er wieder verschwunden. Als nächstes mischte sich unter diesen ruhigen Blick eine gewisse Strenge, die jedoch von einer Spur Neugierde in der Stimme begleitet wurde. „Was hast du dir dabei gedacht? Wolltest du dich umbringen? Hast du eigentlich nur den Hauch einer Ahnung was dein Freund da wegen dir alles veranstaltet hat? Wobei ich glaube, du schuldest ihm wohl noch eine kleine Erklärung.“ Es donnerte, doch dieses mal schien es von so weit weg zu kommen, dass man es kaum wahrnahm. Die Kleine senkte ihrem Kopf, sie hatte keine Ahnung was alles genau vorgefallen war, wollte es lieber auch nicht wissen. „Es tut mir leid.“ Ihre Worte gingen beinahe unter. Hatte sie es vielleicht auch nur gedacht und die Worte waren in ihrem Gedankenchaos versunken? Aya konnte nicht genau unterscheiden, was sie wirklich sagte und was nur dachte. Dazu war sie noch zu sehr bekommen. Und von der Reaktion ihrer Gegenüber konnte sie es noch viel weniger ableiten, denn da gab es keine. Oder kam sie erst viel später? „Wenn du wohl doch an deinem Lebend hängst und ich denke das tust du sehr, sonst wärst du bestimmt nicht kehr hier, dann solltest du etwas besser auf dich acht geben.“ Das Mädchen nickte schlicht. „Ich wollte …“ sie machte eine kleine Pause weil sich alles was sie sich so erdacht hatte anhörte wie eine Ausrede. Scheinbar wollte es Rika auch nicht hören, denn diese schüttelte nur mit dem Kopf und eine winzige Bewegung deutete auf den Eingang der Höhle hin. Von dort waren erneut Schritte zu hören, deren dumpfer Klang von den kargen Wänden wieder hallte. Sie gehörten zwei Personen, eine kannte die Hotaru nur zu gut. Die andere war ihr genauso fremd wie diese Frau, wenngleich sie ihr um ein hundertfaches sympathischer war. Die Stimme, die sich nun erhob bewirkte dass es Aya kalt den Rücken hinunter lief. Und ihr schlechtes Gewissen scheinbar auf ein unendliches Maß anschwoll. Was hatte sie nur getan? War Shin wegen ihr so? Hatte sie mit ihrem erbärmlich dämlichen Verhalten so eine Reaktion verursacht? Wen würde das schon wundern wenn nicht. Er würde ihr wahrscheinlich gleich eine Standpauke halten, dass sie nicht so viel von sich halten sollte und wahrscheinlich besser in das Loch zurück kriechen sollte aus dem sie gekommen war. Ihr stockte der Atem als sich Rika erhob und ihr leise zulächelte. Die war mit leichten Schritten dem anderen gefolgt, aber nicht ohne vorher eine winzige Sekunde neben dem Uchiha zu verweilen. „Du solltest besser auf sie aufpassen, wenn sie dir nicht unter der Hand weg sterben soll.“ Dieses gewisse weibliche Feingefühl in ihrer Stimme würde vielleicht, aber auch nur vielleicht bewirken, dass ihre Worte wenigstens bei diesem Hitzkopf ankamen.

Koinu, dem das ganze Schauspiel alles andere als geheuer war und dem die Anwesenheit von Shin hier schon gar nicht passte, war aufgestanden, hatte die Nackenhaare gestellt und ein durchaus bedrohliches Knurren an den Tag gelegt. Das alles um im selben Augenblick sich darüber Gedanken zu machen, für was er sich überhaupt die Mühe gemacht hatte aufzustehen? Würde einer von diesen beiden Menschen ihn in seinem Leben noch mal ernst nehmen? Daran denken, dass er ihre Köpfe einfach mal so zwischen seinen Fängen zermalmen konnte? Die Einsicht, die wiederholte Einsicht zu diesem Thema war wie immer ernüchternd. Die beiden dort lebten so in ihrer eigenen Welt, dass er selbst in 100 Jahren noch das kleine weiße Fellkneul sein würde, das irgendwo herum lag und nicht beachtet werden musste. Er musste sich wohl damit abfinden, dass Aya laut seiner Auffassung in ihr eigenes Verderben laufen würde, wenn sie weiter diesem Kerl dort folgte. Das Einzige war er machen konnte, was ihm übrig blieb war an ihrer Seite zu sein und sie aufzufangen, wenn es so weit war.
