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 Büro des Hokage

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Senju Hashirama
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BeitragThema: Büro des Hokage   Di 30 März 2010, 10:50

Was bisher geschah ...

Das Hokagebüro liegt innerhalb des großen Hokagegebäudes inmitten Konohagakures. Hier hat der Hokage seinen Sitz und erteilt den Ninja gelegentlich wichtige Missionen oder verrichtet einfach nur den Papierkram, der sich tagelang auf dem Schreibtisch angehäuft hat. Das Räumchen ist sehr gemütlich, nicht wirklich groß und beinhaltet auch nur das, was für den Hokage nun mal zu wichtig ist.
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Shimosaki Reika
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Do 27 Jan 2011, 22:15

Rückblick:
Kurz nachdem sich die blauhaarige Kunoichi umgedreht hatte, geschah etwas, mit dem Reika nie im Leben gerechnet hatte. Natsu benutzt seine Gehirnzellen! Die Kirininkam sich kurz vor wie im falschen Film, es konnte doch tatsächlich nicht wahr sein, dass Natsu eines seiner Kuchiyose Monster, denn etwas anderes waren diese Viecher nicht, heraufbeschwor um die Überreste des Gasthofes du vertilgen. Praktisch, so gab es keine Spuren, wenngleich Reika nicht davon überzeugt war, dass dieses Teil dort, das einfach so machen würde. Welches stolze Herz würde sich so herumkommandieren lassen? Na gut, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, schon klar. Aber gut, back to topic. Was Reika im Gegensatz zu diesem Ereignis weniger gewundert hatte, dass der Gasthof so schnell abgefackelt war. Denn wie die Vergangenheit sie eins gelehrt hatte dann war es das, dass sobald Natsu und sie unterwegs waren, beinahe jede Unterkunft leiden musste. Die beiden hatten damals sogar schon eine Höhle dem Erdboden gleichgemacht. Diese Erinnerung entlockte der Schneekönigin den Hauch eines Lächelns. Mehr als man sonst erwarten konnte, wenn gleich das früher ein gutes Zeichen dafür war, dass jemanden den Wunsch zu sterben geäußert hatte. Etwas was sich scheinbar in den vergangenen Jahren verändert hatte, scheinbar.
Zurück dazu, was sich gerade vor dem Augen der jungen Frau abspielte und dem gleichgültigen Gesichtsausdruck, der die winzige Gefühlsregung wie einen Traum erscheinen ließ. Das Geschehen lies sie zu der Erkenntnis kommen, nein, nicht dass dieses Gebäude das dort mal stand in Rekordzeit abgebrannt war, sondern das dieses Monster mit das Hässlichte und vor allem das Wiederlichste war, das sie jemals gesehen hatte. Konnte der Feuerknilch nicht die eine heraufbeschwören, mit der es immer so Spaß machte zu streiten? Vor allem, weil sie grundsätzlich in einem Kampf den Kürzeren zog? Gut, war in der Hinsicht nun auch egal, denn hier ging es nicht um den Spaß oder Natsus Hausviechern sondern darum einen Auftrag zu erfüllen. Sichtlich genervt drehte sie dem ganzen Spektaktel den Rücken zu. In ihrer gewohnten Manier mit einem Hauch von Eis in der Stimme meinte sie: „Viel zu viel Aufwand für einen heruntergekommen Schuppen voller Maden.“ Gut, vielleicht war sie in den letzten Zwei Jahren doch noch mal um einen Hauch kälter und menschenunfreundlicher geworden, als sie ohne hin schon war. Das schmatzende Ungetüm nun ungeachtet hinter sich lassend, machte sie sich zum zweiten Mal auf den Weg.
Rückblick Ende.

„Konoha.“, ein eisiger Wind erklomm den Rand der beiden mächtigen Flügel des Dorftores. Wie ein schleichendes Tier lies sich dieser Hauch des Winters auf dem Dach des hinter den Türen liegenden Wachhauses nieder. Ein kleiner Vorbote für das, was nun auf das Dorf zukommen würde, eine unausgeschlafene und bis aufs Blut gereizte Reika. Schon allein die angebliche Existenz von Gefühlen, die sie nun noch mehr wie vorher anzweifelte, lies ihre Wut, an sich auch ein Gefühl, nur von Reika so als solches schon gar nicht mehr wahrgenommen, überschäumen und alles in ihrer Nähe frösteln. Um zu verstehen, was sie so weit gebracht hatte musste man noch ein kleines Stückchen ausholen. Es war nicht mehr ganz eine Tagesreise von dem nicht mehr existenten Überresten des Wirtshauses bis zu den Toren Konohas gewesen. In einer kleinen Anhäufung von Häausern, ein Dorf konnte man diesen zu groß geratenen Marktplatz nicht nennen, hatten Natsu und Reika eine Unterkunft für die Nacht bekommen. Jedoch, gerade einmal ein Zimmer. Fremden, die noch nicht einmal aus dem eigenen Land waren konnte man nicht trauen und das machte sich wirklich bemerkbar. Zum Glück hatte die Abstellkammer wenigstens zwei Betten. Beinahe die gesamte nacht hatte die Kunoichi damit zugebracht nachzudenken. Was war ihr auch groß viel anderes übrig geblieben, wenn man von Natsus Geschnarche und anderen Lauten wach gehalten wurde. Es war wirklich seltsam, nachdem die beiden getrennt würden, weil er ANBU-Leiter meinte, beide zusammen wären untragbar uns sie mussten auch mal lernen ohne den Anderen auszukommen, war es sehr still im Tempel geworden. In vielen Nächten zumindest und das sogar für Reikas Geschmack, die an sich sonst die Stille von Momenten stets genossen hatte, zu leise. So sehr hatte sie sich an alles gewöhnt gehabt und erst nachdem ihr das Wichtigste genommen worden war, hatte sie gemerkt, wie selbstverständlich doch die Gegenwartes der laufenden Feuerkugel geworden war. Seltsamerweise hatte sie sich bei ihm sogar wirklich Sicher gefühlt und konnte auch mal von allem anderen los lassen. Das beide vielleicht auch jetzt erst gemerkt hatten was sie aneinander hatten, war noch etwas gewesen, mit dem sie sich beschäftigt hatte.
Diese ganzen Gedanken, alles, was sie in einer Nacht geschafft hatte zu verarbeiten, hatte sie in dem letzten Jahr versucht auszuradieren. Die Gefühle, die sie für Natsu empfunden hatte, von denen sie wusste, das sie da waren und nachdem er es eben nicht mehr war, nicht mehr so wie früher, hatte es oft nur noch weh getan. Deswegen war Reika zu ihrem alten selbst zurückgekehrt. Zu der Eisprinzessin, inzwischen wohl Eiskönigin, die niemanden auch nur einen Zentimeter an sich heran lies, Gefühle niemals zeigte und am Leid anderer ihren Spaß hatte.

Und genau darin lag das heutige Problem. Reika, die mit aller Macht mal wieder versucht hatte ihre Gefühle auszuradieren, was ihr bis zu diesem Punkt auch gelungen war, merkte langsam aber sicher wieder, das sie die Gefühle, die sie für ihren Teampartner empfunden hatte immer noch empfindet. Gefühle, etwas, was sich eine normale Frau erlauben konnte, aber nicht jemand in ihrem Rang.
Erschrocken über den plötzlichen Kälteeinbruch schreckten die beiden Wachen hoch und konnten sich gerade noch aus dem gefrierenden Häuschen retten, bevor es zusammen brach. Sie hatten bereits die Nachricht bekommen, dass zwei Shinobi aus Kiri kommen würden, aber die Begrüßung so ausfallen sollte, daran hatte keiner vorn beiden gedacht. Etwas entsetzt sahen sich die beiden an, wanden sich auch gleich zu der Tür. Im Gegensatz zu eben, war die Luft nicht mehr von Eiskristallen durchsetzt, sondern enthielt nun eine Wärme, nein, es steigerte sich zu einer Hitze, die man so kaum ertragen konnte. Gegensätze, es konnten nur die beiden Angekündigten sein. Schnell wurde eine kleine Tür geöffnet und was sah man dort? Eine blauhaarige Kunoichi, knapp bekleidet, an sich eine Augenweide, wenn nicht diese bedrohliche Kälte in ihren Augen gestanden hätte. Mit einem einfachen „Jo.“, kalt und abweisend begrüßte sie die beiden. Aber wo war der andere. Laut Reikas letzem Blick saß der gerade auf dem Tor und begutachtete die Aussicht.
In Begleitung von vier weiteren ANBU wurden die Gäste, Gefangenen oder beides zum Kage geleitet, wo sie nun ihre Mission erklärt bekommen sollten oder doch erläutern mussten? Reika hatte ihrem eigenen Kage nicht wirklich zu gehört. Der alte Sack nerve in der letzten Zeit nur noch, mach dies nicht kaputt und lass deine Mitstreiter am leben. Konnte sie doch nichts dafür, wenn sich einer von denen in ihren Kampf einmischte und dann eben zwischen die Fronten geraten war. Ihr Problem war das noch lange nicht!
Nun aber stand sie vor diesem fremden Mann, der in Sachen einschüchtern nicht mal annähernd an ihr Oberhaupt heran kam. Also doch nur wieder ein Wichtigtuer mehr auf dieser Welt.

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Ryogeki Natsu
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Di 01 Feb 2011, 23:46

Natsu saß auf dem Stadttor und betrachtete Konoha, während unter ihm reika scheinbar ziemlich pissed war, dem Eissturm nach zu urteilen. Es war angenehmer hier oben und um der aufsteigenden Kälte gegen zu wirken umgab er sich mit einer neuen Welle aus Hitze. Seufzend sprang er vom Tor auf das nächste Dach und steuerte das größte Gebäude im Dorf an.

Zeitsprung: Vor dem Hokage

Es hat nicht lange gedauert bis Reika und Natsu zum Hokage vorgelassen wurden und selbst Natsu reduzierte seine Hitze-Abstrahlung auf ein Minimum um sich grade so vor Reika zu schützen. Vor ihm stand Senju Hashirama, der erste Hokage und Natsu fand, das er nach nicht viel aussah, wenn da nicht diese durchdringenden Augen wären. Der Hokage stand an seinen Schreibtisch gelehnt vor den beiden und schien sie abzuschätzen. „Es freut mich, euch hier in Konoha willkommen zu heißen. Die Zeiten sind schwer und der Frieden ist noch fern, aber ich bin froh, dass Konoha und Kirigakure sich Diplomatisch und Militärisch an nähren. Ich weiß, dass Kirigakure selber erhebliche militärische Unternehmungen durchführt, weshalb ich besonders froh bin, zwei Elite-Shinobi wie euch beide hier bei mir zu haben. Ich habe mir sagen lassen, dass ihr Ausnahme-Shinobi seid und besonders im Kampf ausgesprochen talentiert sein sollt. Das ist eventuell genau das was wir grade am dringendsten benötigen, denn da Konoha in der Mitte der großen Reiche liegt, sind unsere Kräfte auch dementsprechend ausgereizt. Bisher konnten wir die Fronten halten, doch im Land des Regens ist etwas vorgefallen, was dieses Gleichgewicht zum Kippen gebracht hat und unsere Stellungen hinweggefegt hat. Wir müssen schnell herausfinden, was geschehen ist und so viele unserer Shinobi retten wie möglich. Euer Auftrag ist es, bis zur Front bei Amegakure vorzudringen, unsere Kräfte dort zu sammeln und euch anschließend abzusetzen um eine neue Front zu bilden. Wenn ihr könnt, findet heraus was geschehen ist und wie wir das Blatt wieder wenden können. Konoha wird euch jede Hilfe geben, die ihr benötigt. Ihr bekommt eine Karte mit unseren Stellungen und ich bitte euch möglichst bald aufzubrechen, denn die Zeit wird knapp. Viel Erfolg!“
Natsu war erstaunt, wie offen der Hokage seine Lage schilderte und ihnen sogar Karten mit ihren Stellungen zur Verfügung stellte. Zugegeben, Amegakure war eine verhältnismäßig kleine Front, aber er hatte keine Ahnung, warum der Hokage ihnen so sehr vertraute. So oder so, Natsu war nicht in der Stimmung seine neuen Verbündeten einfach untergehen zu lassen und schon gar nicht Kameraden im Kampf alleine zu lassen. Außerdem gab es einen guten Kampf zu bestreiten, gegen Feinde, die selbst Konoha-Shinobi in die Flucht schlagen können. Der kleine Salamander war hoch motiviert und brannte förmlich (und wörtlich) vor Freude und Erwartung auf eine wilde Mission. Er grinste dreckig und ging rasch durch die Tür nach draußen, wobei er den Rahmen leicht anzündete und schwer verkohlte.
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Shimosaki Reika
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Fr 04 Feb 2011, 11:48

Das Reika hier keinem traute und jeder der sich hier noch im Raum befand, der Feuerknilch ausgeschlossen, als Feind angesehen wurde, davon bekam niemand etwas mit. Die ausdruckslose Miene die so starr und unbewegt schien wie die einer Maske war etwas, auf was Reika doch etwas stolz war. Arroganz, Stolz, das waren die beiden Dinge, die man ihr auf den ersten Blick ansehen konnte. Mehr sollte es auch nicht sein. Das einzige was man heute noch fühlen konnte, war diese unglaubliche Kälte die von ihr ausging. Ein mancher würde sich an dieser Stelle vielleicht fragen, wie Natsu das aushalten konnte, jedoch, hatte dieser seine ganz eigenen Vorkehrungen getroffen um Reikas schlechter Laune zu entgehen. Unbewusst sondierte die Kirinin den gesamten Raum, alles wurde kurz in Betracht genommen und analysiert. Eine Eigenart, die sich die junge Frau zueigen gemacht hatte, um einen Kampfplatz im Vornhinein schon auszukundschaften und sich mögliche Vorteile zu sichern. Klar, das hier war das Büro des Hokage, der nach der Hilfe der beiden Anwesenden Shinobi aus Kirigakure gefragt hatte, aber, wie bereits erwähnt, traute Reika dem Frieden nur so weit über den Weg wie sie es schaffen würde, die gesamte Welt durch das All zu werfen. Nun gut, nicht desto trotzt lenkte sie nun ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Mann vor ihnen, auch etwas gezwungen dadurch, dass er seine Rede begann.
Aufmerksam lauschte sie seinen Worten. Doch viel kam nicht bei ihr an. Das meiste war zu unwichtig und nur einige Fakten blieben hängen. Konohawürmer retten, Karte von Stellungen, neu formieren, herausfinden warum Konoha den Arsch voll bekommen hat. Der Rest, förmliches Blahblah das in der Regel nicht gebraucht wurde. Mit ihrer Einschätzung, dass dieser Kage doch so viel anders war, als ihr eigener, damit lag sie punktgenau in der Mitte. Denn das Oberhaupt ihres Dorfes hätte niemals nicht so leichtfertig seine Stellungen preisgegeben. Aber es musste was heißen, nicht nur, das man ausgerechnet Kirigakure um Hilfe gefragt hatte, sondern auch, dass dieser Kerl dort, so vertrauensselig ihnen gegenüber war. Schrille Alarmglocken begannen zu klingen, für andere unhörbar, jedoch für Reika nur umso mehr. Ihr anfängliches Mistrauen verhärtete sich nur noch umso mehr, doch im gleichen Zug begannen auch die Zahnräder in ihrem Gehirn fleißig ihre Arbeit aufzunehmen. Was immer Konoha in Amegakure wiederfahren war, man konnte es sich einfach zu Nutzen machen.
Während Natsu nun bereits mal wieder Feuer und Flamme war, leider nicht nur sinngemäß, das dem fremden Dorf einen verkohlten Türrahmen eingebracht hatte, war Reika besonnener und machte einen Schritt auf den jungen Mann zu, der ihr mit leicht zittrigen Händen einen Schriftrolle entgegen nahm. Die Luft um die Blauhaarige herum schien zu klirren. Sie konnte es einfach nicht lassen, wenn sie spürte, dass jemand sich in ihrer Gegend unwohl fühlte, oder gar fürchtete, dieses Gefühl noch zu bestärken. Plötzlich spürte sie einen schweren Blick auf sich heften, wand sich um und sah in das Gesicht des Hokage. Gut, vielleicht hatte er doch n bisschen was auf dem Kerbholz, herausfordern musste sie es nun auch wieder nicht. „Ich hoffe ihr seid euch im Klaren, Hokage-sama, dass ich mich diesem Land nicht so sehr verpflichtet fühle um für eure Männer zu sterben.“ Leicht neigte sie den Kopf als Zeichen der Verabschiedung. An der Tür angekommen, zischten die noch hießen Holzzargen durch die plötzliche Eisgetränkte Kälte.
Schnell hatte Reika wieder zu ihrem Teampartner aufgeschlossen. Neben ihn herlaufend studierte sie ein wenig die Karte, die sie in die Finger bekommen hatte. Viel stand nicht darauf vermerkt. Waren die Feuerwichte doch nicht so doof wie man immer den Anschein hatte. Es waren lediglich die Stellungen nahe Ame no kuni vermerkt. Reichte aber auch schon um sich auzumalen, wie es wohl an den anderen eben beschriebenen Fronten aussah. Was um sie herum passierte, interessierte sie nicht. Es war eh das übliche Spiel und wenn es an einer Ecke doch mal ärger gegeben haben sollte, war der Idiot der diesen verursacht und dann wohl auch sein Leben dafür geben musste selbst schuld. Am Haupttor angekommen machten sich die beiden Wachen von vorher bereit, auf das was ihnen beim Empfang geschehen war. Doch dieses Mal blieb es ruhig. Von Reikas Seite aus. Ihre Wut vom Morgen hatte sich inzwischen im Sande verlaufen und eine kleine Freude über die bevorstehenden Kämpfe machte sich breit. Sobald die beiden das Tor passiert hatten, wurden ihre Schritte schneller und das ein Tempo wurde erreicht, von dem Anfänger wahrscheinlich nicht mal wussten, dass es existiert.

TBC: Tor von Ame no kuni

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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Do 07 Jul 2011, 20:38

Eines stand bei dieser ganzen Sache auf jeden Fall felsenfest, es würde ein langer Weg werden. Wie sich herausstellte auch ein schweigsamer. Was auf dem Trainingsplatz passiert war, gab beiden so viel Stoff zum überlegen, dass der Kopf der kleinen Hotaru am liebsten zu rauchen angefangen hätte. Die Gedanken daran, dass sie belogen worden war, waren anderen Gedanken gewichen. Was interessierte sie jetzt noch, was jemand ihr vor gefühlten fünf Minuten weiß machen wollte, wenn sie vor demjenigen stand um den sie fälschlicherweise getrauert hatte? Wobei, er war ja wirklich nicht mehr der Shin, den sie damals kennen und lieben gelernt hatte. Oder etwa doch? War sie einfach nur Schuld daran, dass seine düstere Fassade noch undurchdringlicher geworden war? Sie würde es bald merken. Vielleicht, auf jeden Fall hoffte sie es, als sie in Begleitung des Uchiha und Koinu den Trainingsplatz verlies. Ein letzter Blick auf das was sie den Kindern hinterlassen hatten verriet, dass es nicht wirklich viel war. Wenigstens konnte man die Schaukel noch benutzen, wenn man sie abstaubte. Bei genauerer Betrachtung, außer einigen Bäumen die man nun als Kohle benutzen kann und einem kleinen See war noch fast alles so, wie sie es vorgefunden hatte.
Heimlich ging ihr Blick zu Shin. Er war erwachsen geworden. Dennoch dieses vertraute Gefühl war immer noch da. Es war etwas, wohl so ziemlich das Einzige was die Zeit überdauert hatte. Ihr Blick wanderte von seinem Gesicht etwas weiter hinunter. Früher waren sie Hand in Hand durch die Straßen gebummelt wenn es ihre Freizeit einmal zugelassen hatte. Heute, unbemerkt von den anderen, ging sie als eine Art Gefangene den schweren Gang zum Hokage, der über sie und ihr Schicksal richten sollte. Zwischen ihren Gedanken vernahm sie ein leises knurre. Sofort blickte sie auf Koinu, von dem sie zuerst dachte, dass er jemand Bekanntes und nicht gemochtes gesehen hatte und ob er auf seine Weise darauf reagierte. Dem war jedoch nicht so. Er knurrte doch tatsächlich sie an. Als sich die Blicke der Teampartner trafen, bildeten sich sofort Bilder vor dem geistigen Auge des Mädchens. Ein Wolf der auf einen Abgrund blind zusteuerte und erst im letzten Moment von einem Artgenossen gerettet wurde. Kurz darauf aber dann wieder den gleichen Fehler begehen wollte. Ayama konnte sich ein leises seufzen nicht verkneifen. „Du irrst dich.“ Antwortete sie ihm mit einer gewissen Hoffnung in ihrer Stimme. Mahnend sah der Wolf sie an, vergeblich denn schon war ihr Blick zwischen den Menschen die sich hier ihrer täglichen Beschäftigung widmeten verschwunden.

Es war spannend zu sehen, was sich hier alles verändert hatte, was im gleichen zuge jedoch auch gleich geblieben war. Mahnend wie eh und je thronte das hohe Gebäude des Hokage unterhalb der Klippen. Immer schon war sie vor Ehrfurcht davor ganz klein geworden. Heute war es noch schlimmer als früher. Sie fasste sich Mut und versuchte mit Shin Schritt zu halten. Wieder wanderte ihr Blick zu ihm und lies sie alles andere vergessen. Wie konnte es sein, dass ihr Herz allein dabei schon schneller schlug, wenn sie neben ihm her lief? Sie hatte nicht einmal das Recht dazu solche Gefühle zu hegen! Das hatte sie sich selbst verbockt! Ändern konnte sie es dennoch nicht.
Die Tore waren bereits in Sichtweite, weit aufgerissen wie das Maul eines Ungeheuers das nur darauf wartete sie zu verspeisen. Aya trat einen Schritt langsamer. Sie wollte sie sich nicht noch einem überlegen, nur vielleicht einen kleinen Moment Zeit schinden, in dem sie ihren Vortrag noch einmal überarbeiten konnte. Plötzlich merkte sie, dass sie am Arm gepackt und weg gezogen wurde. Völlig überrumpelt stolperte sie mehr, als dass sie wirklich hinterher kam. Was war das jetzt? Noch bevor sich ein Gedanke mit der Situation wirklich befassen konnte, spürte sie eine Wand hinter sich und sah Shin vor sich stehen. Schon im nächsten Augenblick spürte sie seine Lippen auf ihren. Wehren? Ihr Kopf war noch auf der Hauptsraße. Alle Anspannung löste sich mit diesem Kuss, alles schien sich in sich selbst zu drehen, Gedanken wurden abgeschaltet. Wenigstens für diesen kurzen Moment, den sie mit jeder Faser ihres Körpers genoss. Genau danach hatte sie sich gesehen, das war es gewesen, was sie von Anfang ihrer Reise an so schmerzlich vermisst hatte. Ruhig bleib sie stehen, als die Faust an ihr vorbei gerauscht kam. Worte bildeten sich und das kleine schüchterne Mädchen das sie einst gewesen war, kam in gewisser Hinsicht wieder zum Vorschein. Ihre Wangen röteten sich leicht, doch Aya konnte ihren Blick nicht von Shin nehmen. „Ich hatte Angst.“ Eine kurze Pause in der sie ihre Hand hob und zögerlich auf seine Wange legte. „Die größte Angst war die, dich zu verlieren.“ Man merkte, dass sie noch mehr sagen wollte, doch es nicht tat. Ein zartes Lächeln und Augen, die glänzten als würde sich in einem Bergsee die Sonne spiegeln. Nein, dieses mal würde sie nicht weinen, kurz darauf besann sie sich auch schon wieder, nahm ihre Hand wieder zu sich, drückte sie kurz fest auf ihre Brust und senkte dabei ihren Blick. „Es tut mir Leid, Uchiha-san, wenn ich euch beleidigt haben sollte. Heute ist der falsche Tag um in einstigen Erinnerungen zu schwelgen. Ich möchte nicht dass ihr euch hier in Schwierigkeiten bringt, so solltet ihr euer Vorhaben weiter führen und mich zum Hokage bringen. Was zwischen uns war, sollte nichts daran ändern.“
Die Wärme, die in den Worten gesteckt hatte, war gänzlich verschwunden. Was folgte war eine einfache Geste. Sie legte ihm ihre Hand auf sein Handgelenk und duckte sich unter seinem Arm durch. Wie bereits erwähnt, sie hatte jedes Anrecht auf ihren verloren und wurde es nicht zulassen, dass er wegen ihr in Schwierigkeiten bekommt.

Schweigend hatten sie das letzte kleine Stück des Weges hinter sich gebracht. Selbst Koinu, der sonst immer etwas zu nörgeln hatte, war ruhig gewesen. Vor den Toren wurde das Gespann von zwei maskierten ANBU abgefangen. Auch wenn sie laut deren Aussage bereits erwartet wurden, hatte man doch kein wirkliches Vertrauen in die Absichten der jungen Frau. Nun zu fünft wanderten sie zum Hokage hinauf. Mit jedem Schnitt mit dem es näher zu ihm ging, machte sich eine unbestimmte Durcht in ihr breit. Sie wusste dass sie einen großen Fehler gemacht hatte und fürchtete sich nun einfach vor den Konsequenzen die sie sich ausgemalt hatte. Vor dem büro stockte sie. Allein und ohne Hilfe müsste sie nun Rede und Antwort stehen, müsste über die vergangenen drei Jahre Rechenschaft ablegen. An sich hatte sie ja nicht zu verbergen. Gut, auf jeden Fall nicht, was mit dem Dorf zu tun hatte. Ein letztes Mal drehte sie sich um, lächelte sanft Shin an, während man in ihren Augen genau sehen konnte, dass sich dort Angst spiegelte. Es verging eine Weile, die Türen des Büros ließen nichts durchdringen. Keinen Laut, keinen Mucks. Es war wohl schon fast als würde das alles niemals enden. Genau in diesem Augenblick, öffnete sich die Tür und Shin wurde mit ins Büro gerufen.
Neben den zwei Mitgliedern der ANBU die vorher schon dabei waren, standen immer noch neben dem Hokage, der mit gerunzelter Stirn hinter seinem Schreibtisch saß. Die Hotaru sah auch nicht gerade Glücklich aus. Nicht wegen dem was sie erwartete, sondern dem, was sie erfahren hatte, was ihre Geschichte mit sich gebracht hatte. „Uchiha Shin, ihr und Hotaru Ayama werdet ein Chuunin-Team bilden. Ihr werdet die Leitung übernehmen. Alle weiteren Einzelheiten findet ihr in diesem Umschlag.“ Der Hokage hielt dem Chuunin einen Umschlag entgegen. „Haben sie noch Fragen?“

[Out: Was blöderes ist mir nicht eingefallen x’D kannst ja noch was einfügen wenn du willst. Dachte halt auch, dass Aya Shin am besten selbst alles erzählen sollte, was war o.o]
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Shin
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   So 17 Jul 2011, 11:57

Alles schien gerade so wie ein verrückter Traum, ein Traum den Shin schon lange nicht mehr geträumt hatte, doch sich innerlich nichts sehnlicher gewünscht hatte. Aber auch Träume konnten keinen Schmerz heilen, keine Trauer verfliegen lassen und Zorn ließ sich auch nicht so leicht abschütteln. Allerdings, war dies bei der jungen Hotaru immer schon etwas speziell gewesen, sie hatte es immer geschafft, die dunkle Seite in Shin zu besänftigen, sie zurückzuhalten und sie in einen Käfig aus Licht zu sperren. Selbst nach so langer Zeit, nach drei ganzen Jahren, schaffte sie dies noch immer. Aber etwas war anders, dieser Käfig aus Licht, warf auch Schatten, Schatten in der sich die Dunkelheit verstecken konnte und in der sie auf ihre Chance lauerte. Für Shin war es schwer, er wollte nicht wieder so sein, so abhängig von einer Person, doch die Gefühle für Aya waren noch immer da, vielleicht gerade aus diesem Grund, genoss er diesen Kuss mit ihr auch so sehr. Doch wie schon erwähnt, solche Momente oder auch traumhafte Wanderungen, hielten niemals lange an und so war es auch mit diesem winzigen Augenblick, er zerplatzte und die beiden jungen Shinobi wurden wieder mit der Realität konfrontiert. Die Worte seiner einstigen Freundin, waren unverständlich, fast schon unbewusst hatten sich seine Sharingan aktivierten und starrten der Ayama in die Augen, die früher einmal mit ihm zusammen war. Ein Déjà-vu hätte man annehmen können, doch für diesen Moment kam es dem Uchiha so vor, als würde er die alte Aya vor sich sehen, deren Chakra und unbeholfenen Bewegungen. Es war seltsam, aber gerade die letzten Worte der Hotaru holten Shin wieder zurück und er gab ihr mit einem stummen nicken recht, es war der falsche Ort, um zu reden oder in Erinnerungen zu schwelgen, aber warum überkamen sie einen dann, wenn man nicht an sie denken sollte? Schwierig, doch fürs Erste mussten noch der Gang zum Hokage hinter sich gebracht werden und damit würde sich auch das Schicksal der kleinen Hotaru offenbaren.

Minuten um Minute zog ins Land, es kam Shin schon wie eine halbe Ewigkeit vor, seit Ayama in das Büro des Dorfoberhauptes geführt wurde und er so einfach draußen stehen gelassen wurde. Ungeduld breitete sich so langsam in dem Chuunin aus, er wollte wissen was dort drin vor sich ging, doch so sehr er die Ohren spitze, es war kein Mucks zu hören, man hätte in diesem Moment der Stille, wohl selbst eine Stecknadel fallen gehört. Fast schon etwas beängstigend, aber das wohl beängstigendste waren die Gedanken daran, was mit Ayama nun geschehen würde. Die Antwort darauf würde es bald geben, doch vergingen bis zu dieser noch einmal gefühlte dreißig Minuten. Erst dann wurde der Uchiha ins Büro gerufen und auch erst jetzt würde er erfahren, was mit der Hotaru geschehen sollte. Am Ende, auch wenn Shin nicht erfahren hatte, was Ayama nun eigentlich hier erzählt hatte, war es ein Chuunin-Team, was die beiden bilden sollten. Tja, damit war auf jeden Fall schon einmal geklärt, dass die Hotaru im Dorf bleiben durfte, allerdings das ausgerechnet Shin und sie ein Team bilden sollten, war dann schon etwas merkwürdig. Der Hokage kannte ihre Vorgeschichte, dennoch sollten sie eine Einheit bilden merkwürdig, aber vielleicht steckte ja auch mehr dahinter, als der erste Anschein vermuten ließ. Na wie dem auch sei, nach der Ansprache des Hokages und der Ernennung Shins zum Anführer, gab es noch einen Brief für den Chuunin, der nur kurz überflogen wurde und ein bestätigendes Kopfnicken des Uchihas, bevor die Hotaru und er entlassen wurden.

Während Shin und Ayama langsam und vor allem schweigend das Anwesen des Hokages verließen, dachte der Chuunin noch einmal darüber nach, welche Kernaussagen in dem Brief standen, den er überreicht bekommen hatte. „…Uchiha-san, eure Aufgabe besteht daran ein wachsames Augen auf Hotaru Ayama zu werfen und mit ihr gemeinsam für die nächste Zeit ein Team zu bilden…dies wird auch eine Art Aufnahmeprüfung für euch sein, da ich eure Bewerbung für die Anbu nicht vergessen habe…aber vergesst bitte nicht, Hotaru Ayama galt drei Jahre als vermisst und nach ihren Äußerungen zu urteilen, hat sie sich mit Gestalten abgegeben, die in unserem Lande und auch in den anderen Reichen nicht willkommen sind, also seit Vorsicht…was eure erste Miss…“ Shins Gedanken brachen bei der eigentlichen Missionsbeschreibung ab, schließlich bestand seine eigentliche Mission ja daraus, auf Ayama ein Auge zu werfen. Eine schwierige Aufgabe für den Uchiha, da er nicht wusste wie sich das ganze hier erneut entwickeln würde. Aber dennoch er wollte auch zu den Anbu, also auch wieder ein Anreiz sich anzustrengen und das tat Shin fast immer. Trotz ihres Schweigens, war die Zeit bis zum Eingang des Anwesens nur ein Wimpernschlag gewesen. Kaum das die beiden Chuunin das Anwesen verlassen hatte, unterbrach der Uchiha das schweigen. „…Ayama, ab morgen bilden wir beide wie vom Hokage gewünscht ein Team…unsere erste Mission wird uns nach Amegakure führen, dort angekommen werden wir uns mit einem Konoha-Nin verbünden. Sobald wir uns mit unserem Kameraden getroffen haben, werde ich den weiteren Verlauf der Mission erläutern. Wir treffen uns morgen früh Punkt 6.00 Uhr vor dem Haupttor, bereite dich gut vor und versuch pünktlich zu sein, ich will nicht länger als eine Tagesreise für den Weg verschwenden.“ Nach dem Shin alles gesagt hatte, was seiner Meinung nach von Bedeutung für die Hotaru war, verabschiedete er sich zu mindestens wollte er das gerade noch tun, als ihm plötzlich ein junges Mädchen um den Hals viel. „…Uchiha-sama, da seit ihr ja ich habe euch schon überall gesucht…ihr hattet doch versprochen heute mit mir einkaufen zu gehen oder hab ihr das schon wieder vergessen?“ Noch als das Mädchen, die nicht älter als fünfzehn Jahre war, mit Shin redete fiel ihr Blick auf Ayama und für einen Moment, veränderte sich der süße und liebreizende Blick des Mädchens, er wurde giftig, ganz nach dem Motto was willst du von meinem Freund. Es dauerte aber nur zwei Sekunde, ehe das Mädchen wieder Freude strahlend Shin anlachte und ihm süße Blick zu warf, ehe sie nach fragte wer die junge Frau an seiner Seite war. „…Uchiha-sama, wer ist die Frau den bei euch, hab ihr deshalb etwa vergessen, dass ihr mit mir verabredet wart? Ich hab mir nämlich wirklich Sorgen gemacht, der Trainingsplatz wo wir uns treffen wollten, war nämlich komplett verwüstet, so als ob ein Kampf dort stattgefunden hat. Und die Kinder die dort immer spielen, sagten, dass sie einen Kampf zwischen einem Shinobi aus dem Dorf und einer Fremden beobachtet haben…“ Wieder schweifte der Blick des noch unbekannten Mädchens hinüber zu Ayama, dieses Mal jedoch war es Shin der endlich einmal zu Wort kommen durfte, sicher aber vorher noch von dem ihm bekannten Mädchen befreite. „…Michiyo…wie oft muss ich dir noch sagen, du sollst die nicht immer an mich schmeißen und an mir haften bleiben wie eine Klette? Und nein ich hab nicht vergessen, dass wir verabredet waren, allerdings sprachen wir dabei nicht vom einkaufen, sondern davon das ich dir helfe ein neues Schwert zu kaufen, dass besser zu dir passt und du auch leichter führen kannst, verwechsele das hier also nicht mit einer Verabredung. Was die junge Frau neben mir angeht, sie heißt Ayama und ist heute nach drei Jahren ins Dorf zurückgekehrt. Was den Trainingsplatz angeht, dazu darf ich leider nichts sagen tut mir leid, aber das fällt unter die Geheimhaltungspflicht. Und du brauchst dir auch keine Sorgen machen, Sorgen machen solltest du dir lieber darum, dein Training nicht zu vernachlässigen, sonst schaffst du es nicht durch die Chuunin-Auswahlprüfung. Aber genug davon, ich bin sicher das Ayama jetzt erst einmal ihre Familie begrüßen möchte und wir halten sie davon sicherlich ab und was uns beide angeht, wir gehen jetzt ein neues Schwert für dich kaufen und danach beaufsichtige ich dein Training, schließlich will ich nicht das mir mein Onkel die Hölle heißt macht, nur weil ich dein Training vernachlässige.“ Shin wandte sich von Michiyo ab und sah zu seiner Kameradin hinüber, „Also wir sehen uns dann morgen früh…ich wünsche dir noch eine schönen Tag.“ Kurz lächelte Shin und zog dann mit Michiyo, die sich an seinen Arm geheftet hatte von dannen. Auch wenn man deutlich sehen konnte, dass es dem Uchiha nicht passte was Michiyo da machte, wollte er der kleinen nicht vor den Kopf stoßen und ließ sie gewähren.
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Di 09 Aug 2011, 20:56