Ayama hatte sich an den Rand ihres steinernen Bettes gesetzt und wartete darauf, was auf sie zukommen würde. So war sie überrascht, gar überrumpelt von dem was tatsächlich geschah. Denn es war nicht die Schelte auf die sie sich vorbereitete hatte. Nein, Shin hatte sie in den Arm genommen, drückte sie fest an sich. Sobald sie sich wieder gefangen hatte konnte sie die Umarmung genießen und zurückgeben. Sie genoss alles, ignorierte die Tatsache dass Shin scheinbar bis auf die Knochen durchnässt war. Und wenn ihr es vorher noch nicht aufgefallen war, so jetzt nur noch umso mehr, dass sie niemals wieder die Nähe des Uchiha vermissten wollte. Alles an ihm, es gab keine einzige Ausnahme. Der Kuss, die zärtliche Berührung seiner Hand auf ihrer Wange, alles genoss sie. Die letzten Stunden waren wie weg geblasen. Selbst als die kleine Kunouichi ihre Augen schloss, was nichts anderes da als er und sie. Ihre Anspannung fiel sichtlich von ihr ab. Sie schmiegte ihren Kopf sacht in die Hand des Uchiha bevor er zu Sprechen anfing und Aya damit wieder zurückholte. Vorsichtig legte sie nun ebenfalls ihre Hand an seine Wange um mit einer sanften Bewegung ihrer Finger die einzelne Träne weg zu wischen. Am liebsten hätte sie etwas gesagt, doch war ihr, als sollte sie warten. Sollte noch selbst kurz ihre Gedanken ordnen, bevor sie einen Fluss von wirrem Zeug daher redete. Und es formten sich Worte, diese bildeten eine lange Kette von Sätzen, die von einem Kuss beinahe wieder durcheinander gebracht wurden. Denn Shin schaffte es jedes Mal aufs Neue, in Ayama ein absolutes Chaos anzurichten wenn er ihre Gedankenwelt mit einer sachten Berührung oder gar einem Kuss außer Kraft setzte. Doch dieses Mal musste sie sich zusammen reißen. Sie hatte ihm etwas zu sagen, und auch wenn sie den Teil in dem Yaku vorkam nicht so recht verstanden hatte, ging es ihr genauso wie ihm. Fast schon unbeholfen legte sie ihre Hände auf den Kragen ihres Gegenübers und versuchte diesen vorsichtig glatt zu streichen. Dann sah sie ihm in die Augen. Was er eben gesagt hatte ging an ihr vorbei, genau sie ihre nassen Sachen. Es war nur unschwer zu erkennen, dass ihr folgendes mehr als schwer viel. Sie wusste gar nicht genau wo sie anfangen sollte, aber es gab Dinge die ihrer Meinung nach ganz dringen gesagt werden mussten. „Alles was geschehen ist tut mir so unendlich leid. Ich hatte gesagt, ich werde dir eine Hilfe sein, aber am Ende war ich nur wieder eine Last.“ Was sie genau warum damit sagen wollte, wusste sie nicht. Aber sie glaubte sich rechtfertigen zu müssen, sich für ihr Verhalten zu entschuldigen. Und dann gab es eben noch diese eine Sache die ihr so schwer auf der Seele lastete, dass selbst gegen ihren Willen sich seinen Weg an die Oberfläche suchen würde. „Diese Niederlage, sie …“, kurz kämpfte sie mit sich selbst. Man spürte das es etwas gab worüber sie reden wollte, doch genau dies einen tiefen Schmerz auslöste. Nach ein zwei Atemzügen sprach sie weiter. „… sie hat mich daran erinnert, wie es vor etwa sechs Monaten beinahe geendet hätte. Ich hatte mich dazu entschieden zurück nach Konoha zu gehen. Ich wollte meine Familie beschützen. Und … und ich wollte dieses eine Gerücht nicht wahr haben.“ Langsam wurden ihre bernsteinfarbenen Augen glasig. „Ich wollte auch nach zwei Jahren nicht glauben du wärst auf irgendeiner Mission gestorben. Und somit habe ich einen Streit mit meinem Sensei vom Zaum gebrochen.“ Die Tränen standen ihr nun in den Augen und es war nur eine Frage von Sekunden bevor die Erste hinabrollen würde. „Er hat es einfach nicht verstanden. Wollte auch gar nicht verstehen, warum ich mich so entschieden habe. Es endete damit, dass ich drei Tage irgendwo zwischen Leben und Tod herum irrte. Eigentlich dürfte ich noch nicht einmal wirklich Trainieren wenn es nach dem Arzt ginge. Und seine Standpauke über mein jämmerliches Versagen und die Folgen würde ich jetzt nicht hören wollen." Ayama lächelte, doch schien es seltsam verbunden mit der Tatsache, dass sie mit ihren Tränen dem prasselnden Regen draußen Konkurrenz machen konnte. Sie schniefte und wischte sich die Tränen weg. „Es tut mir leid das ich dich mit Belanglosigkeiten zutexte, oder wenn sich alles anhört wie eine Ausrede. Was ich eigentlich sagen wollte war, dass ich immer an deiner Seite sein werde, egal was kommt oder was geschieht.“ Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals als sie Shin tief in die Augen sah. Es brannte ein Feuer in ihr, heißer als jedes andere. Als sie ihre Lippen auf die seinen legte, legte sie all ihre Wärme, ihre Liebe und Leidenschaft in diesen Kuss.