Als das ungleiche und doch einmal vertraute Team das Büro des Hokage verlassen hatte, hatte die Hotaru ein ganz seltsames Gefühl. Am liebsten wäre sie mal wieder weg gerannt, alles war so seltsam, beängstigend. Aber, sie konnte nicht, sie wollte nicht. Es ging nicht. Wie konnte sie jetzt wieder weg rennen, wenn sie gerade erst wieder da war? Trotz allem, es war ein so merkwürdiges Gefühl das sie überkam. Sie war verwirrt, vor allem durch den Kuss, was hatte er zu bedeuten gehabt? Nichts? Alles? Was sie nie zugegeben hätte, dass ihre Gefühle gerade Achterbahn fuhren. Hoch runter, links recht und gleichzeitig noch im Kreis. Was sollte sie tun? Vorsichtig schielte sie auf seine Hand. In den letzten drei Jahren war so viel geschehen, es hatte sich so viel geändert. Nicht jedoch ihre Gefühle. Erwarten konnte sie nicht, dass es bei ihm genauso war. Warum also der Kuss, wenn nichts mehr von dem von früher da war? Sie würde froh sein, wenn sie einige Minuten für sich haben würde, ein wenig Zeit zum meditieren und wieder zu sich selbst zu finden.

Kaum hatten die beiden, oder auch drei, wenn man Koinu mitrechnette, das Anwesen verlassen, war es Shin, der das Schweigen unterbrach. Es war wahrscheinlich genau das Gegenteil von dem, womit Ayama gerechnet hatte. Hatte sie überhaupt mit etwas gerechnet? Genau könnte sie es nicht mehr sagen. Sie wusste nur, dass sie nicht damit gerechnet hatte, dass er in so einem Ton mit ihr reden würde. Kühl, berechnend, ganz anders, als vorher. Es waren einfach nur Befehle, nicht mehr. Hatte das was vorher, vor dem Besuch beim Hokage war, der Kuss, hatte das alles überhaupt etwas zu bedeuten gehabt? Aya hatte daran geglaubt, zumindest, dass noch etwas, eine Winzigkeit von dem was einmal war, noch da gewesen war. Aber was war das jetzt, es war als … sie wusste es nicht. Sie wusste gar nichts mehr.

In ihrer Verwirrung konnte sie nicht einmal wirklich greifen, dass sich von vorn noch eine Person näherte. Sie bekam gerade noch mit, wie sie Shin verabschieden wollte, sagte ein Grußwort noch hinterher, wollte sich schon weg drehen, als sie die Stimme eines Mädchens vernahm. Der Blick von ihr, den steckte die weißhaarige junge Frau einfach weg. Sie machte sich nicht sehr viel daraus, eher war ihr Interesse auf einmal geweckt. Eifersucht? Ein wenig. Neid, nicht die leiseste Spur. Neugierde was in Shins Kopf auf einmal vor ging? Das traf es zu 100%. Auch wenn sie nicht nur ein wenig ignoriert wurde. Sie würde schon noch herausfinden, was los war. Das war auch der Grund, warum sie nicht wie Shin gedacht hatte, zu ihrer Familie ging, sondern sich kurz entschlossen, den beiden anschloss.

Die nächste Frage war, ob ihr Plan auch nur im Ansatz aufgehen würde, den sie sich so kurz entschlossen ausgedacht hatte. Einen winzigen Augenblick brauchte sie jedoch noch, ein kleines zögern, ob sie nicht vielleicht doch lieber nach hause gehen sollte. Die beiden wollten bestimmt allein sein, und sie war immerhin drei Jahre nicht da und konnte sich nicht so einfach in das Leben von anderen Menschen drängen. Ach was, jetzt war sie wieder da und würde sich voll ins Leben stürzen. Da die beiden nicht sehr schnell waren, konnte Aya sie mit ein paar wenigen Schritten einholen. Geschickt machte sie eine kurze Drehung und stand nun vor den beiden. „Es tut mir leid, wenn ich mich hier vielleicht aufdränge. Aber ich habe gehört, dass ihr ein Schwert sucht. Und ich dachte so bei mir, wer könnte euch bei der Auswahl eines Schwertes besser behilflich sein, als eine Schwertmeisterin, die aus einem Clan stammt, der für die Qualität und die Fertigkeit im schmieden von Schwertern und Klingen aller Art berühmt ist.“ Lieb sah sie das Mädchen an, als aus ihrem Ärmel ein Dolch glitt, den sie geschickt auf ihre Handfläche legte und der Unbekannten hinhielt. In diesem Augenblick frischte der Wind auf und wirbelte in ihren langen weißen Haaren herum. Sie umrandeten ihre zierlichen Gesichtszüge, als sie die Gunst des Augenblicks nutze um Shin an zu sehen. Ihre Augen erinnerten an die goldenen Augen einer Katze auf der Jagd. Als sich der Wind sofort darauf wieder legte, verschwand auch dieser Ausdruck in ihren Augen und sie sah wieder auf die junge Begleiterin des Chuunin. „Ich würde sagen, für die Verlobte eines so erfolgreichen Shinobi, wie hier unseres Uchiha-san, ist das Beste doch nur gut genug.“ Das war alles, was sie zuerst zu sagen hatte.

Koinu hatte sich auch zu der Truppe gesellt. Er setzte sich auf seine Hinterbeine und wartete was passierte. Unüblich für ihn war, dass er sich neben den Uchiha setzte und nicht zu der Hotaru. Wenn man die Gesichtszüge des Wolfes lesen konnte, würde man genau sehen, dass es ihm nicht wirklich recht war und was einzige Wort das in seinem Kopf vor sich ging war: "Weiber!" Ihr reines Lächeln hatte nichts mit dem schüchternen gemein, dass sie früher so liebenswürdig machte. Doch genauso war der Blick den sie vorher aufblitzen hat lassen, was genauso unüblich, oder für einige wohl nicht wirklich bekannt. Aber gut, jetzt musste wohl Michiyo entscheiden.
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Do 11 Aug 2011, 17:33

Es war merkwürdig, solange hatten sich die beiden einstigen Liebenden nicht gesehen, selbst nach dem Kuss, schien es nicht mehr so zu seinen, wie es einmal war. Shin dachte zwar, dass es nichts Besseres an diesem Tag gegeben hatte, als Ayama wieder zusehen, allerdings gab es auch einen Teil von ihm, der Teil der damals von seiner Ex-Freundin verlassen wurde, der nicht vergessen konnte. „…lass dich nicht beeinflussen, vergiss nicht wie sehr sie uns verletzt hat und wie sehr wir darunter gelitten haben…vergiss dieses Mädchen, lass nicht zu dass sie sich wieder zwischen dir und deine Bestimmung stellt, vergiss nicht die Worte deines neuen Senseis: „…Shin, lass dich durch nichts und niemanden aufhalten, lass niemals zu das dich Gefühle von deinem Weg abbringen…“… und vergiss nicht, ich bin auf deiner Seite. Ich will nur, dass du deine gewonnen Stärke, nicht wieder aufs Spiel setzt…“ Es war nicht einfach, doch seine innere Stimme, die sich ihm seit dem Tag gezeigt hat, an dem der Uchiha seinen Kummer überwunden hatte, hatte Recht. Er hatte einfach zu viel erreicht, dank seinem neuen Sensei von dem nicht einmal sein Onkel wusste, auch wenn dieser schon so seine Ahnungen hatte und auch durch seinen unbeugsamen Willen. Allerdings selbst der größte Erfolg konnte auch seine Schattenseiten haben, die vielleicht sogar einen Menschen verändern konnte. Im Falle von Shin war dieser Schatten sein eigener Onkel, der ständig schon seit diesem Schicksalhaften Tag vor gut einem Jahr zu seinem sechzehnten Geburtstag, wie ein Adler über seiner Beute kreiste. Seit jenem Tag, lehrte ihn sein Onkel kam noch Künste und wenn, dann nur solche mit denen Shin keinen Schaden anrichten konnte. Manchmal kam es dem Chuunin sogar so vor, als hätte seine eigene Familie in zwischen Angst vor ihm, obwohl sie dafür gar keinen Grund mehr hatten, schließlich hatte sein Onkel ja dafür gesorgt, dass der junge Uchiha keinen Schaden mehr anrichten konnte. Allein bei dem bloßen Gedanken an jene Nacht vor seinem Geburtstag, stieg unglaublicher Zorn in ihm auf, Zorn von dem sich auch seine innere Stimme zu ernähren schien. Wie dem auch sei, auch wenn Shins Onkel ihm etwas Schreckliches angetan hatte und der Chuunin ihm wohl nie verzeihen würde in seinem Leben, konnte er sich nicht beschweren. Shins neuer Sensei, war nicht nur viel stärker und cleverer als sein Onkel, er vermittelter ihm auch das Gefühl noch viel mehr erreichen zu können, als das was er bisher erreicht hatte. Vielleicht stimmte das sogar oder es war nur ein Trugbild, welches ihm sein Sensei vermitteln wollte, dass allerdings wiederum konnte sich Shin nicht vorstellen. Immerhin war er es gewesen, der dem Chuunin den heiligen Gedenkstein des Uchiha-Clans gezeigt und ihm das Vertrauen geschenkt hatte, die Geheimnisse mit Shin zu teilen. An dieser Stelle müssen wir wohl festhalten, dass auch Shin sehr viel mitgemacht hat in den letzten drei Jahren und das die wenigen Momente, in denen er allein war von jenem Mädchen gestört wurden, die nun an seinem Arm hing und dachte, sie könnte den Uchiha glücklich machen mit ihrer Zuneigung. Dies war Michiyo allerdings noch nie vergönnt gewesen, es gab nur ein Mädchen mit dem Shin jemals glücklich war und dieses Mädchen tauchte gerade wieder auf.

Shin wirkte überrascht, nicht im Entferntesten hätte er damit gerechnet, dass Ayama ihn folgen würde, wegen des Kaufs eines Schwertes. Was den Uchiha weitaus mehr verwunderte, war die Tatsache wie sehr ihn seine Gedanken vereinnahmt hatten, dass er nicht einmal gemerkt hatte, wie weit sie sich bereits vom Hokage-Anwesen entfernt hatten. Eigentlich hätten seinen Augen jetzt wohl zu Ayamas Gesicht wandern sollen, doch hatte der Chuunin einen Schatten entdeckt, einen Schatten den er nur zu gut kannte und der eigentlich gar nicht hier sein sollte. Auch hörte und achte Shin gerade nur halbherzig den beiden jungen Frauen zu, ihre Worte drangen nicht wirklich zu ihm durch. „…was macht…wenn sie ihn…werden sie…darf kann ich nicht…“ Selbst seine Gedanken schienen gerade Karussell zu fahren, als ein paar Worte seinen Mund verließen, „…wartet hier bitte, ich muss etwas überprüfen…folgt mir nicht…ich komme gleich wieder…“ Kaum das die Worte seinen Mund verlassen hatten, verschwand Shin ohne den Mädchen seine Beweggründe wirklich erklärt zu haben.

Inständig hoffte der Uchiha, dass seine Augen ihm einen Streich gespielt hatten und er nicht seinen Sensei hier im Umherspazieren gehen sah. Die Seitengasse, in der sich der Chuunin nun befand, worden akribisch beobachtet, aber niemand war zu sehen. Hatte er sich am Ende getäuscht? Nein, Shin war sich sicher gewesen und seine Füße schienen ihn gerade jetzt, wie von selbst zu tragen. Wachsam, machte der Uchiha einen Schritt vor den nächsten, als eine Hand seine Schulter packte und ihn mit grober Gewalt gegen die Gassenwand drückte. „…wie unvorsichtig von dir Shin, ich dachte eigentlich diese Lektion hätten wir schon längst hinter uns gebracht?“ Die Stimme des Unbekannten, sie war kaum zu beschreiben, etwas Heimtückisches und dunkles lag in ihr und sie hatte auch etwas Bestimmendes. Allerdings schien die Lektion, die er Shin erteilen wollte nicht wirklich Früchte zu tragen, als sich ein arrogantes Lächeln auf seinem Gesicht wieder spiegelte und der Uchiha verpuffte. „…eure Worte habe ich nicht vergessen Sensei und ihr wisst selbst, wie sehr ich darauf achte, dass ich alles was ihr mir beibringt so gut wie möglich in die Tat umsetze. Allerdings wollte ich heute nicht belehrt werden, also warum seit ihr hier Sensei? Ihr wisst so gut wie ich, was passiert wenn sei euch aufspüren, auch wenn ich weiß, dass das vollkommen unmöglich ist.“ Genauso schattenhaft, wie der sogenannte Sensei aufgetaucht war, war nun Shin wie aus dem Nichts erschienen, als seine Worte bereits aus den Schatten der Gasse zu hören waren. Was den Unbekannten oder auch Sensei anging, so musste dieser Schmunzeln und wandte sich nun seinem Schüler zu, „…Kage-Bunshin, sehr gut mein Schüler…dein Potenzial ist immer wieder beeindruckend und wie immer kommst du gleich auf den Punkt, genau das mag ich so an dir…du hast natürlich Recht, wenn mich die Anbu oder die Ältesten in die Finger bekommen, werde ich sicherlich für Ewig weggesperrt, aber ich musste mit dir sprechen…ich habe endlich einen Weg gefunden, das Siegel deines Onkels zu mindestens teilweise zu brechen. Zwar wirst du nicht all deine Kraft wieder erlangen und ich weiß wie sehr dich das schmerzt, aber ich denke das du auch mit nur einem Teil deiner Kraft, wieder zu alter Stärke zurückfinden wirst.“ Auch wenn es nur eine kleine gute Nachricht war, hätten Menschen wie Ayama oder rauch seine Familie wohl sofort an den glänzenden Augen Shins erkannt, wie Glücklich er gerade war. Auch sein Sensei erkannte das, auch wenn sein Lächeln gekünstelt wirkte, so schien es auch eine gewisse Echtheit zu haben. Es brauchte auch nur ein Kopfnicken des Chuunins, um dem Unbekannten klar zu machen: „Los tu es! Ich will endlich wieder, ich selbst sein…“ Shins Sensei stand nach nur einem Wimpernschlag vor ihm, mit seinem Zeige- und Mittelfinger berührte der Unbekannte nun die Stirn seines Schülers. Die Worte, die er sprach waren nur ein Flüstern, während Shin still vor ihm stand und Schriftzeichen auf seinem Gesicht erschienen. Die Finger seines Senseis lösten sich von seiner Stirn und genauso verschwand die erste Siegelreihe um die Augen von Shin. Etwas fragend sah Shin seinen Sensei an, sollte dieser kurze Moment bereits ausgereicht haben, um ein Siegel eines Elite-Uchihas lösen zu können? Es gab nur eine Möglichkeit es herauszufinden, Shin schloss seine Augen und bereite sich bereits darauf vor unerträgliche Schmerzen zu ertragen. Seine Augen öffneten sich, doch dieses Mal war von Schmerz keine Spur, sein Blick richtete sich auf seinen Sensei und danach sofort auf seine Arme. „…du hast es geschafft, ich…“ Shin wusste gerade nicht was er sagen sollte, ein Danke reichte hier wahrscheinlich nicht aus. Sein Sensei hatte es tatsächlich geschafft, das Siegel zu lösen auch wenn der Chuunin wusste, dass seine Augen noch nicht alle Macht wieder erlangt hatten, reichte es für den Moment aus, wie sie jetzt waren. Shins Blick richtete sich auf und seine Sharingan erfassten seinen Sensei und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, doch war es weder freundlich noch sonderlich warm, es war viel Mehr. In diesem Augenblick strahlte der Uchiha eine ungewohnte Kälte aus, etwas das man vom ihm nicht kannte. Allerdings schien seinem Sensei zu gefallen, welche Aura sein Schüler ausstrahlte und unter seiner Kapuze bildete sich ein heimtückisches Lächeln. „Du brauchst dich nicht mehr verstellen, allerdings sei vorsichtig und zeig niemanden deine Kräfte, wenn dein Onkel erfährt das du sie wieder hast wird er ein noch stärkeres Siegel auf dich legen und wer weiß, ob ich dann noch in der Lage bin, es wieder zu lösen.“ Der Unbekannte, streckte die Hand aus und legte sie seinem Schüler auf die Schulter. „Und noch eins, dieses junge Frau, gegen die du gekämpft hast, sei auch bei ihr vorsichtig, ich will nicht dass sie sich zwischen dich und deine Vorhaben stellt, achte also auf deine Gefühle…“ Shin war erschrocken, als sein Sensei Ayama erwähnte, hieß das etwa, er hatte ihn die ganze Zeit über beobachtet? Nein, wahrscheinlich war es nur Zufall, allerdings hatte er Recht, der Chuunin musste wirklich auf seine Gefühle achten. Ayama war, wie es der Unbekannte wohl vermutete die einzige, die Shin noch von seinem Weg abbringen konnte. Allerdings durfte Shin auch nicht zu offensichtlich Abstand halten, da die Hotaru ihn sonst wohl möglich durchschauen würde. „…keine Angst Sensei, ihr hab mir die wahre Natur der Uchiha gezeigt und ich werde mich durch nichts und niemanden von meinen Zielen abbringen lassen, dass verspreche ich euch. Aber ihr solltet nun gehen und ich wieder zurück, sonst machen sich die Frau und das kleine Uchiha-Mädchen noch sorgen.“ Sein Sensei nickte und wirkte äußerst zufrieden mit der Antwort seines Schülers, eine Verabschiedung war nicht von Nöten und es war nun auch wieder an der Zeit zu Ayama und Michiyo zurückzukehren.