Nach einigen Momenten, als sie sich von ihm löste, konnte sie dieses Gefühl noch einen kleinen Augenblick fest halten. Genau so lange wie das „Ich liebe dich.“ dauerte bevor in ihr ein gewisser Satz endlich ankam. Gut es war nicht wirklich ein Satz, nur ihr Name und eine gewisse Geste. Doch langsam fröstelte sie und bemerkte, wie nass ihr T-Shirt doch war. Leicht verwirrt sah sie an sich herunter, sah wie sich dieses nasse Stück Stoff eng an ihren Körper schmiegte, jede einzelne Rundung deutlich betonte, ihre schmale Taille, sogar die angedeutete Spitze von ihrem BH war zu erkennen. Sofort schoss ihr das Blut in den Kopf und mit einem erschrockenen heißeren Laut versuchte sie alles mit ihren Armen zu verdecken und rutschte bis an die Wand nach hinten. Das ihr das alles recht peinlich war, vor allem das sie selbst so lange nichts gemerkt hatte war deutlich zu erkennen. Und wie immer in solchen Situationen hatte sie keine Ahnung was sie nun tun sollte.

In der Zwischenzeit hatte es Rika doch tatsächlich geschafft einen Fuß vor die Höhle zu setzten. Wer Wind hatte bereits deutlich nachgelassen. Blitz und Donner grollten aus einiger Ferne, was aber nicht minder Bedrohlich wirkte. Was geblieben war, waren die offenen Himmelsschleusen. An und für sich mochte Rika den Regen. Er konnte selbst die schlechtesten Erinnerungen weg waschen. Vor allem wenn man im Warmen saß mit einem guten Glas Wein. Aber hier hatte sie nichts außer einem Regenschirm und einer Hanyuu die eine gute Show ablieferte. Denn seit Shou mit seiner Rede begonnen hatte, fluchte, jammerte und in Rikas Ohren heulte er einfach nur rum, machte sich das kleine Geisterwesen einen unheimlichen Spaß daraus, den Nuke aufs Korn zu nehmen. So lief sie gerade Rückwärts vor den beiden her und äffte ihn nach. Aber so, dass sich Rika zusammen nehmen musste, um nicht laut los zu lachen. Irgendwann konnte sie nicht mehr und bei seiner Bekundung, was er von den Uchihas hielt musste sie leise vor sich hin kichern. Gut, wenn jemand anders als sie noch gesehen hätte, was für Grimmassen Hanyuu schneiden konnte und wie aus einem „Ich hasse“ auf verrückte weise ein „Ich liebe“ geworden war, derjenige wäre wohl in schallendes Gelächter ausgebrochen. Abgelenkt bemerkte Rika nicht wie eine Windböe sich anschlich, unter ihren Regenschirm fuhr und ihn ihr aus der Hand riss. Dieser so plötzlich aufkommende Wind trug nun mit schallendem Gelächter ihren Lieblingsschirm davon. Die Miko konnte diesem geliebten Gegenstand nur noch zu sehen, wir er irgendwo zwischen den Baumwipfeln verschwand. „Na super, wie war das doch gleich noch mal mit den kleinen Sünden?“ Schmollend stand sie nun im Regen. Einen schlecht gelaunten Shou neben ihr und eine vor lachen prustende Hanyuu vor ihr. Wenn dieser Idiot sich nicht gleich wieder so hätte gehen lassen, wären die beiden jetzt noch immer im trockenen. Demnach war er Schuld. Und was konnte sie machen um sich an ihm zu rächen? Genau. Ihn noch mehr nerven. Und zwar mit etwas, was sie sehr oft tat. Irgendwo an seiner granitharten Schale herum bohren und den weichen Kern zu finden, den sie irgendwo da drinnen vermutete. Ok, sie war sich im Klaren darüber, dass wenn es dort in diesem Mann tatsächlich so etwas wie einen „weichen Kern“ gab, dieser nicht größer war als ein Stecknadelkopf. Jedoch hatte sie es sich auf die Liste „Lebensaufgaben“ geschrieben diesen zu finden. Außerdem machte es immer wieder aufs Neue Spaß zu sehen wie unterschiedlich seine Reaktionen sein konnten. Spannung, Spaß und Spiel.