Wie lange sich sein Sensei und er unterhalten hatten wusste Shin nicht, aber es musste lange gewesen sein, da Michiyo ein äußerst besorgtes Gesicht machte als der Chuunin wieder zurückkehrte. Allerdings hatte die kleine Uchiha eine gute Gesellschaft gehabt, schließlich war Ayama ja sonst auch immer die Freundlichkeit in Person gewesen. „Tut mir leid…es hat länger gedauert, ich dachte ich hätte jemanden gesehen, denn ich schon lange nicht mehr gesehen habe und ich musste einfach nach sehen…“ Es war gar nicht so einfach so zu lügen, schließlich kannte Ayama ihn und sie wusste schon immer wen er log, so war es früher schon gewesen. Auch war sich der Uchiha nicht sicher, ob er seine veränderte Aura vor ihr verbergen konnte. Ein flüchtiger Blick zu Ayama und dann widmete sich Shin wieder Michiyo. „…tut mir wirklich Leid Michiyo, wir sollten uns jetzt auch beeilen mit dem Einkaufen. Hat dich Ayama den wenigstens gut beraten, weißt du nun was du für ein Schwert willst?“ Ein kleines Lächeln zeichnete sich auf dem Gesicht von Shin ab, als er Michiyo nach der gemeinsamen Zeit mit seiner Ex-Freundin fragte und er bekam auch prompt eine Antwort. „Es war ganz okay…und deine Kameradin hat echt viel Ahnung von Schwertern und Dolchen, wirklich beeindruckend. Und ja Shin-kun ich hab mich entschieden, aber ich würde gern das Ayama-chan mitkommt um mich noch ein bisschen beraten zu können.“ Eigentlich war es Shin nicht recht, aber wenn Michiyo wollte das die Hotaru mitkommt musste er damit leben. Es waren jetzt wohl keine Worte nötig, er nickte Ayama zu und dann konnte sie sich wieder auf den Weg machen.

[Out: zwar nichts besonderes, aber es muss reichen^^]
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Di 11 Okt 2011, 21:24

Ayama war sich unsicher, war es wirklich das richtige, was sie hier tat? Noch vor ihrem Ausreißen, ach was, wohl sogar noch vor einem Jahr, wäre sie nicht an dieser Stelle gestanden, hätte wahrscheinlich nicht einmal daran gedacht, sich selbst einmal über andere zu stellen. Und diese Zweifel, die selbst ihr Sensei nicht komplett auslöschen konnte, quälten sie noch immer, innerlich, ungesehen von der Welt. Aber es war ein Teil von ihr, an dem sie selbst hing, von dem sie sagte, es war der Teil der sie zu dem Menschen machte, der sie war. Zeit verrann wie Sand zwischen den Finger hin durch floss. Ein Herzschlag folgte dem nächsten und der Hotaru ging die Stille langsam nicht nur auf die Nerven, sondern sie machte sie nervös. „Du wirst noch irgendwann an einem Herzinfarkt sterben, baka!“ Konnte nicht jemand irgendwann diese Stimme in ihrem Kopf abstellen? Seit drei Jahren schon spuckte sie ihr nicht nur im Kopf herum, sondern war auch ein Teil ihres Lebens geworden. Aber wie immer hatte ihr Sensei Recht. Einmal tief Luft hohlen und langsam wieder ausatmen. Ihr Kopf schien schon wieder klarer. Als hätte die ein gesogene Luft wie der Strom klaren Wassers ihre Gedanken gereinigt und nur das übrig gelassen, was von Bedeutung war. In diesem Falle, so gut wie nichts.
Doch, ein Gedanke war es der sich dunkel wie ein Schatten über die anderen legte. Etwas vor dem ihr Gespür sie warnte. Während Michiyo sich immer noch den Dolch in ihrer Hand besah, von allen Seiten und scheinbar recht begeistert davon war, konnte die kleine Kunoichi einen Blick zu Shin riskieren. Sie musste wissen, ob es wirklich von ihm aus ging, dieses … Unheil? Nein, es war einfach nur ein unbestimmtes Gefühl, das sie nicht zu deuten vermochte. Das einzige was sie sagen konnte, war das etwas nicht stimmte, das sich in den letzten Jahren etwas sehr stark verändert hatte, etwas, was ihr eine leise Gänsehaut verursachte. Und da kam auch schon das, womit die beiden jungen Frauen nicht gerechnet hätten. Shin verabschiedete sich einfach. Es war als würde in weiter Ferne ein Gewitter aufziehen und leiser Donner verkündetet die sich nähernde Katastrophe. „Shin.“, flüsterte Aya in das rauschende Gemurmel der Straße hinein.

Michiyo wollte Shin hinter her, jedoch hielt ihre Gegenüber sie davon ab. Klirrend ging dabei der Dolch zu Boden. Erzürnt sah die junge Uchiha die Hotaru an. Hochmut schwang dabei mit, wie konnte es auch nur jemand wagen, sie so anzupacken. Noch bevor sie etwas sagen konnte, war es die Hotaru die Sprach. Ihr Blick ging dabei in die Richtung in die der gemeinsame Freund verschwunden war. Ihre Gedanken schienen jedoch nicht ganz bei ihr zu sein, sondern ihrem Blick in die undurchdringliche Menschenmasse zu folgen. „Lass ihn. Er wird seine Gründe haben.“ Besorgt legte sie ihre Stirn in kleine Fältchen. Was war nur los mit ihm? Am liebsten wäre sie ja selbst der Sache nachgegangen, aber etwas hielt sie davon ab. Hielt sie sogar davon ab, Koinu hinter her zu schicken, der wohl am wenigsten auffällig gewesen wäre, denn immerhin konnte er auch in solch einer Menschenmasse noch die Spur von jemand aufnehmen und aus weiterer Entfernung lauschen. Nun legten sich ihre Augen erst auf das Mädchen, danach kniete sie nieder um ihren Dolch wieder auf zu heben. Sorgsam befreite sie ihn von dem Staub der Straße und steckte ihn geschickt wieder weg. „Wenn er allein gehen möchte, sollten wir diesen Wunsch respektieren.“ In ihrer Stimme klang so viel ruhe mit, dass selbst Michiyo nicht anders konnte, als den jungen Mann ziehen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass er wieder kommen würde. „Aber wir sollten uns jetzt nicht dem widmen was nicht da ist, sondern dem was du, entschuldigt ihr vor hattet. Die Suche nach einem passenden Schwert ist wohl mindestens genauso schwer, wie nach einem halbwegs annehmbaren Mann. Es gibt auf dieser Erde nur zu viele, die viel Versprechen, aber nichts davon halten. Andere sind der reinste Fluch, oder tatsächlich verflucht, und nur den Wenigsten vertraut man sein Leben an.“ Ayama konnte sich ein leises Kichern nicht verkneifen und scheinbar, war der Funke bei diesem Vergleich über gesprungen, denn auch die kleine Uchiha musste mit kichern. Shin hatte sich in der Tat ein nettes Mädchen ausgesucht, aber ob es wirklich das war, wonach es im Augenblick schien, konnte nicht einmal das Schicksal selbst sagen, geschweige dann von Aya.
Koinu hatte sich in der Zwischenzeit wieder zu seiner Begleiterin gesetzt und sah gelangweilt in die Menge. Noch vor einem Monat war es interessanter gewesen, zwischen einer solchen Anzahl von Menschen zu stehen. Aber er freute sich auch wieder zu hause zu sein und den Menschen der ihm am nächsten Stand, wenigstens wieder etwas befreiter zu sehen. Ihr war mit der Rückkehr ein Teil einer schweren Last von den Schultern genommen worden. Und das war sie Hauptsache. Ausgiebig gähnte er und lies die beiden Mädchen über Schwerter reden und welches wohl am besten zu der Uchiha passte. Warum musste Ayama eigentlich immer an jemanden aus diesem Clan geraten? Waren doch am Ende alles die gleichen Hochstapler.

Kurz nachdem die beiden Kunoichi ihre Vorlieben für einen Talisman am Schwert gefunden hatten, kam auch schon Shin wieder und entschuldigte sich für sein plötzliches Verschwinden. Leider eher bei der Uchiha, als bei der anderen Anwesenden, aber diese konnte damit leben, immerhin hatte sie in ihren Augen auch keine Entschuldigung verdient. Jedoch, was auch sie am Ende des kurzen Gespräches erfreute war, dass sie die beiden noch eine Weile begleiten durfte. „Ich danke euch, für euer Vertrauen und würde gern noch ein bisschen mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ Viel mehr hatte sie nicht zu sagen. Weich lächelte sie und gab mit einer einfachen Handbewegung an, dass das kleine Gespann sich auf den Weg machen konnte.
Nicht weit von der Stelle an der sie noch vor ein paar Minuten gestanden sind, kamen sie an einen kleinen Eck-Laden. Recht unscheinbar von außen, doch als man hinein ging, konnte man bereits eine kleine Auswahl erlesener Schwerter und anderer Klingen sehen. Ein älterer Mann kam der kleinen Gruppe entgegen und begrüßte sie. Ayama war als letzte eingetreten und so wurde sie auch als letzte begrüßt. Plötzlich stockte der Mann und sah die junge Frau geschockt an. „Ayama.“, es war nicht mehr als ein stottern, „-sama.“, fügte er noch eilig hinzu. Die Angesprochene verbeugte sich leicht. „Es ist schön euch nach so langer Zeit wohl auf zu sehen, oji-san. Aber ich bin heute nicht wegen mir selbst da, ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ihr euch um die junge Dame kümmern könntet. Sie sucht ein neues Schwert und ich bin mir sicher, dass sie bei euch das Beste in Konoha finden wird.“ Eilig nickte er und widmete seine volle Aufmerksamkeit Michiyo. Das war gerade schwerer gewesen, wie alles andere heute zusammen. Jetzt wusste sie wieder, was sie in den ganzen drei Jahren nicht vermisst hatte.

(Es tut mir wirklich leid, das ich fast zwei Monate gebraucht hab, für so nen gammligen Post, aber irgendwie war gerade Wohnungs/Haus-suche und mein vorläufiger Aus- und einzug bei meinem freund stressiger als ich dachte … hoffe du kannst mir das eine mal noch verzeihen Wink


Zuletzt von Hotaru Ayama am Di 11 Okt 2011, 21:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Do 13 Okt 2011, 23:35

Es war offensichtlich, dass sich Ayama und Michiyo in den letzten Minuten näher gekommen waren. Ziemlich eigenartig, wenn man bedachte, dass die kleine Uchiha sonst nicht so schnell auflockerte sobald ein hübsches Mädchen auftauchte, die ihr den Rang ablaufen könnte. Dennoch verstanden sich das Mädchen und die junge Frau, was Shin mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nahm. Ohnehin beschäftigten ihn gerade andere Dinge, zum Beispiel wie er vor seinem Onkel seine wiedererlange Kraft verstecken sollte und ob es möglich war, dass sein Sensei bald das ganze Siegel auflösen könnte. Vieles ging dem Uchiha durch den Kopf, während die Drei durch die Menschenmassen direkt auf einen kleinen Eckladen zu steuerten, denn der Chuunin nur beiläufig kannte und noch niemals wirkliche Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Von außen wirkte der Laden, naja eher mittelmäßig und auf den ersten Blick, hätte man nie vermutet welche Kostbarkeiten im inneren auf einen warteten. Der Laden bot echt eine Menge und offensichtlich, zu mindestens war das nach der Begrüßung des Inhabers zu vermuten, kannten sich Ayama und er von früher. Es war fast schon amüsant, wie unbeholfen dieser alte Mann war, er musste sogar stottern, als er die Heimgekehrte begrüßte. Aber auch Ayama viel es wohl sehr schwer, zu mindestens konnte man dies anhand ihrer Körpersprache erahnen. Für Shin war dies allerdings alles nur ein beiläufiges Geplänkel, auf er gut und gern verzichtet hätte und Michiyo, ja die war schon begeistert am Stöbern durch die Regale. Was unseren Uchiha anging, so begutachtete er nur ein Einzelnes und dem Preis nach zu urteilen, sehr seltenes Schwert. Doch selbst jetzt, da es den Anschein machte, dass sich Shin für etwas in seiner Außenwelt interessierte, konnte niemand ahnen, welche Überlegungen er innerlich gerade anstellte.