Unter der dunklen Kapuze leuchteten die schneeweißen Haare der Miko förmlich, ihre Augen blitzen wie zwei Sterne am Nachthimmel. Mit einer geschickten Bewegung war sie vor Shou getreten und sah ihn an. Am Rande angemerkt, es waren schon Männer gestorben die sich gewünscht hätten auch nur einmal diesen verführerischen Blick von ihr zu sehen. Aufgesetzt, gut gespielt oder doch echt? Wer wusste schon was tatsächlich im Kopf dieser Frau vor sich ging. Mit gewillter Vorsicht legte sie ihre Hände an den Oberkörper ihres Gegenübers um sie gleich einzige Zentimeter nach unten wandern zu lassen. Doch nicht zu viel, nur angedeutete wo sie hin gehen könnten. Innerlich war sie gespannt wie ein Flitzebogen wie weit sie gehen konnte, wie weit er es zulassen würde. „Shou-san.“ Der Klang ihrer Stimme konnte einen vergessen lassen, wie trüb das Wetter um einen herum war. Sie ging noch ein kleines Stück höher, etwas über seiner Schulter berührten ihre Lippe beinahe seine Hals. „Weißt du …“ Abrupt stellte sie sich wieder vor ihn, zog einen winzigen Schmollmund und machte große hilfesuchende Augen. „Ich mag meinen Regenschirm wieder haben. Ich wird nass.“ Viele andere wären jetzt vor ihr auf die Knie gefallen und hätten Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, nur damit diese hübsche Frau dort, die genau wusste sie sie mit ihren Reizen zu spielen hatte, einen Regenschirm, oder gleich eine ganze Armee von Schirmträgern bekommt. Doch, das wusste Rika nur zu genau, Shou war nicht so. Und damit wuchs in ihr die Spannung darauf, wie er reagieren würde. Diese Szene bekam sogar von Hanyuu Applaus, die am liebsten jetzt ein Popkorn nach dem anderen knabbern würde, weil kein Krimmi spannender sein konnte.

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BeitragThema: Re: Der Wald   Di 28 Jan 2014, 21:20

Blitz und Donner, waren nur noch ein schwaches Flüstern im ebenso nachlassenden Wind. Selbst der Regen schien die Gebete einiger Menschen erhört zu haben und wurde langsam, aber stetig immer weniger. Das einzige was nicht weniger wurde, waren die von zornerfüllten und voller Wut schäumenden Worte Shous, der es noch immer nicht verkraftet hatte wie ein gewisser Uchiha ihn behandelt hatte. Shou war nicht irgendein Bediensteter, der man behandeln konnte wie den letzten Dreck, er war jemand der ohne mit der Wipper zu zucken Menschen umbringen konnte, ein Killer. Doch selbst unter solch sogenannten Killer, gab es immer jemand besseren und genau für solch eine solche Person arbeitete er und vielleicht genau deswegen, befolgte Shou die Befehle dieser Person. Dennoch, warum sollte sich sein Boss für einen halbstarken Jungen interessieren, der keine besonderen Fähigkeiten besaß außer denen, die er von Natur aus geerbt hatte? Warum sollte man alles daran setzen, einen solchen Jungen in einen Organisation aufzunehmen, die nur aus Mörder, Dieben und Falschspielern bestand? Der Nakashima konnte sich auf diese Fragen einfach keinen Reim bilden. Nun gut, dieser Junge Uchiha Shin besaß wohl das stärkste Doujutsu, was es auf dieser Welt gab und so jemanden würde man immer gebrauchen können, allerdings warum hieß es dann, „…ich will diesen Jungen haben, koste es was es wolle…“ Und genau dieser Satz war es auch, der Shou beunruhigte und seine Skepsis hervor rief. Ihr Anführer, noch niemand hatte sein Gesicht gesehen, selbst auf Fragen nach seinem Namen hieß es immer nur, ihr werdet ihn noch erfahren oder andere Ausreden wurden gesucht. Genau genommen, hatte noch niemand innerhalb der Organisation jemals wirklich Kontakt mit ihm gehabt. Entweder eine recht eigenartige Person wurde geschickt, um neue Aufträge zu erteilen oder aber, sie hörten nur die Stimme ihres Anführers. Also wer war dieser Mann, dessen Aura ausreichte um jemanden wie Shou Angst einzuflößen und vor allem, welchen Nutzen hatte eine solche Person von einem kleinen, verzogenen Uchiha? All diese Fragen und keine Antworten, noch nicht doch der Nakashima war sich sicher, dass er bald mehr erfahren würde und sollte ihm diese Antworten nicht gefallen, musste jemand sterben und sein erstes Opfer hatte er sich auch bereits ausgesucht. Unter all diesen Worten, die seinen Mund verlassen hatten und den Gedanken, die er sich machte hatte Shou nicht gemerkt, wie weit seine Partnerin und er schon ihrer Zufluchtsstätte entfernt waren. Eigentlich war dies auch nicht wichtig, wenn es nicht immer noch leicht regnen würde und seine Kleidung mittlerweile doch recht durchgeweicht war. Gerade, als sich der Nakashima an seine Partnerin wenden wollte, stand diese bereits vor ihm und überraschte ihn damit sogar. Abrupt musste der Nakashima seine Bewegungen stoppen, sonst hätte er es doch wirklich geschafft die weißhaarige Gefährtin an seiner Seite, um zu rennen. Innerlich regte es ihn bereits auf, was dachte sich die Hiiragi eigentlich, aber eigentlich wollte das der Nakashima auch gar nicht wissen. Allerdings musste Shou zu geben, dass es ihn hin und wieder schon irgendwie interessierte, was eigentlich in Rikas Kopf so vor sich ging. Nichts desto trotz, irgendetwas plante seine Gefährtin und es war auf jeden Fall etwas, was ihm nicht gefiel, nicht im geringsten sogar. Die Hand auf seinem Oberkörper langsam andeutend, wohin sie zu wandern drohte und ein, doch so musste man es schon sagen, verführerischer Blick mit leuchtenden Augen, die Sternen gleich kamen. Und als wäre das nicht schon genug, waren da noch die Lippen der, und auch hier musste man sagen es stimmt, bildhübschen Miko, die beinahe seinen Hals berührten, ehe sie endlich mit der Sprache herauszurücken schien. Und als ob, dass alles nicht schon genug war, wurde doch jetzt tatsächlich noch ein Schmollmund gezogen, gefolgt von dem alles entscheidenden Satz, der diese doch recht romantische Stimmung versauen ließ. Allerdings war Shou bereits klar gewesen, dass Rika etwas von ihm wollte und dieses ganze Theater nur spielte, um ja warum eigentlich? Sie musste ja mittlerweile wissen, wie er tickte und auf solche Dinge oder