(Flashback)

„Wie kannst du es wagen, ohne meine Erlaubnis den geheimen Versammlungsort des Clans zu betreten? Woher weißt du überhaupt davon, sag schon…“ Die Stimme des ehemaligen Clanoberhauptes der Uchiha hallte förmlich durch das Clananwesen. So sauer, hatte man ihn noch nie gesehen, selbst sein eigener Sohn über denn er sich schon mehr als einmal ausgelassen hatte, hatte ihn noch niemals so wütend gemacht. Doch sein eigener Neffe hatte es geschafft, wohl möglich war es keine Absicht, weil er es nicht besser wusste, doch vielleicht wusste der Neffe des ehemaligen Uchiha-Oberhauptes auch genau, was er da getan hatte. Viele Geheimnisse liegen in den Hallen des Versammlungsortes verborgen, vieles auf das der Clan in Schrecken zurück blickte und vieles auf das sie sehr stolz waren. Fürs Erste jedoch, war es für das Ex-Oberhaupt wichtig zu ergründen, woher sein Neffe wusste, wo er diesen Ort finden konnte. „Nun sag schon etwas Shin! Vergiss nicht wer hier vor dir steht und wer dir alles beigebracht hat, was du weißt…“ Es war schon beinahe beängstigend und selbst Shin, schien ein wenig Angst zu haben, anders war sein Zittern und seine zusammengepressten Hände wohl auch nicht zu erklären. Der Kopf, des gerade zum Chuunin ernannten Jungen, wanderte gen Boden. Offensichtlich schämte sich Shin für sein Verhalten oder war dies vielleicht alles nur gespielt und der Junge, versuchte einfach nur alle um sich herum zu täuschen? Wohl er nicht, niemand der Shin kannte, würde so etwas von ihm denken. Dennoch war es auch offensichtlich, dass den jungen Uchiha etwas bedrückte. Sein Kopf erhob sich wieder, seine Augen waren allerdings geschlossen, als seine Stimme sich zu einem Flüstern erhob. „Mangekyou Sharingan!“ Mit diesem winzigen Flüstern, hatte sich alles an dem jungen Chuunin verändert, seine Aura, sein Auftreten und sein sonst so freundliches Lächeln, verschwand gänzlich von seinem Gesicht. Aber nicht nur Shin hatte sich verändert, auch seine Augen hatten eine völlig neue Form erhalten und der Schock darüber, was mit seinem geliebten Neffen passiert war traf Shins Onkel wie ein Blitz. Er sackte förmlich auf seinen Stuhl, schnappte nach Luft und war sprachlos. „Verstehst du nun was passiert ist, warum ich den Versammlungsort aufgesucht habe. Diese Augen, ich will mehr über sie wissen, einfach alles was man über sie erfahren kann. Auf dem Gedenkstein steht, dass diese Augen unseren Clan einst in Chaos gestürzt haben, aber du kennst mich Onkel ich werde sie nur für das Wohl unseres Clans einsetzen. Ich will nur alle die mir wichtig sind, also auch euch beschützen und dafür muss ich einfach alles über diese Augen erfahren. Ich bitte dich, mir den Zutritt zum Versammlungsort des Clans nicht zu verwehren bitte.“ Man merkte wie ernst es Shin war, doch sein Onkel musterte ihn bis aufs kleinste Detail. Jede Aussage die sein Neffe traf, jedes noch so kleine Anzeichen an Shin wurden von ihm unter die sprichwörtliche Lupe genommen. Doch nicht nur das, auch die Augen seines Neffen musterte das ehemalige Clanoberhaupt, seine Hände verschränkten sich dabei vor seinem Gesicht und langsam schien der erste Schock aus seinen alten Knochen zu weichen. „…Shin ich kenne dich gut, da hast du recht und ich weiß, dass du dem Clan niemals schaden würdest. Dennoch ich kann dir nicht erlauben, jemals wieder den Versammlungsort zu betreten. Allein, dass du diese Augen erhalten hast bedeutet nichts Gutes, nicht für dich und auch nicht für den Clan. Ich kann in der Abwesenheit deines Cousins nicht zulassen, dass eine Bedrohung aus der Vergangenheit den Clan wieder gefährdet. Du musst das verstehen Shin, niemand will dir etwas schlechtes, doch diese Augen haben im Laufe der Geschichte schon genug Unheil angerichtet…“ Schon während Shin die Worte seines Onkels hörte, wusste er das sein neuer Sensei, der ihn erst darauf gebracht hatte welch Potenzial eigentlich in ihm steckte, recht behielt. Sein Onkel wollte einfach nicht verstehen, wie wichtig es war, dass der Clan endlich wieder zu alter Größe aufstieg. Die Hände des Uchihas ballten sich zu Fäusten und ein Zorn, den Shin schon seit seiner Kindheit nicht mehr gespürt hatte, stieg auf einmal wieder in ihm auf. Doch dieses Mal war es anders, als wie in seiner Kindheit, als alle ihn immer nur als schwach bezeichneten und auf ihn herabblickten. In Zwischen war er stark, stärker als jeder andere Uchiha seines Alters und vielleicht sogar schon stärker als sein eigener Onkel. Nein so stark konnte er nun wirklich noch nicht sein oder vielleicht doch? Eine Stimme in seinem Kopf sagte dem Uchiha, „Los zeig ihm deine Macht, zeig ihm deine neue Kraft und stell endlich klar, dass die Uchiha nicht einfach nur ein Clan sind, sondern etwas besonders in der Welt der Shinobi.“ Blut lief mit einem Mal aus Shins linkem Auge, was dies zu bedeuten hatte, konnte niemand sagen oder würde jemals sagen können, nur die Geschichte wusste es und so blieb es auch, weil Shins Onkel fast schon instinktiv handelte. Eigentlich hätte man es dem alten Mann nicht zugetraut, doch wie ein Blitz schnellte das ehemalige Clanoberhaupt hoch und stand plötzlich vor seinem Neffen. Mit dem Zeige- und Mittelfinger seiner rechten Hand berührte Shins Onkel nun die Stirn seines Neffen, ehe sich seine Lippen bewegten und leise Worte aus seinem Mund entwischen. Fast zeitgleich, fiel Shin zu Boden und schrie vor Schmerzen, während seine Hände sich instinktiv vor sein Gesicht legten. Aus den Schreien wurden langsam Worte des Zorns, die dann schon fast zu einem Flehen wurden. „….argh…was hast du mit mir gemacht, es tut so weh…mach das es aufhört, bitte…bitte…ich werde auch nie wieder versuchen etwas über diese Augen in Erfahrung zu bringen, nur bitte mach das es aufhört Onkel…“ Shin krümmte sich schon beinahe vor Schmerzen, ehe sein Onkel ihm endlich antwortete, „…du hast recht, du wirst nie wieder etwas über diese Augen in Erfahrung bringen, aber nicht weil du es willst, sondern weil du es nie wieder können wirst. Das ist die Strafe für dein Verhalten von eben, du hattest tatsächlich vor das legendäre Katon-Jutsu der Uchiha gegen mich einzusetzen. Ich habe deine Augen mit einem Siegel belegt, dass diese Augen für immer verschließen wird, so dass du nie wieder in der Lage sein wirst sie zu benutzen. Aber nicht nur diese Augen habe ich versiegelt, auch dein vollendetes Sharingan wird bis zu deinem 20. Geburtstag versiegelt bleiben. Ich tue das nur für dein Wohl, kein Uchiha sollte in deinem Alter bereits eine solche Kraft besitzen. Übe dich in Bescheidenheit und vielleicht sehe ich irgendwann über diesen Vorfall hinweg, wenn du mir bewiesen hast, dass du wieder du bist…“

[Flashback Ende]

Shin stand noch immer vor der Vitrine mit dem Schwert, welches offensichtlich eine echte Kostbarkeit zu sein schien. Seine Gedanken hatten sich in den letzten Minuten immer wieder um jenen Tag gedreht, während Michiyo mittlerweile von dem alten Mann betreut wurde und Ayama ihr zur Seite stand. Ob es wohl offensichtlich war, dass den Uchiha etwas beschäftigte und sich seine Gedanken gerade nur darum drehten, jene Kraft wieder zu erlangen. „…Onkel bald wird es soweit sein, dann werde ich endlich wieder diese Augen besitzen und du wirst dann nicht mehr gegen mich ausrichten können.“

[out: mach dir mal keine Gedanken…hab auch nur schnell was zusammen geklimpert^^ Und Stress ist nun mal immer wieder da, damit muss man leben Wink]
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   So 16 Okt 2011, 14:51

So gut wie es einfach ging, kümmerte sich der Ladenbesitzer um die kleine Uchiha. Was sich als nicht ganz so einfach herausstellte, wie es sich vielleicht anhörte. Denn das Mädchen hatte einen Wunsch nach dem anderen und löcherte den Mann mit einer Frage nach der anderen. „Hat dieses Schwert eine besondere Geschichte?“ oder „Kann dieses Schwert Chakra leiten?“ Die Auswahl der Schwerter, die das Mädchen traf, war eine gute, wenngleich, es scheinbar für sie kein Schwert gab, das gut genug schien. Aya stand neben den beiden, meist nur freundlich lächelnd und schweigend. Was sollte sie auch sagen, denn immerhin war es hier ihr Onkel, der genau wusste, was er verkaufte. Die Hotaru wusste zwar, was Michiyo suchte und konnte somit beratend zur Seite stehen, aber ob sie hier das richtige finden würde, was eine andere Sache. Denn Michiyo suchte ein Schwert, was in der Regel nie gut geht, denn oft ist es so, dass sich ein Schwert seinen Meister aussucht. Diese Tatsache klang in den Ohren der meisten Menschen zwar lächerlich, aber jeder Schwertmeister konnte diese Tatsache bestätigen. Denn jeder war zu dem Schwert gekommen, das er besaß nicht auf der Suche nach ihm, sondern eher aus Zufall. So war auch diese Legende entstanden. Schnell war klar, dass hier im Verkaufsraum nicht das Richtige zu finden gewesen war, jedoch hatte der Besitzer noch scheinbar ein Ass im Ärmel. Denn er nahm Michiyo kurzer Hand mit nach hinten um ihr ein ganz besonderes Schwert zu zeigen. Die weißhaarige Kunoichi verspürte an und für sich nur sehr wenig Lust den beiden zu folgen, denn sie war es nun wirklich nicht mehr gewohnt unter so vielen Menschen zu sein und bereute es sich für diesen Weg entschieden zu haben. Lieber wäre sie zurück nach hause gegangen, jedoch bangte es ihr davor ein wenig. Sie wusste nicht wie ihre Eltern darauf reagieren würden, wenn sie plötzlich wieder auf der Türschwelle stehen würde, nachdem sie über Jahre hinweg nichts von sich hatte hören lassen. Kurz sah sie sich selbst im Verkaufsraum um. Es hätte ja gut sein können, dass ihr selbst eine Klinge ins Auge sprang, die ihr auf Anhieb gefiel. Dem war aber nicht so, was nicht wirklich tragisch war, denn war sie immerhin auch nicht auf der Suche nach etwas neuem. Was sie hatte genügte ihr, schlimm genug wäre es gewesen wenn nicht.
Plötzlich fiel ihr Blick auf Shin. Ihn hatte sie in dem ganzen Trubel schon fast vergessen. Ihr kam es vor wie eine halbe Ewigkeit, die sie ihn einfach nur ansah. Regungslos standen die beiden da. Shin sah das Schwert an und sie ihn. Alte Erinnerungen kamen in ihr hoch. Wie sie sich kennen gelernt hatten, das seltsame Wiedersehen, wie sie das erste Mal gespürt hatte, dass sie mehr als nur Freundschaft verband. Der erste Kuss, der Erste in ihrem Leben. Am liebsten hätte sie angefangen zu weinen, weil sie durch ihr Verhalten all das kaputt gemacht hatte, was ihr einst so Wichtig war. Aber war es das nicht immer noch? Denn wie konnte sie sonst erklären, dass es ihr so ging, dass sie jetzt schon wieder merkte, wie ihr der Atem stockte und ihr Herz schneller ging. Vielleicht war es aber auch nur die Erinnerung an das was sie verloren hatte und was sie nie wieder haben würde, was in ihr dieses Chaos auslöste. Oder die Tatsache, dass der, dem ihr Herz noch immer gehörte, doch in einer bestimmten Form noch lebte. Es brachte alles nichts, was geschehen war konnte man nicht mehr rückgängig machen und schon gar nicht, in einer solchen Situation. Jetzt, wo jeder sein eigenes Leben führte. Verflucht, warum musste das Schicksal einem auch immer solche Streiche spielen … konnte man den Spieß nicht einmal auch umdrehen?

Was dachte sie da eigentlich gerade? Sie musste sich doch schwer über sich selbst wundern, aber das machten die Gedanken ab und an mit einem, vor allem, wenn man ihnen so freien Lauf ließ. Langsam schritt sie auf Shin zu und sah kurz mit auf das Schwert und dann auf ihn. Hatte er überhaupt gemerkt, dass sie neben ihm stand? Er schien so weit weg mit den Gedanken zu sein, wie es überhaupt nur ging. Danach glitt ihr Blick wieder zu der Vitrine in der das Schwert steckte. „Ich weiß ja, dass es ein schönes Schwert ist, aber ich denke, einer so genauen Betrachtung ist es dann doch nicht wert. Immerhin ist es nur eine Kopie vom Original.“ In der Hoffnung, dass sie nun wahr genommen wurde, sah sie den Uchiha an, legte den Kopf etwas schief und legte ein weiches Lächeln auf. In dem Augenblick wurde ihr klar, dass alles was war, Vergangenheit war, die nie wieder zurück gebracht wurde. Aber es gab auch eine Zukuft, und die wollte sie nun anders gestalten. Sie wollte nie wieder zurück sehen müssen, und sagen, wäre es ein Fehler gewesen so zu handeln oder nicht. Keine ungewissen Momente mehr.
Sehr viel Zeit ungestört blieb ihnen nicht mehr, denn nur wenig später kam auch schon Michiyo und der Ladenbesitzer wieder. In der Hand des Mädchens war ihr neues Schwert, in roten Samt gewickelt und mit einer goldfarbenen Kordes verziert. Gleich ging ihr Blick zu den beiden und verfinsterte sich. Ihr war es wohl gar nicht recht, sie so zu sehen und so stellte sie sich energisch zwischen Shin und Ayama. Die Hotaru war aber nicht auf Streit aus und wieder einmal kamen ihre Worte bevor jemand anders etwas sagen konnte. „Michiyo-san. Ich bin mir sicher, mein Onkel konnte euch das beste Schwert aussuchen, das er zu bieten hat. Behandelt es wie euren Liebsten, pflegt und beschützt es, so wird es euch niemals im Stich lassen.“ Danach legte sie ein scheinbar traurigeres Lächeln auf, Wehmut schien in ihrer Stimme leicht mit zu schwingen, für diejenigen die sie kannten. „Und macht euch keine Sorgen, mein Herz gehört bereits jemanden, auch wenn dieser scheinbar vor langer Zeit verstorben ist.“ Sie konnte es nicht vermeiden, kurz zu Shin zu sehen um vielleicht eine Regung in seinen Zügen zu sehen, oder auch nicht. Aber nun schien sie wieder zu strahlen. „Wollt ihr uns nicht eure Errungenschaft vorführen?“ Wie konnte sie nur glauben, mit so einem Gelaber irgendetwas zu erreichen? Ja, wahrscheinlich dass man sie für völlig verrückt hielt. Aber war sie das nicht auch ein kleines bisschen?

[out: Ich hab keine Ahnung wie man Michiyo richtig spielt x'D Hoffe mal, das du mit dem was ich da verbrochen hab, vielleicht was anfangen kannst ^^]
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   So 16 Okt 2011, 21:51

Alles drehte sich gerade irgendwie nur um jene Kraft, die Shin unbedingt und um jeden Preis wieder haben wollte. Am liebsten wäre es ihm sogar, wenn dies schon bald geschehen würde, am besten sogar gleich. Ihm war dieses ewig freundliche Dasein langsam aber sich zu wider. Der Chuunin wollte endlich wieder er selbst sein, er wollte sich nicht mehr verstecken in der verzweifelten Hoffnung, dass ihm sein Onkel nach drei langen Jahren doch endlich mal verzeihen würde. Eine Hoffnung, die so oder so vergebens war, schließlich galt die Aufmerksamkeit seines Onkel und auch die seines Cousins, ihn, Shin, für immer schwach zu halten. Eine trügerische Angelegenheit, schließlich wussten sie nichts von jenem Mann, der Shin unterstützte und ihn förderte. Ob dies nun unbedingt gut war, wollen wir an dieser Stelle doch einmal bezweifeln, doch für den Uchiha war dieser Mann sein einziger noch verbliebener Freund. Der Zorn und die Wut, die sich während der letzten Jahre in ihm angestaut hatte, wollte endlich raus und sich entfalten, all jenen wehtun, die ihm versucht haben zu schaden. Für Shin war es wirklich gerade schwer sich im Zaun zu halten und noch schwer war es, gute Miene zum bösen Spiel zu spielen. Gerade weil Michiyo, eine Angehörige seines Clans und auch Ayama bei ihm waren. Letztere hatte sich in der Zwischenzeit übrigens neben ihn gestellt, aus den Augenwinkeln bekam dies Shin bloß beiläufig mit, dass was sie allerdings zu ihm sagte, bekam er sehr wohl mit. Was Ayama zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht wusste war, dass sie mit ihren Wort, das Fass im Inneren von Shin beinahe zum Überlaufen gebracht hätte. Noch war die Selbstbeherrschung Shins allerdings zu groß, dass er in aller Öffentlichkeit jemanden getötet hätte, der zu seinem Dorf gehört. Allerdings, so groß war die Selbstbeherrschung des Uchihas dann doch nicht, anders war die Dunkelheit und Kälte, die von ihm aus ging nicht zu erklären. Selbst der Blick, mit dem Shin Ayama kurz aus den Augenwinkeln betrachtete, der seine Sharingan zeigte wie sie Ayama wohl noch nie zuvor gesehen hatte. Voller Kraft und einer ungewöhnlichen Intensität, die man nicht recht beschreiben konnte, genauso hätte man Shins Augen in jenem winzigen Moment beschreiben müssen. Etwas stimmte wirklich nicht mehr in dieser Welt, der einst so freundliche und liebe Kerl, der dieses Mädchen direkt vor seinen Augen so sehr geliebt hatte, war wohl wirklich tot.