Taten niemals eingehen würde, also warum? War dies alles mal wieder nur ein Spiel, ein Spiel um herauszufinden, wie der Nakashima vielleicht reagierte? Die Wahrscheinlichkeit lag hoch, dass es genau darum ging und Rika sich innerlich bereits totlachte über ihn, doch dieses Spiel konnte man ja bekanntlich auch zu zwei spielen. Ein kurzer Ruck erfasste die junge Miko, als sie sich bereits gegen den Stamm des Baumes, der sich hinter ihr befand gedrückt sah. Shou blickte zu ihr hinunter, der Ausdruck seiner Augen hatte sich komplett gewandelt, sonst starr und kalt, leuchteten nun auch seine Augen, genau wie die der Miko oder vielleicht doch ein wenig anders. Die rabenschwarzen Augen wirkten jetzt, tja wie sollte man das beschreiben, sie wirkten wie der Nachthimmel selbst von Sternen bedeckt und wärmer, als man sich ihn vorstellen würde. Während Shou Rika so ansah, legte sich seine freie Hand auf ihre Taille, sanft fuhr diese nun an ihr hinauf, bereits andeutend wo sie stoppen würde, während seine andere Hand ihre Arme und langsam über ihren Kopf an den Baumstamm drückte. Fast schon so, als wollte Shou die Hiiragi erst jetzt richtig ärgern, schob er sein rechtes Bein genau zwischen die ihren und nährte sich ihr damit noch mehr. Doch offenbar reichte dies dem Nakashima noch nicht, sein Kopf neigte sich zu ihr herunter, seine Lippen berührten beinahe ihren Hals und die Wärme seines Atems dürfte sie nun deutlich spüren. Langsam wanderten seine Lippen hinauf, sich nicht schlüssig ob sie den Hals Rikas berühren sollten oder nicht. Shous Atem ging schwerer als sonst, als er kurz Luft holte und diese dann sanft am Ohr der Hiiragi wieder ausstieß. „..Rika..“ Seine Stimme sanft und von kälte in ihr keine Spur, hauchte Shou ihr ihren Namen ins Ohr und drückte sich dabei noch etwas näher an ihren Körper. „…hol dir deinen Schirm allein wieder…ich hasse solche Spielchen!“ Hier war sie wieder, eine kalte und teilnahmslos Stimme, genauso wie man es von Shou kannte und wie die junge Miko ihn kennen sollte. Nichts war mehr mit Wärme und strahlenden Augen, alles war wieder beim alten, als Shou Rika los ließ und sich von ihr abwandte. „…lass uns zurückgehen, es sieht nicht danach aus als ob wie verfolgt würden.“

In der Höhle

Überraschung lag in seinen Augen, als diese erkannten, dass das ehemals schüchterne Mädchen welches er einst kannte, zu einer jungen Frau herangereift war. Shin konnte nicht anders und musste sie einfach ansehen, auch wenn Ayama das sicherlich peinlich war konnte er nichts dagegen tun. Es war nicht so, dass Shin nicht wusste, wie fraulich eine Frau doch sein konnte, aber irgendetwas war bei der Hotaru anders. Es waren nicht ihre Rundungen, ihre Schmale Taille oder gar der leicht sichtbare BH den sie trug. Genau genommen, wusste der Uchiha nicht einmal was genau es war, doch hatte er eine vage Vorstellung was es sein könnte, Liebe. Vor wenigen Sekunden, als ihre Lippen auf den seinen Lagen, die Wärme, Liebe und Leidenschaft, die Ayama mit ihrem Kuss vermittelt hatte, ließen es Shin begreifen. Der junge Uchiha liebte die Hotaru, mehr als jeden anderen Menschen auf dieser Welt und er würde auch niemals wieder jemand anderen so lieben können, wie er Ayama liebte. Dessen war sich Shin jetzt, in diesem Augenblick vollkommen bewusst und es war nicht nur das, dessen er sich bewusst geworden war. Er wollte sie vor allem anderen beschützen, im Notfall auch vor ihrem Sensei, der ihr schreckliche Dinge angetan hatte, aber der wohl auch etwas besonders für sie war, den sie vielleicht sogar geliebt hatte. Geliebt hatte, ja Ayama hatte ihren Sensei geliebt, auch dieser Tatsache war sich der Uchiha bewusst, allein die Tränen die sie eben vergossen hatte, bewies dies und Shin war nicht dumm. Doch der Kuss, den Ayama Shin geschenkt hatte, bewies wie sehr sie ihn liebte und das diese Liebe wahrhaftig war. Aber würde sie auch für die Ewigkeit halten können? Würde die Hotaru ihn wirklich niemals allein alles, ihn niemals wegen jemand anderen im Stich lassen und konnte sie überhaupt, all die Dinge ertragen die noch vor ihnen lagen? Shin konnte sich dessen nicht sicher sein, doch wollte er Ayama auch nie wieder gehen lassen und eines stand auch für ihn fest, niemand würde seiner Freundin jemals wieder leid zu fügen oder ihr wehtun.