Shin wandte sich ohne ein Wort zu sagen von seiner ehemaligen Freundin ab, als Michiyo mit Ayas Onkel zurückkehrte. Fast schon beängstigend schnell, war Michiyo zwischen das einstige Liebespaar getreten. Wenn es den Chuunin wirklich interessiert hätte, hätte er wohl jetzt geschmunzelt und den Kopf des Mädchens getätschelt. Doch Shin interessierte es nicht, er wirkte gerade kalt und unberechenbar. Eine Eigenschaft, die man nicht von dem Uchiha kannte, selbst Michiyo die noch Genin war bemerkte die Veränderung an ihrem Schwarm und Sensei. Etwas skeptisch blickte die kleine Uchiha nun zwischen ihrem Schwarm und Ayama hin und her, ihre Gedanken drehten sich gerade nur darum, ob hier während ihrer kurzen Abwesenheit etwas geschehen war. Fast schon zeitgleich, als Michiyo die Hotaru mit einem finsteren Blick belegen wollte, nahm diese ihr den Wind aus den Segeln. Michiyo sah etwas verwirrt aus, aufgrund dessen was Ayama da gerade von sich gab und der kurze Blick, den die Heimkehrerin Shin zu warf, wurde von der Uchiha mit Argusaugen beobachtet. Doch Shin reagierte nicht auf die Worte Ayamas, er beschäftigte sich mit ihrem Onkel, wollte wissen wie viel das Schwert koste und wollte es auch sofort bezahlen. Michiyo konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und ihre Zweifel, ob nun etwas zwischen ihrem Sensei und der Hotaru geschehen war, verflogen ebenso schnell wie sie gekommen waren. Allerdings auf die Frage, ob Michiyo nicht einmal ihr neues Schwert vorführen wollte, konnte die kleine Genin nicht antworten, weil das ihr Sensei für sie übernahm. „Michiyo…wenn du uns das Schwert vorführen willst, dann bitte draußen und nicht hier drin. Geh schon einmal vor, ich bezahle nur noch den werten Herrn und komme dann zusammen mit Ayama nach.“ Wahrscheinlich war dies das erste Mal, dass Michiyo ihren Sensei und Schwarm mit so einer kalten Stimme zu sich sprechen hörte. Sie drehte sich um und verließ postwendend den Laden, wobei es einem schon so vorkam, als hätte sie leichte Tränen in den Augen. Allerdings schien Shin dies kalt zu lassen, er wandte sich dem Onkel von Ayama zu und bezahlte diesen. Für einen Moment war selbst der Onkel unserer Heimkehrerin verwirrt, blickte zu Ayama hinüber und schien schon mit seinem Blick sagen zu wollen, „Halt dich bitte fern von diesem Menschen.“

Ayama war noch vor Shin aus dem Laden verschwunden, einen Wimpernschlag vorher konnte man sagen. Als nun endlich auf der Uchiha erschien, fiel sein Blick unweigerlich auf die Hotaru, deren Blick offensichtlich auf eine kleine Gruppe von halbstarken Genin gerichtet war, die jemanden drangsalierten. Auch Shins Blick richtete sich nun auf die Gruppe, die gerade jemanden in eine Gasse drängten und diese Person wohl mehr als nur bedrängten. Sein Blick verfinsterte sich unweigerlich, als der Chuunin erkannte, wer da gerade von diesen halbstarken Genin drangsaliert wurde.

„…na wenn das nicht unsere kleine Michiyo ist, was hast du denn da bei dir zeig mal her.“ Die Hand eines Genins von dem die kleine Uchiha bedrängt wurde, schnellte auf ihr noch eingepacktes Schwert zu. „Nein…Fingerweg…das ist meins und lasst mich endlich in Ruhe, hab ihr nichts Besseres zu tun, als mich schon wieder zu schikanieren?“ Noch während Michiyo dies sagte, drehte sie sich zur Seite und wurde dabei zu Boden gestoßen. „…hahaha hahaha…seht euch das an, die kleine Uchiha ist hingefallen…ich hoffe es hat wehgetan…puh und so was wie du will tatsächlich zu einem der stärksten Clans aus Konoha gehören? Kein Wunder, dass die Uchiha von niemanden mehr ernst genommen werden, ihr Seit wirklich nichts weiter als ein erbärmlicher Clan von Versagern…“ Es war offensichtlich, dass der Junge in der Mitte, so etwas wie den Anführer dieser kleinen Bande dar stellte und alle anderen um ihn herum auch irgendwie zu ihm aufsahen. Mit einem leichten Schwenker seines Fußes, trat der Genin noch etwas Dreck in Richtung Michiyo, die sich dabei den Arm vors Gesicht hielt. Die Jungen lachten sie schon aus und Tränen rannen bereits über ihr Gesicht, als eine Stimme hinter der kleinen Uchiha aus der Dunkelheit erklang. „Du meinst also, die Uchiha wären erbärmlich und niemand würde uns ernst nehmen.“ Nach diesen kurzen Worten verstummte die Stimme aus der Dunkelheit und begann still in sich hinein zu lachen. Augen, von solcher Intensität, dass die jungen Genin erschraken blickten nun auf sie. „Wie kann solcher Abschaum wie ihr es Seid, auch nur wagen den Namen Uchiha in den Mund zu nehmen.“ Eine unglaubliche Wut steckte in der Stimme des Schattens, der nun langsam ins Licht der Gasse trat. Eigentlich wollten die Jungen schon abhauen, doch hinter ihnen hatte sich eine weitere Person schon an die Ecke der Gasse gestellt, die von Michiyo sofort als Ayama erkannt wurde und die gerade keinen glücklichen Eindruck machte. Demnach konnte ja dieser Schatten eigentlich nur einer sein, ihr Schwarm und Sensei Shin-kun. Freude strahlend sah sie zu dem Schatten, der eigentlich ihr geliebter Schwarm sein sollte, doch was sie dort sah machte selbst ihr Angst. So wütend und voll Hass, hatte die kleine Uchiha ihren Sensei noch nie gesehen, es kam ihr schon fast so vor, als wäre dieser Kerl der nun neben ihr stand nicht wirklich ihr Shin. Doch er war es, in voller Größe und so voller Zorn, dass er sich nicht mehr beherrschen konnte. Die Aktion hatte das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht, der Chuunin wollte sich nicht mehr zurückhalten. Er hatte sich lange genug im Zaun gehalten, länger als er es jemals von sich selbst erwartet hätte…


[Einschub]

Was allerdings niemand der hier Anwesenden wusste, war die Tatsache das diese ganze Aktion bereits beobachtet wurde, von einer Person die Shins größter Befürworter, aber gleichzeitig wohl auch sein heimlicher Feind war, seinem Sensei . Der beobachtete das Schauspiel mit einem leichten Lächeln auf seinen Lippen. Anders als geplant hatte er sich nicht zurückgezogen und sich stattdessen, an die Fersen seines Schülers geheftet. Shins Sensei wusste, wie sehr sein Schüler seine Kraft vermisst hatte und wie sehr er sie wieder haben wollte. Allerdings wusste Shin nicht das, was sein Sensei wusste, dass das letzte Siegel nur durch unglaubliche Wut gebrochen werden konnte, eine solche Wut, wie sie sein Schüler offensichtlich gerade empfand. „Ich hoffe es reicht aus, um das Siegel zu lösen. Nagini, all deine Mühen waren wohl letztendlich umsonst und dein geliebter Neffe, beschreitet endlich den Pfad der ihm vorherbestimmt ist.“ Seine Stimme war nur ein Flüstern, das einzig und allein für den Wind bestimmt war. Shins Sensei war wirklich ein merkwürdiger Mann, er wusste offensichtlich viel über den Clan der Uchiha und auch über den Onkel seines Schützlings. Es schien selbst so, als hätte er gewusst, dass Nagini seinen Schüler mit diesem besonderen Siegel belegt hatte und dass dieses nur durchbestimmte Bedingungen gelöst werden kann, in diesem Fall unbeschreiblicher Zorn. Alles schien für den Sensei Shins nach Plan zu verlaufen, jetzt war es nur noch wichtig den richtigen Moment abzupassen.

[Einschub Ende]

…Shin zitterte regelrecht vor Zorn, allerdings schien dies nicht der einzige Grund zu sein. In seinem gesamten Gesicht wurden auf einmal leuchtende Symbole sichtbar. Ein Kenner würde natürlich sofort erkennen, dass dies nicht einfach nur normale Symbole waren, sondern eine Versiegelungsformel. Allerdings lief hier etwas ganz und gar nicht normal ab, die Siegel schienen sich gerade aufzulösen, anstellte etwas weiterhin zu versiegeln und ob dies etwas Gutes zu bedeuten hatte. An dieser Stelle konnte das wohl noch niemand so wirklich sagen, schließlich wusste niemand was die Zukunft einem brachte. Für einen Moment, schien es als würde Shin auf die Knie sacken, doch er fing sich wieder und wirklich alle in dieser Gasse schauten ihn an, als das Leuchten in seinem Gesicht nachließ und dann gänzlich verschwand. Fast schon instinktiv richteten sich seine Augen auf seine Arme, ein Lächeln, welches fröhlich aber gleichzeitig schon fast wahnsinnig wirkte breitete sich in seinem Gesicht auf. Eine Hand schnellte vor sein Gesicht, bedeckte dieses, so als wollte der Uchiha seine Augen verstecken, ehe sich diese auf die kümmerlichen Genin richtete. Wahrscheinlich hatten sie so etwas noch nie gesehen, Angst und Furcht zeichneten ihr Gesicht und ebenso das von Michiyo. Die Lippen Shins bewegten sich, aber wahrscheinlich konnte gerade nur Michiyo seine Worte hören, als noch jemand auf der Bildfläche auftauchte und Shin mit roher Gewalt gegen die Wand zu seiner rechten drückte. „…es reicht findest du nicht auch Shin? Und ihr Würmer verschwindet und wagt es nicht noch einmal dieses Mädchen in irgendeiner Weise anzurühren, sonst werde ich unseren Kleinen hier nicht nochmal aufhalten verstanden?“ Die Stimme des Unbekannten war komplett emotionslos, sie schien nicht das noch so kleinste Gefühl auszudrücken, auch wenn es fast den Anschein einnahm, als wäre unterschwellige Freude über das gerade geschehene herauszuhören. Der Unbekannte stellte sich den Anwesenden Damen nicht weiter vor, sondern sah sich Shin bis aufs noch so kleinste Detail an, ehe er nahe an sein Gesicht herantrat und ihm etwas ins Ohr flüsterte, woraufhin Shin nur leicht nickte. Danach verschwand die Gestalt und Shin bäumte sich auf, wobei es den Anschein erweckte, als hätte sich seine Aura noch weiter verdunkelt. Michiyo auf jeden Fall schien gerade nicht wirklich zu wissen was los war, aber offensichtlich hatte sie Angst, vielleicht war das auch der Grund warum sie zu Ayama lief, wo sie besorgt dreinblickend und mit Tränen in den Augen in deren Armen verschwand. Auch Ayama schien verwirrt, ob sie wohl eine Erklärung von Shin wollte? Möglich, würde der Uchiha ihr einfach so eine geben, eher unwahrscheinlich. Was wohl als nächstes Geschehen würde?
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Di 18 Okt 2011, 21:53

Etwas an diesem Tag erinnerte sie, dass sie heute morgen eigentlich gar nicht erst aufstehen wollte. Hätte sie das wohl besser noch gemacht, denn irgendwie schien heute alles schief zu laufen. Erst diese total bescheuerte Idee mit dem Kampf als sie in das Dorf kam, dann das Gespräch beim Hokage und nun stand sie hier, dem Mann gegenüber den sie einst geliebt hatte und sich nun einer Kälte ihm gegenüber sah, die sie nie erwartet hätte. Klar wusste sie, dass sie nicht mit offenen Armen empfangen worden wäre, jedoch so? Was hatte ihn nur so weit getrieben? Was war geschehen, dass er so kalt geworden war? War es ihre Schuld gewesen? War es ihr Fortgang, der einen Stein ins rollen gebracht hatte, der nun nicht mehr aufzuhalten war? So etwas hätte die junge Frau nie erwartet, dass sich in den drei Jahren alles so verändert hatte. Sie wollte nur noch weg. Zurück in die Einsamkeit aus der sie gekommen war. Das Shin noch etwas sagte, bemerkte sie schon gar nicht mehr, sondern spürte nur die Kälte die von ihm ausging. Kurz verneigte sie sich vor ihrem Onkel, lies seine unausgesprochene Warnung im Raum stehen und verließ darauf hin das Geschäft. Dicht gefolgt von Shin. Was sie dort sah, war jedoch nicht, was sie wollte. Eigentlich hatte sie daran gedacht, noch kurz die Vorführung von Michiyo zu sehen und sich dann zu verabschieden, doch das Schicksal meinte es heute definitiv nicht gut mit ihr. Michiyo wurde von ein paar Halbstarken so sehr bedrängt, dass sie sich in eine kleine Gasse flüchtete. So wie sie sich an ihr Schwert klammerte, nicht wusste was sie tun sollte, ihr bereits die Tränen über die Wange liefen, erinnerte sie das Mädchen stark an sich selbst, wie sie damals war. Schwach, verwundbar, konnte nicht für sich selbst sorgen. So als wäre es erst gestern gewesen, spürte sie noch ihre eigene Angst, die sie in dem Alter auch noch verspürt hatte, jedes Mal wenn sie allein in die Stadt geschickt wurde. Ayama hätte nie gedacht, dass Michiyo ihr so ähnlich war, vor allem, weil sie die ganze Zeit über so taff gewirkt hatte.

Nur aus dem Augenwinkel heraus, bekam sie mit, wie der Uchiha sich in Richtung des Tumultes in Bewegung gesetzt hatte. So wie er sich in den letzten Momenten verhalten hatte, konnte das nichts Gutes bedeuten. Klar war sie mindestens genauso unglücklich darüber, was sich hier gerade abspielte, genau wie von dem was gesagt wurde, aber in seiner derzeitigen Verfassung konnte niemand genau vorher sagen, was geschehen würde. Das einzige was ihr in ihren Augen übrig blieb war, ihm zu folgen zu versuchen das Schlimmste zu verhindern. Doch dass dies nicht in ihrer Macht stand, das müsste sie erst noch lernen. Shin war nur eine Stimme in der Dunkelheit, ein Schatten, der scheinbar ohne das Licht der Welt existieren konnte. Die Worte die Shin den Jungs hin knallte, waren so voller Wut und Hass, dass selbst der erfahrenen Kunoichi unangenehm wurde. Die Genin vor ihr, wollten bereits die Flucht ergreifen, doch wurden von der Schwertkämpferin davon abgehalten. Es war nicht ihre Gestalt die sie vor der Flucht hinderten, denn Ayama war immerhin sehr zierlich und konnte leicht den Eindruck erwecken, verletzlich und angreifbar zu sein, nein, hier waren es ihre bernsteinfarbenen Augen, die die Lust an einer blutigen Jagt widerspiegelten, die abschreckend wirkten. Auch wenn sie nach außen hin, kühl, berechenend und unnahbar erschien, in ihrem Inneren brodelte es. Zum einen konnte sie nicht verstehen, warum ein Mädchen immer wieder in so eine Situation gedrängt wurde, warum es immer jemand gab, der sich für besser hielt als alle anderen zusammen. Zum anderen war da noch der Uchiha, der ihr wohl die größeren Sorgen bereitete. Selbst ein Taubstummer der zu allem Überfluss auch noch blind war, konnte sagen, es hier nicht nur um einen kleinen Konflikt zwischen den Clans ging. Nein, was die Motivation des Chuunin anfachte war mehr als das. Nur was es war, wie man so eine unsagbare, unbegreifbare Wut mindern konnte, das konnte niemand sagen. Ein kurzer Blick zu der kleinen Uchiha verriet, dass selbst sie nicht begreifen konnte was hier vor sich ging. Sie zitterte am ganzen Körper, Tränen rannen ihr über die Wangen. Sie hatte einfach nur Angst. Angst vor einem Mitglied ihres Clans zu dem sie bisher immer aufgeschaut hatte, dem sie sogar ihr Herz geschenkt hatte. Alles hier lief falsch und bei genauerer Betrachtung, würde es gleich noch verkehrter sein, wie vor her. Denn die Ereignisse überschlugen sich förmlich. Vor Shin erschienen Siegel, doch was diese so genau zu bedeuten hatte, dass konnte die Hotaru nicht sagen. Wahrscheinlich ein Siegel, das … Ihr stockte der Atem. Die Siegel lösten sich auf! Was sollte das Ganze hier. Ganz klar war, dass es nicht etwas war, das hier einer der Beteiligten bewirken konnte. Aber wer dann? Das eine Rätsel war noch nicht einmal im Ansatz ganz verstanden, als sich schon das zweite dazu gesellte. Denn plötzlich tauchte ein Mann auf, drückte Shin gegen die Wand. Nur allein beim Anblick des Fremden, lief es der Kunoichi eiskalt den Rücken hinunter. Alle Alarmglocken schreien schrill auf und übertönten jedes andere Geräusch. „Hebi*“ Das Wort war ohne Stimme geflüstert und drückte aus, was für ein Bild der jungen Frau gerade vor Augen kam. Eine Schlange, die sich langsam an ihre Opfer heran schlich, es mit ihrem Gift infizierte und geduldig darauf wartete, das ihr Opfer endlich klein bei geben würde, damit sie ihr Mittagessen hatte. Die schlimmste Angst, die Ayama je verspürt hatte war durch ihre Phobie vor Schlangen ausgelöst worden. Und genau, dieses erbarmungslose, gnadenlose Tier, dem selbst in der Mythologie keine Gefühle zugeschrieben wurden, sah sie nun in Menschengestalt vor sich. Ihr Atem war versiegt. Was hatte Shin mit diesem Unmensch zu schaffen?

So schnell wie er aufgetaucht war der Unbekannte auch schon wieder verschwunden und alles schien mehr ein Traum gewesen zu sein, als das es wirklich passiert war. Die Jungs stürmten verstört an Aya vorbei, die noch immer auf Shin starrte. Was war mit ihm gerade geschehen? Das einzige was sie gerade verstand war die Angst, die Michiyo verspürte, als sie bei der Hotaru versuchte Schutz zu suchen. Es war mehr eine automatische Reaktion, dass sie ihren eigenen Arm um das Mädchen legte um sie zu beruhigen. Worte fehlten ihr, wenngleich sie gerade ihren Atem wieder gefunden hatte. Tausend Fragen schossen ihr im Moment durch den Kopf, und allein die Anzahl dieser Geschosse verwirrte sie noch mehr als die Tatsache, dass sie auf keine Einzige eine Antwort hatte. Kurz schloss sie die Augen, atmete tief durch und verdrängte fürs erste die ganzen Fragen, die man in so einem Moment nicht in Worte fassen konnte. Damit wand sie auch ihren Blick von Shin ab. Was sie in diesem Moment mit Überzeugung sagen konnte war, dass die Antworten auf ihre Fragen warten mussten. Und nur die Zeit konnte sagen, wann es so weit sein würde. „Ich glaube es wird das Beste sein, wenn ich dich für heute nach hause bring.“ Sie legte ihren Arm und das kleinere Mädchen und führte sie aus der Gasse heraus. Es war nicht einfach, Michiyo hatte Angst und Ayama wusste nicht was sie sagen sollte. Klar war etwas geschehen und am liebsten hätte sie auch mit Shin darüber geredet, aber etwas in ihr hielt sie zurück. Eine Erinnerung, eine sehr schmerzhafte Erinnerung an die Vergangenheit hinderte sie auch nur einen Ton zu sagen. So gingen sie einfach nur neben her. Jeder Mensch der an ihnen vorüber ging, wurde nicht mehr wirklich wahrgenommen. Es waren nur Schatten die sich bewegten, nicht sehr viel mehr. Viel zu sehr war die Hotaru mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt, während Michiyo eng neben ihr lief und sich so weit wie möglich von Shin fern hielt. Ein sehr seltsames Bild wenn man es so betrachtete, jedoch nicht wenn man den Hintergrund kannte, konnte man es sehr gut verstehen.
Was sollte das ganze? Was war der Grund gewesen, warum er so ausgerastet war? Es musste es etwas gewesen sein, was geschehen war, als sie nicht mehr da gewesen war. War es dann ihre Schuld, hätte sie den Wandel verhindern können, wenn sie damals nicht weg gegangen wäre? Was kann sie jetzt noch tun? Warum musste es ausgerechnet ihm passieren? Warum konnte nicht jemand anders einfach den falschen Weg gehen und sich selbst zerstören? Sie hatte Angst um ihn. Nein, Furcht kannte sie in diesem Falle nicht, dafür hatte sie schon genug erlebt um nicht in Panik zu geraten. Immer wieder ging ihr Blick zu dem Mann, der in ihrem Herz wohnte. Nein, er war nicht mehr der gewesen, dem sie einst ihr Leben anvertraut hatte. Aber irgendwo tief in ihm drinnen, mussten doch wenigstens noch Überreste davon sein. Warum sonst hätte er sie vorher an die Wand drücken und küssen sollen. War es einfach nur ein Test gewesen? Wollte er seine eigenen Gefühle testen ohne darauf zu achten, was sein Gegenüber davon hielt? Konnte es sein, dass er wirklich so abgestumpft war? Ein einziger Blick verriet, dass es wirklich sein konnte. Aber ging es ihr nicht genau so? War sie nicht so sehr mit sich selbst ins Reine gekommen, dass ihr Gefühle so gut wie nichts mehr anhaben konnten? Das war es wirklich. Schlimm wäre gewesen wenn nicht, denn immerhin hatte sie dafür harte drei Jahre gearbeitet und wusste, dass es zur Vollendung dieser Reinheit noch ein Lebensweg werden würde. Ihre Gedanken beruhigten sich wieder ein wenig und Aya nahm nun auch wieder die Welt um sich herum wahr. Das Scharren der Schuhe auf dem unebenen Untergrund, Schotter um genau zu sein. Die Drei hatten die Innenstadt verlassen und waren bereits auf dem Weg zum Clanviertel. Doch was sie erwarten würde, das konnten weder Ayama noch die die kleine Michiyo wissen. Denn wenn wenigstens Aya es gewusst hätte, wäre sie wahrscheinlich nicht nur einen anderen weg gegangen, sondern sie hätte sich wahrscheinlich auch ganz anders verhalten. Aber so, man musste sehen, was die Geschichte mit sich bringen würde.
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Mi 19 Okt 2011, 20:26

Dieser ganze Tag, alles war unwirklich und es schien fast wie in einem Traum. Ein Traum, der vor langer Zeit begonnen hatte und aus dem der Junge nun endlich erwacht war. Shin lehnte noch immer an der Wand, sah durch seine Augen an seinem Körper hinunter. Ein unheimliches Lächeln bildete sich auf seinem Gesicht, endlich schien wieder alles so zu sein, wie es schon vor fast drei Jahren war. Die Kraft, die solange versiegelt war, nach dem sich der Uchiha solange gesehnt hatte, war nun endlich wieder da. Im Moment jedoch, konnte Shin noch nicht wirklich begreifen was passiert war und wie zum Teufel, es überhaupt möglich war, dass sich das Siegel gelöst hat. Fakt war jedoch, dass es passiert ist und eine lange Leidenszeit war damit zu Ende. Seine neuen Augen lösten sich von seinem Körper und blickten zu der Hotaru und Uchiha hinüber. „…dieses Mädchen, sie könnte zu einem Problem werden…ich muss dafür sorgen, dass sie niemanden erzählt was sie hier gesehen hat und was Ayama angeht, um dieses Problem werde ich mich später kümmern müssen…“ Das waren die einzigen Gedanken, die Shin momentan beschäftigten und das war wahrscheinlich sogar gut so, schließlich war es ungeheuer wichtig, dass sein Onkel nichts davon erfuhr. Die Zeit war noch nicht reif, dem Clan zu zeigen, was aus einer seiner Hoffnungen geworden war und auch war es nicht die Zeit, dem seinen zu zeigen, was er von den Uchiha in ihrer gegenwärtigen Lage hielt.

Stumm gingen sie durch die Straßen des Dorfes, Shin hatte nichts gesagt und auch nichts getan um sein Verhalten zu erklären oder sich zu rechtfertigen. Warum auch hätte er das tun sollen, schließlich hatte der Uchiha nichts Falsches getan dank seinem Sensei, von dem niemand wusste. Zum Glück war dieser allerdings da gewesen, sonst wären die Genin jetzt wahrscheinlich tot und Shin bereits auf der Flucht vor den Anbu. Zum Glück jedoch war dies nicht der Fall und kontinuierlich nährten sich die drei Shinobi dem Clanviertel der Uchiha. Shin lief noch immer ein bis zwei Schritte vor den beiden Mädchen, wobei eine von ihnen nicht wusste, was ihr gleich wiederfahren würde und die andere nur zum Zugucken verdammt war. Die Tore des Clanviertels waren schon aus der Ferne zu sehen, als Shin kurz über seine Schulter zu den Mädchen blickte. Michiyo schien sich sogar schon etwas beruhigt zu haben, zu mindestens zitterte sie nicht mehr und Tränen flossen auch nicht mehr über ihre Wange. Für einen Moment, einen winzig kleinen Moment überkam den Uchiha so etwas wie Schuldgefühle, doch diese verschwanden schon fast im selben Augenblick. Plötzlich stoppte Shin und wandte sich zu den Mädchen um, die Kälte die er schon in dieser Gasse ausgestrahlt hatte, schien nicht im geringsten Kleiner geworden zu sein. „Michiyo…wir müssen uns unterhalten…“ Seine Stimme war nur noch ein Schatten, seiner einst liebvollen und freundlichen Art, emotionslos und kalt traf es jetzt wohl eher. Michiyo fing sofort wieder an zu zittern und mit einer Hand klammerte sie sich an Ayama, die versprochen hatte sie nach Hause zu bringen. Vielleicht war es weil die Hotaru bei ihr war oder es anderes gab der kleinen Uchiha Kraft, auf jeden Fall schien sie gerade all ihren Mut zusammen genommen zu haben. „…nein…ich will nicht mit dir reden, ich will nur noch das mich Hotaru-sama nach Hause bringt…“ Wahrscheinlich würde gerade die Hotaru darüber jetzt sehr überrascht sein, Shin jedoch senkte nur seinen Kopf, wodurch seine Augen kaum noch zu sehen waren und sie wirkten, als wären sie in einen Mantel aus Dunkelheit gehüllt. Wahrscheinlich war dieser Vergleich sogar sehr zutreffend, denn schon als sich die Stimme des Chuunins erhob, schien so noch düsterer und kälter geworden zu sein. „…glaub nur nicht, dass Ayama dich vor mir beschützen könnte, dazu ist sie nicht in der Lage, so Leid mir das auch für dich tut Michiyo…“ Mit dieser Einschätzung lag der Uchiha gar nicht mal so falsch, auch wenn er noch nicht hundertprozentig sagen konnte ob seine Augen wirklich ihre ganze Kraft wieder hatten. Langsam erhob sich das Haupt des Uchihas, allerdings waren es nicht seine normalen Sharingan, die die Mädchen jetzt zu Gesicht bekamen es war etwas völlig neues und viel Kraftvolleres. „Tsukuyomi!“

Die Welt schien sich für Michiyo gerade zu verdunkeln oder viel mehr in ein Tristes grau zu verwandeln. Ayama war nicht mehr an ihrer Seite und nur Shin stand ihr noch gegenüber. Ein hölzerner Pfahl erhob sich hinter der jungen Uchiha und Seile umschlossen ihren Körper, der hart an den Pfahl gezogen wurde. Shin lachte und schien sich hervorragend zu amüsieren, während Michiyo nach der Hotaru schrie und Tränen abermals über ihr Gesicht rannen. Michiyo versuchte sich sogar zu befreien, doch als Shins Stimme erklang, so dröhnend das ihr fast der Schädel zu platzen drohte, verließ sie die Kraft. „…du brauchst es nicht zu versuchen, ich kontrolliere diese Welt und alles was in ihr geschieht. Du hörst mir jetzt genau zu…du wirst niemanden sagen, was heute passiert ist niemanden hast du verstanden? Und vor allem wirst du es meinem Onkel nicht erzählen, sollte ich erfahren, dass du es jemanden erzählt hast, werde ich dich wieder in diese Welt holen und du wirst Qualen erleiden, solange bis du von dieser Welt verschlungen wirst verstanden? Und Michiyo, damit du siehst das ich nicht Spaße zeige ich dir, was für Qualen dich erwarten…“ Michiyo schrie, sagte dass sie nichts erzählen würde, dann sah sie sich selbst an den Pfahl gefesselt, von Schwertern und Kunais durchbohrt und blutüberströmt. Dann wieder ein Schrei, dieses Mal war es ihr selbst welches von Nägeln durchbohrt wurde, dann war alles wieder normal. Die Welt hatte ihre Farbe wieder gefunden, Vögel zwitscherten fröhlich vor sich hin und Ayama war an ihrer Seite. Michiyo blickte zu ihrem Sensei, der sie eben doch noch gequält hatte, der sie noch immer anstarrte mit diesem intensiven Blick und erst jetzt wurde ihr klar, dass dies wirklich passiert war. Die kleine Uchiha sackte zusammen, fiel förmlich in die Arme der Hotaru und dann war es wieder Shin, der zu ihr sprach. „…ich denke, wir haben uns verstanden oder Michiyo?“ Die kleine Genin zitterte wie Espenlaub, als sie mit verängstigtem Blick zu ihrem Sensei hinüber blickte, ein Blick der wohl selbst Ayama auffallen dürfte. Shin nickte der Kleinen nur zu und sah dann zu Ayama, „…morgenfrüh treffen wir uns am Haupttor und brechen zu unser Mission auf, sei pünktlich und versuch nicht zu spät zu kommen…“ Damit war wohl alles gesagt zu mindestens von Shins Seite aus, denn dieser verschwand in einer Rauchwolke, kaum dass sich seine Lippen geschlossen hatten.

[out: Ich habe das jetzt mal etwas vorangetrieben, damit wir dann unsere Mission starten können Wink]
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Himura Saya
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Mi 29 Aug 2012, 13:37

ich weiß ja nicht ob du ab und an noch rein schaust ... aber erschlag mich nicht ... ich hab kein i-net T________T und hab es heut erst geschafft wenigstens eins von meinen passwörtern zu knacken *heul*
der post war irwann mal fertig ... muss ihn nur noch mal raus kramen .. wenn du noch lust hast o.o ... hoff ja, dass sich bald das i-net-lose dahinscheiden irwann in nächster zeit mal ändert ... sofern die doofies endlich mal auf die idee kommen, die halbwegs annehmbare leitung in dem kihkaff hier frei zu schalten

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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Sa 01 Sep 2012, 08:57

Ja schaue ab und an immer mal wieder vorbei hier, wie man sieht^^ Und tja...dann hoffe ich doch mal das du bald wieder internet haben wirst und auf nen bissel abwechselung hab ich immer lust zu mal ich das gern noch weiter spielen würde diesen part mit Shin und Aya Smile
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Hotaru Ayama
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Di 04 Sep 2012, 13:59

Ja erst hieß es das wir letztes Jahr im Herbst endlich ne vernünftige Leitung bekommen, dann Ende August und inzwischen Ende September -.-" Mistige Telekom ... back to topick xD

Irgendwie war hier in Konoha nichts mehr so wie die Hotaru es kannte. Oder sollte sie lieber denken, niemand? Beides? Was machte sie sich überhaupt solche Gedanken, zumal sie so oder so auf keinen grünen Zweig kam. Die Tore des Uchiha-Anwesens vor den Augen, und im Schlepptau hatte sie genau zwei von diesen, wobei man von Shin sicher nicht sagen konnte, dass sie ihm im Schlepptau hatte, es wahr ganz im Gegensatz. Aber gut, diese Verhältnisse waren so unwichtig, als die Straße auf der sie gingen. Viel wurde auf dem Weg nicht gesagt, an eine Unerhaltung, egal in welche Richtung sie ging, wäre auch nicht zu denken, denn Aya war nicht nach reden zu mute, Shin, mit dem wollte wohl keiner wirklich reden und die kleine Uchiha war noch zu verstört, um das sie auch nur ein Wort hätte sagen können. Am liebsten, wäre Aya ohne ihren früheren Freund los gezogen um das Mädchen heim zu bringen, vielleicht hätte sie sich dann wenigstens beruhigt. Aber so. Andererseits war es wahrscheinlich auch keine gute Idee gewesen, den Uchiha allein in Konoha herum rennen zu lassen. Ayama hatte das Gefühl, einer tickenden Zeitbombe gegenüber zu sein. Warum und weshalb, sie wusste es nicht, konnte sich keinen Reim daraus machen, was in den letzten Jahren geschehen war, dass sein Verhalten so erklärte. War sie daran schuld? Es nervte sie, nein, eigentlich durfte sie so etwas nicht beschäftigten. Sie hatte sich so lange, alle die Jahre mit Training versucht auf solche Situationen vorzubereiten, aber nun schien alles um sonst zu sein. Immer noch machte sie sich Gedanken um andere, gab sich selbst die Schuld für das Verhalten von anderen. Eines war jedoch sicher, dieses Dorf hier tat ihr nicht gut! Sehnsucht machte sich in ihr breit. Eine Sehnsucht, von der sie nie erwartet hatte, diese zu spüren. Denn immerhin war sie zurück in ihr Heimatdorf gekommen, um der Einsamkeit und allem was mit ihrem Fortgang verbunden war hinter sich zu lassen. Aber nun, nur wenige Stunden nachdem die Hotaru wieder „zuhause“ war, wollte sie schon wieder weg. Zu ihrem Glück, ging es morgen schon wieder los. Etwas wehmütig sah sie zu Shin, der sie auf ihrer nächsten Reise begleiten würde. Im selben Augenblick drehte genau dieser sich um und richtete seien Worte an die kleine Uchiha, die sich nun noch mehr an ihre Begleiterin drückte. Angst war es was von dem Mädchen aus ging. Selbst bei der erfahrenen Shinobi stellten sich sämtliche Härchen und ein ungutes Kribbeln marschierte durch ihren Körper. Sie wusste was dieses Gefühl zu bedeuten hatte und gleichzeitig wusste sie, dass es nicht an sie selbst gerichtet war. Für einen winzigen Augenblick überlegte sie, ob sie versuchen sollte, der Kleinen zu helfen. Doch diesen Gedanken verwarf sie so schnell wie er gekommen war auch schon wieder. Es war nicht ihre Aufgabe jemanden zu beschützen, den sie nicht kannte, mit dem sie noch nie etwas zu tun hatte. Zumindest redete sie sich das ständig ein. Ayamas Atem ging ruhig als sie ihre Augen schloss und den Kopf leicht senkte. Sekunden vergingen wie Minuten, die sich zu Stunden verwandeln wollten. Sie wollte sich nicht vorstellen, was für Grausamkeiten Shin gerade mit Michiko anstellte. Nachdem wie sie ihn heute kennen gelernt hatte, konnte sie es sich sogar fast denken.