Sekunden, die wie Minuten erschienen und ein tranceähnlicher Zustand, der durch das Knurren Koinus durchbrochen wurde. Dem kleinen, in Shins Augen würde er immer klein sein, Wolf schien es nicht sonderlich zu gefallen, wie sehr der Uchiha seine Partnerin anstarrte. Es stimmt Shin hatte gestarrte, doch vollkommen unbewusst, doch würde der Wolf das so oder so nicht glauben, schließlich konnte er nicht verstehen, welches Chaos gerade im Kopf des Uchihas herrschte. Eine Achterbahn war in den letzten Sekunden, mehr als nur einmal durch Shins Kopf gerast und hatte alles Mögliche an Gefühlen und Gedanken hinterlassen, die schwer zu ordnen waren. Auch jetzt war es noch sehr schwer zu greifen und wahrscheinlich genau deshalb, merkte Shin erst jetzt das Ayama sich mit verschränkten Armen, die versuchten ihren Körper zu bedecken, weit zurück an die Wand hinter ihr gezogen hatte. Ihr Gesicht, dem eines Krebses gleichkommend, konnte sich Shin ein Schmunzeln nicht verkneifen, als ein einzelner Gedanke durch seinen Kopf schoss „…alles hat sich also doch nicht verändert… Langsam drehte sich der Uchiha von ihr Weg, mit leicht geröteten Wangen, welches er selbst gar nicht merkte und entschuldigte sich bei Ayama, dafür dass er sie so angestarrt hatte. Aber momentmal, warum hatte er sich gerade entschuldigt, die Hotaru war sozusagen, wieder seine Freundin und sie waren beide keine Kinder mehr, als warum die Entschuldigung? Ein kurzes Schweigen, ein aus der Ferne in der Höhle widerhallendes Donnergrollen und dann, eine kurze Handbewegung, in der Shin seinen Mantel von sich streifte. Und erst jetzt sah man, dass Shin wirklich bis auf die Haut durchnässt war. Genau wie bei Ayama klebte sein T-Shirt förmlich an seiner Haut, man konnte sogar sagen es war wie eine zweite Haut. Nun hatte selbst Ayama einen guten Blick auf Shins Körper, was wahrscheinlich auch damit zu tun hatte, dass er sich ihr wieder zugewandt hatte. Die gut proportionierten Muskeln seines Oberkörpers wurden durch die zweite Haut, die sein Shirt nun bildete sogar noch etwas besser betont, als Shin zu Ayama hinüber ging und wieder einmal Koinu dabei völlig ignorierte. Langsam kam der Uchiha zu der Hotaru hinunter, kniete sich vor sie und sah ihr dabei die ganze Zeit über in die Augen. Sich langsam vorbeugend, sich dabei mit einer Hand auf dem kalten Steinboden abstützend kam Shin Ayama näher, während seine andere Hand sich sanft auf ihre Taille legte. Seine Fingerspitzen sanft unter ihr nasses Oberteil schiebend, berührte sie ihren Rücken während Shins schwarze Augen tief in die goldbraunen Augen Ayamas blickten. „…ich kann mir nicht vorstellen, was du alles durchmachen musstest, aber wie du siehst lebe ich noch immer und solange ich das tue, werde ich dich nie wieder allein alles, dass verspreche ich dir. Ich weiß nicht, was wir noch alles durchstehen müssen, aber solange du bei mir bist und ich bei dir, brauchen wir uns vor nichts fürchten und vor niemand zurückschrecken.“ Seine ganze Wärme und Zuneigung für Ayama lagen in seinen Worten und genauso wie in seinen Worten, lagen sie auch in seinen Kuss, als seine Lippen sich sanft auf ihre legten. Als sich seine Stirn gegen die ihre legte, waren dies die einzigen Worte die Ayama in diesem Moment hören sollte. „…egal ob dein Sensei oder jemand anders, ich werde dich beschützen und niemand wird dich jemals wieder so verletzen…ich liebe dich!“ Seine Lippen legten sich wieder auf die ihren und schmiegte sich an sie, seine ganze Liebe und Leidenschaft lagen nun in diesem Kuss. Was die Zukunft für ihn und auch Ayama bereithielt, wusste Shin nicht und es war ihm auch egal, solange die Person die er über alles in dieser Welt liebte bei ihm war.

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