Kurz nachdem alles seinen Lauf genommen hatte, war der Spuk auch schon wieder vorbei. Michko sackte in den Armen der Kunoichi zusammen. Ihr Atem ging nur flach. Mit einer zurück gewonnen inneren Ruhe von der ein mancher nur Träumen konnte, sah Aya Shin an. Keine Furcht, kein Abscheu, nichts. Es war als wäre es der Frau mit den goldfarbenen Augen egal, was er gerade getan hatte. Auch wenn es doch noch einen winzigen Teil in ihr gab, der gerade brodelte, am liebsten Shin zur Rechenschaft gezogen hätte, ihn … ihn einfach nur in den Arm genommen hätte und hofft, das es doch noch alles einen guten Ausgang nimmt. Aber dieser Teil, der, der frührer einmal ihr Wesen ausgemacht hatte, war fest verschlossen, tief im hintersten Eck eines Herzens, das gemächlich in der Brust der jungen Frau schlug. Gelassen nahm sie zur Kenntnis was ihr gesagt wurde bevor sie mit dem Mädchen alleine gelassen wurde. „Super.“, nuschelte sie vor sich hin. Eine Hotrau durfte eine bewusstlose, fix und fertigte Uchiha nach hause bringen. Zumal, die beiden Clans normalerweise nicht einmal gut aufeinander zu sprechen waren. Ein leises Seufzen, denn es brachte ja nichts, das Mädchen einfach hier liegen zu lassen, und schon schritten ihre Füße beinahe gegen den willen des Körpers den sie trugen immer weiter auf das Tor hin. Die Missgunst in den Augen, der Menschen die an diesem frühen Abend noch vor ihrer Tür standen waren wie Nadelstiche. Alle zerrissen sich wohl gerade das Maul darüber, was dieses Weißhaarige Etwas mit dem armen unschuldigen Mädchen gemacht hatte. In voller Aufregung kam eine Frau gelaufen und rief panisch den Namen der Bürde die sie zu tragen hatte. Die Frau holte mit der Hand bereits zum Schlag aus. „Was hast du Monster mit meiner Tochter gemacht!?“ Ruhig sah die Beschuldigte die Frau an, die auf einmal sich nicht anders mehr zu helfen wusste, als von der Geste, die sie gerade ausführen wollte ab zu lassen, um über die Wangen ihres Kindes zu streichen. „Sie braucht wahrscheinlich einfach nur Ruhe, um alles zu verarbeiten, was sie heute erfahren hat.“ Damit legte Ayama das Mädchen in die Arme eines herbeigeeilten Mannes, machte auf dem Absatz kehrt und verließ ohne weiteren Kommentar das Clan-Viertel.

Der Weg zurück nach hause verging wie im Flug. Doch bevor sie wirklich in die kleine Siedlung zurück kehren konnte, stellte sie sich noch an den Rand einer Klippe, einem Felsen, der so einsam in der Landschaft wohnte, wie sie selbst. Es war ein Ort, an den sie sich nur zu gut erinnern konnte. Hier wurden alle möglichen Zeremonien und Kundgebungen abgehalten die den ganzen Clan betrafen. Geburten, Hochzeiten, Beerdigungen, ihre eigene Weihe. Hoch über ihr prangte in seinen weißen Schleier gehüllt inzwischen der Mond der die Sterne wie ein Hirte um sich scharte. Auf eine Art wollte sie nicht nach hause, denn sie wusste nicht wie sie ihren Eltern entgegen treten sollte. Andererseits, sie hatte ihre Familie so lange nicht gesehen, hatte solche Sehnsucht nach ihrer Geborgenheit empfunden, dass sie den Mut aufgebracht hatte, nach Konoha zurück zu kehren. Jetzt gab es keinen Weg mehr zurück, den sie nicht bereuen würde. Ihre Siluhette verschwamm in der Dunkelheit.
Die beleuchteten Straßen vor dem Anwesen ihrer Familie kamen ihr mit einem mal so fremd vor. Es schien so unwirklich zu sein, als wäre alles nur ein Traum, an den sie sich am nächsten Tag nicht mehr erinnern würde. Dennoch war alles was hier geschah wahr. Behutsam klopfte sie an die Türe ihres Elternhauses. Innen gingen Lichter an und es war ein kleiner Tumult zu hören. Es war immer so gewesen, wenn sich jemand nach Einbruch der Dunkelheit hier versuchte Einlass zu verschaffen. Alle gingen in Alarmbereitschaft, egal ob es die Hausangestellten waren oder die Hausherren selbst. Zögerlich wurde die Türe einen kleinen Spalt geöffnet. Erst wurde sie argwöhnisch beäugt, doch dann, als würde es der alten Haushälterin wie Schuppen von den Augen fallen, riss diese die Türe auf. „Ayama-sama!“ Bevor sie selbst auch nur die Möglichkeit hatte auf diesen Ausruf zu reagieren, hörte man bereits Stimmen aus dem inneren des Hauses. „Was? Meine Tochter?“ Es war Ai, die nur zehntel Sekunden nach dem Ausruf der Haushälterin auch schon an der Tür stand. Ungläubig sah sie in die Goldfarbenen Augen ihrer Tochter. „Mein Gott, wie du dich verändert hast.“ Tränen stiegen ihr in die Augen. „Wenn nur auch dein Bruder hier wäre, um diesen glücklichen Tag mit zu erleben.“ Das dieser ja eigentlich schon wusste, dass seine kleine Schwester nach hause zurück gekehrt war, konnte sie nicht wissen. Auch der kleinen Shinobi traten die Tränen in die Augen. „Es tut mir Leid, o-kasama.“ Die beiden fielen sich in die Arme und waren einfach nur froh darüber, dass alles doch noch ein gutes Ende genommen hatte. Wenigstens etwas positives heute. Na hoffentlich dauerte es an, denn auch Aratar war von dem Tumult aus seinem Arbeitszimmer an die Türe gezogen worden. „Ayama.“ Die Strenge in seiner Stimme war kaum zu überhören. Geduckt sah die junge Frau zu dem Treppenansatz an dem der Mann stand. „O-tosama, es tut mir wahnsinnig leid. Ich wollte keine Schande über unsere Familie bringen.“ Was sich nun hinter den sich schließenden Türen abspielte, würde in dem Haus bleiben.

Der nächste Morgen brach viel zu früh an. Am Haupttor gähnte Koinu herzhaft. Der Wind frischte auf und wirbelte den Staub in den Straßen vor sich her. An und für sich war das Wetter ja traumhaft, wie sollte es im Feuerreich auch anders sein. Es war am Himmel keine Wolke zu sehen, die Sonne ging gerade erst auf und tauchte die Landschaft in Farben, die man den ganzen Tag so nicht sehen würde. Warum musste man zu einer Mission, die an und für sich so viel Zeit in Anspruch nehmen würde, so früh los? Vor allem, wenn man erst gestern nach hause gekommen war und kurzerhand noch die gefühlte ganze Verwandtschaft eingeladen wurde um zu zeigen, was aus der Vermissten geworden war. Schlaf? Was war das, konnte man das essen? Aus der Tasse dampfte es noch, als Ayama einen Schluck des Spezial-Kaffes nahm, den sie sich vorher noch kurz aufgebrüht hatte. Manch einer würde wahrscheinlich an einem Koffein-Schock sterben, da dieser Kaffe wirklich nicht zu verachten war. Aber gut. Immerhin war sie es schon gewohnt und hatte sich in den letzten Jahren zu einem kleinen Kaffe-Junkie gemausert. Na hoffentlich würde Shin heute etwas bessere Laune haben, wie gestern. Wenn sie die ganze Zeit mit so einem Miesepeter durch die Gegend reisen musste, hätte sie auch bei ihrem Sensei bleiben können. Wobei, wahrscheinlich war dieser noch die bessere Gesellschaft. In diesem Augenblick spürte sie wieder ein unangenehmes ziehen im Rücken, so wie es schon seit einiger Zeit war, wenn sie an den Mann dachte, mit dem sie die letzten drei Jahre verbracht hatte. Gut, vielleicht war er doch keine so gute Wahl als Geführte. Musste sich nur noch herausstellen, ob diese Konstellation nicht noch übler war. Als Shin nun endlich da war, konnte die Reise auch schon los gehen. Nach viel zu reden, war der Kunoichi eh nicht. Ein kurzes „Guten Morgen“ musste da reichen. Vorteil an der ganzen Sache, ihr sah man nach dem Kaffe nicht an, dass sich ihre Gedanken nur noch um ihr Bett drehten, dass sie in der Nacht auch mal wieder besuchen wollte. Ah, doch, eine Stunde hatte sie sich kurz mal hin gelegt. Spielte nun jetzt wirklich keine Rolle mehr. Bevor die beiden sich auf den Weg machen sollten, war es Ayama die noch etwas auf dem Herzen hatte, dass sie noch unbedingt los werden wollte. Vermutlich würde sie dafür jetzt schon eine Abreibung kassieren, aber es war ihr egal. Wie gesagt, nach dem gestrigen Tag war Shin nicht gerade die Nummer Eins auf ihrer Liste der Reisebegleiter. „Ach ja, lass deine Wut nicht an kleinen Mädchen aus, die sich nicht wehren können. Wenn dann such dir jemand ebenbürtiges, oder denjenigen, der die Schuld an der ganzen Sache trägt. Denn so ist es einfach nur feige.“ Ihre Stimme war dabei einfach nur ruhig. Es schwang kein Hauch von Vorwurf, Tadel oder etwas in der Art mit. Es schien einfach für die Frau mit dem heißen Kaffe in der Hand einfach nur eine Tatsache zu sein, die nebenbei erwähnt werden könnte.
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BeitragThema: Re: Büro des Hokage   Mo 10 Sep 2012, 20:24

Alles schien wie in einem Traum, einem Traum aus den Shin am liebsten nie mehr aufgewacht wäre. Doch die vergangenen Ereignisse, die seine Zukunft bestimmen sollten, waren kein Traum, sie waren Realität und das erste Mal seit Langem, fühlte es sich für ihn wirklich real an. Die vergangenen Jahre, seit, die eine Person die er geliebt hatte ihn verlassen hatte, hatte sich der Uchiha verändert. Nichts schien wirklich real zu sein, seine Familie, sein Clan und selbst die Freunde, die ihn unterstützten waren für Shin nichts weiter als verblasste Gestalten gewesen. Erst als jener Mann, der ihm die Augen öffnete an seine Seite trat, verspürte der Chuunin das erste Mal so etwas wie Wirklichkeit. Doch auch diese wurde ihm genommen von seinem eigenen Fleisch und Blut, welches ihn eigentlich verstehen und ihn unterstützen sollte. Sie taten es aber nicht, sie versiegelten seine Wirklichkeit und ließen ihn zurück in Dunkelheit, die ihn verschlang und in sich aufnahm. Nur jener Mann, sein Sensei war für ihn da, zeigte ihm wie er die Dunkelheit in seinem Herzen nähren und kraft aus ihr schöpfen konnte. Und genau das tat Shin, er schöpfte aus seiner eigenen Dunkelheit kraft und wurde stärker, so stark dass das Siegel, welches ihm seine Familie auferlegt hatte brach und er endlich wieder die Wirklichkeit sehen konnte. Und genau diese Wirklichkeit war es auch, in der sich der junge Uchiha gerade befand und die er so sehr vermisst hatte, mehr sogar als die Hotaru, die er einst seine Freundin genannt hatte. Doch mit dieser Wirklichkeit waren auch viele Fragen verbunden, Fragen die der Clan ihm niemals beantworten könnte und für die Shin weiter gehen musste, soweit das sein eigener Clan ihn hassen würde. Shins Entscheidung stand fest, als die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne den Horizont küssten und seine Augen, seine Entschlossenheit wiederspiegelten, während er sich auf seinen selbstgewählten Pfad begab.

Im Anwesen war es noch ruhig, die Bediensteten machten wohl gerade das Frühstück bereit, als der Chuunin leise die Treppen hinunter ging. Eigentlich hätte Shin nicht leise sein müssen, außer ihm war niemand im Haus, sein Onkel und seine Tante waren auf einer Reise nach Sunagakure und was seinen ehemaligen Sensei Yaku anging, dieser hatte sie schon lange nicht mehr blicken lassen und so recht wusste auch niemand was mit ihm war. Dennoch bevorzugte es Shin sich so leise wie möglich aus dem Haus zu begeben, schließlich würde er diesen Ort in seiner jetzigen Form nie wieder zu Gesicht bekommen. Als Shin den Haupteingang des Anwesens erreichte, blickte er sich noch einmal um und in seinen Augen spiegelte sich auf einmal etwas wie Wehmut wieder. Es war nur eine kurze Präsenz dieses Gefühls, doch wusste Shin auch das er an diesem Gefühl festhalten musste, um menschlich zu bleiben. Die Tür einen Spalt, gerade so das er hindurchgehen konnte, geöffnet und sich die Kapuze seines pechschwarzen Mantels über den Kopf streifend, verließ Shin das Anwesen seiner Familie. Es dauerte nur ein paar Schritte, ehe sich der Chuunin nochmals zum Hauptanwesen seines Clan umwandte und für einen winzigen Moment in den Himmel hinauf sah, wo die hellerleuchteten Sterne langsam aber sicher platzt für einen strahlend blauen Himmel machten, der den kommenden Tag wohl versüßen würde. Doch nicht für alle würde es so ein süßer Tag werden, den man normalerweise gerne mit Freunden oder der Familie verbracht hätte. Shin holte tief Luft, seine Hände ballten sich zu Fäusten und sein Blick richtete sich auf das Haus, welches er jahrelang als sein Heim bezeichnet hatte. Seine Worte waren nur ein Hauch, nicht mehr als ein Wispern im Wind und dies war auch gut so, da seine Worte nur leid brachten. Während Shin, der mit einem Mal äußerst geschwächt wirkte, sich vom Anwesen entfernte, spielte sich hinter ihm ein grauenvollen Ereignis ab, schwarze Flammen verzehrten nach und nach das Anwesen, welches er jahrelang sein Zuhause genannt hatte. Die Schreie der Bediensteten waren zu hören, die einen qualvollen Tod erlitten und sich wohl fragen mussten, wer so etwas Schreckliches tun würde. Diese Antwort würden sie zwar nicht mehr erhalten, doch jener junge Mann der für ihren Tod verantwortlich war, war bereits von der Bildfläche verschwunden und würde in wenigen Momenten das Dorf und auch seinen Clan verlassen.

Shin wirkte geschwächt und kraftlos, als er das Haupttor Konohagakures erreichte und dort bereits von Ayama erwartet wurde. Viele hätten den Uchiha wohl nicht erkannt in seinem Mantel, die Kapuze über seinen Kopf gezogen und das Gesicht so gut wie nicht sichtbar. Doch für die Hotaru war es natürlich einfach zu sagen, wer hier gerade angekommen war. Dennoch ihren Kommentar hätte sie sich auch schenken können, da es den Uchiha nicht interessierte was sie dachte und nachdem was er gerade erst vollbracht hatte, war es eh bedeutungslos geworden. Kurz blieb Shin neben Ayama stehen, sein Kopf war zu ihr gewandt und seine Sharingan erfassten ihre bernsteinfarbenen Augen. „…lass uns gehen, wir haben hier nichts mehr verloren…“ Seine Stimme war kalt und emotionslos, als der Chuunin durch die Tore des Dorfes schritt und sich auf den Weg machte, ein neues Kapitel seines Lebens zu beginnen…

[nichts besonders, muss mich da erst einmal wieder reinfinden…kannst ja irgendein Reiseziel aufmachen, damit wir hier wegkommen und sorry, hat etwas gedauert^^]
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